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Leitfaden

Vertriebskosten berechnen: Formel, Quote und Anteil der Akquise

Johannes KraussGeschäftsführer der KRAUSS GmbH
Stand
Erstveröffentlichung
Lesezeit
9 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Vertriebskosten berechnen Sie, indem Sie alle Kosten des Absatzes eines Zeitraums addieren: Personal, Reisen, Messen, Werbung, Provisionen und Werkzeuge. Die Vertriebskostenquote teilt die Summe durch den Umsatz (Pipedrive, Stand 01/2025). Danach trennen Sie die Kosten der Neukundenakquise vom Rest und teilen sie durch Termine und Neukunden. Der Preis je Termin ist die Zahl, die Sie am schnellsten verändern.

Stand Quellen

Dazu: Wirtschaftlichkeits-Rechner, Rechner im Browser, ohne Formular.

Fakten

Testprojekt
Das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt. Den Umfang legen Sie im 15-Minuten-Gespräch fest.Quelle: Angabe der Geschäftsführung, 10/2026, Stand 10/2026
Terminbestätigung
Wir bestätigen jeden Termin doppelt.Quelle: KRAUSS-Methode, Stand 10/2026
Formel der Vertriebskostenquote laut Pipedrive
Vertriebskosten geteilt durch Umsatz mal 100Quelle: Pipedrive, Stand 10/2026
Posten der Vertriebskosten laut Haufe
Werbekosten, Verkaufsförderung, Marktforschung, Bewirtungskosten und ProvisionenQuelle: Haufe, Stand 10/2026
Inhalt13 Abschnitte
  1. 01Wie lautet die Formel für die Vertriebskosten?
  2. 02Welche Posten gehören zu den Vertriebskosten?
  3. 03Wie berechnen Sie die Vertriebskostenquote?
  4. 04Wie trennen Sie die Neukundenakquise vom Rest der Vertriebskosten?
  5. 05Was kostet ein Termin, und was kostet ein Neukunde?
  6. 06Wie schätzen Sie fehlende Zahlen, wenn die Buchhaltung sie nicht trennt?
  7. 07Warum steuert der Preis je Termin die Rechnung?
  8. 08Welche Zielwerte setzen Sie für die nächste Periode?
  9. 09Welche Fehler verfälschen die Rechnung der Vertriebskosten?
  10. 10Wie prüfen Sie die Zahlen jedes Quartal?
  11. 11Was entscheiden Sie mit den Zahlen?
  12. 12Wann passt die Rechnung nicht?
  13. 13Was ist der nächste Schritt?

Wie lautet die Formel für die Vertriebskosten?

Die Formel lautet laut Pipedrive: Vertriebskosten gleich Vertriebseinzelkosten plus Vertriebsgemeinkosten, jeweils für einen festen Zeitraum (Pipedrive, Stand 01/2025). Einzelkosten lassen sich einem Auftrag oder Kunden zuordnen, etwa eine Provision. Gemeinkosten trägt der Vertrieb insgesamt, etwa die Kundendatenbank oder die Leitung. Das Glossar erklärt den Begriff unter Vertriebskosten.

Zwei Entscheidungen bestimmen, ob die Zahl später trägt. Die erste betrifft den Zeitraum: Rechnen Sie mit einem Geschäftsjahr oder einem vollen Quartal, nie mit einem einzelnen Monat, in dem eine Messe oder ein Jahresbonus liegt. Die zweite betrifft den Zuschnitt: Legen Sie vorab fest, welche Posten zum Vertrieb zählen, und bleiben Sie dabei. Wer im einen Jahr die Werbung einrechnet und im nächsten nicht, vergleicht zwei verschiedene Zahlen.

Dieser Leitfaden geht in drei Schritten vor. Zuerst sammeln Sie die Posten und bilden die Vertriebskostenquote. Danach trennen Sie die Neukundenakquise vom Rest. Zuletzt zerlegen Sie die Akquise in Kosten je Termin und je Neukunde, denn dort entscheidet sich, wo Sie sparen oder investieren.

Welche Posten gehören zu den Vertriebskosten?

