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Leitfaden

B2B-Vertriebsstrategie entwickeln: Entscheidungen, Beispiele und Rechnung

Jesse KlotzGeschäftsführer Performance Marketing
Stand
Erstveröffentlichung
Lesezeit
10 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Eine B2B-Vertriebsstrategie legt fest, in welchem Markt Sie mit welchem Versprechen und welchem Vertriebsmodell Neukunden gewinnen wollen. Sie entwickeln sie über fünf Entscheidungen: Zielmarkt, Wertversprechen, Vertriebsmodell, Kanalmix und Kapazität. Die Rechnung auf dieser Seite macht aus einem Umsatzziel die Zahl der Termine, die Sie brauchen.

Stand Quellen

Dazu: Leitfaden: Mehr Neukunden für den Außendienst, Leitfaden, 10+ Seiten, per E-Mail, per E-Mail nach Angabe von Name und Adresse.

Fakten

Testprojekt
Das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt. Den Umfang legen Sie im 15-Minuten-Gespräch fest.Quelle: Angabe der Geschäftsführung, 10/2026, Stand 10/2026
Terminbestätigung
Wir bestätigen jeden Termin doppelt.Quelle: KRAUSS-Methode, Stand 10/2026
Zeit bis zu den ersten Terminen
Rund 14 TageQuelle: KRAUSS-Projekterfahrung, Stand 10/2026
Entscheidungen der Vertriebsstrategie in diesem Leitfaden
Fünf: Zielmarkt, Wertversprechen, Vertriebsmodell, Kanalmix, KapazitätQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Inhalt13 Abschnitte
  1. 01Was ist eine B2B-Vertriebsstrategie?
  2. 02Welche fünf Entscheidungen gehören zur Vertriebsstrategie?
  3. 03Wie entwickeln Sie die Vertriebsstrategie in sechs Schritten?
  4. 04Welche Vertriebsstrategien gibt es im B2B, und wann passt welche?
  5. 05Wie wählen Sie die Strategie nach Auftragswert und Käuferzahl?
  6. 06Wie viele Termine verlangt Ihr Umsatzziel?
  7. 07Welchen Kanal wählen Sie für die Terminlücke?
  8. 08Wie sieht eine Vertriebsstrategie in der Praxis aus?
  9. 09Wie übersetzen Sie die Strategie in einen Einstieg am Telefon?
  10. 10Welche fünf Kennzahlen prüfen die Strategie?
  11. 11Welche Fehler bremsen die Vertriebsstrategie?
  12. 12Wann passt eine eigene Vertriebsstrategie nicht?
  13. 13Was tun Sie als Nächstes?

Was ist eine B2B-Vertriebsstrategie?

Eine B2B-Vertriebsstrategie ist die Entscheidung, in welchem Markt Sie mit welchem Versprechen und welchem Vertriebsmodell Neukunden gewinnen. Sie beantwortet drei Fragen: Wen wollen wir erreichen, warum sollte der Kunde bei uns kaufen, und wie kommt unser Angebot zu ihm?

Die Strategie steht über dem Alltag der Neukundengewinnung. Sie legt fest, was Sie nicht tun. Ein Betrieb, der Maschinenbauer in Bayern anspricht, ruft keine Bäckereien an, auch wenn eine Bäckerei einmal anfragt. Das schafft Konzentration, und Konzentration schafft Quoten, die sich messen lassen.

Von der Planung unterscheidet sich die Strategie durch die Zeit. Der Vertriebsplan legt Zahlen für ein Jahr fest, die Strategie die Richtung für mehrere Jahre. Vom Vertriebskonzept unterscheidet sie sich durch die Tiefe: Das Konzept arbeitet die Strategie in Rollen, Abläufe und Kennzahlen aus.

Strategie, Konzept und Plan im Vergleich, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
MerkmalStrategieKonzeptPlan
FrageWo und wie gewinnen wir?Wie arbeiten wir dafür?Wie viel bis wann?
ZeitraumMehrere JahreEin bis zwei JahreEin Jahr, quartalsweise
UmfangEine SeiteFünf SeitenTabelle mit Zahlen
ÄnderungSelten, nach MarktwechselNach jedem TestJedes Quartal
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH, keine Marktstudie.

