Inhalt11 Abschnitte
- 01Was bedeutet Leads kaufen, und was bekommen Sie dafür?
- 02Was kostet ein gekaufter B2B-Lead?
- 03Was kostet ein Termin aus gekauften Leads im Vergleich zur Terminvereinbarung?
- 04Dürfen Sie gekaufte Leads anrufen oder anschreiben?
- 05Warum scheitern gekaufte Leads so oft?
- 06Woran erkennen Sie einen seriösen Anbieter?
- 07Leads kaufen oder Termine vereinbaren lassen: Was lohnt sich wann?
- 08Welche Alternativen gibt es zum Kauf von Adressen?
- 09Welche Fehler vermeiden Sie beim Kauf von Leads?
- 10Wann ist Leads kaufen nicht die richtige Lösung?
- 11Welche Checkliste hilft vor dem Kauf einer Adressliste?
Was bedeutet Leads kaufen, und was bekommen Sie dafür?
Leads kaufen heißt, einem Anbieter Kontaktdaten von Unternehmen abzukaufen: Sie erhalten Namen und Nummern, aber kein Gespräch und keinen Termin.
Die Begriffe Adresskauf, Adressdaten kaufen, Firmenadressen kaufen und B2B-Adressen kaufen meinen in diesem Eintrag dasselbe: ein Datenpaket, das ein Anbieter gegen Entgelt an ein anderes Unternehmen überlässt. Das Wort Adresshandel beschreibt den Verkauf, Leadkauf den Erwerb mit dem Ziel, die Kontakte anzusprechen. Welche Arbeit danach bei Ihnen liegt, sagt der Kaufpreis nicht.
Was unterscheidet eine Adresse, einen Lead und einen Verkaufstermin?
Eine Adresse ist ein Datensatz, ein Lead ein Kontakt mit ungeprüftem Kaufinteresse, ein Verkaufstermin ein bestätigtes Gespräch, in dem der Kaufcheck bestanden ist.
Bei KRAUSS gilt ein Lead als Kontakt, dessen Kaufinteresse, Bedarf und Zeitpunkt noch niemand geprüft hat (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Als Verkaufstermin zählt bei KRAUSS ein bestätigter, gebriefter Termin mit bestandenem Kaufcheck (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Die Bezeichnung "warme Leads" ist keine Norm: Prüfen Sie bei jedem Angebot, welches Interesse der Anbieter belegt und wie er es belegt.
| Stufe | Was Sie haben | Was noch fehlt |
|---|---|---|
| Adresse | Firmenname, Branche, Nummer | Ansprechpartner, Rolle, Anlass für das Gespräch |
| Lead | Kontakt mit Namen und Funktion | Geprüftes Kaufinteresse, Bedarf, Zeitpunkt |
| Verkaufstermin | Bestätigtes Gespräch mit bestandenem Kaufcheck | Das Gespräch selbst |
Welche Formen gekaufter Daten gibt es?
Gekaufte Daten kommen in drei Formen vor: als einmalige Liste, als Zugang zu einer Datenbank und als einzeln berechnete Leads, so die Einordnung der Redaktion.
Die einmalige Liste liefert eine Datei zu einem festen Preis und veraltet ab dem Kauf. Der Datenbankzugang kostet laufend und erlaubt die Auswahl nach Branche, Rolle und Region. Der einzeln berechnete Lead rechnet je gelieferten Kontakt ab. Für den Kauf von E-Mail-Adressen gelten zusätzliche Regeln, die der Abschnitt zum Recht klärt. Eine Übersicht dazu bietet der Beitrag E-Mail-Adressen kaufen: Vor- und Nachteile.
Was kostet ein gekaufter B2B-Lead?
Die Quellen dieser Seite nennen keine Zahl für den Preis eines gekauften Leads, belegt ist nur die Rechnung: Kosten je Termin gleich Listenpreis plus Anrufkosten, geteilt durch die Zahl der Termine.
Einschätzung der Redaktion: Vier Größen bestimmen den Preis eines Leads, nämlich der Qualifizierungsgrad, die Exklusivität, die Lizenzdauer und die Aktualität der Daten. Der Listenpreis zeigt nur den ersten Posten der Rechnung. Er ist ein Preis je Datensatz, kein Preis je Termin.
| Form | Abrechnung je | Kosten, die der Listenpreis nicht enthält |
|---|---|---|
| Einmalige Liste | Datensatz, einmalig | Anrufstunden, Qualifizierung, Aktualisierung nach dem Kauf |
| Datenbankzugang | Zeitraum und Lizenz | Anrufstunden, Qualifizierung, Laufzeit der Lizenz |
| Einzeln berechneter Lead | Gelieferter Kontakt | Anrufstunden, Qualifizierung, Kontakte ohne Gespräch |
Wie rechnen Sie den Preis je Termin einer gekauften Liste?
