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LeitfadenVertrieb aufstellen und steuern

Key Account Management im B2B: Auswahl, Aufgaben und Prozess

Jesse KlotzGeschäftsführer Performance Marketing
Stand
Erstveröffentlichung
Lesezeit
13 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Key Account Management ist die gezielte Betreuung weniger Kunden, die einen großen Teil Ihres Umsatzes oder Ihrer Zukunft tragen. Ein Key Account Manager (KAM) plant, pflegt Beziehungen im ganzen Kundenunternehmen und steuert den Ausbau mit einem Plan je Kunde. Sechs Schritte führen vom Auswählen bis zum Prüfen. KRAUSS liefert die Telefonebene für neue Accounts und für Ansprechpartner, die Ihnen fehlen.

Stand Quellen

Dazu: Neukunden-Check, Check mit 6 Fragen im Browser, ohne Formular.

Fakten

Schritte des Key-Account-Prozesses in diesem Text
Sechs: Auswählen, Analysieren, Planen, Beziehungen aufbauen, Umsetzen, PrüfenQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Kriterien der Auswahl in diesem Text
Fünf: Umsatz, Potenzial, strategische Bedeutung, Deckungsbeitrag, Nähe zu IhnenQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Terminbestätigung
Wir bestätigen jeden Termin doppelt.Quelle: KRAUSS-Methode, Stand 10/2026
Testprojekt
Das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt. Den Umfang legen Sie im 15-Minuten-Gespräch fest.Quelle: Angabe der Geschäftsführung, 10/2026, Stand 10/2026
Zeit bis zu den ersten Terminen
Rund 14 TageQuelle: KRAUSS-Projekterfahrung, Stand 10/2026
Entscheiderkontakte in der Datenbank
480.000+Quelle: KRAUSS-Datenbank, Stand 10/2026
Inhalt15 Abschnitte
  1. 01Was ist Key Account Management im B2B?
  2. 02Welche Kunden sind Key Accounts?
  3. 03Welche Aufgaben hat ein Key Account Manager?
  4. 04Wie sieht der Key-Account-Prozess in sechs Schritten aus?
  5. 05Wie bauen Sie Beziehungen im Account auf?
  6. 06Welche Kennzahlen steuern Key Accounts?
  7. 07Wie viele Key Accounts schafft ein Key Account Manager?
  8. 08Wie verhandeln Key Accounts, und wie bleiben Sie handlungsfähig?
  9. 09Wie sieht Key Account Management in der Praxis aus?
  10. 10Wie gewinnen Sie neue Key Accounts?
  11. 11Was liefert KRAUSS, und was nicht?
  12. 12Welche Fehler machen Teams im Key Account Management?
  13. 13Wann hilft diese Einordnung nicht?
  14. 14Welche Prüfliste zeigt Ihren Stand in 30 Minuten?
  15. 15Was ist der nächste Schritt?

Was ist Key Account Management im B2B?

Key Account Management ist die gezielte Betreuung weniger Kunden, die einen großen Teil Ihres Umsatzes oder Ihrer Zukunft tragen. Es geht über den normalen Verkauf hinaus, weil es Beziehungen, Plan und Ausbau für einen Kunden bündelt.

Ein Key Account ist ein Kunde, den Sie nicht verlieren dürfen oder unbedingt gewinnen wollen. Ein normaler Kunde bestellt, ein Key Account verhandelt Rahmenverträge, bindet mehrere Abteilungen ein und verlangt Anpassungen. Dafür braucht er mehr als einen Verkäufer. Er braucht einen Ansprechpartner auf Ihrer Seite, der das ganze Unternehmen für diesen Kunden bewegt: Technik, Service, Logistik, Geschäftsleitung.

Das Ziel ist doppelt. Sie wollen den Umsatz mit dem Kunden sichern und ausbauen, und Sie wollen die Beziehung so verankern, dass sie einen Personalwechsel überlebt. Dafür arbeitet der Key Account Manager (KAM) mit einem schriftlichen Plan je Kunde, wie ihn der Leitfaden zum Account Planning beschreibt.