Welche fünf Entscheidungen gehören zur Vertriebsstrategie?

Fünf Entscheidungen bilden die Strategie: Zielmarkt, Wertversprechen, Vertriebsmodell, Kanalmix und Kapazität. Wer eine davon offen lässt, entscheidet sie später im Alltag, meist zufällig.

  1. Zielmarkt. Branche, Größe, Region und Anlass, bei dem Ihr Angebot gebraucht wird. Je enger, desto besser lässt sich ein Einstieg schreiben. Die Zielgruppenanalyse liefert die Grundlage, das Ideal Customer Profile die Form.
  2. Wertversprechen. Ein Satz, der sagt, welches Problem Sie für welche Rolle lösen. Er muss in zwanzig Sekunden am Telefon tragen. Der Leitfaden Value Proposition im B2B zeigt den Aufbau.
  3. Vertriebsmodell. Verkaufen Sie direkt über eigene Leute, über Partner und Handelsvertreter oder über beides? Die Wahl bestimmt Marge, Kontrolle und Tempo.
  4. Kanalmix. Welche Wege erreichen den Zielmarkt: Telefon, Anzeigen, Messe, Empfehlung, LinkedIn? Pro Lücke genügt ein Kanal, mehr als zwei Kanäle gleichzeitig verwässern die Auswertung.
  5. Kapazität. Wie viele Termine kann Ihr Vertrieb führen und wie viele Erstkontakte schafft er selbst? Der Rest ist die Lücke, die Sie intern oder extern schließen.

Die ersten beiden Entscheidungen sind Inhalt, die letzten drei sind Rechnung. Wer sie in dieser Reihenfolge trifft, bekommt eine Strategie, die ein Dritter nachvollziehen kann.

Wie entwickeln Sie die Vertriebsstrategie in sechs Schritten?

Sie entwickeln sie in sechs Schritten, die Sie in zwei halben Tagen mit dem Vertriebsleiter, der Geschäftsführung und einem Außendienstler durchgehen. Jeder Schritt endet mit einem Satz oder einer Zahl.

  1. Ausgangslage mit Zahlen beschreiben. Neukunden der letzten zwölf Monate, Umsatz je Kunde, Quote vom Erstgespräch zum Auftrag, Quelle der Kunden. Ohne diese Zahlen sind alle späteren Schritte Meinung.
  2. Zielmarkt eingrenzen. Wählen Sie aus den Neukunden die drei besten und beschreiben Sie, was sie gemeinsam haben. Das ist Ihr Zielmarkt der Stufe A.
  3. Wertversprechen formulieren. Ein Satz je Rolle: Was ändert sich beim Kunden, wenn er mit Ihnen arbeitet?
  4. Vertriebsmodell und Kanäle wählen. Prüfen Sie, welcher Weg Ihren Zielmarkt erreicht und welcher zu Ihrer Marge passt.
  5. Ziel in Termine umrechnen. Die Rechnung weiter unten macht aus dem Umsatzziel eine Terminzahl.
  6. Prüftermin setzen. Nach 90 Tagen halten Sie fünf Kennzahlen gegen die Annahmen und entscheiden: weiter, ändern oder beenden.

Zwei Dinge machen die Entwicklung schneller: ein Außendienstler im Raum, der weiß, warum Kunden gekauft haben, und die ehrliche Antwort auf die Frage, was Sie bisher nicht wissen. Jede offene Annahme bekommt einen Test mit Datum.

Welche Vertriebsstrategien gibt es im B2B, und wann passt welche?

Im B2B gibt es sechs Strategietypen, die sich nach Auftragswert und Zahl der möglichen Käufer unterscheiden. Die Beispiele zeigen, für welches Geschäft jeder Typ gebaut ist.