Den Preis je Termin einer gekauften Liste rechnen Sie in sechs Schritten, vom Listenpreis bis zum Preis je stattfindendem Termin.
- Listenkosten bestimmen. Multiplizieren Sie die Zahl der Kontakte mit dem Preis je Kontakt.
- Gültige Kontakte schätzen. Setzen Sie den Anteil der Kontakte an, deren Nummer und Rolle stimmen, etwa aus einer Stichprobe der Testmenge.
- Erreichte Entscheider ansetzen. Legen Sie fest, bei welchem Anteil der gültigen Kontakte der Anrufer nach mehreren Versuchen den Entscheider erreicht.
- Termin-Anteil ansetzen. Bestimmen Sie, wie viele erreichte Entscheider einen Termin zusagen, die Terminquote Ihres Teams.
- Anrufkosten rechnen. Teilen Sie die Wählversuche durch die Wählversuche je Stunde und multiplizieren Sie mit den Stundenkosten Ihres Teams.
- Auf stattfindende Termine umrechnen. Teilen Sie Listenkosten plus Anrufkosten durch die Zahl der Termine, die tatsächlich stattfinden, denn ein No-Show hat Kosten verursacht und liefert keinen Termin.
Welche Kosten kommen nach dem Kauf dazu?
Nach dem Kauf kommen die Anrufstunden, die Qualifizierung im Gespräch, die Aktualisierung der Daten und die Pflege im CRM dazu, und keiner dieser Posten steht im Angebot der Liste.
Aus der Praxis von KRAUSS unterschätzen Teams den Zeitaufwand der Anrufe, weil er im Kalender des eigenen Teams verschwindet und auf keiner Rechnung steht. Rechnen Sie ihn deshalb mit den Stundenkosten Ihres Teams ein, wie es das Rechenbeispiel im nächsten Abschnitt tut. Für den Preis je Termin bei einer Agentur führt die Säule zur Telefonakquise-Agentur die Umrechnung.
Was kostet ein Termin aus gekauften Leads im Vergleich zur Terminvereinbarung?
Ein Verkaufstermin kostet im Paket Start bei gut erreichbarer Zielgruppe unter 340 €, bei anspruchsvoller um 640 €, Prognose aus dem Preisblatt 2026, Modell mit Erfolgsprämie, keine Garantie (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).
Zwei Rechnungen folgen: das Rechenbeispiel Start mit offener Stundenannahme und ein Rechenbeispiel für den Kauf von 1.000 Adressen. Alle Preise zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. Die Prognose ersetzt das Rechenbeispiel nicht, und das Rechenbeispiel ersetzt die Prognose nicht: Die Prognose steht im Preisblatt, das Rechenbeispiel zeigt eine Stundenannahme.
Was kostet ein Termin im Paket Start im Rechenbeispiel?
Das Rechenbeispiel mit 6 Akquisestunden je Termin, einer Annahme, ergibt 514 € je vereinbartem Termin im Paket Start, Modell mit Erfolgsprämie (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).
Rechenbeispiel
Preis je Termin im Paket Start bei sechs Akquisestunden
- Annahme: Akquisestunden je Termin6 Akquisestunden(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Preis je vereinbartem Termin | 6 × 59 € + 160 € | 514 € |
Wie Ausfälle den Preis je stattfindendem Termin verändern, rechnet der Beitrag Kosten pro Termin im B2B durch. Der Terminpreis-Rechner zeigt für Ihr Budget und die Erreichbarkeit Ihrer Zielgruppe, wie viele Termine im Monat entstehen und was ein Termin kostet, Sie finden ihn im Preisblatt.
Was kostet ein Termin aus gekauften Kontakten mit eigenen Anrufern?
Im Rechenbeispiel kostet ein vereinbarter Termin aus 1.000 gekauften Kontakten 1.100 €, ein stattfindender 1.375 €, beides mit frei gewählten Annahmen.
