Inhalt12 Abschnitte
- 01Was ist Kaltakquise, und was ist Warmakquise?
- 02Wie läuft Kaltakquise im B2B in sechs Schritten ab?
- 03Welche Kanäle gibt es, und welcher führt zum Termin?
- 04Was ist bei Kaltakquise erlaubt?
- 05Was kostet Kaltakquise?
- 06Welche Alternativen gibt es zur klassischen Kaltakquise?
- 07Welche Tipps helfen bei Kaltakquise im Alltag?
- 08Welche Kennzahlen zeigen, ob Kaltakquise funktioniert?
- 09Wie gehen Sie mit der Angst vor Kaltakquise um?
- 10Welche Fehler vermeiden Sie bei Kaltakquise?
- 11Wann ist Kaltakquise nicht die richtige Lösung?
- 12Welche Checkliste hilft vor dem ersten Anruf?
Was ist Kaltakquise, und was ist Warmakquise?
Kaltakquise ist die aktive Erstansprache eines potenziellen Kunden, der den Anbieter nicht kennt und nichts angefragt hat (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Warmakquise ist die Ansprache eines Kontakts, mit dem schon etwas stattgefunden hat, etwa eine Anfrage, ein Download, ein Messegespräch oder ein früherer Auftrag.
Im B2B ist Kaltakquise der Weg, auf dem ein Anbieter Entscheider erreicht, die ihn noch nicht auf dem Zettel haben. Die Kaltakquise läuft vor allem als Telefonakquise, kann aber auch per E-Mail, Brief oder Netzwerk laufen. Die Grenze zwischen kalt und warm verläuft dort, wo der Angesprochene den Anbieter oder sein Thema schon kennt. Ein Anruf nach einem Download ist warm, derselbe Anruf bei einem Namen aus einer Branchenliste ist kalt.
Die KRAUSS GmbH (Landsberg am Lech) besteht seit April 2011 und hat nach eigener Angabe 100.000+ Verkaufstermine vereinbart (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). KRAUSS führt Kaltakquise für Hersteller und Dienstleister vor allem als Telefonakquise, und die Termine gehen an den Außendienst des Auftraggebers.
Vier Begriffe der Erstansprache überschneiden sich, fragen aber nach verschiedenen Dingen. Kaltakquise nennt die Beziehung zum Angesprochenen, Telefonakquise den Kanal, Cold Calling den englischen Begriff für den kalten Anruf und Outbound Sales die Richtung der Ansprache.
| Begriff | Was er beschreibt | Beispiel |
|---|---|---|
| Kaltakquise | Der Angesprochene kennt den Anbieter nicht und hat nichts angefragt. | Anruf bei einem Einkaufsleiter aus einer Branchenliste. |
| Telefonakquise | Der Kanal ist das Telefon, der Kontakt kann kalt oder warm sein. | Anruf bei einem Interessenten nach einem Download. |
| Cold Calling | Englisch für den kalten Anruf, im B2B meist wie Kaltakquise am Telefon gebraucht. | Erstanruf ohne Vorkontakt. |
| Outbound Sales | Der Vertrieb geht aktiv auf Kunden zu, statt Anfragen abzuwarten. | Anrufe, E-Mails und Netzwerk-Nachrichten einer Vertriebsabteilung. |
Outbound Sales ist der weiteste der vier Begriffe, und der Beitrag zu Outbound Sales vertieft ihn. Die Neukundengewinnung über alle Kanäle ist ein eigenes Thema, das diese Seite nur streift.
Wie läuft Kaltakquise im B2B in sechs Schritten ab?
Kaltakquise im B2B läuft am Telefon in sechs Schritten: Zielgruppe und Liste, Anlass und Vorbereitung, Anruf, Einwände, Termin mit Bestätigung und Nachfassen. Jeder Schritt hat ein Ergebnis, das der nächste braucht.
- Zielgruppe und Liste. Sie legen Branche, Betriebsgröße, Rolle und Region fest und bauen daraus eine Liste mit Namen, Rollen und dokumentierter Herkunft. Bei KRAUSS steht am Anfang die Zielgruppenanalyse mit dem Auftraggeber, bevor der erste Anruf rausgeht (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).
- Anlass und Vorbereitung. Sie halten fest, warum genau dieser Entscheider ein Gespräch zu Ihrem Thema erwarten kann, und schreiben einen Gesprächsleitfaden. KRAUSS schreibt ihn mit dem Wissen der Spezialisten des Auftraggebers, und der Auftraggeber gibt ihn frei (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).
