Inhalt11 Abschnitte
- 01Wie lautet die Formel für die Kosten je Verkaufstermin?
- 02Wie rechnen Sie die Kosten bei interner Terminierung?
- 03Wie rechnen Sie die Kosten bei einem externen Dienstleister?
- 04Wie vergleichen Sie intern und extern fair?
- 05Welchen Preis je Termin dürfen Sie höchstens zahlen?
- 06Welche verdeckten Kosten verfälschen die Rechnung?
- 07Welche Fragen stellen Sie einem Anbieter, bevor Sie unterschreiben?
- 08Wie prüfen Sie nach 90 Tagen, ob die Rechnung gestimmt hat?
- 09Was prüfen Sie in einem Angebot für Terminierung?
- 10Wann passt die Rechnung nicht?
- 11Was ist der nächste Schritt?
Wie lautet die Formel für die Kosten je Verkaufstermin?
Die Formel lautet: alle Kosten der Terminierung im Zeitraum geteilt durch die Termine, die im selben Zeitraum stattfinden. Zwei Entscheidungen bestimmen das Ergebnis: Welche Kosten Sie zählen und welche Termine. Die Kosten je Termin sind nur vergleichbar, wenn beides gleich bleibt.
Zu den Kosten zählen Personal oder Dienstleister, Adressen, Telefonie, Software und Führung. Als Termin zählt, was stattfindet und einen Entscheider mit Kaufinteresse an den Tisch bringt. Ein vereinbarter Termin, der ausfällt (ein No-Show), kostet Sie Geld und bringt keinen Termin. Die Terminquote allein zeigt das nicht, denn sie zählt vereinbarte Termine.
| Baustein | Intern | Extern |
|---|---|---|
| Arbeit | Anteil Vollkosten der Stelle | Stunden mal Satz je Akquisestunde |
| Zusatzkosten | Adressen, Telefonie, Kundendatenbank | Meist im Satz enthalten, im Angebot prüfen |
| Prämie | Keine | Prämie je Termin im Modell mit Erfolgsprämie |
| Nenner | Stattfindende Termine | Stattfindende Termine, Prämie nur dafür |
| Verdeckte Kosten | Leerlauf, Einarbeitung, Ausfall der Stelle | Briefing, Abstimmung, Mindestlaufzeit |
Wie rechnen Sie die Kosten bei interner Terminierung?
Bei interner Terminierung addieren Sie den Anteil der Vollkosten der Stelle und die Werkzeuge und teilen durch die stattfindenden Termine. Der Anteil ist die Zeit, die die Stelle wirklich mit Terminierung verbringt, nicht ihre Soll-Stunden.
Rechenbeispiel
Beispielzahlen, frei gewählt, keine Messwerte
Kosten je Termin bei interner Terminierung
- Annahme: Vollkosten einer Innendienststelle im Monat (Gehalt, Nebenkosten, Arbeitsplatz)5.200 €(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
- Annahme: Anteil der Arbeitszeit, den die Stelle mit Terminierung verbringt60 %(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
- Annahme: Kosten für Adressen, Telefonie und Kundendatenbank im Monat400 €(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
- Annahme: Stattfindende Termine im Monat8 Termine(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Kosten der Terminierung im Monat | 5.200 € × 60 % ÷ 100 + 400 € | 3.520 € |
| Kosten je stattfindendem Termin | (5.200 € × 60 % ÷ 100 + 400 €) ÷ 8 | 440 € |
Die Werte sind Annahmen dieses Beispiels. Setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein: Vollkosten aus der Personalabteilung, Zeitanteil aus einer Woche Zeiterfassung, Termine aus Ihrem Kalender. Der Zeitanteil ist die unsicherste Zahl. Rechnen Sie auch die Vertriebskosten der Führung und der Abstimmung ein, sonst fehlt ein Posten. Eine Stelle, die zur Hälfte Angebote schreibt, hat einen kleineren Terminierungsanteil, als im Stellenplan steht.
In einem Projekt für einen Hersteller von Verpackungsmaschinen rechnete der Vertriebsleiter zunächst nur mit dem Gehaltsanteil und kam auf einen Terminpreis, der gut ein Drittel unter dem späteren Wert lag. Nach Zusatzkosten für Adressen, Telefonie und die Einarbeitung einer neuen Kraft stieg der Wert deutlich, weil im Quartal zwei Termine ausgefallen waren und der Zeitanteil höher war als geplant. Die erste Zahl hatte die Entscheidung für die interne Lösung getragen.
Wie rechnen Sie die Kosten bei einem externen Dienstleister?
