Inhalt15 Abschnitte
- 01Was ist der Challenger Sale?
- 02Welche fünf Verkäuferprofile unterscheidet das Modell?
- 03Wie funktionieren Lehren, Anpassen und Führen?
- 04Wie entsteht ein Commercial Insight?
- 05Wie passen Sie die Botschaft an Rolle und Entscheider an?
- 06Wie führen Sie das Gespräch, ohne zu drängen?
- 07Wo passt der Challenger-Ansatz am Telefon?
- 08Was bringt ein besserer Einstieg in Terminen?
- 09Wie sieht der Challenger-Ansatz in der Praxis aus?
- 10Wie verhält sich der Challenger-Ansatz zu SPIN Selling?
- 11Wie trainieren Sie den Challenger-Ansatz im Team?
- 12Welche Fehler machen Verkäufer mit dem Challenger-Ansatz?
- 13Wann hilft der Challenger-Ansatz nicht?
- 14Welche Prüfliste zeigt Ihren Stand in 30 Minuten?
- 15Was ist der nächste Schritt?
Was ist der Challenger Sale?
Im Challenger Sale zeigt der Verkäufer dem Kunden etwas Neues über dessen Geschäft, statt nur auf Wünsche zu antworten. Das Buch von Matthew Dixon und Brent Adamson erschien am 10. November 2011 bei Portfolio/Penguin (Wikipedia, Stand 10/2026).
Die Autoren werteten Daten von Verkäufern aus und fanden fünf Verhaltensprofile. Eines davon, der Challenger, schnitt in komplexen B2B-Geschäften am besten ab (Wikipedia, Stand 10/2026). Der Kerngedanke: Kunden kennen ihre Lösungen oft schon, bevor sie mit einem Verkäufer sprechen. Der Verkäufer, der nur nachfragt und liefert, wird austauschbar. Der Verkäufer, der etwas zeigt, das der Kunde noch nicht gesehen hat, wird zum Gesprächspartner.
Das Modell hat zwei Seiten, die Sie auseinanderhalten sollten. Die erste ist eine Beobachtung über Verhalten im Verkauf. Die zweite ist ein Rezept, das aus dieser Beobachtung folgt: Lehren, Anpassen, Führen. Beide gehören zusammen, aber nur die Beobachtung steht auf der Studie der Autoren. Das Rezept bleibt eine Anleitung, die Sie in Ihrem Markt prüfen müssen.
Diese Seite erklärt das Modell, zeigt Vorlagen für die drei Schritte und sagt, wo der Ansatz am Telefon und im Erstgespräch passt und wo nicht. KRAUSS trainiert Vertriebsteams am Telefon und im Erstgespräch. Die Seite ordnet ein, wie der Ansatz in dieses Training passt.
Welche fünf Verkäuferprofile unterscheidet das Modell?
Das Modell unterscheidet fünf Profile: Hard Worker, Challenger, Relationship Builder, Lone Wolf und Reactive Problem Solver. Der Challenger gilt laut den Autoren als leistungsstärkstes Profil in komplexen B2B-Geschäften (Wikipedia, Stand 10/2026).
Die Profile beschreiben, wie ein Verkäufer in Gesprächen auftritt. Sie sind keine Charaktertypen, und die meisten Verkäufer zeigen Anteile mehrerer Profile. Für die Führung eines Teams sind sie eine Spiegelung: Wo steht jeder Verkäufer heute, und welches Verhalten fehlt?
| Profil | Auftreten im Gespräch | Typische Stärke | Typisches Risiko |
|---|---|---|---|
| Hard Worker | Viele Kontakte, hohe Ausdauer | Zuverlässigkeit | Menge ohne Zuschnitt |
| Challenger | Bringt neue Sicht, führt das Gespräch | Wirkt auf Entscheider | Wirkt überheblich ohne Beleg |
| Relationship Builder | Pflegt Beziehungen, hilft | Vertrauen | Gibt dem Kunden nur, was er fragt |
| Lone Wolf | Folgt dem eigenen Gespür | Eigenständigkeit | Schwer zu führen |
| Reactive Problem Solver | Löst Anliegen zuverlässig | Servicequalität | Wartet auf den Kunden |
Die Tabelle ist eine Lesehilfe. Wer sie auf Mitarbeiter anwendet und nach Etikett einsortiert, macht aus dem Modell ein Schubladensystem. Sinnvoller ist es, jeden Verkäufer nach Mitschnitten zu beschreiben: Wo bringt er einen Einblick, wo wartet er, wo hilft er, ohne zu führen?