Sechs Strategietypen im B2B, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
StrategietypKernideePasst beiGrenze
NischenstrategieEin enger Zielmarkt, ein Versprechen, tiefes BranchenwissenSpezialisierten Lösungen mit klarem AnlassMarkt kann klein sein
Account-Based-SellingWenige Zielkonten, individuell bearbeitetGroßen Aufträgen mit mehreren EntscheidernHoher Aufwand je Konto
Volumenstrategie am TelefonViele Zielkunden, geordnete ErstkontakteErklärbaren Lösungen mit mittlerem AuftragswertBraucht erreichbare Entscheider
Partner- und HändlerstrategieDritte verkaufen und betreuenFremden Regionen, vielen kleinen AufträgenGeringere Kontrolle über Kunde und Preis
Inbound-StrategieInhalte und Anzeigen lassen Käufer kommenKäufern, die aktiv suchenLanger Vorlauf bis zu Anfragen
BestandskundenstrategieMehr Umsatz je KundeReifen Märkten mit loyalen KundenWenig Neukunden
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH, keine Marktstudie.

Die Typen schließen sich nicht aus. Ein Anbieter von Betriebstechnik kann ein Nischenprofil wählen und den Erstkontakt am Telefon führen, während er für Großkunden Account-Based-Selling nutzt. Wichtig ist, dass jede Zielgruppe genau einem Typ folgt, sonst verteilen sich Zeit und Budget.

Wie Account-Based-Selling arbeitet, zeigt ein eigener Leitfaden. Der Vergleich Inbound oder Outbound vergleicht die beiden Richtungen für den Kanalmix, und Direktvertrieb oder indirekter Vertrieb hilft bei der Wahl des Modells.

Wie wählen Sie die Strategie nach Auftragswert und Käuferzahl?

Sie wählen nach zwei Größen: dem Wert eines Auftrags und der Zahl der Betriebe, die als Kunde infrage kommen. Aus beiden folgt, wie viel Aufwand sich je Kontakt lohnt.

Strategie nach Auftragswert und Zahl möglicher Käufer, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
AuftragswertWenige mögliche KäuferViele mögliche Käufer
Hoher AuftragswertAccount-Based-Selling, persönliche Ansprache, AußendienstNische mit Telefon für den Erstkontakt, Außendienst für den Abschluss
Niedriger AuftragswertPartnerstrategie, HändlerInbound oder Volumen am Telefon, Inside Sales
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH, keine Marktstudie.

Die Tabelle ist eine Orientierung. Ein Auftragswert gilt als hoch, wenn er den Besuch eines Außendienstlers mit mehreren Stunden Vorbereitung und Anfahrt trägt. Wo diese Grenze liegt, rechnen Sie aus Ihrem Deckungsbeitrag und den Kosten eines Termins.

Fragen Sie außerdem, wer entscheidet. Entscheiden mehrere Personen im Kaufgremium, braucht die Strategie mindestens zwei Einstiege: einen für die Rolle, die den Bedarf hat, und einen für die Rolle, die das Budget freigibt. Dazu passt die Seite Termine mit Vertriebsleitern für alle, die selbst Vertriebsleiter als Zielrolle haben.

Wie viele Termine verlangt Ihr Umsatzziel?

Ihr Umsatzziel verlangt die Zahl der Termine, die sich aus Auftragswert, Abschlussquote und Erscheinungsquote ergibt. Die Rechnung läuft rückwärts vom Ziel zum Kalender.

Rechenbeispiel

Beispielzahlen, frei gewählt, keine Messwerte

Vom Umsatzziel zur Zahl der Termine im Monat

  • Annahme: Neuer Jahresumsatz aus Neukunden600.000 €(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Durchschnittlicher Umsatz eines neuen Kunden im ersten Jahr30.000 €(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Anteil der stattgefundenen Erstgespräche, aus denen ein Auftrag wird15 %(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Anteil der vereinbarten Termine, die stattfinden80 %(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
Vom Umsatzziel zur Zahl der Termine im Monat
SchrittRechnungErgebnis
Neukunden im Jahr600.000 € ÷ 30.000 €20
Stattgefundene Erstgespräche im Jahr600.000 € ÷ 30.000 € ÷ (15 % ÷ 100)133 Termine
Vereinbarte Termine im Monat600.000 € ÷ 30.000 € ÷ (15 % ÷ 100) ÷ (80 % ÷ 100) ÷ 1213,9 Termine

Die Werte sind Annahmen dieses Beispiels. Ersetzen Sie sie durch Zahlen aus Ihrer Kundendatenbank (CRM): den Umsatz Ihrer letzten zehn Neukunden, die Quote vom Erstgespräch zum Auftrag und den Anteil der Termine, die tatsächlich stattfinden. Fehlt eine Zahl, setzen Sie eine vorsichtige Schätzung ein und markieren sie als Annahme.