Normaler Vertrieb und Key Account Management im Vergleich, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
MerkmalNormaler VertriebKey Account Management
Zahl der Kunden je PersonVieleWenige
Ansprechpartner im KundenunternehmenMeist einerMehrere Rollen
PlanungPipeline und QuotePlan je Account
ZielAbschlussBeziehung, Ausbau, Sicherung
Zusammenarbeit im HausAußendienst und InnendienstTechnik, Service, Geschäftsleitung für diesen Kunden
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH aus der Praxis der Telefonakquise, keine Marktstudie.

Die Seite ordnet das Thema vollständig ein, ohne Produktprospekt: Auswahl, Aufgaben, Prozess, Beziehungen, Kennzahlen und der Weg zu neuen Key Accounts. Am Ende steht, was KRAUSS dazu beiträgt. KRAUSS ist kein Key Account Management, aber die Telefonebene, die neue Accounts und fehlende Ansprechpartner öffnet.

Welche Kunden sind Key Accounts?

Key Accounts sind Kunden, die nach Umsatz, Potenzial, strategischer Bedeutung, Deckungsbeitrag und Nähe zu Ihnen zusammen die höchste Bewertung erreichen. Umsatz allein genügt nicht, weil er die Vergangenheit zeigt.

Bewerten Sie jeden Kandidaten mit einem einfachen Raster. Vergeben Sie je Kriterium eine Note, gewichten Sie die Kriterien nach Ihrem Geschäft und addieren Sie. Die Gewichte sind Ihre Entscheidung. Ein Hersteller mit hohen Fixkosten gewichtet den Deckungsbeitrag stärker, ein Anbieter im Aufbau das Potenzial.

Fünf Kriterien für Key Accounts mit Leitfrage, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
KriteriumLeitfrageWoran Sie es messen
UmsatzWie viel kauft der Kunde heute?Umsatz der letzten drei Jahre
PotenzialWie viel könnte er kaufen?Bedarf des Kunden, Zahl der Standorte, offene Projekte
Strategische BedeutungÖffnet er Türen oder Märkte?Referenz, Branche, Zugang zu weiteren Kunden
DeckungsbeitragWas bleibt nach Kosten?Marge, Betreuungsaufwand, Rabatte
Nähe zu IhnenPassen Produkt, Kultur und Takt zusammen?Dauer der Beziehung, Zufriedenheit, Entscheidungswege
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH aus der Praxis der Telefonakquise, keine Marktstudie.

Die ABC-Bewertung liefert die erste Sortierung nach Umsatz und Potenzial. A-Kunden mit hoher Gesamtnote sind Ihre Key Accounts. Rechnen Sie ehrlich mit der Kapazität: Jeder Key Account braucht Zeit des KAM, und wer zu viele wählt, betreut keinen richtig. Lassen Sie die Liste einmal im Jahr neu bewerten, weil sich Potenzial und Bedeutung ändern.

Nehmen Sie auch Zielkunden auf, die Sie noch nicht beliefern, aber gewinnen wollen. Sie sind künftige Key Accounts, und ihr Weg beginnt mit dem Erstgespräch. Wie das gelingt, zeigt der Abschnitt zu neuen Key Accounts weiter unten.

Welche Aufgaben hat ein Key Account Manager?

Ein Key Account Manager plant den Account, pflegt Beziehungen zu mehreren Rollen, koordiniert das eigene Haus, führt Verhandlungen und prüft Ergebnisse. Er verantwortet Umsatz, Marge und Zufriedenheit des Kunden gemeinsam.

Die Rolle verbindet Vertrieb, Projektsteuerung und Diplomatie. Der KAM verkauft nicht nur, er organisiert. Er sorgt dafür, dass die Technik die Anforderung des Kunden versteht, dass die Logistik die Termine hält und dass der Service Störungen schnell löst. Intern vertritt er den Kunden, beim Kunden vertritt er das eigene Haus.