Wer Leads kauft und selbst anruft, trägt zusätzlich zum Listenpreis die Anrufstunden. Im Rechenbeispiel mit frei gewählten Annahmen setzt die Rechnung 3 Wählversuche je Kontakt, 15 Wählversuche je Anrufstunde und 45 € Stundenkosten im eigenen Team an. Keiner dieser Werte ist ein Marktwert: Sie ersetzen sie durch Ihre eigenen.
Rechenbeispiel
Beispielzahlen, frei gewählt, keine Messwerte
Kosten je Termin bei 1.000 gekauften Kontakten und eigenen Anrufern
- Annahme: Gekaufte Kontakte1.000(frei gewählt, kein Marktwert)
- Annahme: Preis je Kontakt2 €(frei gewählt, kein Marktwert)
- Annahme: Anteil der Kontakte mit stimmender Nummer und Rolle (0,8 entspricht 80 Prozent)0,8(frei gewählt, kein Marktwert)
- Annahme: Anteil der gültigen Kontakte, bei denen der Anrufer den Entscheider erreicht (0,25 entspricht 25 Prozent)0,25(frei gewählt, kein Marktwert)
- Annahme: Anteil der erreichten Entscheider, die einen Termin zusagen (0,05 entspricht 5 Prozent)0,05(frei gewählt, kein Marktwert)
- Annahme: Anteil der Termine, die stattfinden (0,8 entspricht 80 Prozent)0,8(frei gewählt, kein Marktwert)
- Annahme: Wählversuche je gekauftem Kontakt3(frei gewählt, kein Marktwert)
- Annahme: Wählversuche je Anrufstunde15(frei gewählt, kein Marktwert)
- Annahme: Kosten je Anrufstunde im eigenen Team45 €(frei gewählt, kein Marktwert)
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Kosten der Liste | 1.000 × 2 € | 2.000 € |
| Erreichte Entscheider | 1.000 × 0,8 × 0,25 | 200 |
| Vereinbarte Termine | 1.000 × 0,8 × 0,25 × 0,05 | 10 Termine |
| Stattfindende Termine | 1.000 × 0,8 × 0,25 × 0,05 × 0,8 | 8 Termine |
| Anrufstunden | 1.000 × 3 ÷ 15 | 200 |
| Kosten der Anrufstunden | 1.000 × 3 ÷ 15 × 45 € | 9.000 € |
| Kosten gesamt | 1.000 × 2 € + 1.000 × 3 ÷ 15 × 45 € | 11.000 € |
| Kosten je vereinbartem Termin | (1.000 × 2 € + 1.000 × 3 ÷ 15 × 45 €) ÷ (1.000 × 0,8 × 0,25 × 0,05) | 1.100 € |
| Kosten je stattfindendem Termin | (1.000 × 2 € + 1.000 × 3 ÷ 15 × 45 €) ÷ (1.000 × 0,8 × 0,25 × 0,05 × 0,8) | 1.375 € |
| Wählversuche je vereinbartem Termin | 1.000 × 3 ÷ (1.000 × 0,8 × 0,25 × 0,05) | 300 |
| Kosten je vereinbartem Termin bei einer Liste ohne Kosten | (1.000 × 3 ÷ 15 × 45 €) ÷ (1.000 × 0,8 × 0,25 × 0,05) | 900 € |
| Kosten je vereinbartem Termin bei zehnfachem Listenpreis | (1.000 × 2 € × 10 + 1.000 × 3 ÷ 15 × 45 €) ÷ (1.000 × 0,8 × 0,25 × 0,05) | 2.900 € |
| Kosten je vereinbartem Termin bei doppeltem Termin-Anteil | (1.000 × 2 € + 1.000 × 3 ÷ 15 × 45 €) ÷ (1.000 × 0,8 × 0,25 × 0,05 × 2) | 550 € |
Die Anrufstunden tragen den Hauptteil der Kosten, nicht die Liste, wie der Rechenweg zeigt. Selbst eine Liste ohne Kosten ergäbe in dieser Rechnung 900 € je vereinbartem Termin, eine Liste zum zehnfachen Preis 2.900 €. Mit doppeltem Termin-Anteil sinken die Kosten je vereinbartem Termin auf 550 €. Der Abstand zum Rechenbeispiel Start von 514 € je vereinbartem Termin gilt nur unter diesen Annahmen: Ändern Sie die Wählversuche je Stunde, den Termin-Anteil oder die Stundenkosten, ändert sich das Ergebnis. Rechnen Sie deshalb mit Ihren eigenen Werten nach, bevor Sie kaufen.
