Inhalt9 Abschnitte
- 01Was unterscheidet Cross-Selling von Upselling?
- 02Wie finden Sie die Lücke bei jedem Kunden?
- 03Wann rufen Sie an, und mit welchem Anlass?
- 04Wie klingt der Anruf bei Cross-Selling und Upselling?
- 05Wie viel Zusatzumsatz bringt der Ausbau?
- 06Wie übergeben Sie an den Außendienst und schließen ab?
- 07Wie planen Sie die Welle über vier Wochen?
- 08Wann passt der Ausbau per Telefon nicht?
- 09Was ist der nächste Schritt?
Was unterscheidet Cross-Selling von Upselling?
Cross-Selling verkauft dem Kunden eine Ergänzung zu dem, was er schon hat. Upselling verkauft ihm mehr Leistung desselben Produkts. Beide Wege bauen den Umsatz je Bestandskunde aus, und beide beginnen mit demselben Schritt: Sie müssen wissen, was der Kunde heute nutzt.
Die Unterscheidung ist kein Wortspiel. Sie bestimmt die Frage, mit der Sie das Gespräch eröffnen. Beim Cross-Selling fragen Sie, was dem Kunden in seinem Ablauf fehlt. Beim Upselling fragen Sie, wo das Gekaufte an seine Grenze kommt. Wer beides im selben Anruf mischt, verwirrt den Kunden und bekommt keine klare Antwort.
| Merkmal | Cross-Selling | Upselling |
|---|---|---|
| Was verkaufen Sie | Ein ergänzendes Produkt oder eine Leistung | Eine größere Ausführung oder ein höheres Paket |
| Beispiel | Wartungsvertrag zur Maschine, Zubehör, Schulung | Zweite Schicht statt erster, größeres Modell |
| Leitfrage im Anruf | Was fehlt Ihnen in diesem Ablauf? | Wo reicht das Gekaufte nicht mehr? |
| Typischer Auslöser | Neues Projekt, neue Anforderung des Kunden | Wachstum, Auslastung, Engpass |
| Hauptrisiko | Der Kunde braucht die Ergänzung nicht | Der Kunde sieht den Mehrwert nicht |
| Gespräch führt | Der Verkäufer mit Branchenwissen | Der Verkäufer mit Zahlen zur Auslastung |
Dieser Leitfaden zeigt den Weg in sechs Schritten: Lücke je Kunde finden, Anlass wählen, anrufen, Einwände beantworten, an den Außendienst übergeben und die Rechnung führen. Er baut auf der Reaktivierung auf, die der Leitfaden Inaktive Bestandskunden am Telefon reaktivieren beschreibt. Dort geht es um Kunden, die nicht mehr kaufen. Hier geht es um Kunden, die kaufen und mehr kaufen könnten.
Der Vorteil gegenüber der Neukundengewinnung liegt auf der Hand. Der Ansprechpartner kennt Ihren Namen, Ihre Produkte und oft den Außendienst. Das Gespräch ist kein Kaltanruf. Der Preis dafür: Der Kunde erwartet, dass Sie sein Geschäft verstehen. Ein Anruf, der zeigt, dass Sie nicht wissen, was er bei Ihnen kauft, kostet Vertrauen.
Wie finden Sie die Lücke bei jedem Kunden?
Sie finden die Lücke durch den Abgleich der Kaufhistorie jedes Kunden mit der Kaufhistorie vergleichbarer Kunden. Zwei Fragen leiten ihn: Was kaufen ähnliche Kunden zusätzlich, das dieser Kunde nicht kauft, und wo liegt sein Volumen nahe an der Grenze der Variante? Jede Lücke ist eine mögliche Verkaufschance, jede bestätigte Lücke ein Kaufbedarf.
Drei Quellen in Ihrem Haus liefern die Antwort.
- Die Kaufhistorie im Kundensystem. Welche Produkte, in welcher Menge, in welchem Rhythmus? Eine Liste je Kunde auf einem Blatt genügt.
- Der Außendienst. Er weiß, welche Kunden wachsen, umbauen oder ein neues Projekt planen. Fragen Sie ihn nach den zehn Kunden mit dem höchsten Potenzial und gleichen Sie seine Antwort mit den Zahlen ab.
- Der Service. Reklamationen, Ersatzteilbestellungen und Anfragen an den Support zeigen, wo ein Kunde an seine Grenze kommt.