Zu den Vertriebskosten gehören Personal, Reisen, Messen, Werbung, Provisionen, Werkzeuge und Daten. Laut Haufe zählen außerdem Verkaufsförderung, Marktforschung und Bewirtungskosten dazu (Haufe, Stand 10/2026). In der Praxis liegen viele dieser Posten in Kostenstellen außerhalb des Vertriebs, deshalb fehlen sie in der ersten Schätzung am häufigsten.

Posten der Vertriebskosten und Fundstelle in der Buchhaltung, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
PostenWas dazugehörtWo er oft versteckt liegt
PersonalGehalt, Nebenkosten, Arbeitsplatz von Innendienst, Außendienst und LeitungPersonalkosten der Geschäftsführung, wenn sie selbst verkauft
ReisenFahrt, Übernachtung, Dienstwagen anteiligFuhrpark und allgemeine Reisekosten
Messen und VeranstaltungenStandmiete, Aufbau, Personal vor Ort, AnreiseMarketingbudget
Werbung und VerkaufsförderungAnzeigen, Muster, Kataloge, KundengeschenkeMarketing und Einkauf
ProvisionenPrämien, Provisionen, BoniLohnbuchhaltung oder Rückstellungen
Werkzeuge und DatenKundendatenbank, Telefonie, Adressen, LizenzenIT-Budget
Externe DienstleisterTerminierung, Handelsvertreter, AgenturSonstige betriebliche Aufwendungen
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH, keine Marktstudie. Die Posten folgen der Definition laut Haufe (Haufe, Stand 10/2026).

Nehmen Sie auch die Zeit der Geschäftsführung auf, wenn sie verkauft. Viele Mittelständler lassen diesen Posten aus, weil kein Gehaltszettel dazu existiert. Bewerten Sie die Stunden mit dem Wert, den ein angestellter Vertriebsleiter kosten würde. Der Preis ist unbequem, aber ohne ihn gelingt der Vergleich von intern gegen extern später nicht.

Wie berechnen Sie die Vertriebskostenquote?

Die Vertriebskostenquote berechnen Sie laut Pipedrive als Vertriebskosten geteilt durch Umsatz mal 100 (Pipedrive, Stand 01/2025). Sie zeigt, wie viel von jedem Euro Umsatz der Vertrieb verbraucht. Die Rechnung nutzt frei gewählte Werte eines Herstellers, Sie setzen Ihre eigenen ein.

Rechenbeispiel

Beispielzahlen, frei gewählt, keine Messwerte

Vertriebskosten und Vertriebskostenquote eines Herstellers im Jahr

  • Annahme: Umsatz im Jahr12.000.000 €(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Vollkosten des Vertriebsinnendienstes im Jahr360.000 €(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Vollkosten des Außendienstes im Jahr540.000 €(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Reisekosten im Jahr96.000 €(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Messen und Veranstaltungen im Jahr84.000 €(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Provisionen im Jahr180.000 €(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Kundendatenbank, Telefonie und Daten im Jahr36.000 €(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Produktwerbung und Anzeigen im Jahr120.000 €(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
Vertriebskosten und Vertriebskostenquote eines Herstellers im Jahr
SchrittRechnungErgebnis
Vertriebskosten im Jahr360.000 € + 540.000 € + 96.000 € + 84.000 € + 180.000 € + 36.000 € + 120.000 €1.416.000 €
Vertriebskostenquote(360.000 € + 540.000 € + 96.000 € + 84.000 € + 180.000 € + 36.000 € + 120.000 €) ÷ 12.000.000 € × 10011,8 %

Die Werte sind Annahmen dieses Beispiels und keine Marktwerte. Die Quote beantwortet eine Frage, die auch die Terminquote im Kleinen stellt: Ist der Vertrieb im Verhältnis zum Umsatz teurer oder günstiger geworden? Sie beantwortet nicht, ob die Kosten richtig verteilt sind. Ein Unternehmen mit hoher Quote kann gesund sein, wenn es einen neuen Markt aufbaut. Ein Unternehmen mit niedriger Quote kann Neukunden vernachlässigen und von seinem Bestand leben.