Das Ergebnis ist eine Zahl, die Sie dem Kalender Ihres Vertriebs gegenüberstellen. Führt Ihr Außendienst heute sechs Erstgespräche im Monat und die Rechnung verlangt elf, ist die Lücke fünf Termine im Monat. Diese Lücke bekommt einen Kanal, und die Wahl des Kanals ist die vierte Entscheidung der Strategie.

Welchen Kanal wählen Sie für die Terminlücke?

Sie wählen den Kanal, der Ihren Zielmarkt erreicht und die Lücke in der Zeit schließt, die Sie haben. Für Entscheider, die nicht aktiv suchen, ist das meist der Anruf.

  • Telefon. Der Outbound-Vertrieb erreicht Entscheider direkt und prüft das Wertversprechen in wenigen Wochen an echten Gesprächen. Grenze: Der Entscheider muss erreichbar sein. Zur Praxis siehe Kaltakquise im B2B.
  • Anzeigen. Erreichen Käufer, die gerade suchen oder zur Zielgruppe gehören. Brauchen Anlaufzeit für Tests. KRAUSS bietet Anzeigen als Performance Marketing an.
  • Messe. Bündelt Gespräche an wenigen Tagen. Der Erfolg entsteht beim Nachtelefonieren, wie der Vergleich Messe oder Telefonakquise zeigt.
  • Empfehlung und Partner. Liefern vertrauensvolle Kontakte, aber selten planbare Mengen.
  • LinkedIn. Hilft beim Vorfeld und bei der Kontaktpflege, ersetzt aber bei vielen Rollen nicht den Anruf.

Rechnen Sie je Kanal die Kosten je Termin, der stattfindet, und den Vorlauf bis zum ersten Termin. Der Leitfaden Kosten je Termin berechnen zeigt den Weg. Ein Kanal, der günstig aussieht und erst nach neun Monaten Termine liefert, schließt eine Lücke in diesem Quartal nicht.

Wie sieht eine Vertriebsstrategie in der Praxis aus?

Eine Vertriebsstrategie sieht in der Praxis aus wie eine Seite mit fünf Zeilen, die jeder im Vertrieb in einem Satz wiedergeben kann. Das folgende Beispiel zeigt, wie ein Hersteller sie gebaut hat.

In einem Projekt für einen Hersteller von Industrieverpackungen verkaufte der Vertrieb an jeden, der anfragte. Von rund 120 Anrufen im Quartal entstanden 5 Termine und 1 Angebot, weil jeder Anruf anders klang. In einem Workshop legten Vertriebsleiter und Außendienst die Strategie fest: ein Zielmarkt (mittelständische Hersteller von Lebensmitteln im Süden), eine Rolle (Leiter Produktion oder Einkauf), ein Anlass (Umstellung auf neue Verpackungsgrößen), ein Kanal (Telefon) und eine Kapazität von acht Terminen im Monat für den Außendienst.

In den ersten acht Wochen nach dem Start standen 15 Termine im Kalender, 12 davon fanden statt, und 9 weitere Kontakte gingen mit dem Zeitpunkt der Umstellung in die Wiedervorlage. Aus den Gesprächen entstanden 4 Angebote. Der Hersteller verwarf den zweiten Zielmarkt (Getränkeabfüller) nach drei Wochen, weil dort der Anlass fehlte, und sparte so die Anrufe, die er sonst in diese Gruppe gesteckt hätte.

Der Wert lag nicht in der Zahl der Termine, sondern in der Reihenfolge: Erst die Entscheidung, dann der Test, dann die Ausweitung. Die Methode von KRAUSS arbeitet nach derselben Reihenfolge.

