Inhalt15 Abschnitte
- 01Was ist Customer Success Management im B2B?
- 02Wie unterscheidet sich Customer Success von Support und Account Management?
- 03Welche Aufgaben hat ein Customer Success Manager?
- 04Für welche Geschäftsmodelle lohnt sich Customer Success?
- 05Welche Kennzahlen misst Customer Success?
- 06Wie bauen Sie einen Health Score auf?
- 07Wie sieht der Aufbau von Customer Success in drei Stufen aus?
- 08Welche Rolle spielt das Telefon im Customer Success?
- 09Wie sieht Customer Success in der Praxis aus?
- 10Wo endet Customer Success, und was liefert KRAUSS?
- 11Was liefert KRAUSS, und was nicht?
- 12Welche Fehler machen Teams im Customer Success?
- 13Wann hilft diese Einordnung nicht?
- 14Welche Prüfliste zeigt Ihren Stand in 30 Minuten?
- 15Was ist der nächste Schritt?
Was ist Customer Success Management im B2B?
Customer Success Management ist die Aufgabe, Geschäftskunden nach dem Kauf so zu begleiten, dass sie mit Ihrem Produkt ihr Ziel erreichen, verlängern und mehr kaufen. Es ist Vertriebsarbeit nach dem Vertrag, geplant statt zufällig.
Der Begriff kommt aus dem Geschäft mit Software im Abonnement, in dem ein Kunde jeden Monat neu entscheidet, ob er bleibt. Er gilt heute überall dort, wo Kunden wiederkehrend zahlen oder wiederholt bestellen: Software, Wartungsverträge, Dienstleistungen, Verbrauchsmaterial, Lizenzen. Der Grundgedanke ist einfach. Ein Kunde, der sein Ziel erreicht, verlängert und empfiehlt weiter. Ein Kunde, der es nicht erreicht, geht, auch wenn er nie eine Beschwerde schreibt.
Customer Success liegt damit zwischen Vertrieb und Service. Der Vertrieb gewinnt den Kunden. Der Service löst Störungen. Customer Success sorgt dafür, dass zwischen beidem nichts verloren geht: Einführung, Nutzung, Zufriedenheit, Verlängerung, Ausbau. Diese Seite erklärt die Rolle vollständig, mit Aufgaben, Kennzahlen, Health Score und Aufbau, und sie sagt zum Schluss ehrlich, was KRAUSS dazu beiträgt und was nicht. KRAUSS betreibt keinen Customer Success.
Die Seite zur Kundenbindung im B2B behandelt das Thema aus Sicht des gesamten Hauses mit Hebeln und Telefonrhythmus. Hier steht die Rolle des CSM im Mittelpunkt.
Wie unterscheidet sich Customer Success von Support und Account Management?
Customer Success unterscheidet sich vom Support durch den Zeitpunkt und vom Account Management durch das Ziel. Der Support reagiert auf Störungen, das Account Management baut den Umsatz aus, Customer Success sichert den Nutzen des Kunden.
| Rolle | Hauptaufgabe | Zeitpunkt | Misst sich an |
|---|---|---|---|
| Vertrieb | Neukunden gewinnen | Vor dem Kauf | Abschlüsse, Umsatz |
| Support | Störungen lösen | Wenn der Kunde meldet | Reaktionszeit, Lösungsquote |
| Customer Success | Nutzen sichern, Verlängerung vorbereiten | Von der Einführung bis zur Verlängerung | Bindung, Nutzung, Zeit bis zum ersten Nutzen |
| Account Management | Umsatz im Kunden ausbauen | Laufende Beziehung | Umsatz je Kunde, Wallet Share |
Die Grenzen verschwimmen in kleinen Unternehmen. Dort macht eine Person alles. In größeren Häusern lohnt die Trennung, weil jede Rolle ein anderes Ziel hat und andere Gespräche führt. Der Support fragt: „Was ist kaputt?“ Der CSM fragt: „Was wollen Sie erreichen, und wo stehen Sie?“ Das Account Management fragt: „Was brauchen Sie als Nächstes?“ Wer die drei Fragen vermischt, beantwortet keine richtig.