Aufgaben des Key Account Managers mit Ergebnis, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
AufgabeWas der KAM tutErgebnis
PlanenZiel, Kontaktplan, Potenzial, Maßnahmen im Account-PlanEin Blatt, das das Team nutzt
Beziehungen pflegenMehrere Rollen im Kundenunternehmen kennen und treffenZugang, der einen Wechsel überlebt
VerhandelnPreis, Menge, Laufzeit, Service gegen GegenleistungVerträge, die beiden nutzen
KoordinierenTechnik, Service, Logistik für den Kunden bündelnLeistung ohne Reibung
EntwickelnBedarf erkennen, neue Projekte und Standorte erschließenWachstum im Account
PrüfenKennzahlen und Plan im Quartal prüfenFrühe Korrektur
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH aus der Praxis der Telefonakquise, keine Marktstudie.

Der KAM arbeitet eng mit dem Außendienst zusammen. Oft ist er selbst Außendienstler mit erweitertem Auftrag. Die Verhandlung mit dem Einkauf des Kunden verlangt eigene Technik. Der Leitfaden zur Verhandlung mit dem Einkauf zeigt Vorbereitung, Wenn-dann-Sätze und die Antworten auf typische Taktiken.

Wie sieht der Key-Account-Prozess in sechs Schritten aus?

Der Prozess hat sechs Schritte: Auswählen, Analysieren, Planen, Beziehungen aufbauen, Umsetzen und Prüfen. Er läuft als Kreis, denn die Prüfung liefert die Grundlage für die nächste Planung.

  1. Auswählen. Bewerten Sie Kunden und Zielkunden nach den fünf Kriterien und legen Sie die Liste fest. Dokumentieren Sie, warum jeder Account auf der Liste steht.
  2. Analysieren. Sammeln Sie Umsatz, Produkte, Standorte, Wettbewerber im Account, Geschäftsmodell des Kunden und offene Projekte. Fragen Sie auch nach Zielen des Kunden, die Sie nicht selbst betreffen.
  3. Planen. Schreiben Sie den Plan auf einer Seite: Ziel, Kontaktplan, Potenzial, Maßnahmen. Der Leitfaden zum Account Planning liefert eine Vorlage.
  4. Beziehungen aufbauen. Besetzen Sie die Rollen im Kaufgremium mit Kontakten. Klären Sie, wer entscheidet, wer prüft, wer nutzt und wer bremst.
  5. Umsetzen. Führen Sie die Maßnahmen aus: Gespräche, Angebote, Pilotprojekte, Workshops. Halten Sie Termine und Zusagen ein, denn der Kunde misst Sie daran.
  6. Prüfen. Vergleichen Sie im Quartal Ziel und Stand, aktualisieren Sie den Plan und entscheiden Sie über Ressourcen.

Der Schritt, der am häufigsten fehlt, ist der vierte. Viele KAM pflegen eine gute Beziehung zu einer Person und halten sie für den Account. Wechselt diese Person, beginnt die Arbeit von vorn. Der nächste Abschnitt zeigt, wie Sie das verhindern.

Wie bauen Sie Beziehungen im Account auf?

Sie bauen Beziehungen auf, indem Sie die Rollen im Kundenunternehmen kennen, mehrere Personen pflegen und jeder Rolle einen Nutzen bieten. Die Beziehung zu einer Person trägt keinen Account.

Das Kaufgremium eines großen Kunden besteht aus mehreren Personen mit eigenen Interessen. Der Entscheider gibt Budget frei und fragt nach Ergebnis und Risiko. Der Einkauf verhandelt Preis und Bedingungen. Die Fachabteilung nutzt das Produkt und fragt nach Aufwand. Die Technik prüft die Eignung. Dazu kommen Förderer, die für Sie werben, und Skeptiker, die Bedenken haben.

Rollen im Key Account und was sie von Ihnen brauchen, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
RolleWas sie interessiertWas Sie liefern
EntscheiderErgebnis, Risiko, ZeitpunktNutzen in Zahlen des Unternehmens
EinkaufPreis, Bedingungen, VerfügbarkeitVergleichbare Angebote, klare Konditionen
FachanwenderAufwand, VerlässlichkeitEinführung, Schulung, schnelle Hilfe
TechnikEignung, Normen, IntegrationSpezifikation, Muster, Fachgespräch
FördererErfolg im eigenen HausArgumente, Belege, Information vorab
SkeptikerSicherheit, frühere ErfahrungZuhören, Belege, Referenzen
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH aus der Praxis der Telefonakquise, keine Marktstudie.