Wie übersetzen Sie die Strategie in einen Einstieg am Telefon?

Sie übersetzen sie in einen Einstieg, der Zielmarkt, Rolle und Anlass in zwei Sätzen nennt. Wenn der Einstieg nicht aus der Strategie folgt, hat die Strategie keine Wirkung im Alltag.

Vorlage: Einstieg aus der Strategie
Guten Tag [Name], hier ist [Ihr Name] von [Firma]. Ich rufe Leiter [Rolle] bei [Branche] an,
weil [Anlass, der in diesem Zielmarkt gerade ansteht] bei vielen von Ihnen Thema ist.
Wie gehen Sie damit um, und passt es, wenn ich dazu zwei Fragen stelle?

Der Satz enthält alle fünf Entscheidungen in Kurzform: den Zielmarkt (Branche), die Rolle, den Anlass aus dem Wertversprechen und den Kanal (Anruf). Passt ein Zielmarkt nicht in diesen Satz, ist er zu breit. Der Gesprächsleitfaden baut auf diesem Satz auf, den Aufbau zeigt der Leitfaden Gesprächsleitfaden für die Kaltakquise.

Testen Sie den Einstieg mit 30 Anrufen, bevor Sie die Zielgruppe ausweiten. Zählen Sie drei Dinge: Wie oft erreichen Sie die Rolle, wie oft hört sie bis zur ersten Frage zu, und wie oft führt das Gespräch zu einem Termin. Liegt die Erreichbarkeit niedrig, stimmt die Rolle nicht oder die Zeit. Hört die Rolle nicht zu, stimmt der Anlass nicht. Führt das Gespräch nicht zum Termin, stimmt das Wertversprechen nicht. So zeigt jede Zahl auf eine der Entscheidungen.

Welche fünf Kennzahlen prüfen die Strategie?

Fünf Kennzahlen prüfen die Strategie, und Sie messen sie wöchentlich: Erreichbarkeit der Rolle, Terminquote je Gespräch, Erscheinungsquote, Angebotsquote und Zahl der Aufträge. Der Leitfaden Akquise-Kennzahlen messen erklärt die Zählweise.

Kennzahl, Frage und Reaktion bei Abweichung, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
KennzahlFrage dahinterWenn der Wert zu niedrig ist
Erreichbarkeit der RolleErreichen wir die richtige Person?Rolle, Zeitfenster oder Datenqualität prüfen
Terminquote je GesprächTrägt das Wertversprechen?Anlass und Einstieg überarbeiten
ErscheinungsquoteIst der Termin verbindlich?Bestätigung verbessern, Anlass im Termin klären
AngebotsquotePasst der Termin zum Angebot?Zielmarkt oder Kaufcheck schärfen
AufträgeGewinnt der Vertrieb den Termin?Außendienst, Angebot, Nachfassen prüfen
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH, keine Marktstudie.

Die Tabelle zeigt, warum die Strategie Zahlen braucht: Jede Kennzahl gehört zu einer Entscheidung, und alle zusammen zeigen, wie gefüllt die Pipeline ist. Weicht ein Wert ab, wissen Sie, an welcher Entscheidung Sie arbeiten.

Welche Fehler bremsen die Vertriebsstrategie?

Vier Fehler bremsen die Vertriebsstrategie, und alle vier lassen sich beim Prüftermin nach 90 Tagen erkennen.

  1. 01

    Eine Strategie aus Kanälen aufbauen, statt aus dem Zielmarkt.

    Folge: Das Team probiert Anzeigen, Messe und Telefon nacheinander aus, und keiner der Kanäle bekommt genug Zeit, um Zahlen zu liefern.

    Besser: Zuerst den Zielmarkt und das Wertversprechen festlegen, dann den Kanal wählen, der diesen Markt erreicht.

  2. 02

    Ein Umsatzziel setzen, ohne es in Termine umzurechnen.

    Folge: Niemand weiß, ob das Ziel 5 oder 50 Termine im Monat verlangt, und die Lücke zeigt sich erst im vierten Quartal.

    Besser: Das Ziel rückwärts über Auftragswert, Abschlussquote und Erscheinungsquote in vereinbarte Termine rechnen.