Die Abgrenzung zum Key Account Management zieht der Praxistest: Ein Key Account Manager betreut wenige große Kunden persönlich über alle Themen. Ein CSM betreut viele Kunden nach einem Programm mit festen Schritten. Beide arbeiten mit Plänen je Kunde. Wie ein solcher Plan aussieht, zeigt der Leitfaden zum Account Planning.
Welche Aufgaben hat ein Customer Success Manager?
Ein Customer Success Manager führt die Einführung, steuert die Nutzung, pflegt die Beziehung, bereitet die Verlängerung vor und meldet Ausbaubedarf an den Vertrieb. Er arbeitet nach einem Plan, nicht nach Zuruf.
Die Aufgaben folgen dem Weg des Kunden. Am Anfang steht die Einführung (Onboarding): Der CSM klärt das Ziel des Kunden, plant die ersten Wochen und stellt sicher, dass die ersten Nutzer erfolgreich starten. Danach beobachtet er die Nutzung. Er sieht, welche Funktionen der Kunde nutzt, welche nicht und wo Nutzer abspringen. Er spricht regelmäßig mit dem Kunden über Ziele und Fortschritt und bringt die Nutzung dorthin zurück, wo sie bleiben soll.
Vor der Verlängerung belegt er den Nutzen des Jahres: Was hat der Kunde erreicht, was hat es ihm gebracht, was kommt als Nächstes? Wo der Bedarf wächst, etwa durch neue Standorte oder Teams, übergibt er den Hinweis an den Außendienst oder das Account Management. Wo ein Kunde unzufrieden ist, holt er Hilfe aus Produkt, Support und Geschäftsleitung.
| Phase | Aufgabe | Ergebnis |
|---|---|---|
| Einführung | Ziel klären, Plan für die ersten Wochen, Schulung | Kunde nutzt das Produkt produktiv |
| Nutzung | Daten prüfen, Rückfragen, Hilfe bei Hürden | Nutzung wächst oder bleibt stabil |
| Beziehung | Regelmäßige Gespräche, Kontakte im Haus erweitern | Mehrere Ansprechpartner, Vertrauen |
| Verlängerung | Nutzen belegen, Bedingungen klären | Vertrag verlängert, früh geplant |
| Ausbau | Bedarf erkennen, Hinweis an den Vertrieb | Zusatzgeschäft, neue Standorte |
| Rückholung | Gründe klären, Lage ändern | Kunde kommt zurück oder bleibt als Referenz |
Der CSM verkauft nicht im engeren Sinn und wird trotzdem am Umsatz gemessen. Das ist kein Widerspruch. Er schafft die Bedingungen, unter denen der Kunde von selbst verlängert und mehr will. Das Gespräch über Ausbau führt er, wenn der Kunde Nutzen sieht, nicht, wenn eine Quote ansteht.
Für welche Geschäftsmodelle lohnt sich Customer Success?
Customer Success lohnt sich für Geschäftsmodelle mit wiederkehrendem Umsatz: Abonnements, Wartungsverträge, Lizenzen, Rahmenverträge mit regelmäßigen Abrufen und Verbrauchsmaterial. Dort entscheidet die Bindung über den Gewinn, nicht der einzelne Abschluss.
Der Maßstab ist der Wert eines Kunden über seine Laufzeit. Je länger ein Kunde bleibt und je mehr er kauft, desto mehr zahlt sich jede Stunde Betreuung aus. Bei einem einmaligen Projekt endet die Rechnung mit der Lieferung, und nur die Empfehlung bleibt. Zwischen beiden Extremen liegen viele Mischformen: ein Maschinenbauer mit Ersatzteilen und Wartung, ein Hersteller mit Rahmenvertrag, ein Dienstleister mit jährlicher Verlängerung.