Bei einem externen Dienstleister rechnen Sie Stunden mal Satz plus Prämie und teilen durch die stattfindenden Termine. Die KRAUSS GmbH rechnet nach Akquisestunden: Im Paket Start kostet eine Stunde 59 € im Modell mit Erfolgsprämie, dazu kommt die Prämie je Termin (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Alle Preise zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.
Rechenbeispiel
Kosten je Termin im Paket Start bei sechs Akquisestunden
- Annahme: Akquisestunden je vereinbartem Termin6 Akquisestunden(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
- Annahme: Anteil der vereinbarten Termine, die stattfinden75 %(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Arbeitskosten je vereinbartem Termin | 6 × 59 € | 354 € |
| Erfolgsprämie je stattfindendem Termin | 160 € | 160 € |
| Kosten je stattfindendem Termin im Modell mit Erfolgsprämie | 6 × 59 € ÷ (75 % ÷ 100) + 160 € | 632 € |
| Kosten je vereinbartem Termin nur nach Aufwand, ohne Erfolgsprämie | 6 × 72 € | 432 € |
Die Stunden je Termin und die Show-Rate sind Annahmen dieses Beispiels. Der Wert im Preisblatt ist eine Prognose je Erreichbarkeitsstufe: unter 340 € bei gut erreichbarer Zielgruppe, um 640 € bei anspruchsvoller, ohne Garantie (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Ihre Zielgruppe entscheidet, wo Sie landen.
| Erreichbarkeit | Beschreibung | Prognose je Termin |
|---|---|---|
| Gut erreichbar | Klare Zielgruppe, Entscheider am Telefon erreichbar | unter 340 € |
| Anspruchsvoll | Mehrere Rollen im Einkauf, längere Wege zum Entscheider | um 640 € |
Wie vergleichen Sie intern und extern fair?
Sie vergleichen fair, wenn beide Wege dieselben Annahmen bekommen: gleicher Zeitraum, gleiche Definition des Termins, gleiche Zielgruppe. Setzen Sie zusätzlich ein, was nur bei einem Weg anfällt: Einarbeitung und Leerlauf intern, Briefing und Mindestlaufzeit extern.
Rechnen Sie drei Fälle durch: gute, mittlere und schlechte Erreichbarkeit. Bei guter Erreichbarkeit gewinnt oft der ausgelastete interne Mitarbeiter, bei schwieriger Zielgruppe der Dienstleister mit Erfahrung, weil er Stunden je Termin kennt. Entscheidend ist die Frage, wer das Risiko trägt. Im Modell mit Erfolgsprämie entfällt die Prämie für Termine, die nicht stattfinden (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026), ein eigener Mitarbeiter kostet dagegen auch an Tagen ohne Termin.
In einem Projekt für einen Anbieter von Betriebssoftware verglich die Geschäftsführung eine zweite Innendienststelle mit einem externen Projekt. Bei guter Erreichbarkeit lag die interne Lösung nach der Rechnung unter dem externen Preis, bei schwierigen Entscheidern darüber. Das Unternehmen startete extern und wechselte nach sechs Monaten in ein gemischtes Modell: Der Dienstleister erschloss neue Branchen, die eigene Stelle pflegte Bestandskontakte. Der Vergleich zeigte, dass die Frage nicht intern oder extern lautete, sondern für welche Zielgruppe.
Eine ausführliche Gegenüberstellung steht auf der Seite Vertrieb intern oder extern.
- 01
Nur den Gehaltsanteil der Innendienststelle rechnen.
Folge: Der interne Termin wirkt billiger, als er ist, weil Adressen, Telefonie, Führung und Leerlauf fehlen.
Besser: Alle Kosten der Terminierung addieren und durch stattfindende Termine teilen.
- 02
Durch vereinbarte statt durch stattfindende Termine teilen.
Folge: Der Preis fällt zu niedrig aus, und ausgefallene Termine bleiben unsichtbar.
Besser: Nur Termine zählen, die stattfinden, und die Show-Rate daneben ausweisen.
- 03
Zwei Angebote ohne gleiche Definition des Termins vergleichen.
Folge: Ein Termin mit Kaufinteresse und ein Bleistifttermin stehen nebeneinander, und der Preis sagt nichts über den Wert.
Besser: Vor dem Vergleich schriftlich klären, was als Termin zählt und wann die Prämie entfällt.
Welchen Preis je Termin dürfen Sie höchstens zahlen?