Beispielfall, fiktiv: Ein Armaturenhersteller kauft 1.000 Adressen und lässt sein Team anrufen.
Dürfen Sie gekaufte Leads anrufen oder anschreiben?
Gekaufte Leads dürfen Sie nur ansprechen, wenn für den Kanal die Einwilligung vorliegt: zumindest die mutmaßliche beim Werbeanruf gegenüber Unternehmen, die vorherige ausdrückliche bei Werbe-E-Mails (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026).
Der Gesetzestext nennt als Einwilligenden den Marktteilnehmer und den Adressaten, nicht den Käufer einer Liste (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026). Einschätzung der Redaktion: Die Zahlung an einen Adresshändler ersetzt diese Einwilligung nach dem Wortlaut nicht. Zum Kauf der Listen selbst sagen die gelesenen Quellen wenig. Die Orientierungshilfe der Aufsichtsbehörden thematisiert den Adresshandel ausdrücklich nicht (Datenschutzkonferenz, Stand 02/2022), und das Bundesverwaltungsgericht entschied über Telefonnummern, die ein Unternehmen selbst aus öffentlichen Verzeichnissen erhoben hatte (Bundesverwaltungsgericht, Stand 01/2025). Die Fassung des UWG, auf die sich dieser Abschnitt bezieht, nennt als letzte Änderung Art. 6 des Gesetzes vom 12.5.2026 (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026).
| Kanal und Empfänger | Maßstab nach dem Wortlaut | Fundstelle |
|---|---|---|
| Werbeanruf bei einem sonstigen Marktteilnehmer | Zumindest mutmaßliche Einwilligung | § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026) |
| Werbeanruf bei einem Verbraucher | Vorherige ausdrückliche Einwilligung | § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026) |
| Werbe-E-Mail, Fax, automatische Anrufmaschine | Vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten | § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026) |
| Werbe-E-Mail an einen Kunden | Ausnahme, wenn vier Voraussetzungen gelten, die erste nennt die Adresse "von dem Kunden" | § 7 Abs. 3 UWG (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026) |
| Verarbeitung personenbezogener Daten für Direktwerbung | Rechtsgrundlage, ohne Einwilligung die Interessenabwägung | Art. 6 Abs. 1 Buchst. f DSGVO (Datenschutzkonferenz, Stand 02/2022) |
Was gilt für Werbeanrufe bei gekauften Kontakten?
Ein Werbeanruf bei einem Unternehmen braucht dessen zumindest mutmaßliche Einwilligung, bei einem Verbraucher dessen vorherige ausdrückliche Einwilligung (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026).
Für die mutmaßliche Einwilligung verlangt das Bundesverwaltungsgericht, dass sich aufgrund konkreter tatsächlicher Umstände ein sachliches Interesse des Angerufenen an der Telefonwerbung vermuten lässt (Bundesverwaltungsgericht, Stand 01/2025). Die Aufsichtsbehörden schreiben, eine bloße Sachbezogenheit des Angebots genüge nicht (Datenschutzkonferenz, Stand 02/2022). Eine Zeile in einer gekauften Liste enthält in der Regel Name, Nummer und Branche. Ob sie zusätzlich einen konkreten Umstand nennt, prüfen Sie je Eintrag. Die Prüfschritte und die Rechtsprechung dazu führt die Säule Kaltakquise im B2B nach UWG und DSGVO.
Was gilt für Werbe-E-Mails an gekaufte Adressen?
Eine Werbe-E-Mail braucht nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG die vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten, der Wortlaut trennt nicht nach Verbrauchern und Unternehmen (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026).
Die Ausnahme in § 7 Abs. 3 UWG setzt voraus, dass der Unternehmer die E-Mail-Adresse im Zusammenhang mit dem Verkauf einer Ware oder Dienstleistung von dem Kunden erhalten hat (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026). Einschätzung der Redaktion: Eine gekaufte Adresse stammt vom Adresshändler, nicht von Ihrem Kunden, die erste Voraussetzung trifft nach dem Wortlaut nicht zu. Unabhängig davon nennt § 7 Abs. 2 Nr. 3 UWG die Werbenachricht ohne gültige Adresse für die Aufforderung zur Einstellung als Fall der unzumutbaren Belästigung (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026).
Was verlangen Art. 6, Art. 14 und Art. 21 DSGVO?