Wie funktionieren Lehren, Anpassen und Führen?
Lehren, Anpassen und Führen sind die drei Schritte des Ansatzes. Lehren bringt einen belegten Einblick, Anpassen schneidet ihn auf Rolle und Lage zu, Führen steuert das Gespräch zum nächsten Schritt.
Jeder Schritt hat eine Aufgabe, ein Merkmal und einen Fehler, den Sie vermeiden:
- Lehren. Sie zeigen dem Kunden etwas, das er über sein Geschäft noch nicht weiß, und stützen es mit einem Beleg. Fehler: Ein Vortrag ohne Beleg.
- Anpassen. Sie legen den Einblick auf die Rolle des Gesprächspartners aus: Was bedeutet er für einen Einkaufsleiter, was für einen Geschäftsführer? Fehler: Derselbe Text für alle.
- Führen. Sie schlagen den nächsten Schritt klar vor und bleiben dabei, wenn der Kunde zögert. Fehler: Auf Antwort warten, statt zu führen.
Die drei Schritte hängen voneinander ab. Ein Einblick ohne Zuschnitt verpufft, ein Zuschnitt ohne Einblick ist Gerede, und Führung ohne beides ist Druck. Das Modell funktioniert, wenn alle drei zusammenkommen.
Wer SPIN Selling kennt, erkennt den Unterschied. SPIN lässt den Kunden sein Problem finden, der Challenger-Ansatz bringt ihn dorthin. Beide Wege sind legitim. Die Seite zu SPIN Selling zeigt den fragenden Weg und eine Rechnung, die der Kunde selbst aufstellt.
Wie entsteht ein Commercial Insight?
Ein Commercial Insight entsteht aus einer Beobachtung über den Markt des Kunden, einem Beleg und einer Folge, die zur Stärke Ihres Angebots führt. Ohne den Beleg bleibt er eine Behauptung.
Ein Einblick besteht aus drei Teilen. Die Beobachtung nennt, was im Markt des Kunden geschieht: eine Veränderung, ein Muster, ein Risiko. Der Beleg stützt sie mit einer Zahl, einem Beispiel oder einer Quelle, die der Kunde prüfen kann. Die Folge zeigt, was das für den Kunden bedeutet und warum Ihr Angebot dazu passt.
Beobachtung: [Was geschieht gerade in der Branche oder im Markt des Kunden] Beleg: [Zahl, Beispiel oder Quelle, die der Kunde prüfen kann] Folge für den Kunden: [Was verliert er oder verpasst er, wenn er nichts ändert] Verbindung zu uns: [Wie unser Angebot diese Folge löst] Frage zum Abschluss: [Eine Frage, die den Kunden zur Antwort einlädt]
Bauen Sie zwei bis drei Einblicke, nicht zwanzig. Ein Einblick, den der Verkäufer im Schlaf erzählen kann, wirkt besser als ein Dutzend, die er abliest. Prüfen Sie jeden Einblick an drei Fragen: Stimmt er? Ist er für diesen Kunden neu? Führt er zu etwas, das Sie lösen können?
Ein Einblick zeigt dem Kunden etwas Neues, ohne ihn zu belehren. Der Ton entscheidet. Sagen Sie "Wir sehen bei Betrieben Ihrer Größe häufig, dass ..." statt "Sie machen das falsch". Der Kunde soll den Einblick annehmen, nicht abwehren.
Belege gehören zu den schwierigsten Teilen. Eine eigene Auswertung Ihrer Kunden ist ein guter Beleg, wenn Sie sie offenlegen können. Zahlen aus Verbandsberichten oder amtlichen Statistiken tragen, wenn Sie die Quelle nennen. Eine Zahl ohne Quelle ist ein Risiko, weil der Entscheider sie prüfen kann und im Zweifel gegen Sie liest.
Wie passen Sie die Botschaft an Rolle und Entscheider an?
Sie passen die Botschaft an, indem Sie denselben Einblick für jede Rolle in deren Sprache übersetzen: Kosten für den Geschäftsführer, Risiko für den Einkauf, Aufwand für die Fachabteilung. Der Einblick bleibt gleich, die Folge ändert sich.
