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LeitfadenLeads und Marketing

Lead Management im B2B: Prozess, Nachtelefonieren und Wiedervorlage

Jesse KlotzGeschäftsführer Performance Marketing
Stand
Erstveröffentlichung
Lesezeit
10 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Lead Management steuert einen Kontakt von der Anfrage bis zum Termin oder bis zum begründeten Ende: erfassen, prüfen, anrufen, nachfassen, übergeben, auswerten. Im B2B trägt das Telefon einen großen Teil der Arbeit, weil der Termin im Gespräch entsteht und die Wiedervorlage Kontakte hält, die heute noch nicht kaufen. Lead Nurturing ist der Teil, der diese Kontakte pflegt, bis ein Anlass entsteht.

Stand Quellen

Dazu: Wirtschaftlichkeits-Rechner, Rechner im Browser, ohne Formular.

Fakten

Schritte im Lead-Management-Prozess dieser Seite
Sechs: erfassen, prüfen, anrufen, nachfassen, übergeben, auswertenQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Nachfasstakt dieser Seite
Drei Anrufe in acht Tagen, danach WiedervorlageQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Rückruf nach einer Anfrage
Binnen eines Werktags (Festlegung dieser Seite)Quelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Terminbestätigung
Wir bestätigen jeden Termin doppelt.Quelle: KRAUSS-Methode, Stand 10/2026
Testprojekt
Das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt. Den Umfang legen Sie im 15-Minuten-Gespräch fest.Quelle: Angabe der Geschäftsführung, 10/2026, Stand 10/2026
Inhalt10 Abschnitte
  1. 01Was ist Lead Management, und welche Schritte gehören dazu?
  2. 02Wie bearbeiten Sie Leads am Telefon nach?
  3. 03Wie setzen Sie Wiedervorlage und Lead Nurturing ein?
  4. 04Wie bewerten und übergeben Sie Leads an den Vertrieb?
  5. 05Welche Kennzahlen zeigen, ob Lead Management trägt?
  6. 06Was kosten ungenutzte Leads? Eine Rechnung mit Annahmen
  7. 07Wie sieht Lead Management in der Praxis aus?
  8. 08Welche Fehler vermeiden Sie im Lead Management?
  9. 09Wann passt Lead Management am Telefon nicht?
  10. 10Welche Checkliste führt Sie durch den Aufbau?

Was ist Lead Management, und welche Schritte gehören dazu?

Lead Management steuert einen Lead von der Anfrage bis zum Termin oder bis zum begründeten Ende. Im B2B gehören sechs Schritte dazu: erfassen, prüfen, anrufen, nachfassen, übergeben und auswerten.

Ein Lead ist ein Kontakt mit erkennbarem Interesse, den noch niemand geprüft hat (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Ohne Management liegt er in einer Liste, bis sein Interesse verfliegt. Mit Management bekommt er einen Besitzer, eine Frist und einen nächsten Schritt. Der Unterschied ist keine Frage der Software, sondern der Regeln: Wer ruft wann an, wie oft, mit welchem Satz, und was passiert, wenn niemand rangeht.

Die sechs Schritte des Lead Managements im B2B mit Aufgabe, Zuständigem und Kennzahl, Festlegung dieser Seite, Stand 10/2026
SchrittAufgabeZuständigKennzahl
1 ErfassenKontakt, Herkunft und Anlass in der Kundenverwaltung (CRM) anlegenMarketing oder EingangAnteil der Leads mit Herkunft und Anlass
2 PrüfenRolle, Firma und Dublette prüfen, Priorität vergebenInnendienstZeit bis zur Prüfung
3 AnrufenErster Rückruf binnen eines WerktagsTelefonvertriebRückrufquote binnen Frist
4 NachfassenDrei Versuche in acht Tagen, danach WiedervorlageTelefonvertriebErreichbarkeit nach drei Versuchen
5 ÜbergebenTermin mit Briefing an den AußendienstTelefonvertriebQuote vom Lead zum Termin
6 AuswertenErgebnis je Herkunft und Stufe festhaltenVertriebsleitungKosten je Termin
Quelle: Festlegung der Redaktion der KRAUSS GmbH, keine Branchennorm. Die Schritte folgen dem Ablauf bei KRAUSS: Prüfen, Termin vereinbaren, Termin doppelt bestätigen (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).