Wer Direktwerbung auf gekaufte Personendaten stützt, braucht eine Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO und muss nach Art. 14 und Art. 21 DSGVO informieren (Datenschutzkonferenz, Stand 02/2022).
Name, Anschrift und Telefonnummer eines Praxisinhabers sind personenbezogene Daten im Sinne von Art. 4 Nr. 1 DSGVO (Bundesverwaltungsgericht, Stand 01/2025). Ohne Einwilligung kommt als Grundlage nach der Orientierungshilfe die Interessenabwägung nach Art. 6 Abs. 1 Buchst. f DSGVO in Betracht (Datenschutzkonferenz, Stand 02/2022). Die Wertungen des § 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG fließen in diese Abwägung ein (Bundesverwaltungsgericht, Stand 01/2025). Haben Sie die Daten nicht bei der betroffenen Person selbst erhoben, wie bei einer gekauften Liste, gilt die Informationspflicht nach Art. 14 Abs. 1 und 2 DSGVO (Datenschutzkonferenz, Stand 02/2022). Die Information muss laut Orientierungshilfe spätestens innerhalb eines Monats nach Erhalt der Daten erfolgen, früher, wenn die erste Werbung vorher rausgeht (Datenschutzkonferenz, Stand 02/2022). Auf das Werbewiderspruchsrecht nach Art. 21 Abs. 4 DSGVO weisen Sie in einer von anderen Informationen getrennten Form hin (Datenschutzkonferenz, Stand 02/2022).
In welcher Reihenfolge prüfen Sie die Rechtslage vor dem Kauf?
Vor dem Kauf prüfen Sie die Rechtslage in sechs Schritten, vom Kanal bis zum Widerspruch, und halten jeden Schritt schriftlich fest.
- Kanal festlegen. Entscheiden Sie, ob Sie anrufen, E-Mails senden oder beides tun. Der Maßstab des Gesetzes hängt vom Kanal ab (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026).
- Empfänger einordnen. Trennen Sie Verbraucher und sonstige Marktteilnehmer. Der Wortlaut verlangt je Gruppe eine andere Einwilligung (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026).
- Einwilligung prüfen. Notieren Sie für Anrufe den konkreten Umstand je Kontakt und für E-Mails die Einwilligung des Adressaten (Bundesverwaltungsgericht, Stand 01/2025) (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026).
- Rechtsgrundlage festhalten. Halten Sie die Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO und die Interessenabwägung dazu fest (Datenschutzkonferenz, Stand 02/2022).
- Information planen. Legen Sie fest, wann Sie nach Art. 14 DSGVO informieren, spätestens innerhalb eines Monats nach Erhalt der Daten (Datenschutzkonferenz, Stand 02/2022).
- Widerspruch einrichten. Weisen Sie getrennt auf das Widerspruchsrecht hin und führen Sie Widersprüche in einer Werbesperrdatei (Datenschutzkonferenz, Stand 02/2022).
Die Rechtsgrundlage im Einzelfall klärt Ihre Rechtsberatung. Stand 06.10.2026, keine Rechtsberatung.
Warum scheitern gekaufte Leads so oft?
Aus der Praxis von KRAUSS scheitern gekaufte Leads an drei Dingen, die der Listenpreis nicht zeigt: veraltete Daten, Listen mit mehreren Käufern und fehlende Qualifizierung vor dem Anruf.
Diese Beobachtung ist qualitativ und beruht auf der Arbeit von KRAUSS in der Terminvereinbarung. Sie ersetzt keine Messung. Diese drei Ursachen lassen sich einzeln prüfen, bevor Sie kaufen.
Warum veralten gekaufte Adressdaten?
Gekaufte Adressdaten veralten, weil Ansprechpartner die Stelle wechseln und Nummern sich ändern, und sie veralten ab dem Kauf weiter.
Aus der Praxis von KRAUSS ist darum das Datum der letzten Prüfung je Datensatz wichtiger als der Tag der Lieferung. Eine belegte Quote für den Verfall nennt diese Seite nicht. Fragen Sie den Anbieter, wann und wie er jeden Datensatz zuletzt geprüft hat, und prüfen Sie eine Stichprobe selbst.
Was bedeutet Mehrfachverkauf?
Mehrfachverkauf heißt in diesem Eintrag, dass ein Anbieter dieselben Datensätze an mehrere Käufer verkauft, die dieselben Kontakte anrufen.