- Anruf. Der kalte Anruf, englisch Cold Calling, beginnt so: Der Anrufer nennt Namen, Firma und Anlass und fragt, ob jetzt Zeit für ein kurzes Gespräch ist. Der Angerufene kann das Gespräch jederzeit beenden (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).
- Einwände. Der Anrufer nimmt den Einwand ernst, stellt eine Rückfrage und kommt auf das Ziel zurück, nämlich einen Termin. Die Technik heißt Einwandbehandlung.
- Termin und Bestätigung. Der Anrufer schlägt zwei Zeitfenster vor und bucht den Termin. Bei KRAUSS bestätigt der Anrufer den Termin doppelt, beim Gesprächspartner und beim Auftraggeber (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).
- Nachfassen. Wer heute nicht kauft, kommt auf Wiedervorlage, und fällt ein Termin aus, startet ein neuer Kontaktversuch.
Bei KRAUSS führen diese sechs Schritte über die acht Schritte der Methode, von der Zielgruppenanalyse bis zum Wochenreport (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Den Schritt 5 vertieft die Säule zur Terminvereinbarung im B2B.
Wie sieht ein Erstanruf der Kaltakquise am Telefon im Text aus?
Ein Erstanruf folgt einem festen Muster: Name, Anlass, Frage nach Zeit, Nutzen in einem Satz, Frage nach dem Termin. Das folgende Beispiel zeigt das Muster, nicht ein echtes Gespräch.
Beispiel zur Veranschaulichung, kein echtes Gespräch:
Anrufer: Guten Tag, hier ist der Anrufer der KRAUSS GmbH im Auftrag eines Herstellers von Verpackungsmaschinen. Sie haben letzte Woche eine neue Halle eröffnet, deshalb rufe ich an. Haben Sie zwei Minuten?
Gesprächspartner: Worum geht es?
Anrufer: Der Hersteller zeigt Betrieben mit neuen Linien, wie sie Stillstandszeiten beim Umrüsten verkürzen. Ich möchte klären, ob das für Sie ein Thema ist. Wäre ein Gespräch mit dem Außendienst am Dienstag oder am Donnerstag passender?
Gesprächspartner: Schicken Sie mir erst einmal Unterlagen.
Anrufer: Gern. Damit die Unterlagen passen: Wer entscheidet bei Ihnen über neue Anlagen, und wann steht die nächste Planung an?
Der letzte Satz ist der Kern der Einwandbehandlung: Der Anrufer nimmt die Bitte an und nutzt sie, um Entscheider und Zeitpunkt zu klären. Das sind zwei der vier Punkte des Kaufchecks von KRAUSS, nämlich Entscheider und Zeitpunkt. Die beiden anderen Punkte sind Kaufinteresse und Kaufbedarf (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).
Wie kommen Sie am Gatekeeper vorbei?
Am Gatekeeper kommen Sie vorbei, wenn Sie Namen, Rolle und Anlass nennen und um die Verbindung bitten, statt zu verkaufen. Ein Gatekeeper ist die Person, die Anrufe filtert, bevor sie den Entscheider erreichen.
Aus unserer Praxis blockt die Vermittlung vor allem dann, wenn der Anruf nach Verkaufssprache klingt und der Anlass fehlt. Wer den Gatekeeper wie einen Kollegen behandelt, ihn nach einer passenden Zeit für den Entscheider fragt und den Namen notiert, kommt beim zweiten Versuch weiter.
Wer entscheidet, ob ein Termin zählt?
Ob ein Termin zählt, entscheidet bei KRAUSS der Kaufcheck: Ohne bestandenen Kaufcheck entsteht kein Termin (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Danach ordnet KRAUSS den Kontakt nach A·B·C-Bewertung ein.
Die Einordnung bestimmt den nächsten Schritt: A hat Kaufinteresse und bekommt einen Termin, B hat Potenzial ohne akuten Bedarf und geht in Wiedervorlage, C hat kein Potenzial (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Als Verkaufstermin zählt bei KRAUSS ein bestätigter, gebriefter Termin mit bestandenem Kaufcheck (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Das Briefing gibt dem Außendienst Bedarf, Kaufpotenzial und A·B·C mit.
Was gehört in den Gesprächsleitfaden?