Vergleichen Sie die Quote deshalb mit Ihrer eigenen Reihe über mehrere Jahre und mit Ihrem Umsatzziel. Eine fremde Branchenzahl hilft selten, weil Produkt, Kundenstruktur und Vertriebsweg die Quote stärker bestimmen als die Branche. Wer die Quote trotzdem mit einer Branchenzahl vergleicht, braucht eine Quelle mit Stichtag und Definition, welche Posten sie enthält.

Wie trennen Sie die Neukundenakquise vom Rest der Vertriebskosten?

Sie trennen die Akquise, indem Sie die Zeit von Innendienst und Außendienst auf Neukunden und Bestand aufteilen und die Posten zuordnen, die nur Neukunden dienen. Die Akquisekosten setzen diesen Teil ins Verhältnis zur Zahl der gewonnenen Neukunden.

Gehen Sie in vier Schritten vor.

  1. Zeit erfassen. Lassen Sie Innendienst und Außendienst vier Wochen lang aufschreiben, wie viele Stunden auf Neukunden, Bestandskunden und Verwaltung entfallen. Eine grobe Aufteilung in Viertelstunden reicht.
  2. Posten zuordnen. Messen für neue Kunden, Anzeigen zur Neukundengewinnung und die Terminierung zählen ganz zur Akquise. Provisionen für Bestandsgeschäft zählen nicht dazu.
  3. Mischposten aufteilen. Personal, Reisen und Werkzeuge verteilen Sie nach dem Zeitanteil aus Schritt 1.
  4. Neukunden zählen. Als Neukunde zählt, wer im Zeitraum den ersten Auftrag erteilt hat. Ein Kunde, der nach drei Jahren zurückkehrt, zählt als Reaktivierung und steht in einer eigenen Zeile.

Der Anteil der Akquise an den Vertriebskosten ist keine Konstante. Er steigt, wenn Sie einen neuen Markt öffnen, und er sinkt, wenn Bestandskunden mehr Betreuung brauchen. Notieren Sie ihn jedes Quartal, dann sehen Sie, ob Ihre Verteilung zu Ihrer Strategie passt.

Was kostet ein Termin, und was kostet ein Neukunde?

Ein Termin kostet die Terminierungskosten geteilt durch die stattfindenden Termine, ein Neukunde die gesamten Akquisekosten geteilt durch die gewonnenen Neukunden. Die zweite Zahl enthält die Außendienstzeit, die erste nicht.

Rechenbeispiel

Kosten der Neukundenakquise, Kosten je Termin und je Neukunde

  • Annahme: Kosten der Terminierung im Jahr (Personal, Dienstleister, Daten, Telefonie)42.000 €(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Anteil der Außendienstkosten für Neukundentermine, Angebote und Nachfassen150.000 €(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert, aus der Zeiterfassung ableiten)
  • Annahme: Messen und Werbung für Neukunden im Jahr60.000 €(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Stattfindende Neukundentermine im Jahr120 Termine(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Neukunden im Jahr24(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
Kosten der Neukundenakquise, Kosten je Termin und je Neukunde
SchrittRechnungErgebnis
Akquisekosten im Jahr42.000 € + 150.000 € + 60.000 €252.000 €
Terminierungskosten je stattfindendem Termin42.000 € ÷ 120350 €
Akquisekosten je Neukunde(42.000 € + 150.000 € + 60.000 €) ÷ 2410.500 €
Neukunden je stattfindendem Termin24 ÷ 120 × 10020 %
Anteil der Terminierung an den Akquisekosten42.000 € ÷ (42.000 € + 150.000 € + 60.000 €) × 10017 %

Die Werte sind Annahmen dieses Beispiels. Zwei Ergebnisse fallen auf. Erstens trägt die Terminierung nur einen kleinen Teil der Akquisekosten. Zweitens bestimmt sie die Menge: Ohne Termine gibt es keine Angebote, und der Außendienst, der den höchsten Posten verursacht, wartet auf Besuche. Wie die Kosten je Termin im Einzelnen entstehen, zeigt der Leitfaden Kosten je Verkaufstermin berechnen.