Zeichnen Sie die Rollen auf, tragen Sie Namen ein und markieren Sie die Lücken. Leere Zeilen sind Ihre Arbeitsliste. Für jede Lücke planen Sie einen Weg: Empfehlung des bestehenden Kontakts, Einladung zu einem Termin, Anruf mit sachlichem Anlass. Der Leitfaden zum Finden und Erreichen von Entscheidern zeigt, wie Sie die richtige Person finden.

Binden Sie auch auf Ihrer Seite mehrere Personen ein. Ein zweiter Ansprechpartner im eigenen Haus, etwa aus Technik oder Service, ergänzt den KAM und fängt Ausfälle auf. Der Kunde merkt, dass er ein Team hat, nicht einen Verkäufer.

Welche Kennzahlen steuern Key Accounts?

Key Accounts steuert eine kleine Zahl von Kennzahlen: Umsatz und Deckungsbeitrag je Account, Wallet Share, Anteil am Gesamtumsatz, Zahl der Kontakte und die Verlängerungsrate. Der Wallet Share zeigt, wie viel vom Bedarf des Kunden bei Ihnen landet.

Der Wallet Share ist der Anteil Ihrer Lieferung am Gesamtbedarf des Kunden in Ihrer Produktkategorie. Er ist die wichtigste Wachstumszahl, weil er zeigt, wie viel Umsatz im Account noch offen liegt. Er hat eine Gegenseite: Der Anteil des Kunden an Ihrem Gesamtumsatz zeigt, wie abhängig Sie von ihm sind. Beide gehören zusammen.

Die Rechnung nimmt einen Kunden mit hohem Bedarf an. Alle Werte sind Annahmen, keine Marktwerte und keine Preise von KRAUSS. Setzen Sie Ihre Zahlen ein.

Rechenbeispiel

Beispielzahlen, frei gewählt, keine Messwerte

Wie viel Umsatz ein Key Account noch offenlässt

  • Annahme: Jahresbedarf des Kunden an Ihrer Produktkategorie in Euro1.500.000 €(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert und kein Preis von KRAUSS)
  • Annahme: Davon heute bei Ihnen gekauft in Euro375.000 €(Annahme dieses Beispiels, Ihre Daten ersetzen sie)
  • Annahme: Zielanteil am Bedarf des Kunden in Prozent40 %(Annahme dieses Beispiels, frei gewählt)
  • Annahme: Gesamtumsatz Ihres Unternehmens im Jahr in Euro3.750.000 €(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
Wie viel Umsatz ein Key Account noch offenlässt
SchrittRechnungErgebnis
Wallet Share heute in Prozent375.000 € ÷ 1.500.000 € × 10025 %
Lücke bis zum Zielanteil in Euro1.500.000 € × 40 % ÷ 100 − 375.000 €225.000 €
Anteil des Kunden an Ihrem Gesamtumsatz in Prozent375.000 € ÷ 3.750.000 € × 10010 %

Mit diesen Annahmen liegt der Wallet Share bei 25 % Prozent. Bis zum Zielanteil fehlen 225.000 € Euro im Jahr. Der Kunde macht 10 % Prozent Ihres Gesamtumsatzes aus.

Ergänzen Sie die Rechnung um qualitative Kennzahlen. Zählen Sie je Account, wie viele Rollen im Kaufgremium Sie kennen und wie viele davon in den letzten drei Monaten ein Gespräch geführt haben. Stehen A-Kunden bei zwei von sechs Rollen, ist die Beziehung dünn. Allgemeine Einordnung bietet das Glossar zu Vertriebskennzahlen.

Wie viele Key Accounts schafft ein Key Account Manager?

Ein Key Account Manager schafft so viele Accounts, wie seine Stunden im Quartal tragen. Rechnen Sie den Aufwand je Account und teilen Sie die freie Zeit des Managers durch diesen Aufwand, statt eine feste Zahl aus dem Markt zu übernehmen.