Ein Gesprächsleitfaden besteht aus sechs Bausteinen: Einstieg, Anlass, Nutzen, Einwandantworten, Terminfrage und Abschluss. Der Gesprächsleitfaden gibt dem Anrufer den Rahmen, ohne einen Wortlaut zum Ablesen vorzugeben.
| Baustein | Aufgabe im Gespräch | Muster mit Platzhalter |
|---|---|---|
| Einstieg | Der Anrufer nennt Namen und Firma und fragt nach Zeit. | Guten Tag, hier ist [Name] von [Firma], haben Sie kurz Zeit? |
| Anlass | Der Anrufer erklärt, warum er diesen Entscheider anruft. | Ich rufe an, weil [Anlass beim Angerufenen]. |
| Nutzen | Der Anrufer nennt den Nutzen in einem Satz. | Wir helfen Betrieben wie Ihrem, [Nutzen] zu erreichen. |
| Einwandantwort | Der Anrufer nimmt den Einwand auf und stellt eine Rückfrage. | Das verstehe ich. Wie läuft [Thema] heute bei Ihnen? |
| Terminfrage | Der Anrufer bietet zwei Zeitfenster an. | Passt Ihnen [Tag A] oder [Tag B] besser? |
| Abschluss | Der Anrufer wiederholt Termin und Ansprechpartner. | Dann sehen wir uns am [Tag] um [Uhrzeit], ich bestätige das schriftlich. |
Was folgt auf jedes Gesprächsergebnis?
Nach jedem Anruf steht ein nächster Schritt fest: Wer kauft, bekommt einen Termin, wer später kauft, kommt auf Wiedervorlage, und wer nicht passt, verlässt die Liste. Die Einordnung entscheidet, wie viel Zeit der Kontakt weiter bekommt.
| Ergebnis | Einordnung | Nächster Schritt bei KRAUSS |
|---|---|---|
| Kaufinteresse vorhanden | A | Termin buchen und doppelt bestätigen (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026) |
| Potenzial ohne akuten Bedarf | B | Liveshow und Wiedervorlage (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026) |
| Kein Potenzial | C | KRAUSS ersetzt den Kontakt durch neues Potenzial (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026) |
Welche Kanäle gibt es, und welcher führt zum Termin?
Im B2B gibt es vier Kanäle für den kalten Erstkontakt: Telefon, E-Mail, Brief und Direktnachricht im Netzwerk. Zum Termin führt nach Einschätzung von KRAUSS am direktesten das Telefon, weil der Entscheider im selben Gespräch zusagen kann.
| Kanal | Einwilligung laut Wortlaut | Weg zum Termin, Einschätzung von KRAUSS | Vertiefung |
|---|---|---|---|
| Telefon | Gegenüber einem sonstigen Marktteilnehmer zumindest mutmaßliche Einwilligung, gegenüber einem Verbraucher vorherige ausdrückliche Einwilligung (§ 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG) (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026) | Direkt: Der Termin entsteht im selben Gespräch. | Telefonakquise |
| Vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten (§ 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG), Ausnahme für eigene Kunden unter vier Voraussetzungen (§ 7 Abs. 3 UWG) (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026) | Indirekt: Die Antwort muss erst eintreffen. | Rechtssäule | |
| Brief | Der Wortlaut nennt Briefe in Absatz 2 nicht, Absatz 1 verbietet Werbung, obwohl erkennbar ist, dass der Marktteilnehmer sie nicht wünscht (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026) | Indirekt: Ein Anruf oder eine Antwort muss folgen. | Absatz 1 des § 7 UWG |
| Direktnachricht im Netzwerk | Der Wortlaut nennt Netzwerk-Nachrichten nicht, die Einordnung gehört in die Rechtsprüfung (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026) | Indirekt: Die Antwort muss erst eintreffen. | Telefonakquise und LinkedIn |
Wer Kanäle kombiniert, schafft Anlässe: Eine Antwort auf eine Nachricht oder ein Gespräch am Messestand macht aus einem kalten Kontakt einen warmen. Wie viele Anrufe ein Termin braucht und wie Quellen ihre Nenner wählen, zeigt der Beitrag Wie viele Anrufe für einen Termin.
Was ist bei Kaltakquise erlaubt?
Ein Werbeanruf bei einem sonstigen Marktteilnehmer braucht nach § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG dessen zumindest mutmaßliche Einwilligung, bei einem Verbraucher dessen vorherige ausdrückliche Einwilligung (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026). Ohne sie ist nach dem Wortlaut eine unzumutbare Belästigung anzunehmen (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026).