Bauen Sie aus den Quellen eine Liste mit fünf Spalten: Kunde, Ansprechpartner, bisher gekauft, vermutete Lücke, Art der Lücke (Ergänzung oder größere Variante). Die Spalte „Art der Lücke“ legt fest, welches Gespräch Sie führen.
| Signal in der Datei | Was es nahelegt | Gespräch |
|---|---|---|
| Vergleichbare Kunden kaufen Produkt B zusätzlich, dieser nicht | Fehlende Ergänzung | Cross-Selling |
| Bestellmengen steigen seit zwei Quartalen | Wachstum, Variante wird knapp | Upselling |
| Häufige Ersatzteilbestellungen für ein Produkt | Alte Ausführung am Ende | Upselling oder Ersatz |
| Kunde kauft nur das Erstprodukt seit Jahren | Unbekannter Bedarf | Fragen, bevor Sie anbieten |
Sortieren Sie die Liste nach Wert: Kunden mit hohem bisherigem Umsatz und klarem Signal zuerst. Das sind die Anrufe, die sich am schnellsten bezahlt machen. Kunden ohne erkennbares Signal rufen Sie erst an, wenn die erste Welle Ihre Quoten gezeigt hat.
In einem Projekt für einen Hersteller von Dichtungstechnik standen 340 Kunden in der Datei. Der Vertrieb verglich die Kaufhistorie mit den 40 umsatzstärksten Kunden und fand eine Ergänzung, die 31 dieser Kunden regelmäßig kauften. Von den übrigen Kunden fehlte sie 130 Betrieben mit ähnlichem Profil. Der Vertrieb rief zuerst diese 130 an, mit einer Frage zu ihrem Ablauf und nicht mit dem Produkt.
Wann rufen Sie an, und mit welchem Anlass?
Sie rufen an, wenn ein Anlass vorliegt, den der Kunde nachvollziehen kann: ein neues Projekt, ein Wachstum, ein Ablauf der Wartung, eine Änderung in seiner Branche oder eine abgeschlossene Lieferung. Ein Anruf ohne Anlass wirkt wie ein Serienanruf.
Gute Anlässe finden Sie im eigenen Haus.
- Nach einer Lieferung. Vier bis acht Wochen nach Inbetriebnahme ist der Kunde in der Praxis angekommen und kann sagen, was fehlt.
- Vor dem Ende einer Laufzeit. Läuft ein Wartungs- oder Liefervertrag aus, ist der Kunde ohnehin im Gespräch mit Ihnen.
- Bei steigenden Mengen. Wächst die Bestellmenge zwei Quartale in Folge, kommt die Variante an ihre Grenze.
- Nach einer Reklamation, die gelöst ist. Ein Kunde, dem Sie schnell geholfen haben, hört Ihnen zu. Warten Sie dafür einige Wochen ab und nutzen Sie den Anruf nicht, um den Fall in ein Angebot zu drehen.
- Bei Neuheiten, die zu seinem Einsatz passen. Nur dann, wenn Sie den Zusammenhang benennen können.
Stimmen Sie Anlass und Zeitpunkt mit dem Außendienst ab. Hat er einen Besuch geplant, rufen Sie vorher an und bereiten ihn vor. Die Rolle des Außendiensts bleibt: Er führt das Gespräch vor Ort. Der Anruf klärt, ob es sich lohnt, und vereinbart den Termin.
In einem Projekt für einen Anbieter von Reinigungstechnik für die Gastronomie rief der Vertrieb ursprünglich im Dezember alle Kunden an, die ein Gerät im Frühjahr gekauft hatten. Die Quote lag niedrig. Nach der Umstellung auf den Anlass „sechs Wochen nach Inbetriebnahme“ lag die Zahl der Gespräche mit konkretem Bedarf bei gleicher Anruferzahl mehr als doppelt so hoch.
Wie klingt der Anruf bei Cross-Selling und Upselling?
Der Anruf beginnt mit dem Anlass, stellt eine Frage zum Betrieb des Kunden und nennt das Produkt erst, wenn der Kunde den Bedarf benannt hat. Der Kunde soll hören, dass Sie sein Geschäft verstehen wollen. Halten Sie den Ablauf in Ihrem Gesprächsleitfaden fest, damit jeder Anrufer dieselbe Reihenfolge nutzt.
Guten Tag [Name], hier ist [Ihr Name] von [Firma]. Sie arbeiten seit [Zeitraum] mit unserem [Produkt]. Ich rufe an, weil Betriebe wie Ihrer bei [Ablauf oder Aufgabe] oft vor derselben Frage stehen. Wie lösen Sie das heute?