Der Aufwand besteht aus Gesprächen mit dem Kunden, Vorbereitung, Abstimmung im eigenen Haus, Plan und Verhandlungen. Ein Account mit einem Standort und einem Ansprechpartner braucht wenig Zeit. Ein Account mit mehreren Standorten, einem Rahmenvertrag und laufenden Projekten braucht ein Vielfaches. Schätzen Sie die Stunden je Account im Quartal getrennt für die einfachen und die komplexen Fälle, und prüfen Sie die Schätzung nach einem Quartal gegen die Zeiterfassung.

Ziehen Sie vom Quartal die Zeit ab, die der KAM nicht bei Kunden verbringt: Urlaub, interne Termine, Reisen, Berichte. Der Rest ist die Kapazität. Wer mehr Accounts annimmt, als die Kapazität trägt, kürzt unbemerkt die Qualität. Die Folge sehen Sie erst später in der Verlängerungsrate.

Vorlage: Kapazität eines Key Account Managers
Freie Stunden im Quartal: [Arbeitsstunden minus interne Termine, Reisen, Berichte]
Stunden je einfachem Account im Quartal: [Schätzung nach Zeiterfassung]
Stunden je komplexem Account im Quartal: [Schätzung nach Zeiterfassung]
Zahl einfacher Accounts: [Anzahl]   Zahl komplexer Accounts: [Anzahl]
Bedarf in Stunden: [einfach mal Stunden plus komplex mal Stunden]
Differenz zur freien Zeit: [Reserve oder Fehlbetrag]
Entscheidung: [weiterer KAM, Telefonebene für Lücken, Zahl der Accounts senken]

Zeigt die Rechnung einen Fehlbetrag, haben Sie drei Wege: mehr Personal, weniger Accounts oder eine Entlastung bei den Aufgaben, die kein KAM tun muss. Anrufe bei Zielaccounts und die Suche nach fehlenden Ansprechpartnern gehören zu den Aufgaben, die eine Telefonebene übernehmen kann. Was Verhandlungen und Pläne verlangen, bleibt beim KAM.

Wie verhandeln Key Accounts, und wie bleiben Sie handlungsfähig?

Key Accounts verhandeln mit Einkäufern, die planmäßig vorgehen, und sie fordern Rahmenverträge, Boni und Sonderleistungen. Sie bleiben handlungsfähig, wenn Sie Untergrenze und Alternativen kennen und Zugeständnisse an Gegenleistungen binden.

Große Kunden haben Verhandlungsmacht, und sie nutzen sie. Die Gefahr liegt in der Abhängigkeit: Trägt ein Kunde einen hohen Anteil Ihres Umsatzes, fällt es schwer, Nein zu sagen. Deshalb gehört die Kennzahl zur Abhängigkeit in jeden Plan. Definieren Sie vorab, bei welchem Anteil Sie nicht mehr nachgeben, und besprechen Sie die Grenze mit der Geschäftsleitung.

Drei Regeln helfen. Erstens: Verhandeln Sie das Paket, nicht Einzelpunkte. Zweitens: Binden Sie jedes Zugeständnis an eine Gegenleistung wie Menge, Laufzeit oder Referenz. Drittens: Halten Sie Alternativen bereit, auch wenn Sie sie nie nutzen: andere Kunden, andere Märkte, andere Produkte. Wer ohne Alternative verhandelt, verhandelt aus der Schwäche. Die Sätze dazu stehen im Leitfaden zur Verhandlung mit dem Einkauf.

Halten Sie außerdem fest, was beide Seiten vereinbaren, und schicken Sie das Protokoll am selben Tag. Bei großen Kunden wechseln die Ansprechpartner häufig, und das Protokoll bewahrt, was zugesagt ist.

Dazu: Neukunden-Check, Check mit 6 Fragen im Browser, ohne Formular.

Wie sieht Key Account Management in der Praxis aus?

In der Praxis beginnt Key Account Management oft mit einer Lücke im Kontaktplan. Ein Team merkt, dass es nur einen Ansprechpartner kennt, und füllt die Lücken mit Gesprächen.