Die Leadqualifizierung legt in Schritt 2 und 3 fest, ob ein Lead zur Verkaufschance wird. Bei KRAUSS übernimmt der Kaufcheck diese Aufgabe, und ohne bestandenen Kaufcheck entsteht kein Termin (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Die Seite Lead-Qualifizierung beschreibt, wie das am Telefon abläuft, und der Leitfaden BANT im Telefongespräch liefert das Frageraster dazu. Woher Leads kommen und was sie kosten, zeigt die Säule B2B-Leadgenerierung.

Alle Leads zusammen bilden die Pipeline des Vertriebs. Ein Lead-Management, das nur die Pipeline zählt, übersieht die Kontakte, die nie hineingekommen sind. Messen Sie deshalb auch, wie viele Leads Sie nie angerufen haben.

Wie bearbeiten Sie Leads am Telefon nach?

Sie bearbeiten Leads am Telefon nach, indem Sie binnen eines Werktags zurückrufen, höchstens drei Versuche in acht Tagen machen und jeden Versuch mit Ergebnis festhalten. Danach folgt eine Wiedervorlage, kein vierter Anruf.

Das Telefon ist im B2B ein direkter Weg vom Lead zum Termin, weil die Zusage im selben Gespräch fällt. Eine E-Mail muss erst beantwortet werden, bevor etwas passiert. Der Takt unten ist eine Festlegung dieser Seite aus der Praxis der Telefonakquise und keine Studie. Passen Sie ihn an Ihre Branche an.

Nachfasstakt für Leads mit Anfrage, Festlegung dieser Seite, Stand 10/2026
VersuchZeitpunktWas Sie tunWenn niemand rangeht
1Binnen eines Werktags nach der AnfrageAnrufen, auf den Anlass Bezug nehmenErgebnis notieren, keine Nachricht
2Tag 3, andere Uhrzeit als im ersten VersuchErneut anrufenKurze Nachricht hinterlassen
3Tag 8, wieder eine andere UhrzeitLetzter AnrufE-Mail mit einem Satz Anlass, wenn die Einwilligung vorliegt
DanachNach 30 TagenWiedervorlage mit GrundKontakt auf Wiedervorlage, kein weiterer Anruf bis dahin
Quelle: Festlegung der Redaktion der KRAUSS GmbH aus der Praxis der Telefonakquise, keine Marktstudie.

Für den ersten Rückruf brauchen Sie einen Satz, der den Anlass nennt und dem Kontakt eine einfache Entscheidung lässt.

Vorlage: Erster Rückruf nach einer Anfrage
Guten Tag [Name], hier [Ihr Name] von [Firma]. Sie hatten am [Tag] [Anfrage oder Download zu Thema] angefordert.
Ich rufe kurz zurück, um zu klären, ob das für Sie gerade ein Thema ist. Haben Sie zwei Minuten?
Vorlage: Nachricht beim zweiten Versuch
Guten Tag [Name], [Ihr Name] von [Firma] noch einmal. Es geht um Ihre Anfrage zu [Thema].
Ich erreiche Sie am [Tag] zwischen [Uhrzeit] und [Uhrzeit] noch einmal, oder rufen Sie mich unter [Nummer] zurück.
Vorlage: Anruf nach einem Download ohne Anfrage
Guten Tag [Name], [Ihr Name] von [Firma]. Sie haben [Titel des Downloads] geladen, deshalb frage ich kurz:
Welches Problem wollten Sie damit lösen, und wie lösen Sie es heute?

Beim Download-Anruf zählt der Ton: Der Kontakt hat nichts bestellt, er hat etwas gelesen. Fragen Sie nach seinem Problem, nicht nach einem Termin. Der Termin ergibt sich, wenn ein Bedarf sichtbar wird. Die Nachrichten auf die Mailbox gestaltet der Leitfaden Voicemail im B2B genauer.