In B2B-Geschäften entscheidet selten eine Person allein. Das Kaufgremium besteht aus Beteiligten mit verschiedenen Interessen. Ein Entscheider hört auf anderes als ein Anwender. Wer allen denselben Text erzählt, trifft keinen.
| Rolle | Was sie interessiert | Wie die Folge klingt |
|---|---|---|
| Geschäftsführer | Ergebnis, Risiko, Wachstum | Was kostet das im Jahr, und was gewinnen Sie? |
| Einkaufsleiter | Preis, Lieferfähigkeit, Alternativen | Wie sicher ist Ihre Versorgung, was kostet ein Ausfall? |
| Fachabteilung | Alltag, Aufwand, Qualität | Wie viel Zeit verlieren Ihre Leute damit? |
| Qualitätsleiter | Nachweise, Normen, Rückverfolgung | Welches Risiko tragen Sie bei der nächsten Prüfung? |
Die Anpassung beginnt mit Zuhören. Der erste Satz des Kunden zeigt, welche Rolle er spielt und wo sein Interesse liegt. Wer den Einblick danach auswählt, trifft meist die richtige Folge. Wer ihn vorab festlegt, trifft oft daneben. Für die Ansprache einzelner Rollen finden Sie Gesprächsbausteine im Leitfaden für Geschäftsführer im Mittelstand. Wie Sie den richtigen Gesprächspartner überhaupt erreichen, zeigt der Leitfaden zum Finden und Erreichen von Entscheidern.
Wie führen Sie das Gespräch, ohne zu drängen?
Sie führen das Gespräch, indem Sie nach jedem Schritt den nächsten Schritt vorschlagen und begründen. Der Kunde darf widersprechen, der Verkäufer bleibt beim Ziel und passt den Weg an.
Führen heißt nicht, gegen den Willen des Kunden zu entscheiden. Es heißt, Orientierung zu geben. Viele Kunden sind unsicher, was als Nächstes kommt, und danken dem Verkäufer, der es sagt. Die Autoren sprechen von einer konstruktiven Spannung: Der Verkäufer stellt die Sicht des Kunden infrage und bleibt dabei respektvoll.
Zusammenfassung: Sie haben gesagt, [Aussage des Kunden]. Das passt zu dem, was wir bei [Art von Betrieben] sehen. Vorschlag: Ich schlage vor, dass wir [nächster Schritt] am [Tag A] oder [Tag B] machen. Begründung: Dann können wir [Nutzen für den Kunden] klären, bevor [Zeitpunkt oder Anlass]. Rückfrage bei Zögern: Was müsste für Sie vorher klar sein, damit der Termin sich lohnt?
Die Rückfrage bei Zögern ist der wichtigste Teil. Sie macht aus einem Nein ein Problem, das sich benennen lässt. Nennt der Kunde einen Grund, lässt sich darauf antworten. Das ist der Kern der Einwandbehandlung: nicht überreden, sondern den wahren Grund finden. Formulierungen dafür liefert der Leitfaden zur Einwandbehandlung am Telefon.
Wo passt der Challenger-Ansatz am Telefon?
Der Challenger-Ansatz passt am Telefon als Einstieg, der den Anruf begründet, und im Erstgespräch als Kern des Gesprächs. Die ganze Tiefe des Lehrens braucht Zeit, die ein Anruf bei einem unbekannten Entscheider nicht hat.
In der Kaltakquise hat der Anrufer wenige Sekunden. Ein Einstieg mit Einblick beantwortet die Frage, die jeder Angerufene stellt: Warum ruft der an? "Wir haben bei Betrieben Ihrer Größe beobachtet, dass [Beobachtung]. Ich wollte fragen, ob das bei Ihnen auch eine Rolle spielt." Der Entscheider hört einen Anlass, der ihn betrifft, nicht ein Produkt.
| Gesprächsart | Ziel | Rolle des Ansatzes |
|---|---|---|
| Erste Ansprache am Telefon | Termin vereinbaren | Ein Satz Einblick als Anlass, dann Terminvorschlag |
| Terminvereinbarung mit Entscheider | Bedarf prüfen, Termin sichern | Einblick plus Frage nach der Lage, Führung zum Termin |
| Erstgespräch im Termin | Neue Sicht aufbauen | Volle Folge Lehren, Anpassen, Führen |
| Folgegespräch zum Angebot | Entscheidung vorbereiten | Führen, Anpassen an das Gremium |
Der Kaufcheck von KRAUSS prüft am Telefon Interesse, Bedarf, Entscheider und Zeitpunkt. Ein Einstieg mit Einblick erleichtert das, weil der Entscheider auf eine Beobachtung reagiert und dabei seine Lage nennt. Wir bestätigen jeden Termin doppelt. Wie Sie einen Einstieg mit Anlass formulieren, zeigt der Leitfaden zum Gesprächseinstieg im B2B.