In einem Projekt für einen Hersteller von Hygienelösungen für die Gastronomie hatte der Außendienst eine Hotelgruppe als Key Account, die über den Einkauf der Zentrale bestellte. Von den 22 Häusern der Gruppe belieferte der Hersteller 5. Der Außendienst kannte den Einkaufsleiter und keine einzige Küchenleitung. Die Anrufer riefen 40 Küchenleitungen in Häusern ohne Lieferung an, nannten den bestehenden Rahmenvertrag und fragten nach dem Bedarf. Aus den Anrufen entstanden 11 Gespräche, 6 Häuser baten um Muster, und 3 bestellten innerhalb des Rahmens. Der Einkaufsleiter der Zentrale hatte die Anrufe vorab bestätigt.

Der Fall zeigt zwei Dinge. Der Rahmenvertrag öffnet Türen, wenn man ihn nutzt. Und die Telefonebene füllt Lücken, die der Außendienst aus Zeitgründen nicht schließt.

Wie gewinnen Sie neue Key Accounts?

Sie gewinnen neue Key Accounts, indem Sie Zielaccounts festlegen, mehrere Ansprechpartner je Account anrufen und Termine mit Entscheidern vereinbaren. Der erste Termin zählt mehr als der erste Auftrag.

Beginnen Sie mit einer Liste von Zielaccounts, die nach den fünf Kriterien gewählt ist. Ordnen Sie jedem einen Anlass zu: eine Erweiterung, einen Wechsel in der Leitung, ein neues Projekt, eine Ausschreibung. Der Anlass ist der Grund für den Anruf. Danach klären Sie die Rollen im Account und rufen mehrere an, nicht nur den Entscheider. Ein Termin, den die Fachabteilung will, öffnet den Weg zum Entscheider besser als ein Anruf von außen.

Der Weg ist Handarbeit am Telefon. Er braucht Anrufer, die Zeit für Vorzimmer, Rückfragen und Wiedervorlagen haben. Genau dort fehlt vielen Außendiensten die Kapazität. Drei Wege schließen die Lücke.

Drei Wege zu neuen Key Accounts, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
WegStärkeGrenzePasst, wenn
Außendienst alleinPersönliche Bindung, tiefes WissenZeit reicht nur für wenige AccountsWenige Zielkunden mit hohem Wert
Eigener InnendienstWissen im Haus, enge AbstimmungAufbau braucht Zeit, Ausfälle treffen den PlanViele Zielkunden und stabile Kapazität
Telefonebene von KRAUSSAnrufe ab dem Start, Termine mit BriefingSie geben die Erstgespräche ab, den Account führen SieTermine fehlen schneller, als ein Innendienst entsteht
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH aus der Praxis der Telefonakquise, keine Marktstudie.

Auch die Gegenfälle gehören dazu. Hat Ihr Außendienst Zeit für alle Zielaccounts, brauchen Sie keine Telefonebene. Kommen Ihre Key Accounts über Ausschreibungen, zählt die Angebotsabgabe, nicht das Gespräch davor. Den Zugang bei Lieferantenstopp zeigt der Leitfaden zum Lieferantenstopp im Einkauf.

Was liefert KRAUSS, und was nicht?

KRAUSS liefert die Telefonebene mit Terminierung: Anrufe bei Entscheidern in Zielaccounts und bei fehlenden Ansprechpartnern in Ihren Key Accounts, mit bestätigten Verkaufsterminen. KRAUSS betreibt kein Key Account Management und liefert keine Software.

Die Anrufer folgen einem Briefing, das Account, Rolle, Anlass und Ausschlusskriterien festlegt. Sie prüfen im Kaufcheck Interesse, Bedarf, Entscheider und Zeitpunkt und übergeben bestätigte Verkaufstermine. Wir bestätigen jeden Termin doppelt. Zu jedem Termin gehört ein Briefing für den Außendienst, und der Wochenreport lässt sich in Ihr CRM (Kundenverwaltung) importieren. Dazu liefert die Telefonakquise die Information, wer in einem Account zuständig ist und wann entschieden wird.

Was KRAUSS nicht tut, sagt diese Seite deutlich. KRAUSS verhandelt nicht für Sie, führt keine Accountpläne, betreut keinen Kunden an Ihrer Stelle und liefert keine Plattform für Account Based Marketing. Den Plan, die Beziehung und die Verhandlung führen Sie. Die Methode zeigt den Ablauf eines Termins, die Seite zur Telefonakquise von KRAUSS das Angebot im Ganzen.

