Inhalt11 Abschnitte
- 01Was ist B2B-Terminvereinbarung, und was ist sie nicht?
- 02Wie läuft eine B2B-Terminierung ab?
- 03Was ist ein qualifizierter Termin?
- 04Wie bitten Sie einen Entscheider um einen Termin?
- 05Wie viele Anrufe braucht ein Termin?
- 06Was kostet ein Termin?
- 07Wie senken Sie das Ausfallrisiko eines Termins?
- 08Intern oder extern terminieren: Was lohnt sich wann?
- 09Welche Fehler vermeiden Sie bei der Terminvereinbarung?
- 10Wann ist externe Terminvereinbarung nicht die richtige Lösung?
- 11Welche Checkliste hilft vor der Entscheidung für einen Anbieter?
Was ist B2B-Terminvereinbarung, und was ist sie nicht?
B2B-Terminvereinbarung umfasst alles zwischen Zielgruppe und Verkaufsgespräch: Entscheider auswählen, ansprechen, ihr Interesse prüfen und einen Termin im Kalender des Vertriebs eintragen.
Terminierung nennt dieselbe Arbeit, Appointment Setting ist der englische Begriff (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Ein Terminierungsservice übernimmt diese Arbeit für den Auftraggeber. Die KRAUSS GmbH (Landsberg am Lech) besteht seit April 2011 und hat nach eigener Angabe 100.000+ Verkaufstermine vereinbart (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Die Leistung dahinter heißt Telefonakquise und Terminvereinbarung für den Außendienst.
Terminvereinbarung unterscheidet sich von Leadgenerierung. Ein Lead ist nach dem Glossar der KRAUSS GmbH ein Kontakt, der Interesse signalisiert hat und dessen Kaufinteresse, Bedarf und Zeitpunkt noch niemand geprüft hat (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Ein Verkaufstermin hat bei KRAUSS den Kaufcheck bestanden. Terminvereinbarung ist auch kein Verkaufsgespräch: Den Abschluss führt der Außendienst, und die erste Meile endet mit dem bestätigten Termin.
| Kriterium | Terminvereinbarung | Leadgenerierung | Verkaufsgespräch |
|---|---|---|---|
| Ergebnis | bestätigter Termin mit einem Entscheider | Kontakt mit Interesse, das noch niemand geprüft hat | Angebot oder Abschluss |
| Prüfung vor der Übergabe | Kaufcheck bestanden | folgt in der Leadqualifizierung | Klärung von Angebot und Abschluss im Gespräch |
| Wer führt es | Anrufer im Namen des Auftraggebers | je nach Anbieter Marketing oder Anrufer | Außendienst des Auftraggebers |
| Messgröße | Termine, die stattfinden | je nach Anbieter Kontakte oder qualifizierte Leads | Abschlüsse |
Landet ein Kontakt ohne Prüfung im Kalender des Außendiensts, kostet er Fahrzeit und bringt womöglich keinen Umsatz. Den Unterschied im Einkauf zeigt der Vergleich Terminvereinbarung oder Leadkauf.
Wie läuft eine B2B-Terminierung ab?
Bei KRAUSS läuft eine B2B-Terminierung in acht Schritten von der Zielgruppe bis zum Wochenreport ab, und ein Termin entsteht erst, wenn der Kaufcheck in Schritt 4 bestanden ist (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).
- Zielgruppenanalyse und Entscheiderdatenbank. KRAUSS legt mit dem Auftraggeber Branchen, Betriebe, Rollen und Regionen fest, bevor der erste Anruf läuft. Die passenden Entscheider zieht KRAUSS aus einer Datenbank mit 480.000+ Entscheiderkontakten nach Angabe von KRAUSS (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).
- Gesprächsleitfaden. KRAUSS schreibt den Leitfaden mit dem Wissen der Spezialisten des Auftraggebers, in dessen Tonfall, und der Auftraggeber gibt jeden Leitfaden frei.
- Ansprache im Namen des Auftraggebers. Akquiseprofis rufen die Entscheider im Namen des Auftraggebers an, und der Angerufene kann das Gespräch jederzeit beenden.
- Kaufcheck. Jedes Gespräch prüft vier Punkte: Kaufinteresse, Kaufbedarf, Entscheider und Zeitpunkt, und ohne bestandenen Kaufcheck entsteht kein Termin.
- A·B·C-Bewertung. Jedes Gespräch endet mit einer Einordnung, die den nächsten Schritt festlegt: A bekommt einen Termin, B geht in die Liveshow und auf Wiedervorlage, und C ersetzt KRAUSS durch neues Potenzial.
- Termin und doppelte Terminbestätigung. KRAUSS bucht den Termin in einen freien Slot des Außendiensts und bestätigt ihn telefonisch beim Gesprächspartner und beim Auftraggeber, und der Außendienst erhält ein Briefing zu Bedarf, Kaufpotenzial und A·B·C-Einordnung.
- Wiedervorlage. KRAUSS setzt Interessenten, die heute noch nicht kaufen, auf Wiedervorlage und fasst später nach.