Eine Grenze gilt für Anrufe: Ein Einblick, den der Entscheider als Angriff hört, endet das Gespräch. Am Telefon ist Zurückhaltung die bessere Form der Herausforderung. Fragen Sie, ob der Einblick zutrifft, statt zu behaupten, dass er zutreffen muss.
Was bringt ein besserer Einstieg in Terminen?
Ein besserer Einstieg bringt Termine aus Gesprächen, die ohnehin stattfinden. Die Rechnung zeigt den Hebel mit Beispielzahlen, die Sie durch Ihre eigene Zählung ersetzen.
Der Einstieg wirkt auf eine Zahl: Wie viele Gespräche mit Entscheidern enden mit einem Termin? Die Wahlversuche und die Erreichbarkeit ändern sich nicht. Wer den Einstieg verbessert, holt mehr aus dem, was er schon hat. Alle Werte unten sind Annahmen dieses Beispiels, keine Marktwerte und keine Preise von KRAUSS.
Rechenbeispiel
Beispielzahlen, frei gewählt, keine Messwerte
Zusätzliche Termine durch einen besseren Einstieg am Telefon
- Annahme: Wahlversuche im Monat600(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
- Annahme: Anteil der Versuche, die einen Entscheider erreichen20 %(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert, nehmen Sie Ihre Zählung)
- Annahme: Termine je 100 Gespräche mit dem bisherigen Einstieg8 Termine(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert, nehmen Sie Ihre Zählung)
- Annahme: Termine je 100 Gespräche mit dem Einstieg über einen Einblick12 Termine(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert, im Test zu messen)
- Annahme: Anteil der Termine, die zum Auftrag werden15 %(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert, nehmen Sie Ihre Quote)
- Annahme: Deckungsbeitrag je Auftrag in Euro6.000 €(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert, nehmen Sie Ihren Wert)
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Gespräche mit Entscheidern im Monat | 600 × 20 % ÷ 100 | 120 |
| Termine im Monat mit dem bisherigen Einstieg | 600 × 20 % ÷ 100 × 8 ÷ 100 | 9,6 Termine |
| Termine im Monat mit dem neuen Einstieg | 600 × 20 % ÷ 100 × 12 ÷ 100 | 14,4 Termine |
| Zusätzliche Termine im Monat | 600 × 20 % ÷ 100 × (12 − 8) ÷ 100 | 4,8 Termine |
Mit diesen Annahmen führen 120 Gespräche im Monat zu 9,6 Termine Terminen mit dem bisherigen Einstieg und zu 14,4 Termine Terminen mit dem neuen. Der Unterschied beträgt 4,8 Termine Termine im Monat.
Die Rechnung zeigt auch, was sie nicht zeigt: Die Wirkung des Einblicks ist eine Annahme. Prüfen Sie sie mit einem Test über vier Wochen. Eine Hälfte der Anrufer nutzt den bisherigen Einstieg, die andere den neuen, beide führen mindestens 100 Gespräche. Erst dann steht die Zahl, mit der Sie die Rechnung füllen.
Dazu: Gesprächs-Simulator, Simulator im Browser, ohne Formular.
Wie sieht der Challenger-Ansatz in der Praxis aus?
In der Praxis steht und fällt der Ansatz mit dem Beleg. In einem Projekt für einen Hersteller von Hygienelösungen für die Gastronomie begann der Einstieg bisher mit der Vorstellung des Sortiments. Von 40 Gesprächen mit Küchenleitern führten 3 zu einem Termin. Der Vertrieb wertete aus, wie oft Betriebe bei Hygienekontrollen Mängel an Ausgabestellen hatten, und baute daraus einen Einblick. Nach der Umstellung führten 40 Gespräche zu 8 Terminen.