In einem Projekt für einen Hersteller von Industriewaagen kamen aus einem Download im Quartal 46 Leads. Der Vertrieb hatte 12 davon angerufen, die übrigen 34 lagen unbearbeitet in der Kundenverwaltung. Nach der Regel „Rückruf binnen eines Werktags, drei Versuche in acht Tagen“ erreichte das Team 29 der 46, 11 zeigten Bedarf, und 6 nahmen einen Termin an. Der Download blieb derselbe. Neu war nur der feste Takt.

Messekontakte folgen demselben Takt mit einem anderen Einstieg, nämlich dem Gespräch am Stand. Den Ablauf dafür zeigt der Leitfaden Messekontakte nachtelefonieren. Für ruhende Kunden gilt der Leitfaden Bestandskunden per Telefon reaktivieren.

Wie setzen Sie Wiedervorlage und Lead Nurturing ein?

Sie setzen eine Wiedervorlage für jeden Kontakt, der Potenzial hat und heute nicht kauft, und Sie pflegen ihn mit Lead Nurturing: kurzen Anrufen, E-Mails und Inhalten in einem festen Abstand, bis ein Anlass entsteht. Beides braucht Datum und Grund.

Eine Wiedervorlage ist ein Termin mit sich selbst: Sie legen fest, wann Sie einen Kontakt erneut anrufen und warum. Lead Nurturing ist der Name für die Pflege dieser Kontakte über mehrere Berührungen hinweg. Im B2B funktioniert die Pflege am besten, wenn der Takt zum Anlass des Kontakts passt, nicht zum Kalender des Marketings.

Wiedervorlage nach Anlass mit Zeitpunkt und Frage, Festlegung dieser Seite, Stand 10/2026
AnlassWiedervorlageFrage für den nächsten Anruf
Laufender Vertrag mit EnddatumDrei Monate vor Vertragsende„Wie ist Ihre Planung für die Verlängerung bei [Thema]?“
Budgetrunde im HerbstSechs Wochen vor Beginn der Planung„Ist [Thema] für das nächste Jahr in der Planung?“
Bedarf ohne FristNach 30 Tagen, dann alle 90 Tage„Hat sich bei [Thema] seit unserem Gespräch etwas getan?“
Entscheider im Urlaub oder ProjektAm Tag nach der Rückkehr„Sie waren unterwegs, haben Sie jetzt Zeit für zehn Minuten?“
Klares Nein ohne AnlassNach zwölf Monaten, ein Versuch„Ich melde mich nach einem Jahr, hat sich bei [Thema] etwas verändert?“
Quelle: Festlegung der Redaktion der KRAUSS GmbH aus der Praxis der Telefonakquise, keine Marktstudie.

Der Anruf zur Wiedervorlage beginnt mit dem Bezug auf das letzte Gespräch.

Vorlage: Anruf zur Wiedervorlage
Guten Tag [Name], [Ihr Name] von [Firma]. Wir hatten im [Monat] gesprochen, Sie sagten, dass [Anlass] im [Zeitraum] ansteht.
Ich rufe wie vereinbart an: Wie ist der Stand bei [Thema]?

In einem Projekt für einen Anbieter von Gebäudereinigung standen 38 Kontakte mit dem Vermerk „später“ in der Kundenverwaltung, ohne Datum und ohne Grund. Das Team vergab zu jedem ein Datum und einen Grund aus dem alten Gespräch. In den folgenden zwölf Wochen rief es 31 davon zum gesetzten Zeitpunkt an, erreichte 22 und vereinbarte 5 Termine. Fünf Termine aus Kontakten, die vorher als tot galten.

Lead Nurturing per E-Mail braucht eine geklärte Einwilligung. Was bei Werbe-E-Mails an Unternehmen gilt und welche Ausnahmen bestehen, prüft die Säule Kaltakquise im B2B: Recht Schritt für Schritt. Ein Lead-Magnet wie ein Leitfaden oder ein Rechner ist ein sauberer Anlass, weil der Kontakt ihn selbst angefordert hat.