Der Gesetzestext nennt keine Kriterien dafür, wann die mutmaßliche Einwilligung vorliegt (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026). Für elektronische Post gilt ein strengerer Maßstab: Sie braucht nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG die vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026). Die Säule zur Kaltakquise im Recht erklärt, welche Umstände die mutmaßliche Einwilligung tragen, mit Prüfbaum und Fundstellen. Stand 06.10.2026, keine Rechtsberatung.
Was kostet Kaltakquise?
Kaltakquise kostet im Paket Start im Modell mit Erfolgsprämie laut Prognose des Preisblatts 2026 bei gut erreichbarer Zielgruppe unter 340 € je Termin und bei anspruchsvoller um 640 €, keine Garantie (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Das Rechenbeispiel dieser Seite nimmt sechs Akquisestunden je Termin an.
Rechenbeispiel
Termine aus drei Anrufblöcken im Monat gegen den Preis je Termin im Paket Start
- Annahme: Akquisestunden je Termin6 Akquisestunden(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
- Annahme: Anrufblöcke je Woche3(frei gewählt, kein Marktwert)
- Annahme: Stunden je Anrufblock2 Akquisestunden(frei gewählt, kein Marktwert)
- Annahme: Wochen im Monat4(frei gewählt, kein Marktwert)
- Annahme: Monatsbudget6.000 €(aus dem Preisblatt 2026)
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Preis je Termin im Paket Start mit Erfolgsprämie | 6 × 59 € + 160 € | 514 € |
| Anrufstunden des eigenen Teams im Monat | 3 × 2 × 4 | 24 Akquisestunden |
| Termine aus den eigenen Anrufblöcken | 3 × 2 × 4 ÷ 6 | 4,0 Termine |
| Termine beim Mindestbudget des Pakets Start | 6.000 € ÷ (6 × 59 € + 160 €) | 11,7 Termine |
Preisblatt 2026, Stand 10/2026. Alle Preise zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.Mit Ihren Zahlen rechnen
Bei 6 Akquisestunden je Termin, einer Annahme dieses Beispiels, kostet ein Termin im Paket Start 514 €. Das ist ein Rechenbeispiel und ersetzt die Prognose nicht. Die Prämie hängt davon ab, wie viele Akquisestunden ein Termin braucht. Alle Preise zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.
Wovon hängt die Prognose ab?
Die Prognose hängt von der Erreichbarkeit der Zielgruppe ab, und das Preisblatt unterscheidet drei Stufen.
| Stufe im Preisblatt | Merkmal der Zielgruppe | Prognose je Termin im Modell mit Erfolgsprämie |
|---|---|---|
| Gut erreichbar | Klare Zielgruppe, Entscheider am Telefon erreichbar | unter 340 € |
| Anspruchsvoll | Mehrere Rollen im Einkauf, längere Wege zum Entscheider | um 640 € |
| Schwer erreichbar | Konzerne, Gatekeeper, enge Nische | über 640 € |
Was zeigt der Beispielfall zu Anrufblöcken?
Beispielfall, fiktiv: Der folgende Fall zeigt, wie viele Termine drei feste Anrufblöcke je Woche rechnerisch ergeben und was ein Termin im Paket Start kostet.
Die eigene Kaltakquise kostet vor allem Arbeitszeit, und die Rechnung hängt an den Stunden je Termin. Wer die Stunden des eigenen Teams nicht kennt, kann mit einem befristeten Test starten. Der Einstieg: Wir rechnen das Testprojekt nur nach Aufwand ab, bei 0 € Setup.. Die Kosten einer Agentur und die Auswahl erklärt die Säule zur Telefonakquise-Agentur, den Gedanken des Auslagerns die Säule zum Vertriebsoutsourcing. Den Preis je Termin für Ihr Budget und Ihre Zielgruppe zeigt der Terminpreis-Rechner.
Dazu: Neukunden-Check, Check mit 6 Fragen im Browser, ohne Formular.
Welche Alternativen gibt es zur klassischen Kaltakquise?