  3. 03

    Alle Zielgruppen gleichzeitig bearbeiten.

    Folge: Der Einstieg passt für keine Gruppe richtig, die Quoten bleiben mittelmäßig, und das Team lernt aus keinem Test etwas.

    Besser: Eine Zielgruppe in Stufe A wählen, drei Monate testen, erst dann die nächste öffnen.

  4. 04

    Die Strategie ablegen, statt sie zu prüfen.

    Folge: Der Markt ändert sich, die Annahmen veralten, und das Papier beschreibt ein Unternehmen, das es nicht mehr gibt.

    Besser: Einmal im Quartal fünf Kennzahlen gegen die Annahmen halten und eine Entscheidung dokumentieren.

Gemeinsam ist ihnen, dass sie nicht auffallen, solange niemand Zahlen gegen die Annahmen hält. Darum steht der Prüftermin am Anfang der Strategie und nicht am Ende.

Wann passt eine eigene Vertriebsstrategie nicht?

Eine eigene Vertriebsstrategie lohnt sich nicht, wenn Ihnen die Zahlen fehlen, um sie zu prüfen, oder wenn Ihr Geschäft ohne persönlichen Vertrieb läuft.

  • Wenn Ihr Vertrieb aus einer Person besteht und Sie noch keinen Kunden gewonnen haben, brauchen Sie zuerst Gespräche mit Käufern und keine Strategie. Eine Strategie braucht Zahlen aus echten Terminen.
  • Wenn Sie ein Produkt ohne Beratung online verkaufen, entscheiden Shop, Anzeigen und Produktseite. Dieser Leitfaden behandelt den Vertrieb mit persönlichem Gespräch.
  • Wenn Sie vor allem Bestandskunden betreuen, ist Key-Account-Management die passende Frage und nicht die Neukundenstrategie.

Bei sehr kleinen Vertrieben genügt ein Blatt mit Zielmarkt, Wertversprechen und Wochenzielen. Mit dem ersten Dutzend Kunden wächst daraus die Strategie. Fehlen Quoten, starten Sie mit einem Testprojekt am Telefon: Es liefert nach wenigen Wochen die ersten echten Zahlen für die Rechnung oben.

Was tun Sie als Nächstes?

Als Nächstes rechnen Sie Ihr Umsatzziel in Termine um, denn die Zahl zeigt, ob Ihr Vertrieb die Strategie tragen kann. Prüfen Sie danach diese Punkte:

  • Liegen Neukunden, Umsatz je Kunde und Quote vom Erstgespräch zum Auftrag der letzten zwölf Monate vor?
  • Beschreibt der Zielmarkt der Stufe A Branche, Größe, Region und Anlass in einem Absatz?
  • Gibt es ein Wertversprechen je Rolle in einem Satz?
  • Ist das Vertriebsmodell gewählt: direkt, über Partner oder beides?
  • Hat die Terminlücke im Monat einen Kanal, und kennen Sie seine Grenze?
  • Steht der Prüftermin nach 90 Tagen im Kalender?

Die Lücke bei Neukundenterminen füllt KRAUSS am Telefon. Rund 14 Tage Die Anrufer erreichen Ihre Entscheider, prüfen Bedarf und Zeitpunkt und übergeben bestätigte Termine an Ihren Außendienst. Wir bestätigen jeden Termin doppelt. KRAUSS entwickelt keine Strategie und liefert keine Software für den Vertrieb. Die Methode zeigt den Weg bis zum bestätigten Termin, die Telefonakquise von KRAUSS beschreibt Ablauf und Leistung. Ihr Angebot stellen Sie im Angebotskonfigurator zusammen. Ein Gespräch mit Jesse Klotz dauert 15 Minuten.

Vom Wissen zum Termin

Was kostet das in Ihrem Markt?

Der Preis richtet sich nach Zielmarkt, Erreichbarkeit und Terminmenge. Wenn das Gespräch sitzt, führen wir es für Sie. Das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt. Den Umfang legen Sie im 15-Minuten-Gespräch fest.