Kostenkette von der Terminierung zum Neukunden, Annahmen dieses Beispiels, Stand 10/2026
StufeKennzahlWas sie steuert
TerminierungKosten je stattfindendem TerminWie viele Besuche Ihr Außendienst bekommt
TerminAnteil der Termine mit AngebotOb die Termine Kaufinteresse haben
AngebotAbschlussquoteOb der Außendienst richtig vorbereitet ist
AbschlussAkquisekosten je NeukundeOb sich der Neukunde im ersten Jahr trägt
Quelle: Annahmen dieses Beispiels, keine Marktwerte. Die Rechnung steht im Abschnitt davor.

Wie schätzen Sie fehlende Zahlen, wenn die Buchhaltung sie nicht trennt?

Sie schätzen fehlende Zahlen mit drei Stichproben statt mit einer Vermutung: einer Zeiterfassung über vier Wochen, den Kalendern des Außendienstes und der Reisekostenabrechnung. Jede Stichprobe liefert einen Anteil, den Sie auf das Jahr hochrechnen.

Die Zeiterfassung zeigt, wie viel Zeit auf Neukunden fällt. Der Kalender zeigt, wie viele Termine mit Neukunden stattfinden und wie viele mit Bestandskunden. Die Reisekostenabrechnung ordnet die Fahrten den Kunden zu, weil jede Fahrt ein Ziel hat. Aus den drei Anteilen bilden Sie einen Mittelwert und halten die Spanne daneben fest. Eine Spanne von drei Anteilen ist ehrlicher als eine einzige Zahl mit zwei Nachkommastellen.

Schätzen Sie lieber grob und vollständig als genau und lückenhaft. Eine Rechnung, in der ein Posten fehlt, verzerrt das Ergebnis stärker als ein Posten, der um ein Fünftel danebenliegt. Verfeinern Sie die Schätzung mit jedem Quartal: Wo die Buchhaltung eine eigene Kostenstelle einrichtet, ersetzt der gemessene Wert die Schätzung.

Warum steuert der Preis je Termin die Rechnung?

Der Preis je Termin steuert die Rechnung, weil Sie ihn in Wochen verändern und er jede spätere Stufe der Kette beeinflusst. Die Vertriebskostenquote ändert sich nur mit dem Geschäftsjahr, die Kosten je Neukunde erst nach Monaten, wenn Aufträge fallen.

Drei Gründe sprechen für ihn.

  • Er reagiert schnell. Sie ändern Liste, Einstieg oder Dienstleister und sehen das Ergebnis nach wenigen Wochen.
  • Er legt die Last für den Außendienst fest. Ein Termin ohne Kaufinteresse kostet Fahrt und Vorbereitung. Zählt der Nenner nur stattfindende Termine, sehen Sie jeden No-Show sofort als Verlust.
  • Er trennt zwei Fragen. Wie teuer ist die Terminierung, und wie gut arbeitet der Außendienst die Termine ab? Die Quote vermischt beides.

In einem Projekt für einen Hersteller von Dosiertechnik lag die Vertriebskostenquote über Jahre stabil, und die Geschäftsführung sah keinen Handlungsbedarf. Erst die Zerlegung zeigte, dass der Außendienst fast zwei Drittel seiner Besuche bei Bestandskunden verbrachte und Neukundentermine fehlten. Das Unternehmen buchte befristet eine externe Terminierung für zwei Branchen und beobachtete den Preis je stattfindendem Termin wöchentlich. Nach einem Quartal war klar, welche Branche trug und welche nicht.

Das Beispiel zeigt den Nutzen der Zerlegung. Die Quote hätte denselben Wert gezeigt, auch wenn die Neukundengewinnung stillgestanden hätte. Erst der Preis je Termin und die Zahl der stattfindenden Termine machten das Problem sichtbar.

Welche Zielwerte setzen Sie für die nächste Periode?