Sie dürfen höchstens den Betrag zahlen, den ein Termin im Durchschnitt an Deckungsbeitrag zurückbringt, und besser deutlich weniger. Die Obergrenze rechnen Sie so: Abschlussquote je stattfindendem Termin mal Deckungsbeitrag je Abschluss. Alles darüber vernichtet Ertrag, auch wenn der Termin sich gut anfühlt.
| Fall | Abschlussquote je Termin | Deckungsbeitrag je Abschluss | Obergrenze je Termin |
|---|---|---|---|
| A | 10 von 100 | 2.500 € | 250 € |
| B | 15 von 100 | 3.600 € | 540 € |
| C | 20 von 100 | 6.000 € | 1.200 € |
Die Obergrenze ist die Break-even-Linie, nicht Ihr Ziel. Planen Sie mit einem Terminpreis, der die Hälfte der Obergrenze nicht übersteigt, weil Führung, Angebote und Nachfassen ebenfalls Geld kosten. Liegt Ihr Terminpreis darüber, prüfen Sie Zielgruppe und Abschlussquote, bevor Sie über den Preis verhandeln.
Umgekehrt rechnen Sie die nötige Abschlussquote: Terminpreis geteilt durch Deckungsbeitrag. Die Zahl sagt, ob Ihr Vertrieb sie schafft, nicht der Anbieter.
| Terminpreis | Deckungsbeitrag je Abschluss | Nötige Abschlussquote |
|---|---|---|
| 250 € | 3.600 € | 7 von 100 |
| 400 € | 3.600 € | 11 von 100 |
| 600 € | 3.600 € | 17 von 100 |
Welche verdeckten Kosten verfälschen die Rechnung?
Vier Posten fehlen in den meisten Rechnungen: ausgefallene Termine, Einarbeitung, Nachfassen und Leerlauf. Wer sie weglässt, rechnet zu niedrig und entscheidet für den falschen Weg.
- Ausgefallene Termine. Ein No-Show kostet die Fahrt und die Vorbereitung. Bei 3,5 Stunden je Termin und einem Stundenwert von 80 € verliert der Außendienst 280 € je Ausfall (Annahmen dieses Beispiels).
- Einarbeitung. Eine neue Stelle braucht Wochen, bis die Quote stimmt. Rechnen Sie diese Zeit gesondert und verteilen Sie sie auf die ersten zwölf Monate.
- Nachfassen. Termine ohne Angebot fordern Wiedervorlage. Die Zeit dafür gehört in die Rechnung, solange sie die Terminierung bindet.
- Leerlauf. Eine interne Stelle kostet auch an Tagen, an denen kein Anruf einen Entscheider erreicht. Das Verhältnis steht im Nenner: je mehr stattfindende Termine, desto kleiner der Anteil.
In einem Projekt für einen Anbieter von Gebäudetechnik zählte die Geschäftsführung 10 stattfindende Termine im Quartal und kam auf einen Terminpreis, der ihr plausibel erschien. Die Kontrolle ergab, dass 4 weitere Termine vereinbart waren, aber ausgefallen. Mit den 14 vereinbarten Terminen im Nenner hätte der Preis um ein Drittel niedriger gelegen, mit den 10 stattfindenden war er richtig. Die Zahl der stattfindenden Termine im Nenner zeigt den ehrlichen Preis.
Welche Fragen stellen Sie einem Anbieter, bevor Sie unterschreiben?
Sie stellen fünf Fragen, und jede muss im Angebot oder im Gespräch eine klare Antwort bekommen. Antwortet ein Anbieter ausweichend, rechnen Sie das als Kostenrisiko.
1. Was zählt bei Ihnen als Termin, und wer bestätigt ihn? 2. Entfällt die Prämie, wenn der Termin nicht stattfindet? Ab wann gilt der Termin als ausgefallen? 3. Welche Kosten stehen im Stundensatz, und was kommt für [Adressen, Telefonie, Bericht] hinzu? 4. Wie lang ist die Mindestlaufzeit, und gibt es ein befristetes Testprojekt vor dem Vertrag? 5. Welche Erreichbarkeit unterstellen Sie bei [Zielgruppe], und was folgt, wenn sie schlechter ausfällt?
Die fünfte Frage prüft die Prognose. Ein Anbieter, der für jede Zielgruppe dieselbe Zahl nennt, kennt die Zielgruppe nicht. Bei KRAUSS hängt der Preis je Termin an der Erreichbarkeit, die Stufen stehen im Preisblatt (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).
Wie prüfen Sie nach 90 Tagen, ob die Rechnung gestimmt hat?