In einem Projekt für einen Anbieter von Verpackungslösungen legte der Vertrieb den Einblick zu allgemein an: "Verpackung wird teurer." Die Einkaufsleiter kannten die Aussage und reagierten mit "Das wissen wir". Erst als der Einblick sich auf eine Veränderung bei einem Material bezog, die den Einkaufsleiter betraf, entstanden Gespräche. Aus 25 Anrufen wurden 6 Termine, vorher 2.
Beide Beispiele zeigen, dass der Einblick konkret und für den Kunden neu sein muss. Sie zeigen nicht, dass Ihr Team dieselben Werte erreicht.
Wie verhält sich der Challenger-Ansatz zu SPIN Selling?
Der Challenger-Ansatz lehrt zuerst, SPIN Selling fragt zuerst. Der eine bringt den Kunden auf ein Problem, der andere lässt ihn sein Problem beziffern. In der Praxis verbinden gute Teams beide.
Die Verbindung folgt einer einfachen Logik. Kennt der Kunde sein Problem, fragen Sie danach und lassen es beziffern. Kennt er es nicht, lehren Sie es mit einem Einblick und fragen dann, ob es zutrifft. Nach dem Einblick folgen Problem- und Implikationsfragen, die den Wert in Zahlen des Kunden fassen. Das Ergebnis ist ein Gespräch, in dem der Verkäufer etwas zeigt und der Kunde etwas rechnet.
| Ansatz | Erster Schritt | Stärke | Voraussetzung |
|---|---|---|---|
| Challenger Sale | Einblick bringen | Wirkt, wenn der Kunde sein Problem nicht kennt | Belegter Einblick |
| SPIN Selling | Fragen stellen | Wert entsteht aus Zahlen des Kunden | Kunde kennt sein Problem |
| Beziehungsverkauf | Vertrauen aufbauen | Langfristige Bindung | Zeit und Kontinuität |
| Qualifizierung nach BANT | Prüfen | Schnelle Auswahl | Klare Kriterien |
Die Wahl hängt vom Kunden ab, nicht vom Geschmack des Verkäufers. Ein Verkäufer, der beides beherrscht, wechselt im Gespräch. Das verlangt Übung und Ehrlichkeit mit sich selbst: Wo fragt er aus Gewohnheit, wo lehrt er aus Eitelkeit?
Wie trainieren Sie den Challenger-Ansatz im Team?
Sie trainieren den Ansatz im Team über belegte Einblicke, Rollenspiele mit Widerspruch und Mitschnitte, die Sie nach den drei Schritten auswerten. Training ohne Einblick bleibt Rhetorik.
Beginnen Sie mit der Arbeit, die kein Training ersetzt: Das Team trägt zwei bis drei Einblicke zusammen und belegt sie. Das dauert Tage, nicht Stunden, und der Vertriebsleiter entscheidet, welche Einblicke gelten. Danach folgen Rollenspiele, in denen der Kunde widerspricht, ablehnt oder abwiegelt. Ein Challenger-Gespräch ohne Widerspruch ist kein Test.
Die Auswertung der Mitschnitte folgt drei Fragen. Gab es einen Einblick mit Beleg? Wurde die Botschaft auf die Rolle des Gesprächspartners zugeschnitten? Gab es einen klaren nächsten Schritt? Wer die Fragen nach jedem Anruf beantwortet, sieht, welcher Schritt fehlt.
KRAUSS trainiert Vertriebsteams am Telefon und im Erstgespräch. 10.000+ Das Training arbeitet mit Ihren Kunden und Ihren Einwänden. Einen Anhaltspunkt für den Stand Ihres Teams liefert der Team-Skill-Check auf der Seite Training.
Welche Fehler machen Verkäufer mit dem Challenger-Ansatz?
Vier Fehler kosten am meisten Wirkung: provozieren ohne Beleg, lehren ohne zuzuhören, den Ansatz auf alle Kunden gleich anwenden und Führung mit Druck verwechseln.
- 01
Provozieren, ohne zu belegen.
Folge: Der Entscheider hört eine Behauptung, hält den Anrufer für unvorbereitet und beendet das Gespräch.
Besser: Jeden Einblick mit einer Zahl oder einem Beispiel aus dem Markt des Kunden stützen und die Quelle nennen können.
- 02
Lehren, ohne zuzuhören.
Folge: Der Verkäufer hält einen Vortrag, der zur Rolle des Gesprächspartners nicht passt, und verliert ihn nach dem zweiten Satz.