Prüfen Sie Ihr Geschäft mit drei Fragen. Kaufen Kunden wiederholt oder verlängern sie? Liegt im Kunden Potenzial für mehr Umsatz, etwa durch weitere Standorte oder Produkte? Kostet die Neukundengewinnung Sie deutlich mehr als das Halten eines vorhandenen Kunden? Dreimal Ja spricht für eine eigene Rolle, dreimal Nein für einen Rhythmus im Außendienst. Die Rechnung auf der Seite zur Kundenbindung zeigt, was die Abwanderung Sie im Jahr kostet.
Welche Kennzahlen misst Customer Success?
Customer Success misst fünf Kennzahlen: Abwanderung, Bruttobindung, Nettobindung, Health Score und Zeit bis zum ersten Nutzen. Die Nettobindung zeigt, ob der Bestand aus sich heraus wächst oder schrumpft.
| Kennzahl | Formel | Beantwortet die Frage |
|---|---|---|
| Abwanderung | Umsatz gekündigter Kunden geteilt durch Umsatz zu Beginn | Wie viel Umsatz verlieren wir durch Kündigungen? |
| Bruttobindung | Umsatz zu Beginn minus Kündigungen und Rückgänge, geteilt durch Umsatz zu Beginn | Wie viel vom Bestand bleibt ohne Ausbau? |
| Nettobindung | Wie Bruttobindung, plus Ausbau bei Bestandskunden | Wächst der Bestand aus sich selbst? |
| Health Score | Gewichtete Merkmale je Kunde | Welche Kunden brauchen jetzt Aufmerksamkeit? |
| Zeit bis zum ersten Nutzen | Tage vom Vertrag bis zum ersten erreichten Ziel | Wie schnell sieht der Kunde den Wert? |
Die Nettobindung ist die Kennzahl, die die Geschäftsleitung am meisten beachtet, weil sie Verlust und Ausbau in einer Zahl zeigt. Liegt sie über hundert Prozent, wächst der Umsatz mit den Kunden, die Sie schon haben. Liegt sie darunter, müssen Neukunden die Lücke füllen, bevor Sie wachsen. Die Rechnung zeigt das mit angenommenen Werten. Sie sind keine Marktwerte und keine Preise von KRAUSS. Setzen Sie Ihre Zahlen ein.
Rechenbeispiel
Beispielzahlen, frei gewählt, keine Messwerte
Wie sich Bruttobindung und Nettobindung rechnen
- Annahme: Wiederkehrender Jahresumsatz mit Bestandskunden zu Jahresbeginn in Euro1.200.000 €(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
- Annahme: Umsatz der Kunden, die im Jahr kündigen, in Euro96.000 €(Annahme dieses Beispiels, Ihre eigene Messung ersetzt sie)
- Annahme: Umsatz, der durch kleinere Pakete oder Mengen entfällt, in Euro24.000 €(Annahme dieses Beispiels, Ihre eigene Messung ersetzt sie)
- Annahme: Zusätzlicher Umsatz durch Ausbau bei Bestandskunden in Euro108.000 €(Annahme dieses Beispiels, Ihre eigene Messung ersetzt sie)
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Abwanderung nach Umsatz in Prozent | 96.000 € ÷ 1.200.000 € × 100 | 8 % |
| Bruttobindung in Prozent | (1.200.000 € − 96.000 € − 24.000 €) ÷ 1.200.000 € × 100 | 90 % |
| Nettobindung in Prozent | (1.200.000 € − 96.000 € − 24.000 € + 108.000 €) ÷ 1.200.000 € × 100 | 99 % |
Mit diesen Annahmen gehen 8 % Prozent des Umsatzes durch Kündigungen verloren. Die Bruttobindung liegt bei 90 % Prozent, die Nettobindung bei 99 % Prozent. Der Ausbau gleicht die Verluste also fast aus, aber der Bestand wächst nicht.
Lesen Sie die Kennzahlen nach ABC-Bewertung gegliedert. Verlorene Umsätze bei A-Kunden sind ein Alarm, bei C-Kunden oft eine Entscheidung. Allgemeine Einordnung bietet das Glossar zu Vertriebskennzahlen. Für den Start genügt eine Tabelle mit Kunde, Klasse, Umsatz zu Beginn, Umsatz am Ende und Datum des letzten Gesprächs.