Guten Tag [Name], hier ist [Ihr Name] von [Firma]. Mir fällt auf, dass Ihre Bestellungen von [Produkt] in den letzten Monaten gestiegen sind. Kommen Sie mit der aktuellen Ausführung noch gut hin, oder wird es eng?
Die Fragen öffnen das Gespräch, ohne etwas zu verkaufen. Drei Antworten kommen: Der Kunde hat das Problem und sucht eine Lösung, er hat es anders gelöst, oder er hat es nicht. Jede Antwort führt zu einem anderen nächsten Schritt.
Folgen Sie dem Gespräch mit einer zweiten Frage zum Nutzen, bevor Sie das Produkt nennen.
Danke, das hilft mir. Wenn ich Sie richtig verstehe, kostet Sie [Problem des Kunden] heute [Zeit, Aufwand oder Ausfall]. Dafür gibt es bei uns [Produkt oder Variante]. Darf [Name des Außendienstlers] Ihnen das in einem kurzen Termin zeigen?
Drei Einwände kommen am häufigsten: „Das brauchen wir nicht“, „Das haben wir schon woanders“ und „Schicken Sie mir etwas“. Die Antworten folgen einem Muster: bestätigen, fragen, kleinen Schritt anbieten. Weitere Muster zeigt der Leitfaden Einwandbehandlung am Telefon.
Das ist nachvollziehbar, [Name], und ich will daran nichts ändern. Darf ich fragen, was Ihnen dort besonders wichtig ist? Dann prüfe ich, ob es für Sie eine sinnvolle Ergänzung gibt, und wenn nicht, wissen Sie es sicher.
Gern. Damit es zu Ihnen passt: Was genau soll darin stehen, damit es Ihnen weiterhilft? Dann sende ich es heute noch und rufe am [Tag] kurz an, um Fragen zu klären.
Notieren Sie nach jedem Anruf drei Dinge in der Kundendatei: Ergebnis, Grund und nächster Schritt mit Datum. Nach 40 Anrufen sehen Sie, welcher Anlass trägt und welcher Einwand überwiegt. Das ist oft der wertvollste Ertrag der ganzen Welle. Ein Nein setzen Sie mit Datum auf Wiedervorlage, damit aus einem Nein ein Später wird.
Wie viel Zusatzumsatz bringt der Ausbau?
Der Ausbau bringt den Umsatz, den Ihre Datei hergibt: Kunden mit Lücke mal erreichte Kunden mal Terminquote mal Abschlussquote mal Umsatz je Zusatzauftrag. Rechnen Sie mit Ihren Zahlen, bevor Sie Anrufzeit einplanen.
Rechenbeispiel
Beispielzahlen, frei gewählt, keine Messwerte
Zusatzumsatz aus dem Ausbau von 300 Bestandskunden
- Annahme: Aktive Bestandskunden300(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
- Annahme: Anteil der Kunden mit erkennbarer Lücke (fehlendes Produkt oder kleinere Variante)60 %(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert, ermitteln Sie den Wert aus Ihrer Kundendatei)
- Annahme: Anteil der Kunden mit Lücke, bei denen der Anruf den Ansprechpartner erreicht65 %(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
- Annahme: Anteil der erreichten Kunden, die einen Termin oder ein Angebot annehmen20 %(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
- Annahme: Anteil der Termine, die zu einem Zusatzauftrag führen40 %(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
- Annahme: Jahresumsatz je Zusatzauftrag7.500 €(Annahme dieses Beispiels, setzen Sie den Wert aus Ihrer Kundendatei ein)
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Kunden mit Lücke | 300 × 60 % ÷ 100 | 180 |
| Erreichte Kunden | 300 × 60 % ÷ 100 × 65 % ÷ 100 | 117 |
| Termine oder Angebote | 300 × 60 % ÷ 100 × 65 % ÷ 100 × 20 % ÷ 100 | 23 Termine |
| Zusatzaufträge | 300 × 60 % ÷ 100 × 65 % ÷ 100 × 20 % ÷ 100 × 40 % ÷ 100 | 9,4 |
| Zusatzumsatz im Jahr | 300 × 60 % ÷ 100 × 65 % ÷ 100 × 20 % ÷ 100 × 40 % ÷ 100 × 7.500 € | 70.200 € |
Die Werte sind Annahmen dieses Beispiels. Der Umsatz je Zusatzauftrag ist die Zahl, die Sie aus Ihrer Datei einsetzen müssen, denn sie entscheidet, ob sich der Anruf lohnt. Liegt er niedrig, beschränken Sie die Anrufe auf Kunden mit hohem bisherigem Umsatz.