Aus der Praxis von KRAUSS trifft ein Anruf auf einer geteilten Liste einen Entscheider, der den Anlass schon mehrfach gehört hat. Fragen Sie deshalb nach der Zahl der Käufer je Datensatz und lassen Sie sich die Exklusivität schriftlich zusagen. Ein Datenbankzugang mit Lizenz kann die Nutzung zusätzlich an Zeit oder Zahl der Verwendungen binden, auch das gehört in den Vertrag.
Warum fehlt gekauften Leads die Qualifizierung?
Gekauften Leads fehlt die Qualifizierung, weil eine Liste Namen und Nummern liefert, die Prüfung von Kaufinteresse, Bedarf, Entscheider und Zeitpunkt aber erst im Gespräch stattfindet.
Bei KRAUSS prüft der Kaufcheck vier Punkte im Gespräch: Kaufinteresse, Kaufbedarf, Entscheider und Zeitpunkt, und ohne bestandenen Kaufcheck entsteht kein Termin (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Die A·B·C-Bewertung ordnet jeden Kontakt ein: A bedeutet Kaufinteresse vorhanden, B Potenzial ohne akuten Bedarf, C kein Potenzial (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Eine gekaufte Liste liefert keine dieser Einordnungen, weil sie vor dem ersten Gespräch entsteht. Aus der Praxis von KRAUSS beginnt gute Qualifizierung vor dem ersten Anruf: Zielgruppe, Rolle und Anlass stehen fest, bevor der Anrufer wählt. Wie Sie gekaufte Adressen vor dem Einsatz prüfen, zeigt der Beitrag Adressqualifizierung: Methoden zur Datenoptimierung. Die Leadqualifizierung legt diese Prüfung als Prozess fest.
Dazu: Terminpreis-Rechner, Rechner im Browser, ohne Formular.
Woran erkennen Sie einen seriösen Anbieter?
Ein seriöser Anbieter nennt Datenherkunft, Stand der Datensätze, Rechtsgrundlage, Exklusivität und Lizenzumfang schriftlich und verkauft zuerst eine kleine Testmenge.
Das ist die Einschätzung der Redaktion. Die Tabelle nennt je Kriterium das Warnzeichen und die Antwort, die Sie vor dem Kauf verlangen. KRAUSS ist selbst Anbieter von Terminvereinbarung, die Kriterien beschreiben deshalb andere Anbieter von Adressen und Leads.
| Kriterium | Warnzeichen | Antwort, die Sie verlangen |
|---|---|---|
| Datenherkunft | Keine Angabe oder "öffentliche Quellen" ohne Namen | Quelle je Datensatz und Datum der Erhebung |
| Stand der Daten | Kein Datum der letzten Prüfung | Datum der letzten Prüfung je Datensatz |
| Rechtsgrundlage | Pauschale Zusage ohne Begründung | Schriftliche Begründung, wie der Anbieter die Daten verarbeitet und weitergibt |
| Exklusivität | Mündliche Zusage | Vertragliche Zusage mit Zahl der Käufer je Datensatz |
| Lizenz | Unklare Nutzungsdauer | Dauer und Zahl der erlaubten Verwendungen im Vertrag |
| Probe | Nur Komplettkauf möglich | Testmenge vor dem großen Kauf |
Leads kaufen oder Termine vereinbaren lassen: Was lohnt sich wann?
Leads kaufen lohnt sich, wenn Ihr Team telefoniert, Kapazität hat und nur Kontakte fehlen, die Terminvereinbarung, wenn Ihr Außendienst bestätigte Verkaufstermine braucht.
Der Unterschied liegt in der Arbeit zwischen Kontakt und Termin. Beim Kauf leisten Sie sie selbst, bei der Terminvereinbarung leistet sie ein Dienstleister. KRAUSS ist selbst Anbieter von Terminvereinbarung, die folgende Tabelle ist deshalb keine neutrale Beratung. Die neun Kriterien im Vergleich finden Sie auf der Seite Terminvereinbarung oder Leadkauf im Vergleich.
| Kriterium | Leads kaufen | Terminvereinbarung bei KRAUSS |
|---|---|---|
| Ergebnis | Kontaktdaten | Bei KRAUSS ein bestätigter, gebriefter Verkaufstermin |
| Anrufe | Ihr Team ruft an | Bei KRAUSS rufen Akquiseprofis im Namen des Auftraggebers an |
| Qualifizierung | Liegt bei Ihnen | Bei KRAUSS prüft der Kaufcheck im Gespräch vier Punkte |
| Kontrolle über die Daten | Hoch, Sie wählen die Liste | Bei KRAUSS legen Sie die Zielgruppe mit KRAUSS gemeinsam fest |
| Einheit im Preis | Datensatz oder Lead | Bei KRAUSS Akquisestunde und Erfolgsprämie je Termin |
Wann ist der Kauf die bessere Alternative?