Wie bewerten und übergeben Sie Leads an den Vertrieb?

Sie bewerten Leads nach Herkunft und Qualifizierung und übergeben nur die, die Bedarf, Entscheider und Zeitpunkt zeigen. Alle anderen bleiben im Nachfassen.

Ein Lead-Scoring vergibt dafür Punkte, zum Beispiel für Rolle, Herkunft und Verhalten. Am Telefon genügt oft eine gröbere Einteilung: A für Kaufinteresse, B für Potenzial ohne akuten Bedarf, C für kein Potenzial. Bei KRAUSS gilt diese A·B·C-Einstufung (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Die Übergabe an den Außendienst besteht aus einem bestätigten Termin und einem Briefing mit Bedarf, Entscheider und Frist.

Übergaberegel zwischen Telefonvertrieb und Außendienst, Festlegung dieser Seite, Stand 10/2026
RegelInhalt
DefinitionEin Lead wird zum Termin, wenn Bedarf, Entscheider und Zeitpunkt geklärt sind
FristDer Außendienst bestätigt die Übernahme binnen eines Werktags
BriefingBedarf, Beteiligte, Frist und Einwände aus dem Gespräch stehen im Termin
RückmeldungDer Außendienst meldet binnen einer Woche, ob der Termin stattfand und was daraus wurde
RückgabeEin Termin ohne Bedarf geht mit Begründung zurück in die Wiedervorlage
Quelle: Festlegung der Redaktion der KRAUSS GmbH, keine Branchennorm.

Ohne Rückmeldung des Außendiensts lernt das Telefon nie, welche Leads gut waren. Verlangen Sie sie schriftlich und kurz, ein Satz je Termin reicht.

Dazu: Wirtschaftlichkeits-Rechner, Rechner im Browser, ohne Formular.

Welche Kennzahlen zeigen, ob Lead Management trägt?

Fünf Kennzahlen zeigen, ob Lead Management trägt: Rückrufquote binnen Frist, Erreichbarkeit nach drei Versuchen, Quote vom Lead zum Termin, Anteil der Wiedervorlagen mit Datum und Grund sowie die Kosten je Termin aus dem Nachfassen.

Fünf Kennzahlen des Lead Managements mit Formel und Schwelle, Festlegung dieser Seite, Stand 10/2026
KennzahlFormelSchwelle zum Handeln
Rückrufquote binnen FristLeads mit Rückruf binnen eines Werktags ÷ alle LeadsUnter 90 Prozent: Aufgaben und Zuständigkeit prüfen
ErreichbarkeitErreichte Leads nach drei Versuchen ÷ alle LeadsUnter 50 Prozent: Uhrzeiten und Rufnummern prüfen
Quote vom Lead zum TerminVereinbarte Termine ÷ LeadsFällt sie, hat die Qualität der Leads oder des Gesprächs nachgelassen
Wiedervorlagen mit Datum und GrundWiedervorlagen mit beidem ÷ alle WiedervorlagenUnter 100 Prozent: Pflichtfelder in der Kundenverwaltung setzen
Kosten je Termin aus dem NachfassenAnrufzeit mal Stundensatz ÷ TermineVergleichen Sie mit den Kosten je Termin Ihrer Neuansprache
Quelle: Festlegung der Redaktion der KRAUSS GmbH. Die Schwellen sind Annahmen und keine Branchennorm. Setzen Sie eigene Werte, sobald Sie vier Wochen Daten haben.

Lesen Sie die Zahlen nebeneinander. Eine hohe Terminquote bei wenigen Anrufen sieht gut aus und verbirgt viele ungenutzte Leads. Die Kosten je Termin erklärt das Glossar unter Kosten je Termin, die Kosten je Lead unter Kosten je Lead.

Was kosten ungenutzte Leads? Eine Rechnung mit Annahmen

Ungenutzte Leads kosten den Auftragswert, den ein zweiter Anruf gebracht hätte. Das Rechenbeispiel setzt 150 Leads im Monat an und zeigt, was ohne festen Nachfassablauf verloren geht.