Alternativen zur klassischen Kaltakquise sind Wege, bei denen der Kunde den ersten Schritt macht oder ein Anlass den Anruf trägt: Empfehlungen, Messekontakte, Inhalte mit Anfrage und die Ansprache nach einem Download. Sie ersetzen die Kaltakquise nicht überall, aber sie machen aus kalten Kontakten warme.
| Frage | Wenn ja | Wenn nein |
|---|---|---|
| Gibt es einen Anlass, den Sie im ersten Satz nennen können? | Weiter mit der nächsten Frage. | Anlass suchen, etwa über Empfehlung, Messe oder Anfrage, bevor Sie anrufen. |
| Gibt es eine Liste mit Name, Rolle und dokumentierter Herkunft? | Weiter mit der nächsten Frage. | Liste aufbauen und die Herkunft festhalten. |
| Hat Ihr Außendienst in den nächsten Wochen freie Termine? | Weiter mit der nächsten Frage. | Kaltakquise füllt nur den Kalender, erst Kapazität klären. |
| Hat jemand im Team feste Anrufzeit in jeder Woche? | Kaltakquise im eigenen Team starten. | Extern vergeben, siehe Telefonakquise-Agentur. |
Wann sich der Weg ohne Kaltakquise lohnt und welche Alternativen es gibt, zeigen der Beitrag zu den Alternativen zur klassischen Kaltakquise und der Beitrag Vertrieb ohne Kaltakquise. Die Liveshow, bei der Interessenten Produkte live erleben, ist bei KRAUSS ein Weg vom kalten zum warmen Kontakt, ab Paket Wachstum.
Welche Tipps helfen bei Kaltakquise im Alltag?
Fünf Gewohnheiten helfen im Alltag: ein Anlass im ersten Satz, feste Anrufblöcke, ein Gesprächsleitfaden, eine gepflegte Liste und eine Wiedervorlage. Sie sind nach Einschätzung von KRAUSS wichtiger als jede Formulierung.
- Anlass vor Produkt. Aus unserer Praxis entscheidet der erste Satz darüber, ob der Angerufene zuhört: Er nennt Anlass und Nutzen, nicht nur den Firmennamen.
- Feste Blöcke. Anrufe in festen Zeitfenstern, ohne E-Mails und Termine dazwischen, verhindern, dass Kaltakquise im Tagesgeschäft untergeht.
- Leitfaden mit Platz für Einwände. Ein Gesprächsleitfaden gibt dem Gespräch einen Rahmen, aber keinen Wortlaut zum Ablesen.
- Liste vor Anruf. Aus unserer Praxis scheitern Anrufblöcke häufiger an einer ungepflegten Liste als an der Gesprächsführung.
- Wiedervorlage. Aus unserer Praxis gehört der zweite Kontaktversuch zum Normalfall.
Einen ausgearbeiteten Ablauf für das Gespräch selbst liefert die Säule zum Gesprächsleitfaden. Die Einwände ordnet die Einwandbehandlung nach Typ.
Welche Kennzahlen zeigen, ob Kaltakquise funktioniert?
Vier Kennzahlen zeigen, ob Kaltakquise funktioniert: Erreichbarkeit, Gesprächsquote, Terminquote und der Anteil der Termine, die stattfinden. Jede Kennzahl braucht einen Nenner, sonst vergleichen Sie Äpfel mit Birnen.
| Kennzahl | Rechnung | Nenner |
|---|---|---|
| Erreichbarkeit | Erreichte Personen ÷ Wählversuche | Wählversuche |
| Gesprächsquote | Gespräche ÷ erreichte Personen | Erreichte Personen |
| Terminquote | Vereinbarte Termine ÷ Gespräche | Gespräche |
| Anteil stattfindender Termine | Stattgefundene Termine ÷ vereinbarte Termine | Vereinbarte Termine |
Eine Terminquote mit dem Nenner Wählversuche ist niedriger als eine mit dem Nenner Gespräche, auch wenn dieselben Anrufe dahinterstehen. Quellen und Anbieter wählen verschiedene Nenner, darum vergleichen Sie nur Werte mit gleichem Nenner. Fällt ein vereinbarter Termin aus, zählt er als vereinbart und nicht als stattgefunden. Den Ausfall misst die Kennzahl No-Show.
Wie gehen Sie mit der Angst vor Kaltakquise um?
Die Angst vor Kaltakquise geht mit Vorbereitung, festem Ablauf und der Einsicht zurück, dass Absagen zum Beruf gehören. Aus unserer Praxis nimmt ein fester Gesprächsleitfaden die Angst vor dem ersten Satz.
Drei Dinge helfen nach Einschätzung von KRAUSS. Sie üben den ersten Satz laut und rufen in einem festen Block statt verteilt über den Tag. Ein Nein werten Sie als Information über den Zeitpunkt, nicht über Ihre Person. Der Beitrag Angst vor Kaltakquise geht auf die Strategien im Einzelnen ein. Im Gesprächs-Simulator sehen Sie Beispielgespräche aus vier Branchen, vom Einstieg bis zum Termin.