Welche Fehler machen Teams im Key Account Management?

Teams machen vier Fehler am häufigsten: Key Accounts nur nach Umsatz wählen, auf einen Ansprechpartner setzen, mit Rabatten binden und ohne Plan arbeiten.

  1. 01

    Key Accounts allein nach Umsatz wählen.

    Folge: Sie betreuen den Kunden von gestern. Ein kleinerer Kunde mit viel Potenzial bleibt unbeachtet.

    Besser: Umsatz, Potenzial, strategische Bedeutung und Deckungsbeitrag zusammen bewerten.

  2. 02

    Eine Person pflegt die Beziehung allein.

    Folge: Wechselt der Key Account Manager oder der Ansprechpartner, steht der Account ohne Zugang da.

    Besser: Mehrere Rollen im Kundenunternehmen kennen und mehrere Personen auf Ihrer Seite einbinden.

  3. 03

    Den Kunden mit Rabatten binden.

    Folge: Der Rabatt wird zur Erwartung, die Marge sinkt, und die Beziehung hängt am Preis statt am Nutzen.

    Besser: Zugeständnisse nur gegen Gegenleistung gewähren und den Nutzen in Zahlen des Kunden zeigen.

  4. 04

    Keinen Plan je Account führen.

    Folge: Das Wissen bleibt im Kopf des Außendienstlers, und im Team entsteht keine gemeinsame Sicht.

    Besser: Je Key Account einen Plan auf einer Seite führen und ihn einmal im Quartal prüfen.

Der zweite Fehler ist der teuerste, weil er unsichtbar bleibt, bis der Ansprechpartner geht. Prüfen Sie heute, wie viele Rollen Sie in Ihren drei größten Accounts kennen.

Wann hilft diese Einordnung nicht?

Die Einordnung hilft nicht bei vielen kleinen Kunden ohne Schwergewicht, bei Standardware zum Marktpreis und bei Unternehmen ohne große Kunden.

  • Wenn Ihr Umsatz auf vielen kleinen Kunden ruht und kein Kunde mehr als einen kleinen Anteil trägt, lohnt kein Key Account Management. Dann steuern Sie über Segmente und einen Telefonrhythmus.
  • Wenn Sie nur Standardware zum Marktpreis verkaufen, hilft die Beziehungsarbeit wenig. Dann entscheidet der Preis, und der Kunde wechselt ohne Bindung.
  • Wenn Sie noch keine großen Kunden haben, beginnt die Arbeit bei den Terminen mit Zielkunden. Dann gehört der Anruf bei Entscheidern an den Anfang und der Plan folgt.

Prüfen Sie ehrlich, welcher Punkt zutrifft. Bei vielen kleinen Kunden steuern Sie über Gruppen und einen Rhythmus, wie ihn die Seite zur Kundenbindung im B2B beschreibt. Bei Standardware entscheidet der Preis. Und ohne große Kunden beginnt die Arbeit mit dem Erstgespräch bei Zielkunden.

Welche Prüfliste zeigt Ihren Stand in 30 Minuten?

Die Prüfliste mit acht Punkten zeigt Ihren Stand in 30 Minuten. Jedes Nein nennt einen Schritt, den Sie als Nächstes klären.

  • Haben Sie Ihre Key Accounts nach mindestens drei Kriterien gewählt?
  • Führt jeder Key Account einen Plan auf einer Seite?
  • Kennen Sie in jedem Account mindestens drei Rollen im Kaufgremium?
  • Kennen Sie den Wallet Share und die Abhängigkeit je Account?
  • Haben Sie eine Untergrenze für Verhandlungen mit der Geschäftsleitung abgestimmt?
  • Prüfen Sie die Pläne einmal im Quartal?
  • Gibt es für jeden Account einen zweiten Ansprechpartner auf Ihrer Seite?
  • Führt jemand die Anrufe bei Zielaccounts, die der Außendienst nicht schafft?

Was ist der nächste Schritt?

Der nächste Schritt ist die Rechnung mit Ihren Zahlen: Bedarf, heutiger Anteil, Zielanteil und Abhängigkeit für Ihre drei größten Accounts. Zeigt sie fehlende Rollen im Kaufgremium, füllen Sie diese zuerst mit Gesprächen.