Kennzahlen von KRAUSS: 100.000+ Vereinbarte Verkaufstermine seit 2011, 480.000+ Entscheiderkontakte in der Datenbank, 30+ Mitarbeiter, 14 Tage bis zu den ersten Terminen
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Fragen und Antworten

Häufige Fragen kurz beantwortet.

01Wie entwickle ich eine B2B-Vertriebsstrategie?

Sie entwickeln sie in sechs Schritten: Ausgangslage mit Zahlen beschreiben, Zielmarkt eingrenzen, Wertversprechen formulieren, Vertriebsmodell und Kanäle wählen, das Umsatzziel in Termine umrechnen und einen Prüftermin nach 90 Tagen setzen. Die Reihenfolge zählt: Wer mit dem Kanal beginnt, wählt ihn nach Gewohnheit und nicht nach dem Markt.

02Was ist der Unterschied zwischen Vertriebsstrategie und Vertriebskonzept?

Die Strategie entscheidet, wo und wie Sie gewinnen wollen: Markt, Versprechen, Modell. Das Konzept arbeitet diese Entscheidung aus: Rollen, Abläufe, Kanäle im Detail, Kennzahlen. Die Strategie ändern Sie selten, das Konzept bei jedem Test. Ohne Strategie fehlt dem Konzept die Richtung, ohne Konzept bleibt die Strategie ein Satz.

03Welche Vertriebsstrategie passt zu einem Mittelständler?

Meist eine Nischenstrategie mit Telefon als Kanal für den Erstkontakt: ein klar umrissener Zielmarkt, ein Wertversprechen für eine Rolle und bestätigte Termine für den Außendienst. Sie braucht wenig Vorlauf und lässt sich nach 90 Tagen an Zahlen prüfen. Bei sehr großen Aufträgen mit vielen Beteiligten passt Account-Based-Selling besser.

04Wie viele Termine brauche ich für mein Umsatzziel?

Sie teilen das Umsatzziel durch den Umsatz eines neuen Kunden, teilen das Ergebnis durch die Abschlussquote der Erstgespräche und durch die Erscheinungsquote. Im Beispiel dieser Seite ergeben sich so rund 11 vereinbarte Termine im Monat. Setzen Sie für Ihr Geschäft eigene Werte aus dem CRM ein, nicht die Werte des Beispiels.

05Welche Rolle spielt Telefonakquise in der B2B-Vertriebsstrategie?

Telefonakquise ist der Kanal für den Erstkontakt mit Entscheidern, die nicht aktiv suchen. Sie liefert Termine planbar, solange die Zielgruppe erreichbar ist, und prüft das Wertversprechen schnell an echten Gesprächen. Sie ersetzt nicht Produkt, Angebot und Verkaufsgespräch. Dort liegt die Arbeit Ihres Vertriebs.

06Kann KRAUSS eine Vertriebsstrategie entwickeln?

Nein. KRAUSS berät nicht zur Strategie. KRAUSS setzt den Teil um, der am Telefon entsteht: Anrufer erreichen Ihre Entscheider, prüfen Bedarf und Zeitpunkt und übergeben bestätigte Verkaufstermine. Das Testprojekt zeigt an echten Terminen, ob Ihre Zielgruppe diesen Weg trägt, und liefert Zahlen für Ihre nächste Entscheidung.
Prompt ansehen und anpassen

Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.

Belege

Woher die Angaben stammen.

Diese Seite nennt keine Tatsachen über die Welt, die eine fremde Quelle brauchen. Die Angaben zu KRAUSS stammen von den eigenen Seiten.

  1. 01

    KRAUSS GmbH: Methode: So entsteht ein Verkaufstermin mit Kaufinteresse (krauss-gmbh.com)

    Stand Oktober 2026abgerufen am KRAUSS-Angabe

  2. 02

    KRAUSS GmbH: Fakten und Zahlen (krauss-gmbh.com)

    Stand Oktober 2026abgerufen am KRAUSS-Angabe

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  1. 01Testprojekt konfigurieren60 Sekunden
  2. 02Gespräch mit Jesse Klotz15 Minuten
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  4. 04Erste bestätigte Termineim Kalender
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