Welche Fehler vermeiden Sie bei Kaltakquise?
Fünf Fehler kosten die meisten Termine in der Kaltakquise: fehlender Anlass, ungepflegte Liste, Verkaufssprache am Gatekeeper, Aufgeben nach dem ersten Nein und ein Termin ohne Prüfung.
- 01
Ohne Anlass anrufen und im ersten Satz nur das Produkt nennen.
Folge: Der Angerufene hat keinen Grund zuzuhören, und die Frage nach der Einwilligung bleibt offen.
Besser: Vor dem Anruf einen Anlass festhalten und ihn im ersten Satz nennen.
- 02
Mit einer ungepflegten Liste starten.
Folge: Ansprechpartner sind weggezogen oder gewechselt, und die Anrufzeit geht an falsche Adressaten.
Besser: Name, Rolle und Herkunft jedes Kontakts prüfen, bevor der erste Anruf rausgeht.
- 03
Den Gatekeeper mit Verkaufssprache übergehen.
Folge: Die Vermittlung blockt, und der Entscheider erfährt nie vom Anruf.
Besser: Name, Rolle und Anlass nennen und um die Verbindung bitten.
- 04
Nach dem ersten Nein aufhören.
Folge: Kontakte, die heute keinen Bedarf haben, fallen aus dem Blick, und der Anruf zur falschen Zeit kostet den Termin.
Besser: Interessenten ohne akuten Bedarf auf Wiedervorlage setzen.
- 05
Einen Rückruf oder eine Zusendung von Unterlagen als Termin zählen.
Folge: Der Kalender des Außendiensts füllt sich mit Zusagen, die niemand geprüft hat.
Besser: Als Termin nur zählen, was Datum, Ansprechpartner und einen bestandenen Kaufcheck hat.
Wann ist Kaltakquise nicht die richtige Lösung?
Kaltakquise ist nicht die richtige Lösung, wenn Kapazität, Kundenverhalten oder Datenlage nicht passen. Vier Fälle zeigen, wann Sie zuerst etwas anderes klären.
- Wenn Ihr Außendienst keine freie Kapazität hat, füllen zusätzliche Termine nur den Kalender.
- Wenn Ihre Kunden ohne Gespräch mit einem Entscheider bestellen, bringt Kaltakquise wenig.
- Wenn Sie nur Kontaktlisten suchen, liefert KRAUSS nicht das Gewünschte, denn KRAUSS liefert bestätigte Verkaufstermine.
- Wenn Sie keine Datenquelle mit dokumentierter Herkunft haben, klären Sie die Quelle, bevor Sie anrufen.
Welche Checkliste hilft vor dem ersten Anruf?
Vor dem ersten Anruf helfen zehn Prüfpunkte, die Liste, Anlass, Leitfaden und Ablauf betreffen. Wer alle Punkte mit Ja beantwortet, ruft vorbereitet an.
- Die Zielgruppe ist nach Branche, Betriebsgröße, Rolle und Region festgelegt.
- Jeder Kontakt auf der Liste hat Name, Rolle und eine dokumentierte Herkunft.
- Zu jedem Kontakt gibt es einen Anlass, den Sie im ersten Satz nennen können.
- Der Gesprächsleitfaden steht und enthält Antworten auf die typischen Einwände.
- Sie haben geklärt, welche Einwilligung der Kanal braucht, und die Rechtssäule gelesen.
- Der Außendienst hat freie Termine in den nächsten Wochen.
- Sie haben festgelegt, was als Termin zählt, und den Kaufcheck beschrieben.
- Für Interessenten ohne akuten Bedarf gibt es eine Wiedervorlage mit Datum.
- Anrufblöcke stehen fest im Kalender, jede Woche zur gleichen Zeit.
- Eine Person bekommt die Rückmeldungen zu jedem Termin und gibt sie an den Außendienst weiter.
Wer die Checkliste nicht allein abarbeiten will, spricht mit Jesse Klotz: Ein Gespräch dauert 15 Minuten, buchbar unter Gespräch mit Jesse Klotz buchen. Wo Ihre Neukundengewinnung heute steht, zeigt der Neukunden-Check mit sechs Fragen.
Rechtlicher Hinweis. Stand 06.10.2026, keine Rechtsberatung. Der Text erklärt die Rechtslage allgemein und ersetzt nicht die Prüfung Ihres Einzelfalls.