Die Telefonebene von KRAUSS übernimmt diese Anrufe. Der Aufbau dauert nach dem Briefing Rund 14 Tage. Für Zielaccounts führt KRAUSS eine eigene Datenbank mit 480.000+. Ob Ihre Zielaccounts Termine hergeben, zeigt das Testprojekt. Das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt. Den Umfang legen Sie im 15-Minuten-Gespräch fest. Ihr Angebot stellen Sie im Angebotskonfigurator zusammen. Ein Gespräch mit Jesse Klotz dauert 15 Minuten.

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Fragen und Antworten

Häufige Fragen kurz beantwortet.

01Was ist Key Account Management?

Key Account Management ist die gezielte, geplante Betreuung weniger großer oder strategisch wichtiger Kunden. Ein Key Account Manager steuert die Beziehung zu mehreren Personen im Kundenunternehmen, plant den Ausbau des Geschäfts und stimmt Angebote, Service und Produkt auf diesen Kunden ab. Es geht über den normalen Verkauf hinaus.

02Was macht ein Key Account Manager?

Ein Key Account Manager betreut wenige große Kunden über alle Themen: Plan, Beziehungen, Angebote, Verhandlung, Service und Verlängerung. Er koordiniert Kollegen aus Technik, Service und Geschäftsleitung für diesen Kunden und trägt die Verantwortung für Umsatz, Marge und Zufriedenheit des Accounts.

03Welche Kunden sind Key Accounts?

Key Accounts sind Kunden, die viel Umsatz bringen, viel Potenzial bieten, strategisch wichtig sind oder hohen Deckungsbeitrag liefern. Bewerten Sie jeden Kandidaten nach diesen Kriterien mit Gewichten, die zu Ihrem Geschäft passen. Umsatz allein führt in die Irre, weil er die Vergangenheit zeigt.

04Wie viele Key Accounts kann ein Key Account Manager betreuen?

Das hängt von Größe und Komplexität der Accounts ab. Rechnen Sie die Stunden je Account im Quartal gegen die freie Zeit des Managers. Ein Account mit mehreren Standorten, Rollen und Projekten braucht deutlich mehr Zeit als einer mit einem Ansprechpartner. Eine feste Zahl gibt es nicht.

05Was unterscheidet Key Account Management von Account Based Selling?

Key Account Management betreut bestehende große Kunden, Account Based Selling bearbeitet gezielt ausgewählte Zielkunden, die Sie noch gewinnen wollen. Beide arbeiten mit Plan je Account und mehreren Ansprechpartnern. Ein gewonnener Zielkunde wird oft zum Key Account, weil die Arbeit am Plan schon läuft.

06Was liefert KRAUSS für Key Accounts?

KRAUSS liefert die Telefonebene: Anrufe bei Entscheidern in Zielaccounts und bei fehlenden Ansprechpartnern in Ihren Key Accounts, mit bestätigten Verkaufsterminen für Ihren Außendienst. KRAUSS ist kein Key Account Management, liefert keine Software und betreut Ihre Kunden nicht an Ihrer Stelle.
Prompt ansehen und anpassen

Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.

Belege

Woher die Angaben stammen.

Diese Seite nennt keine Tatsachen über die Welt, die eine fremde Quelle brauchen. Die Angaben zu KRAUSS stammen von den eigenen Seiten.

  1. 01

    KRAUSS GmbH: Methode: So entsteht ein Verkaufstermin mit Kaufinteresse (krauss-gmbh.com)

    Stand Oktober 2026abgerufen am KRAUSS-Angabe

  2. 02

    KRAUSS GmbH: Fakten und Zahlen (krauss-gmbh.com)

    Stand Oktober 2026abgerufen am KRAUSS-Angabe

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Startklar
  1. 01Testprojekt konfigurieren60 Sekunden
  2. 02Gespräch mit Jesse Klotz15 Minuten
  3. 03Zielgruppe und Leitfadengemeinsam
  4. 04Erste bestätigte Termineim Kalender
Lieber anrufen?+49 8191 93759-00