Wie bauen Sie einen Health Score auf?
Ein Health Score fasst drei bis fünf Merkmale je Kunde zu einer Zahl oder Ampel zusammen und zeigt, welche Kunden jetzt Aufmerksamkeit brauchen. Er beruht auf Nutzung, Kontakt und Stimmung, gewichtet nach dem, was bei Ihnen Kündigungen vorhersagt.
Beginnen Sie mit den Merkmalen, die Sie schon messen. Typische Kandidaten sind die Nutzung (Anmeldungen, genutzte Funktionen, Bestellmenge), der Kontakt (Datum des letzten Gesprächs, Zahl der Ansprechpartner), die Stimmung (Antwort in der letzten Befragung, Ton im letzten Gespräch), offene Reklamationen und die Zeit bis zum Vertragsende. Gewichten Sie jedes Merkmal nach seiner Aussagekraft. Prüfen Sie nach einem Quartal, ob Kunden mit schlechtem Score tatsächlich häufiger gekündigt haben. Passt es nicht, ändern Sie die Gewichte.
Kunde: [Firma, Klasse A, B oder C] Nutzung: [Wert aus Nutzungsdaten oder Bestellmenge] Gewicht: [Anteil] Kontakt: [Tage seit dem letzten Gespräch, Zahl der Ansprechpartner] Gewicht: [Anteil] Stimmung: [Ergebnis der letzten Befragung oder Einschätzung nach dem Gespräch] Gewicht: [Anteil] Offene Reklamationen: [Zahl, Alter] Gewicht: [Anteil] Vertragsende: [Datum] Gewicht: [Anteil] Gesamtwert und Ampel: [grün, gelb oder rot] Nächste Maßnahme: [Anruf, Besuch, Plan für die Verlängerung] bis [Datum]
Ein Score ersetzt kein Gespräch. Er sortiert die Liste, damit der CSM weiß, wen er zuerst anruft. Ein roter Kunde bekommt einen Anruf binnen einer Woche, ein gelber binnen eines Monats, ein grüner den Besuch, der im Rhythmus ansteht. Zahlen aus Software und Gespräch gehören zusammen: Die Nutzungsdaten sagen, was passiert, das Gespräch sagt warum.
Wie sieht der Aufbau von Customer Success in drei Stufen aus?
Der Aufbau folgt drei Stufen: Zuerst macht der Gründer oder Außendienst die Aufgaben, dann übernimmt eine erste CSM-Stelle, später steuert ein Team mit Segmenten. Wechseln Sie die Stufe, wenn die Zeit nicht mehr reicht, nicht früher.
| Stufe | Auslöser | Aufgabe der Rolle | Hilfsmittel |
|---|---|---|---|
| 1 Gründer, Außendienst | Wenige Kunden, jeder bekannt | Anrufe und Besuche nach Gefühl, erste Liste | Tabelle, Eintrag in der Kundenverwaltung (CRM) |
| 2 Erste CSM-Stelle | Kunden übersteigen die Zeit, erste Kündigungen überraschen | Einführung, Rhythmus, Health Score, Verlängerung | CRM mit Feldern, einfacher Score |
| 3 Team mit Segmenten | Viele Kunden unterschiedlicher Größe | Betreuung nach Stufen: persönlich, regelmäßig, standardisiert | Plattform, Berichte, Programme |
In Stufe 3 teilen Sie die Kunden in drei Gruppen. Die erste Gruppe, große Kunden, bekommt persönliche Betreuung mit eigenem Plan. Die zweite, mittlere Kunden, bekommt einen festen Rhythmus mit Gesprächen. Die dritte, kleine Kunden, bekommt standardisierte Programme: Einführungsserie, Befragung, Hinweise bei sinkender Nutzung. Welche Kunden in welche Gruppe gehören, zeigt die ABC-Bewertung aus Umsatz und Potenzial.