Der Kauf ist besser, wenn Ihr Team freie Anrufkapazität hat, die Datenherkunft belegt ist und Sie Anlass und Rolle vor jedem Anruf selbst prüfen.
Liegt zusätzlich Ihr Monatsbudget unter dem Mindestbudget des Pakets Start von 6.000 €, deckt die Terminvereinbarung bei KRAUSS Ihr Budget nicht ab. Alle Preise zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. Dann bleibt die Liste mit eigener Vorarbeit der gangbare Weg, sofern die Rechtsfragen geklärt sind.
Wann ist Terminvereinbarung die bessere Alternative zum Kauf?
Terminvereinbarung ist besser, wenn Ihr Außendienst bestätigte Verkaufstermine braucht und kein eigenes Anruferteam bereitsteht, oder wenn die Herkunft der Daten nicht belegt ist.
Das zweite Argument betrifft das Recht: Wo ein Anbieter die Herkunft nicht nennt, fehlt die Quelle, die die Orientierungshilfe bei Fremddaten verlangt (Datenschutzkonferenz, Stand 02/2022). Bei KRAUSS erhält der Auftraggeber bestätigte Verkaufstermine, nicht das Rohmaterial (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).
Wie entscheiden Sie in vier Fragen?
Vier Fragen entscheiden zwischen Kauf und Terminvereinbarung: Kapazität, Datenherkunft, Anlass je Kontakt und der gerechnete Preis je stattfindendem Termin.
| Frage | Wenn ja | Wenn nein |
|---|---|---|
| Hat Ihr Team freie Anrufkapazität? | Weiter mit Frage 2 | Terminvereinbarung prüfen |
| Nennt der Anbieter die Datenherkunft schriftlich? | Weiter mit Frage 3 | Nicht kaufen |
| Haben Sie je Kontakt einen konkreten Anlass für den Anruf? | Weiter mit Frage 4 | Erst Anlass recherchieren, dann anrufen |
| Liegt der gerechnete Preis je stattfindendem Termin unter Ihrer Schwelle? | Testmenge kaufen | Terminvereinbarung oder eigene Recherche prüfen |
Welche Alternativen gibt es zum Kauf von Adressen?
Zum Kauf gibt es drei Wege: die eigene Recherche der Zielgruppe, die Terminvereinbarung mit einer vorhandenen Entscheiderdatenbank und den Inbound über eigene Inhalte.
Die eigene Recherche trägt Ihr Team: Es sucht Unternehmen und Ansprechpartner aus öffentlichen Quellen selbst heraus und prüft den Anlass je Kontakt. Das kostet Zeit statt Listenpreis und bleibt unter Ihrer Kontrolle. Bei der Terminvereinbarung zieht KRAUSS die Entscheider nach der Zielgruppenanalyse aus einer Entscheiderdatenbank mit nach eigener Angabe 480.000+ Kontakten (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026) (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Der Inbound heißt, dass Interessenten von sich aus Kontakt aufnehmen, etwa über ein Formular oder einen Download, das Interesse liegt also schon vor dem Gespräch vor.
Zu Branchen mit starkem Leadgeschäft gibt es eigene Beiträge, etwa zu Solar-Leads und zu Leads für Versicherungen. Wer die Methode von KRAUSS prüfen will, liest die Seite Methode: So entsteht ein Verkaufstermin. Ein Gespräch mit Jesse Klotz dauert 15 Minuten, Sie vereinbaren es auf der Seite Gespräch mit Jesse Klotz vereinbaren. Die Leistung selbst beschreibt die Seite Terminvereinbarung für den Außendienst.
Welche Fehler vermeiden Sie beim Kauf von Leads?
Beim Kauf von Leads vermeiden Sie vor allem fünf Fehler: den reinen Datensatzvergleich, fehlende Herkunftsangaben, Werbe-E-Mails ohne Einwilligung, den Komplettkauf ohne Test und Anrufe ohne Anlass.