Zählen Sie bei der ersten Welle fünf Zahlen mit: Kunden mit Lücke, erreichte Kunden, Termine, Aufträge und Wählversuche. Daraus lesen Sie die Quoten ab, die Sie in die Rechnung einsetzen. Welche Kennzahlen Sie wöchentlich verfolgen, beschreibt der Leitfaden Welche Kennzahlen zeigen, ob meine Akquise funktioniert?.
In einem Projekt für einen Anbieter von Betriebssoftware sah der Vertriebsleiter nur den Umsatz der Zusatzaufträge. Er rechnete nach: 12 Zusatzaufträge aus 180 Anrufen in sechs Wochen. Jeder Zusatzauftrag kostete damit rund 15 Anrufe. Bei der Hälfte der Anrufe fehlte ein Anlass. Er strich diese Anrufe, und die Zahl der Zusatzaufträge je Anruf stieg um etwa ein Drittel.
Wie übergeben Sie an den Außendienst und schließen ab?
Sie übergeben mit einem kurzen Briefing: Grund des Anrufs, Ansprechpartner, bisher gekaufte Produkte, genannter Bedarf und vereinbarter Termin. Mit dem Briefing weiß der Außendienst, womit er in das Gespräch geht. Bestätigen Sie den Termin am selben Tag schriftlich.
Das Briefing hat fünf Zeilen.
- Kunde und Ansprechpartner mit Funktion
- Was der Kunde heute bei uns kauft
- Was er im Anruf als Bedarf oder Engpass nannte, möglichst im Wortlaut
- Was wir anbieten wollen: Ergänzung oder größere Variante
- Termin, Ort und was der Kunde vorbereitet
KRAUSS bestätigt jeden Termin doppelt (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Prüfen Sie vor der Welle diese Punkte:
- Hat jeder Kunde auf der Liste eine bestimmte Lücke und eine Art der Lücke?
- Hat der Außendienst die Liste gesehen und Kunden gestrichen, bei denen ein Gespräch läuft?
- Liegt für jeden Anruf ein Feld für Ergebnis, Grund und Nachfassdatum bereit?
- Sind Reklamationen und offene Fälle vor dem Start geklärt?
- Sind Widersprüche und Sperrwünsche aus der Liste entfernt?
- Hat jeder Kunde ohne Termin ein Datum auf Wiedervorlage?
Wie planen Sie die Welle über vier Wochen?
Sie planen die Welle in vier Wochen mit je einem Ziel: Liste klären, erste Anrufe führen, Quoten auswerten, Welle anpassen. Wer ohne Plan beginnt, ruft in Wellen an, die niemand auswertet.
| Woche | Ziel | Ergebnis am Ende der Woche |
|---|---|---|
| 1 | Liste mit 30 Kunden, Lücke und Anlass je Kunde, Abstimmung mit dem Außendienst | Freigegebene Liste, Briefing-Vorlage steht |
| 2 | Erste 15 Anrufe, Ergebnisse in die Kundendatei | Erreichte Kunden, erste Einwände, erste Termine |
| 3 | Restliche 15 Anrufe, Nachfassen bei Wiedervorlagen | Alle Kunden einmal angesprochen |
| 4 | Auswertung der Quoten, Anpassung von Anlass und Einstieg | Entscheidung über die zweite Welle |
Der Plan hat zwei Entscheidungspunkte. Nach Woche 2 prüfen Sie, ob der Einstieg trägt: Erreichen Ihre Anrufer die Ansprechpartner, und nennen diese einen Bedarf? Wenn nicht, ändern Sie die Frage im Einstieg und nicht die Liste. Nach Woche 4 entscheiden Sie anhand der Quoten, ob sich eine größere Welle lohnt. Die Rechnung weiter oben liefert die Schwelle: Liegt der gemessene Zusatzumsatz je Anruf über Ihren Kosten je Anruf, wächst die Welle.
Ein Gesprächsleitfaden für beide Fälle, Cross-Selling und Upselling, spart in dieser Phase die meiste Zeit. Zwei Seiten genügen: Einstiegsfrage, zwei Folgefragen, Übergang zum Termin, drei Einwände. Alle Anrufer in Ihrem Haus nutzen dieselbe Fassung, und Sie vergleichen Ergebnisse sauber. Rufen Sie niemals dieselbe Person im Abstand von weniger als drei Monaten für einen weiteren Zusatzverkauf an.