Sie setzen drei Zielwerte: eine Spanne für die Vertriebskostenquote, einen Preis je stattfindendem Termin und eine Zahl stattfindender Neukundentermine. Die Quote bleibt eine Grenze, die beiden anderen Werte sind Ihre Steuergrößen.

Leiten Sie die Ziele aus dem Ertrag ab, nicht aus dem letzten Jahr. Rechnen Sie, wie viele Neukunden Sie brauchen, wie viele Termine dafür nötig sind und was ein Termin höchstens kosten darf. Die Obergrenze dafür folgt aus Abschlussquote und Deckungsbeitrag je Auftrag, die Rechnung steht im Leitfaden zum ROI weiter oben verlinkt. Setzen Sie den Zielpreis je Termin deutlich unter diese Grenze, weil Angebote, Nachfassen und Führung ebenfalls Geld kosten.

Schreiben Sie die drei Werte auf das Quartalsblatt und prüfen Sie sie nach zwölf Wochen. Weicht eine Zahl stark ab, suchen Sie die Ursache in der Kette: bei den Terminen, beim Außendienst oder bei der Annahme zur Abschlussquote. Ändern Sie dann eine Stellgröße und beobachten Sie das Ergebnis, bevor Sie die nächste anfassen.

Welche Fehler verfälschen die Rechnung der Vertriebskosten?

Vier Fehler verfälschen die Rechnung am häufigsten: nur eine Kostenstelle ablesen, Bestand und Neukunden mischen, bei der Quote stehen bleiben und vereinbarte statt stattfindende Termine zählen.

  1. 01

    Die Vertriebskosten nur aus der Kostenstelle Vertrieb ablesen.

    Folge: Reisen, Messen, Provisionen und Werbung liegen oft in anderen Kostenstellen, die Summe fällt zu niedrig aus.

    Besser: Jeden Posten einzeln aus der Buchhaltung holen und in einer Tabelle sammeln.

  2. 02

    Bestandskunden und Neukunden in einer Zahl mischen.

    Folge: Die Betreuung eines Stammkunden senkt den Durchschnitt, und der Preis eines Neukunden bleibt unsichtbar.

    Besser: Die Zeit von Innendienst und Außendienst auf Neukunden und Bestand aufteilen, auch wenn die Aufteilung nur eine Schätzung ist.

  3. 03

    Die Kosten durch den Umsatz teilen und dort aufhören.

    Folge: Die Quote zeigt, dass der Vertrieb teuer ist, aber nicht, an welcher Stelle.

    Besser: Die Quote in Kosten je Termin, je Angebot und je Neukunden zerlegen.

  4. 04

    Vereinbarte statt stattfindende Termine zählen.

    Folge: Ausgefallene Termine kosten Außendienstzeit und fehlen im Nenner, der Preis je Termin fällt zu niedrig aus.

    Besser: Nur Termine zählen, die stattfinden, und den Anteil der Ausfälle daneben ausweisen.

Ein fünfter Fehler betrifft die Zeit. Wer die Kosten eines Quartals durch die Neukunden desselben Quartals teilt, vergleicht zwei Dinge, die verschoben liegen. Ein Auftrag, der im Frühjahr entsteht, geht auf Termine vom Winter zurück. Bei langen Verkaufszyklen rechnen Sie deshalb mit einem rollenden Zwölfmonatswert oder verschieben den Nenner um die Länge des Zyklus.

Wie prüfen Sie die Zahlen jedes Quartal?

Sie prüfen die Zahlen mit einem festen Blatt, das Sie jedes Quartal in einer Stunde füllen. Das Blatt hat fünf Zeilen und immer dieselben Definitionen.