Nach 90 Tagen setzen Sie die Ist-Zahlen neben die Planzahlen und suchen die Zahl, die am weitesten vom Plan liegt. Nach 90 Tagen reichen die Fälle in den meisten Projekten aus, um eine Quote zu lesen, und die erste Zahl, die abweicht, sagt, welche Annahme falsch war.
| Zahl | Plan | Ist nach 90 Tagen | Wenn die Abweichung groß ist |
|---|---|---|---|
| Stattfindende Termine | 24 | 18 | Show-Rate und Zielgruppe prüfen |
| Stunden je Termin | 6 | 8 | Liste und Einstieg prüfen |
| Kosten je stattfindendem Termin | Plan | Plan mal 1,3 | Annahme zur Erreichbarkeit korrigieren |
| Abschlüsse aus den Terminen | 4 | 3 | Zu früh zum Urteilen, bei unter 10 Terminen weiter beobachten |
Entscheiden Sie nach dem Blatt in drei Schritten: Liegt die Abweichung bei den Stunden je Termin, schärfen Sie Liste und Einstieg. Liegt sie bei der Show-Rate, ändern Sie die Bestätigung. Liegt sie bei den Abschlüssen, prüfen Sie zuerst, ob der Außendienst die Termine nach Plan führt. Den Aufbau der Zahlen zeigt der Leitfaden zu den Akquise-Kennzahlen.
Was prüfen Sie in einem Angebot für Terminierung?
Sie prüfen, was als Termin zählt, wann die Prämie entfällt, welche Laufzeit gilt und wie abgerechnet wird. Ein niedriger Preis je Termin sagt nichts, wenn der Termin ein Bleistifttermin ist.
- Steht im Angebot, was als Termin zählt (Entscheider, Kaufinteresse, Datum)?
- Entfällt die Prämie, wenn der Termin nicht stattfindet?
- Bestätigt der Anbieter jeden Termin doppelt, beim Gesprächspartner und bei Ihnen?
- Nennt das Angebot Stundensatz, Prämie und Umsatzsteuer getrennt?
- Ist die Mindestlaufzeit genannt, und gibt es ein befristetes Testprojekt?
- Bekommen Sie die Daten und den Bericht in einem Format, das Ihre Kundenverwaltung liest?
KRAUSS bestätigt jeden Termin doppelt (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Wir rechnen das Testprojekt nur nach Aufwand ab, bei 0 € Setup. Die Mindestlaufzeit im Modell mit Erfolgsprämie ist 6 Monate Mindestlaufzeit im Modell mit Erfolgsprämie.
Wann passt die Rechnung nicht?
Die Rechnung passt nicht, wenn der Wert eines Termins unbekannt ist oder wenn Sie nur selten Termine brauchen. Dann ersetzt eine einfache Annahme die Rechnung nicht.
- Wenn Sie nur wenige Termine im Jahr brauchen, rechnet sich ein laufendes externes Projekt kaum, und die einfache Rechnung genügt.
- Wenn Ihr Außendienst keine freie Kapazität hat, senkt auch ein niedriger Preis je Termin Ihre Kosten nicht, denn die Termine bleiben unbesucht.
- Wenn Sie den Wert eines Termins nicht kennen, sagt der Preis je Termin nichts, und Sie rechnen zuerst Abschlussquote und Auftragswert.
Prüfen Sie zuerst, was ein Termin Ihnen zurückbringt: Abschlussquote mal Auftragswert mal Marge. Liegt der Wert unter den Kosten je Termin, helfen Sie sich nicht mit einem günstigeren Anbieter, sondern mit einer besseren Zielgruppe oder einem anderen Kanal.
Was ist der nächste Schritt?
Der nächste Schritt ist ein Terminpreis mit Ihren Zahlen. Der Terminpreis-Rechner zeigt, wie viele Verkaufstermine Ihr Budget bei Ihrer Erreichbarkeit bringt und was ein Termin kostet, ohne Formular und ohne Anmeldung. Die Kennzahlen, mit denen Sie die Rechnung später prüfen, erklärt der Leitfaden zu den Akquise-Kennzahlen.
Die Telefonakquise von KRAUSS beschreibt Ablauf und Konditionen, die Methode zeigt, wie aus einem Anruf ein bestätigter Termin wird. Ein Gespräch mit Jesse Klotz dauert 15 Minuten.
Vom Wissen zum Termin
Was kostet ein Termin bei Ihrem Budget?
Der Terminpreis-Rechner zeigt es mit Ihren Zahlen, ohne Formular. Wenn das Gespräch sitzt, führen wir es für Sie. Der Einstieg ist das Testprojekt: Testprojekt nur nach Aufwand, 0 € Setup.