Rechenbeispiel

Beispielzahlen, frei gewählt, keine Messwerte

Was ungenutzte Leads im Jahr kosten, bei 150 Leads im Monat

  • Annahme: Leads im Monat150(frei gewählt, kein Marktwert)
  • Annahme: Anteil der Leads, die ohne festen Ablauf nie ein zweites Mal angerufen werden (0,6 entspricht 60 Prozent)0,6(frei gewählt, kein Marktwert)
  • Annahme: Anteil der nachgefassten Leads, die einen Termin zusagen (0,08 entspricht 8 Prozent)0,08(frei gewählt, kein Marktwert)
  • Annahme: Anteil der Termine, die zum Auftrag führen (0,2 entspricht 20 Prozent)0,2(frei gewählt, kein Marktwert)
  • Annahme: Wert eines ersten Auftrags12.000 €(frei gewählt, kein Marktwert)
Was ungenutzte Leads im Jahr kosten, bei 150 Leads im Monat
SchrittRechnungErgebnis
Leads im Monat ohne zweiten Kontakt150 × 0,690
Termine im Monat, die dabei verloren gehen150 × 0,6 × 0,087,2 Termine
Aufträge im Monat, die dabei verloren gehen150 × 0,6 × 0,08 × 0,21,4
Auftragswert im Monat, der dabei verloren geht150 × 0,6 × 0,08 × 0,2 × 12.000 €17.280 €
Auftragswert im Jahr, der dabei verloren geht12 × 150 × 0,6 × 0,08 × 0,2 × 12.000 €207.360 €

Im Rechenbeispiel bleiben monatlich 90 Leads ohne zweiten Kontakt. Daraus gehen 7,2 Termine und 1,4 verloren, zusammen 17.280 € im Monat und 207.360 € im Jahr. Die Annahmen setzen dieses Ergebnis. Ihre Zahlen sind andere, und genau deshalb lohnt sich die Rechnung: Zählen Sie vier Wochen lang, wie viele Leads nie einen zweiten Anruf bekamen, und setzen Sie die Zahl ein.

Wie sieht Lead Management in der Praxis aus?

In der Praxis entscheiden zwei Dinge: die Frist für den ersten Anruf und der Grund in der Wiedervorlage. Die Praxisbeispiele oben zeigen die Wirkung im Betrieb, die Rechnung darunter führt einen Messeeinsatz durch.

Beispielfall, fiktiv: Ein Hersteller ruft hundert Messekontakte in zwei Wochen an, mit frei gewählten Annahmen. Die Zahlen sind Annahmen und keine Messwerte.

Die Rechnung zeigt die Größenordnung, nicht Ihr Ergebnis. Sie zeigt auch, was die Anrufzeit im eigenen Team kostet, wenn jemand die Arbeit übernimmt, der sonst Termine hält. Wenn Ihr Außendienst dafür keine Zeit hat, ist das ein Grund für ein externes Telefonteam, das Leads nachtelefoniert, Termine bestätigt und Kontakte auf Wiedervorlage hält. Der Weg dorthin steht auf der Seite Kaltakquise-Agentur.

Welche Fehler vermeiden Sie im Lead Management?

Vier Fehler verschenken Leads: Anrufe ohne Frist, Aufgeben nach dem ersten Versuch, Wiedervorlagen ohne Grund und gleiche Behandlung aller Leads.

  1. 01

    Leads nur sammeln und nicht anrufen.

    Folge: Der Kontakt vergisst seine Anfrage, und der Wettbewerber ruft zuerst an.

    Besser: Eine Frist für den ersten Rückruf festlegen und sie in der Kundenverwaltung als Aufgabe anlegen.

  2. 02

    Nach dem ersten Versuch aufgeben.

    Folge: Wer beim ersten Versuch nicht rangeht, hat nicht abgesagt, sondern ist nicht erreichbar gewesen.

    Besser: Drei Versuche an verschiedenen Tagen und Uhrzeiten, danach eine E-Mail und eine Wiedervorlage.