Vorlage: Quartalsblatt Vertriebskosten
Zeitraum: [Quartal und Jahr]
1. Vertriebskosten gesamt: [Summe aller Posten laut Tabelle]
2. Vertriebskostenquote: [Vertriebskosten geteilt durch Umsatz]
3. Akquisekosten: [Terminierung plus Anteil Außendienst plus Messen und Werbung für Neukunden]
4. Stattfindende Neukundentermine: [Zahl aus dem Kalender, ohne Ausfälle]
5. Kosten je Termin und je Neukunde: [Zeile 3 geteilt durch Zeile 4 beziehungsweise durch die Neukunden]
Abweichung zum Vorquartal: [Zeile mit der größten Veränderung und die vermutete Ursache]

Die letzte Zeile ist die wichtigste. Sie zwingt zu einer Aussage, welche Zahl sich bewegt hat und warum. Die Vertriebskennzahlen, aus denen Sie die Zeilen speisen, erklärt der Leitfaden Welche Kennzahlen zeigen, ob meine Akquise funktioniert? Die Hintergründe zu den Modellen der Terminierung und ihren Kosten stehen auf der Seite Was kostet Kaltakquise im B2B?.

Was entscheiden Sie mit den Zahlen?

Sie entscheiden, ob Sie die Terminierung intern halten, extern einkaufen oder mischen, und ob Sie den Außendienst von Bestand auf Neukunden verlagern. Die Rechnung liefert dazu drei Prüffragen.

  1. Liegt der Preis je Termin deutlich unter dem, was ein Termin an Deckungsbeitrag zurückbringt? Den Wert rechnet der Leitfaden Return on Investment (ROI) der Telefonakquise berechnen.
  2. Bearbeitet der Außendienst die Termine, die er bekommt, oder bleiben Kapazitäten ungenutzt? Dann hilft kein günstigerer Termin.
  3. Schwankt der Bedarf an Terminen im Jahr stark? Dann spricht viel für einen befristeten externen Partner, weil Fixkosten einer Stelle in ruhigen Monaten weiterlaufen. Die Gegenüberstellung steht im Vergleich Vertrieb intern oder extern.

Setzen Sie bei externen Angeboten die Zahl des Anbieters in die Rechnung ein und lassen Sie die Definition des Termins schriftlich festhalten. Bei KRAUSS bestätigt ein Mensch jeden Termin doppelt (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026), und das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt.

Wann passt die Rechnung nicht?

Die Rechnung passt nicht, wenn zu wenige Neukunden entstehen, die Buchhaltung die Posten nicht trennt oder der Vertrieb vor allem online verkauft.

  • Wenn Sie weniger als fünf Neukunden im Jahr gewinnen, schwanken die Kosten je Neukunde so stark, dass die Rechnung nur Größenordnungen zeigt.
  • Wenn Ihre Buchhaltung die Vertriebskosten nicht nach Posten trennt, rechnen Sie zuerst mit Schätzungen und verfeinern sie nach dem ersten Quartal.
  • Wenn Sie Handelsware mit Online-Bestellung verkaufen, trifft die Rechnung nur den Teil mit persönlichem Vertrieb.

Beginnen Sie in diesen Fällen mit einer Schätzung auf einer Seite. Eine grobe Zahl, die Sie jedes Quartal verfeinern, hilft mehr als eine genaue Zahl, die nie entsteht.

Was ist der nächste Schritt?

Der nächste Schritt ist ein Angebot, das Sie auf den Preis je stattfindendem Termin umrechnen. Der Angebotskonfigurator fragt Zielmarkt, Zielrolle, Region und Terminmenge ab, danach erstellen wir Ihr Angebot. Die Rechnung mit Ihren Zahlen liegt dem Angebot bei.

Die Telefonakquise von KRAUSS beschreibt Ablauf und Leistung. Das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt. Den Umfang legen Sie im 15-Minuten-Gespräch fest. Ein Gespräch mit Jesse Klotz dauert 15 Minuten.

Vom Wissen zum Termin

Was kostet das in Ihrem Markt?

Der Preis richtet sich nach Zielmarkt, Erreichbarkeit und Terminmenge. Wenn das Gespräch sitzt, führen wir es für Sie. Das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt. Den Umfang legen Sie im 15-Minuten-Gespräch fest.

Kennzahlen von KRAUSS: 100.000+ Vereinbarte Verkaufstermine seit 2011, 480.000+ Entscheiderkontakte in der Datenbank, 30+ Mitarbeiter, 14 Tage bis zu den ersten Terminen
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Fragen und Antworten

Häufige Fragen kurz beantwortet.