Eine Faustzahl für „Kunden je CSM“ gibt es nicht. Sie hängt von Umsatz, Produkt und Aufwand ab. Rechnen Sie anders: Wie viele Stunden braucht ein Kunde je Quartal in welcher Gruppe, und wie viele Stunden hat ein CSM? Aus beiden Zahlen folgt die Kapazität. Wer die Rolle zu früh teilt, bindet Kosten. Wer sie zu spät baut, erfährt von der Abwanderung nach der Kündigung.
Welche Rolle spielt das Telefon im Customer Success?
Das Telefon liefert im Customer Success das Gespräch, das Daten nicht ersetzen: den Einführungs-Check, den Anruf bei Warnsignalen, das Verlängerungsgespräch und die Rückholung. Es ist ein schneller Weg, Stimmung und Planung des Kunden zu erfahren.
Software zeigt, dass die Nutzung sinkt. Erst ein Anruf zeigt, warum: Der Ansprechpartner hat gewechselt, das Budget wurde gekürzt, das Projekt ist verschoben, der Wettbewerber hat angerufen. Gute Anrufe haben einen Anlass und eine Frage. Ein Anruf „nur zur Pflege“ wirkt wie Kontrolle. Ein Anruf zur Auswertung des ersten Quartals wirkt wie Aufmerksamkeit.
| Anlass | Zeitpunkt | Frage an den Kunden | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Einführungs-Check | Wenige Wochen nach dem Start | Läuft der Start wie geplant? | Hürden früh gelöst |
| Warnsignal | Sinkende Nutzung, neuer Ansprechpartner | Was hat sich bei Ihnen geändert? | Ursache klar, Maßnahme |
| Verlängerung | Etwa drei Monate vor Vertragsende | Was hat Ihnen das Jahr gebracht, was planen Sie? | Verlängerung früh gesichert |
| Rückholung | Nach Kündigung mit neuem Anlass | Was müsste anders sein? | Rückkehr oder Rückmeldung |
Guten Tag [Name], hier ist [Ihr Name] von [Firma]. Ihr Vertrag läuft im [Monat] aus, und ich möchte mit Ihnen vorher auf das Jahr schauen. Was hat Ihnen [Produkt oder Leistung] gebracht, und wo hat es nicht gepasst? Was steht bei Ihnen im nächsten Jahr an, wo wir helfen können? Ergebnis: [Verlängerung besprochen / Termin mit Außendienst für Ausbau / offene Punkte mit Frist]
Wo der Kunde Bedarf nennt, prüfen Sie den Kaufbedarf und vereinbaren einen Termin mit dem Außendienst. Wo er nichts nennt, notieren Sie das Datum des nächsten Anrufs in der Wiedervorlage. Den Ablauf für ruhende Kunden zeigt der Leitfaden zur Reaktivierung von Bestandskunden.
Dazu: Wirtschaftlichkeits-Rechner, Rechner im Browser, ohne Formular.
Wie sieht Customer Success in der Praxis aus?
In der Praxis beginnt Customer Success oft mit einer Liste und einem Anruf. Ein Team ordnet die Kunden, wählt die gefährdeten aus und ruft an, bevor die Kündigung kommt.
In einem Projekt für einen Anbieter von Wartungsverträgen für Küchentechnik hatte der Vertrieb 140 Bestandskunden und keine feste Betreuung. Die Verträge liefen jährlich, und der Außendienst meldete sich erst, wenn eine Rechnung offen war. Das Team teilte die Kunden in Klassen und rief 45 Kunden der Klassen B und C an, deren Vertrag in den nächsten vier Monaten auslief. Bei 12 Kunden kam ein Problem zur Sprache, das dem Vertrieb nicht bekannt war, 7 Gespräche führten zu einem Termin mit dem Außendienst für eine Erweiterung. Der Vertriebsleiter machte den Anruf drei Monate vor Vertragsende zur festen Aufgabe im Jahresplan.
Die Zahlen zeigen, was oft fehlt: nicht die Lösung, sondern das Gespräch. Die Probleme waren lösbar, sobald jemand davon wusste. Das ist der Kern des Customer Success, ob eine Stelle dafür besteht oder nicht.