  3. 03

    Eine Wiedervorlage ohne Datum und Grund setzen.

    Folge: In der Liste steht „später“, und niemand weiß, warum und wann.

    Besser: Jede Wiedervorlage trägt Datum, Grund und die Frage für den nächsten Anruf.

  4. 04

    Alle Leads gleich behandeln.

    Folge: Der Vertrieb ruft den Download-Leser mit derselben Dringlichkeit an wie den Interessenten mit Anfrage und verschwendet Zeit.

    Besser: Leads nach Herkunft und Qualifizierung einstufen und in dieser Reihenfolge anrufen.

Wann passt Lead Management am Telefon nicht?

Lead Management am Telefon passt nicht, wenn nur wenige Leads kommen, die Leads ohne Interesse entstanden sind oder niemand mit Ihnen spricht, bevor er kauft.

  • Wenn Ihr Vertrieb nur eine Handvoll Leads im Monat bekommt, braucht er keinen Prozess, sondern Disziplin: Jeder Lead bekommt einen Anruf binnen eines Werktags.
  • Wenn Ihre Leads aus gekauften Adressen ohne Anlass bestehen, hilft kein Nachfasstakt, denn der Kontakt hat nie Interesse gezeigt. Dann beginnt die Arbeit bei der Qualifizierung.
  • Wenn Sie Kunden nur online verkaufen und niemand mit Ihnen spricht, trägt das Telefon nicht. Dann gehört Lead Nurturing in E-Mail und Inhalte.

Wer in einem dieser Fälle steckt, prüft zuerst die Herkunft seiner Leads. Die Frage, ob gekaufte Adressen Leads sind, beantwortet die Säule Leads kaufen.

Welche Checkliste führt Sie durch den Aufbau?

Diese Checkliste mit acht Punkten führt Sie in einer Woche durch den Aufbau des Prozesses.

  • Legen Sie fest, wann ein Kontakt als Lead und wann als Termin zählt.
  • Vergeben Sie für jeden neuen Lead automatisch eine Aufgabe „Rückruf binnen eines Werktags“.
  • Schreiben Sie den Nachfasstakt mit drei Versuchen auf und hängen Sie ihn neben das Telefon.
  • Formulieren Sie Wortlaut für Rückruf, Mailbox und Wiedervorlage.
  • Machen Sie Datum und Grund zu Pflichtfeldern jeder Wiedervorlage.
  • Legen Sie die Übergaberegel fest: Briefing, Frist und Rückmeldung des Außendiensts.
  • Messen Sie wöchentlich die fünf Kennzahlen dieser Seite.
  • Prüfen Sie vor dem ersten E-Mail-Versand die Einwilligung.

Wenn Sie die Anrufe nicht selbst führen möchten, übernimmt die Telefonakquise von KRAUSS das Nachtelefonieren, die Terminvereinbarung und die Wiedervorlage. Interessenten, die heute noch nicht kaufen, setzt KRAUSS auf Wiedervorlage (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Die Methode zeigt den Ablauf, die Seite Telemarketing im B2B das Umfeld, und B2B-Leadgenerierung die Kanäle davor. Der Einstieg ist das Testprojekt: Das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt, und den Umfang legen Sie im Gespräch mit Jesse Klotz fest. Ein Gespräch mit Jesse Klotz dauert 15 Minuten.

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Fragen und Antworten

Häufige Fragen kurz beantwortet.

01Was ist der Unterschied zwischen Lead Management und Lead Nurturing?

Lead Management umfasst den ganzen Weg eines Kontakts von der Anfrage bis zur Übergabe an den Vertrieb oder bis zum Ende. Lead Nurturing ist der Teil für Kontakte, die heute noch nicht kaufen: Sie halten sie mit Anrufen, E-Mails und Inhalten im Gespräch, bis ein Anlass entsteht. Nurturing ohne Management verliert den Überblick, Management ohne Nurturing verschenkt Kontakte.

02Wie schnell sollte ich einen Lead zurückrufen?