- 01
Nur den Preis je Datensatz vergleichen.
Folge: Der Preis je Termin hängt von Erreichbarkeit, Anrufstunden und Termin-Anteil ab, der Datensatzpreis zeigt ihn nicht.
Besser: Aus Listenpreis, Anrufstunden und Termin-Anteil den Preis je stattfindendem Termin rechnen.
- 02
Eine Liste ohne Angabe der Datenherkunft kaufen.
Folge: Die Orientierungshilfe der Aufsichtsbehörden nennt bei Fremddaten die Quelle der Daten als Teil der Information nach Art. 14 DSGVO.
Besser: Datenherkunft und Rechtsgrundlage des Anbieters vor dem Kauf schriftlich erfragen.
- 03
Gekaufte E-Mail-Adressen für Werbe-E-Mails nutzen.
Folge: Der Wortlaut des UWG verlangt die vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten, der Kauf einer Liste ist keine.
Besser: Vor dem Versand prüfen, ob die Einwilligung des Adressaten oder die Ausnahme nach § 7 Abs. 3 UWG vorliegt.
- 04
Die gesamte Liste in einem Zug kaufen.
Folge: Die Qualität zeigt sich erst im Anruf, und gekaufte Datensätze veralten ab dem Kauf weiter.
Besser: Eine Testmenge kaufen und die Quote aus den ersten Anrufen berechnen.
- 05
Gekaufte Kontakte ohne Anlass anrufen.
Folge: Das Bundesverwaltungsgericht verlangt für die mutmaßliche Einwilligung konkrete Umstände, die ein sachliches Interesse vermuten lassen.
Besser: Vor jedem Anruf einen konkreten Grund aus dem Geschäft des Angerufenen notieren.
Wann ist Leads kaufen nicht die richtige Lösung?
Leads kaufen ist nicht die richtige Lösung, wenn Anrufkapazität, Datenherkunft oder Einwilligung fehlen.
- Wenn Ihr Team keine freie Zeit zum Anrufen hat, bleibt die Liste liegen und veraltet, denn die Anrufe leistet bei einem Kauf der Käufer selbst.
- Wenn der Anbieter die Herkunft der Daten nicht nennt, fehlt die Quelle, die Art. 14 Abs. 2 Buchst. f DSGVO bei Fremddaten verlangt.
- Wenn Ihr Außendienst bestätigte Verkaufstermine braucht und Sie kein Anruferteam haben, liefert eine Liste Rohmaterial statt Termine.
- Wenn Sie nur Werbe-E-Mails senden wollen und keine Einwilligungen der Adressaten vorliegen, trägt der Kauf der Adressen den Versand nicht.
Welche Checkliste hilft vor dem Kauf einer Adressliste?
Zwölf Prüfpunkte helfen vor dem Kauf einer Adressliste, von der Datenherkunft über die Rechtsgrundlage bis zum Preis je stattfindendem Termin.
- Datenherkunft schriftlich erfragen: Woher stammt jeder Datensatz, und wann wurde er erhoben?
- Die Rechtsgrundlage des Anbieters und Ihre eigene Rechtsgrundlage nach Art. 6 DSGVO festhalten.
- Prüfen, welche Einwilligung der Adressaten für den geplanten Kanal vorliegt.
- Festlegen, wie und wann Sie nach Art. 14 DSGVO informieren, spätestens innerhalb eines Monats nach Erhalt der Daten.
- Den Hinweis auf das Widerspruchsrecht und eine Sperrliste vor dem Start einrichten.
- Das Datum der letzten Prüfung der Datensätze erfragen.
- Exklusivität und Zahl der Käufer je Datensatz schriftlich festhalten.
- Nutzungsdauer und Zahl der erlaubten Verwendungen der Lizenz klären.
- Eine Testmenge kaufen und die Gültigkeit der Nummern in einer Stichprobe prüfen.
- Vor jedem Anruf einen konkreten Anlass je Kontakt notieren.
- Den Preis je stattfindendem Termin aus Listenpreis, Anrufstunden und Termin-Anteil rechnen.
- Anruf- und Qualifizierungskapazität im Team einplanen oder die Terminvereinbarung als Alternative prüfen.
Rechtlicher Hinweis. Stand 06.10.2026, keine Rechtsberatung. Der Text erklärt die Rechtslage allgemein und ersetzt nicht die Prüfung Ihres Einzelfalls.