Wo endet Customer Success, und was liefert KRAUSS?
Customer Success endet dort, wo die Kapazität für Gespräche nicht mehr reicht oder der Kunde zu klein für eine persönliche Betreuung ist. Dort braucht es eine Telefonebene, die den Rhythmus hält und Termine für den Ausbau macht.
Die Lücke zeigt sich bei den Kunden der Klassen B und C. Der CSM betreut die großen Kunden, die kleinen laufen mit Programmen, und dazwischen fehlt das Gespräch. Drei Wege schließen die Lücke. Der erste ist Customer Success allein: Ihr Team betreut so viele Kunden, wie es schafft. Der zweite verbindet es mit einem eigenen Innendienst, der anruft. Der dritte verbindet es mit einer externen Telefonebene.
| Weg | Stärke | Grenze | Passt, wenn |
|---|---|---|---|
| Customer Success allein | Tiefes Wissen, enge Abstimmung mit Produkt | Zeit reicht nur für Klasse A | Wenige große Kunden |
| Customer Success plus eigener Innendienst | Wissen im Haus, kurze Wege | Aufbau braucht Zeit, Ausfälle treffen den Rhythmus | Viele Kunden und stabile Kapazität |
| Customer Success plus KRAUSS | Rhythmus ab dem Start, Termine mit Briefing | Sie geben Gespräche ab, Produkt und Service bleiben bei Ihnen | Klasse B und C bleiben unbetreut |
Auch die Gegenfälle gehören dazu. Hat Ihr CSM Zeit für alle Kunden, ersetzt KRAUSS ihn nicht. Verkaufen Sie Einmalprojekte, braucht es keine Telefonebene für Bestandskunden. Und wer ein Werkzeug sucht, findet es bei Anbietern von Plattformen, nicht bei KRAUSS.
Was liefert KRAUSS, und was nicht?
KRAUSS liefert die Telefonebene für Gespräche mit Bestandskunden zur Reaktivierung und zum Ausbau und übergibt bestätigte Verkaufstermine an Ihren Außendienst. KRAUSS liefert keinen Customer Success, keine Software, keine Suchmaschinenoptimierung, keine Content-Erstellung und keinen E-Mail-Versand.
Das ist die Brücke: Ihr Team steuert Einführung, Nutzung und Produkt. KRAUSS-Mitarbeiter rufen Ihre Bestandskunden an, folgen einem Leitfaden, den Sie abstimmen, und prüfen Bedarf und Zeitpunkt. Wir bestätigen jeden Termin doppelt. Zu jedem Termin gehört ein Briefing für den Außendienst, und der Wochenreport lässt sich in Ihr CRM (Kundenverwaltung) importieren. Hinweise auf Probleme, die Kunden im Gespräch nennen, reichen die Anrufer an Ihren Service und Ihren CSM weiter.
Was KRAUSS nicht tut, sagt diese Seite deutlich. KRAUSS führt keine Einführung beim Kunden, berät nicht zur Nutzung Ihres Produkts, pflegt keine Health Scores und betreibt keine Plattform. Wenn Sie ein Werkzeug brauchen, wählen Sie es selbst. Die Telefonakquise von KRAUSS beschreibt den Ablauf, die Methode den Kaufcheck.
Welche Fehler machen Teams im Customer Success?
Teams machen vier Fehler am häufigsten: Customer Success als Support führen, den Health Score nach Gefühl vergeben, alle Kunden gleich betreuen und die Verlängerung zu spät besprechen.
- 01
Customer Success als Support mit neuem Namen führen.
Folge: Der CSM beantwortet Tickets, statt die Nutzung zu steuern. Kunden kündigen, ohne dass jemand es kommen sah.
Besser: Dem CSM Ziele zu Nutzung, Verlängerung und Ausbau geben und die Tickets beim Support lassen.
- 02
Den Health Score nach Gefühl vergeben.
Folge: Der Score zeigt, was der CSM glaubt, nicht was die Daten sagen. Warnsignale gehen unter.