Besser: Nach dem Einblick eine Frage stellen und die Antwort für den Zuschnitt auf Rolle und Lage nutzen.
- 03
Den Ansatz an alle Kunden gleich anwenden.
Folge: Bei Kunden, die ein klar umrissenes Problem haben und eine Lösung suchen, wirkt der Einblick wie ein Umweg.
Besser: Prüfen, ob der Kunde sein Problem kennt. Kennt er es, fragen Sie danach, kennt er es nicht, lehren Sie.
- 04
Führen mit Druck verwechseln.
Folge: Der Entscheider fühlt sich gedrängt, sagt den Termin ab oder erscheint nicht.
Besser: Den nächsten Schritt klar vorschlagen und begründen, ohne den Kunden zu überfahren.
Der erste Fehler ist der häufigste und der gefährlichste. Er entsteht, wenn Teams das Wort "Challenger" mit Herausforderung gleichsetzen. Der Kunde soll aber nicht herausgefordert werden, sondern etwas Neues erfahren. Ein belegter Einblick ist eine Einladung. Eine Provokation ohne Beleg ist ein Angriff.
Wann hilft der Challenger-Ansatz nicht?
Der Challenger-Ansatz hilft nicht ohne belegten Einblick, bei Kunden mit klar umrissenem Problem und bei Teams, die Einwände nicht beherrschen.
- Wenn Sie keinen belegten Einblick in den Markt Ihres Kunden haben, fehlt dem Ansatz die Grundlage. Bauen Sie zuerst zwei bis drei belegte Einblicke auf und nutzen Sie bis dahin Problemfragen.
- Wenn Ihre Kunden ein klar umrissenes Problem haben und aktiv ein Angebot einholen, kostet der Umweg über einen Einblick Zeit. Dort gewinnt, wer schnell und genau antwortet.
- Wenn Ihr Team die Einwände nicht beherrscht, scheitert der Ansatz am ersten Widerspruch, den Challenger gerade herausfordern. Üben Sie zuerst die Einwandbehandlung.
Prüfen Sie, welcher Fall bei Ihnen zutrifft. Wer keinen Einblick hat, baut zuerst einen, mit Zahlen aus dem eigenen Kundenstamm oder aus Quellen, die der Kunde nachprüfen kann. Wer Kunden bedient, die schon wissen, was sie wollen, antwortet am besten schnell und genau. Und ein Team, das bei der ersten Absage das Gespräch beendet, übt zuerst den Umgang mit Widerspruch.
Welche Prüfliste zeigt Ihren Stand in 30 Minuten?
Die Prüfliste mit acht Punkten zeigt Ihren Stand in 30 Minuten. Jedes Nein nennt einen Schritt, den Sie als Nächstes klären.
- Haben Sie zwei bis drei Einblicke mit Beleg schriftlich?
- Können Sie für jeden Einblick sagen, woher die Zahl oder das Beispiel stammt?
- Haben Sie die Folge für Geschäftsführer, Einkauf und Fachabteilung getrennt formuliert?
- Beginnt Ihr Einstieg am Telefon mit einem Anlass statt mit einem Produkt?
- Schlagen Sie in jedem Gespräch einen konkreten nächsten Schritt vor?
- Haben Sie eine Rückfrage für den Fall, dass der Kunde zögert?
- Testen Sie den neuen Einstieg mit mindestens 100 Gesprächen gegen den alten?
- Werten Sie Mitschnitte nach Einblick, Zuschnitt und nächstem Schritt aus?
Was ist der nächste Schritt?
Der nächste Schritt ist ein Einblick mit Beleg: Schreiben Sie einen auf, prüfen Sie die Quelle und testen Sie ihn vier Wochen als Einstieg gegen Ihren bisherigen.
Wenn Ihr Team die drei Schritte üben soll, trainiert KRAUSS Vertriebsteams am Telefon und im Erstgespräch. 10.000+ Wenn Ihnen vor allem Termine fehlen, übernimmt die Telefonakquise von KRAUSS die Stufe vor dem Erstgespräch, und die Methode zeigt den Kaufcheck. Ihr Angebot stellen Sie im Angebotskonfigurator zusammen. Den Einstieg am Telefon üben Sie im Gesprächs-Simulator. Ein Gespräch mit Jesse Klotz dauert 15 Minuten.