Rufen Sie binnen eines Werktags zurück, am besten am selben Tag. Das ist eine Festlegung dieser Seite aus der Praxis, keine Studie. Der Grund: Wer eine Anfrage stellt, hat das Thema gerade im Kopf, und jeder weitere Tag kann die Chance erhöhen, dass er mit einem Wettbewerber spricht oder die Anfrage vergisst.

03Wie oft rufe ich einen Lead an, der nicht rangeht?

Dreimal in acht Tagen: am Tag der Anfrage, am dritten und am achten Tag, jeweils zu einer anderen Uhrzeit. Hinterlassen Sie beim zweiten Versuch eine kurze Nachricht und schicken Sie nach dem dritten eine E-Mail, wenn die Einwilligung vorliegt. Danach setzen Sie eine Wiedervorlage in 30 Tagen und hören auf.

04Wie setze ich eine Wiedervorlage richtig?

Eine Wiedervorlage braucht drei Angaben: ein Datum, einen Grund und die Frage für den nächsten Anruf. Das Datum folgt dem Anlass, den der Kontakt genannt hat, etwa dem Vertragsende oder der Budgetrunde. Ohne Grund wissen Sie in drei Wochen nicht mehr, warum der Kontakt auf der Liste steht, und der Anruf klingt wie ein Zufall.

05Welche Leads rufe ich zuerst an?

Rufen Sie zuerst die Kontakte an, die selbst eine Anfrage gestellt haben, dann die, die etwas heruntergeladen haben, dann Messe- und Listenkontakte. Innerhalb jeder Gruppe zählen Qualifizierung und Rolle: Ein Entscheider mit klarem Anlass geht vor. Ein einfaches Lead-Scoring macht diese Reihenfolge messbar und verhindert, dass der Vertrieb nach Gefühl anruft.

06Welche Kennzahlen zeigen, ob mein Lead Management funktioniert?

Fünf Zahlen genügen: Anteil der Leads mit Rückruf binnen eines Werktags, Erreichbarkeit nach drei Versuchen, Quote vom Lead zum Termin, Anteil der Wiedervorlagen mit Datum und Grund sowie die Kosten je Termin aus dem Nachfassen. Lesen Sie die Zahlen nebeneinander, denn eine hohe Terminquote bei wenigen Anrufen verbirgt viele ungenutzte Leads.

07Was kostet es, Leads von KRAUSS nachtelefonieren zu lassen?

Der Preis richtet sich nach Zielmarkt, Erreichbarkeit der Entscheider und gewünschter Terminmenge. Die Konfiguration dauert 2 Minuten, danach erstellen wir Ihr Angebot. Das Rechenbeispiel auf dieser Seite zeigt nur die Anrufzeit im eigenen Team, damit Sie einen Vergleichsmaßstab für Ihre Zahlen haben. Den Einstieg bildet das Testprojekt an echten Terminen.

08Wann ist ein Lead bereit für den Vertrieb?

Ein Lead ist bereit, wenn Bedarf, Entscheider und Zeitpunkt geklärt sind und der Kontakt einem Termin zugestimmt hat. Bei KRAUSS entscheidet der Kaufcheck mit vier Punkten darüber, ohne bestandenen Kaufcheck entsteht kein Termin. Alle anderen Kontakte bleiben im Nachfassen, bis ein Anlass entsteht oder der Kontakt ein klares Nein nennt.
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Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.

Belege

Woher die Angaben stammen.

Diese Seite nennt keine Tatsachen über die Welt, die eine fremde Quelle brauchen. Die Angaben zu KRAUSS stammen von den eigenen Seiten.

  1. 01

    KRAUSS GmbH: Methode: So entsteht ein Verkaufstermin mit Kaufinteresse (krauss-gmbh.com)

    Stand Oktober 2026abgerufen am KRAUSS-Angabe

  2. 02

    KRAUSS GmbH: Glossar der Neukundengewinnung (krauss-gmbh.com)

    Stand Oktober 2026abgerufen am KRAUSS-Angabe

Änderungsprotokoll

  1. Erstveröffentlichung

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