Wer die Welle nicht selbst führt, übergibt sie mit dem Leitfaden und der Liste an einen Dienstleister. Auch dann bleibt die Verantwortung für den Kunden bei Ihnen. Ein Kunde, der sich über zu viele Anrufe beschwert, beschwert sich bei Ihnen, nicht beim Dienstleister. Legen Sie deshalb eine Obergrenze für die Zahl der Anrufe je Kunde und Jahr fest und halten Sie sie in der Kundendatei sichtbar.
Prüfen Sie den Kaufcheck auch bei Bestandskunden: Interesse, Bedarf, Entscheider und Zeitpunkt. Ein Termin, bei dem der Ansprechpartner nicht über den Kauf entscheidet, kostet den Außendienst Zeit ohne Aussicht. Fragen Sie im Anruf nach, wer die Entscheidung trifft, und laden Sie ihn zum Termin ein.
Wann passt der Ausbau per Telefon nicht?
Der Ausbau per Telefon passt nicht, wenn Ihre Daten keine Kaufhistorie enthalten, ein Kunde eine offene Reklamation hat oder Ihr Sortiment keine sinnvolle Ergänzung bietet. Dann trifft der Anruf auf einen Kunden, der etwas anderes erwartet.
- Wenn Ihre Kundendatei weder Kaufhistorie noch Ansprechpartner enthält, fehlt die Grundlage, um Lücken zu erkennen. Pflegen Sie zuerst die Daten.
- Wenn ein Kunde eine offene Reklamation oder einen Lieferverzug hat, schadet jeder Zusatzanruf. Klären Sie den Fall zuerst.
- Wenn Ihr Sortiment keine sinnvolle Ergänzung zum Erstprodukt bietet, verkaufen Sie mit Cross-Selling Dinge, die der Kunde nicht braucht, und verlieren Vertrauen.
- 01
Allen Kunden dasselbe Zusatzprodukt anbieten.
Folge: Kunden erkennen den Serienanruf, und das Angebot trifft bei den meisten keinen Bedarf.
Besser: Je Kunde die konkrete Lücke aus Kaufhistorie und Einsatz bestimmen und nur dort anrufen.
- 02
Im Anruf mit dem Produkt einsteigen.
Folge: Der Kunde hört einen Verkaufsanruf und blockt, bevor Sie nach dem Einsatz fragen konnten.
Besser: Mit einer Frage zum Betrieb oder zum Einsatz beginnen und das Produkt erst nennen, wenn der Bedarf benannt ist.
- 03
Den Anruf nicht mit dem Außendienst abstimmen.
Folge: Der Außendienst steht vor einem Kunden, der gestern angerufen wurde, und erfährt es vom Kunden.
Besser: Liste vorab durchgehen, Kunden mit laufenden Gesprächen streichen und Ergebnisse am selben Tag zurückmelden.
- 04
Zusatzverkauf mit einem Rabatt eröffnen.
Folge: Der Kunde lernt, dass Zusatzprodukte nur mit Nachlass zu haben sind.
Besser: Nutzen und Anlass vor den Preis stellen und Konditionen erst im Angebot nennen.
Prüfen Sie zuerst Ihre Datei: Wenn Kaufhistorie und Ansprechpartner stehen, beginnen Sie mit 30 Kunden. Nach zwei Wochen wissen Sie, ob die Quoten eine größere Welle tragen.
Was ist der nächste Schritt?
Der nächste Schritt ist eine Liste mit 30 Kunden: Kaufhistorie, vermutete Lücke, Art der Lücke, Anlass. Rufen Sie sie in zwei Wochen an, notieren Sie Ergebnis und Grund und zählen Sie Termine und Aufträge. Wenn Sie die Anrufe nicht selbst führen möchten, übernimmt das KRAUSS: Die Telefonakquise von KRAUSS beschreibt den Ablauf, die Methode zeigt, wie aus einem Anruf ein bestätigter Termin wird. Das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt. Den Umfang legen Sie im 15-Minuten-Gespräch fest. Der Preis richtet sich nach Zielmarkt, Erreichbarkeit der Entscheider und Terminmenge: Im Angebot-Konfigurator stellen Sie Ihre Anfrage in 2 Minuten zusammen. Ein Gespräch mit Jesse Klotz dauert 15 Minuten.
Vom Wissen zum Termin
Was kostet das in Ihrem Markt?
Der Preis richtet sich nach Zielmarkt, Erreichbarkeit und Terminmenge. Wenn das Gespräch sitzt, führen wir es für Sie. Das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt. Den Umfang legen Sie im 15-Minuten-Gespräch fest.