01Wie berechne ich die Vertriebskosten?

Sie addieren alle Kosten, die im Zusammenhang mit dem Absatz anfallen: Personal, Reisen, Messen, Werbung, Provisionen und Werkzeuge. Pipedrive nennt die Summe aus Vertriebseinzelkosten und Vertriebsgemeinkosten (Pipedrive, Stand 01/2025). Holen Sie jeden Posten aus der Buchhaltung und bleiben Sie für den Vergleich beim gleichen Zeitraum, am besten bei einem Geschäftsjahr.

02Wie berechne ich die Vertriebskostenquote?

Sie teilen die Vertriebskosten durch den Umsatz desselben Zeitraums und multiplizieren mit 100 (Pipedrive, Stand 01/2025). Die Quote zeigt, wie viel von jedem Euro Umsatz der Vertrieb verbraucht. Vergleichen Sie sie mit Ihren eigenen Vorjahren, nicht mit einer fremden Branchenzahl, denn Produkt, Kundenstruktur und Vertriebsweg unterscheiden sich stark.

03Welcher Anteil der Vertriebskosten entfällt auf die Akquise?

Der Anteil entspricht der Zeit, die Ihr Vertrieb für Neukunden aufwendet, plus den Posten, die nur Neukunden dienen, zum Beispiel Messen für neue Kunden. Eine feste Branchenzahl gibt es nicht. Erfassen Sie vier Wochen lang die Zeit von Innendienst und Außendienst nach Neukunden und Bestand und rechnen Sie den Anteil auf das Jahr hoch.

04Warum zählt der Preis je Termin mehr als die Quote?

Die Quote ändert sich nur langsam, der Preis je Termin sofort, sobald Sie Liste, Einstieg oder Dienstleister ändern. Er steht am Anfang der Kette: Jeder Euro, der dort verloren geht, kostet später Angebote und Außendienstzeit. Aus Termin und Abschlussquote folgt der Preis je Neukunde.

05Zählt die Terminierung zu den Vertriebskosten?

Ja, Personal oder Dienstleister der Terminierung, Daten und Telefonie sind Vertriebskosten und innerhalb davon Akquisekosten. Bei externer Terminierung buchen Sie das Honorar auf dieselbe Stelle wie die Kosten einer eigenen Innendienststelle, sonst vergleichen Sie zwei Wege mit verschiedenen Posten und der Vergleich verliert seinen Wert.

06Wie setze ich ein externes Angebot in die Rechnung der Vertriebskosten ein?

Der Preis richtet sich nach Zielmarkt, Erreichbarkeit der Entscheider und gewünschter Terminmenge. Die Konfiguration dauert 2 Minuten, danach erstellen wir Ihr Angebot. Rechnen Sie das Angebot mit der Methode dieses Leitfadens auf den Preis je stattfindendem Termin um und setzen Sie die Zahl in die Rechnung der Akquisekosten ein.
Prompt ansehen und anpassen

Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.

Belege

Woher die Angaben stammen.

Jede Zahl mit Quelle nennt Herausgeber, Stand und Abrufdatum. Quellen von KRAUSS verweisen auf die eigenen Seiten.

  1. 01

    Pipedrive: Vertriebskosten verstehen und berechnen (pipedrive.com)

    Stand 31.01.2025abgerufen am Anbieterangabe

  2. 02

    Haufe: Vertriebskosten (haufe.de)

    Stand Oktober 2026abgerufen am Anbieterangabe

  3. 03

    KRAUSS GmbH: Methode: So entsteht ein Verkaufstermin mit Kaufinteresse (krauss-gmbh.com)

    Stand Oktober 2026abgerufen am KRAUSS-Angabe

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  1. 01Testprojekt konfigurieren60 Sekunden
  2. 02Gespräch mit Jesse Klotz15 Minuten
  3. 03Zielgruppe und Leitfadengemeinsam
  4. 04Erste bestätigte Termineim Kalender
Lieber anrufen?+49 8191 93759-00