Besser: Drei bis fünf Merkmale wählen, gewichten und einmal im Quartal gegen die tatsächlichen Kündigungen prüfen.
- 03
Alle Kunden gleich intensiv betreuen.
Folge: Große Kunden bekommen zu wenig Zeit, kleine zu viel. Die Kosten steigen, die Bindung nicht.
Besser: Kunden nach Umsatz und Potenzial in drei Stufen einteilen und den Aufwand je Stufe festlegen.
- 04
Die Verlängerung erst im letzten Monat besprechen.
Folge: Der Kunde hat sich dann längst entschieden, und Sie reagieren auf eine Kündigung statt auf eine Planung.
Besser: Das Verlängerungsgespräch rund drei Monate vor Vertragsende ansetzen und mit dem Nutzen des Jahres beginnen.
Der erste Fehler kostet am meisten, weil er die Rolle aushöhlt. Ein CSM, der Tickets beantwortet, hat keine Zeit für Gespräche über Ziele. Trennen Sie die Aufgaben von Anfang an.
Wann hilft diese Einordnung nicht?
Die Einordnung hilft nicht bei einmaligen Projekten ohne Wiederkauf, bei wenigen Kunden, die Sie persönlich kennen, und bei der Suche nach einer Plattform.
- Wenn Ihr Geschäft aus einmaligen Projekten ohne Wiederkauf besteht, fehlt dem Customer Success die Grundlage. Dann zählt die Empfehlung, und diese Seite trifft nur am Rand zu.
- Wenn Sie wenige Kunden haben und jeden persönlich kennen, ersetzt der Gründer oder Außendienst den CSM. Eine eigene Rolle lohnt erst, wenn die Zahl der Kunden die Zeit übersteigt.
- Wenn Sie eine Customer-Success-Plattform suchen, ist diese Seite eine Einordnung und kein Werkzeugvergleich. KRAUSS verkauft keine Software.
Prüfen Sie ehrlich, welcher Punkt zutrifft. Bei Einmalprojekten zählt die Empfehlung, und Customer Success ist ein Nebenthema. Bei wenigen Kunden reicht ein Rhythmus im Außendienst. Und wer eine Plattform sucht, vergleicht sie im Pilot mit eigenen Daten, nicht im Prospekt.
Welche Prüfliste zeigt Ihren Stand in 30 Minuten?
Die Prüfliste mit acht Punkten zeigt Ihren Stand in 30 Minuten. Jedes Nein nennt einen Schritt, den Sie als Nächstes klären.
- Kennen Sie Ihre Abwanderung und Ihre Nettobindung der letzten zwölf Monate?
- Haben Sie Ihre Kunden in drei Gruppen eingeteilt?
- Gibt es einen Plan für die ersten Wochen nach dem Vertrag?
- Führt jemand das Verlängerungsgespräch drei Monate vor Vertragsende?
- Haben Sie einen Health Score aus mindestens drei Merkmalen?
- Löst ein Warnsignal einen Anruf binnen einer Woche aus?
- Trennen Sie Support und Customer Success in Aufgaben und Zielen?
- Führt jemand Gespräche mit den Kunden, die kein CSM betreut?
Was ist der nächste Schritt?
Der nächste Schritt ist die Rechnung mit Ihren Zahlen: Umsatz zu Beginn, Kündigungen, Rückgänge, Ausbau. Zeigt sie, dass Kunden der Klassen B und C ohne Kontakt bleiben, setzen Sie dort einen Telefonrhythmus an.
Die Telefonebene von KRAUSS übernimmt diese Gespräche. Der Aufbau dauert nach dem Briefing Rund 14 Tage. Für Neukunden führt KRAUSS eine eigene Datenbank mit 480.000+. Ob die Gespräche mit Ihren Bestandskunden zu Terminen führen, zeigt das Testprojekt. Das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt. Den Umfang legen Sie im 15-Minuten-Gespräch fest. Ihr Angebot stellen Sie im Angebotskonfigurator zusammen. Ein Gespräch mit Jesse Klotz dauert 15 Minuten.