- Wochenreport. Jede Woche zeigt ein Report die Termine, die Einordnung jedes Kontakts und die Wiedervorlagen.
Wie lange dauert es bis zu den ersten Terminen?
Rund 14 Tage dauert es nach der Projekterfahrung von KRAUSS vom Briefing bis zu den ersten Terminen (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Der Wert hängt von Zielgruppe und Region ab und ist keine Zusage. Die Schritte im Detail beschreibt die Methode der KRAUSS GmbH.
Wer übernimmt welche Aufgabe bei externer Terminierung?
Bei externer Terminierung übernimmt KRAUSS als Terminierungsservice die Arbeit der Schritte 1 bis 8, und der Auftraggeber liefert Produktwissen, gibt den Leitfaden frei und hält freie Slots im Außendienst bereit.
| Aufgabe | Auftraggeber | KRAUSS |
|---|---|---|
| Zielgruppe und Argumente | liefert Produktwissen, stimmt die Zielgruppe ab | legt Idealkunden und Argumente gemeinsam mit dem Auftraggeber im Briefing fest |
| Gesprächsleitfaden | gibt jeden Leitfaden frei | schreibt den Leitfaden |
| Anrufe und Kaufcheck | keine Aufgabe im Tagesgeschäft | führt die Gespräche und prüft den Kaufcheck |
| Termin im Kalender | hält freie Slots in der Tour des Außendiensts bereit | bucht den Termin und bestätigt ihn doppelt |
| Verkaufsgespräch | Außendienst führt es | übergibt Termin und Briefing |
| Nachfassen bei Ausfall und bei B-Kontakten | meldet ausgefallene Termine an KRAUSS | startet nach der Meldung einen neuen Kontaktversuch und führt B-Kontakte in die Liveshow und auf Wiedervorlage |
Was ist ein qualifizierter Termin?
Bei KRAUSS ist ein Termin qualifiziert, wenn der Gesprächspartner den Kaufcheck bestanden hat und KRAUSS den Termin doppelt bestätigt hat. Der Kaufcheck der KRAUSS GmbH prüft vier Punkte, und nur wenn alle zutreffen, entsteht ein Termin.
| Punkt | Prüffrage im Gespräch | Wann der Punkt zutrifft |
|---|---|---|
| Kaufinteresse | Will der Gesprächspartner über ein Angebot sprechen? | Er fordert nicht nur Unterlagen an |
| Kaufbedarf | Gibt es einen konkreten Anlass? | zum Beispiel Umbau, Neubau, Wechsel oder Ausschreibung |
| Entscheider | Entscheidet die Person über den Kauf? | Sie sitzt am Tisch oder bringt den Entscheider mit |
| Zeitpunkt | Wann könnte ein Kauf fallen? | Ein Kauf ist in absehbarer Zeit möglich, nicht irgendwann |
Fehlt ein Punkt, geht der Kontakt nicht verloren: Die A·B·C-Bewertung ordnet ihn ein. A hat Kaufinteresse und bekommt einen Termin, B hat Potenzial ohne akuten Bedarf und geht in die Liveshow und auf Wiedervorlage, C hat kein Potenzial, und KRAUSS ersetzt den Kontakt.
Anbieter legen den Begriff verschieden aus, und deshalb gehört die Definition in jedes Angebot. Die Quellen in der Tabelle zeigen fünf Varianten.
| Quelle | Was zählt laut Quelle | Hinweis |
|---|---|---|
| KRAUSS GmbH | bestätigter, gebriefter Termin mit bestandenem Kaufcheck (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026) | Begriff von KRAUSS, keine Branchennorm |
| Ad LEGATE | Ein Termin zählt erst, wenn Rolle, Bedarf und Zeithorizont stimmen, nicht wenn irgendjemand zugesagt hat (Ad LEGATE, Stand 07/2026) | Eigenangabe des Anbieters |
| Telemarketing International | Ein Termin zählt nur, wenn er die vorab mit dem Auftraggeber festgelegten Rahmenbedingungen erfüllt (Telemarketing International, Stand 08/2026) | Eigenangabe des Anbieters |
| Bethke und Partner | Ein zugesagter Rückruf ist kein qualifizierter Termin (Bethke und Partner, Stand 08/2026) | Eigenangabe des Anbieters |
| Belkins | Die Auswertungen nach Uhrzeit, Rolle und Land zählen als positives Ergebnis auch eine erbetene Rückmeldung per Telefon oder E-Mail und einen vereinbarten Rückruf, nicht nur ein gebuchtes Meeting (Belkins, Stand 06/2026) | Studie auf eigenen Daten des Anbieters, Daten aus mehreren Ländern |
Eine Quote ist nur so viel wert wie die Definition ihres Zählers. Der Beitrag „Qualifizierter Termin im B2B“ vertieft, welche Angaben jeder Termin tragen muss.
Den Preis je Termin für Ihr Budget und die Erreichbarkeit Ihrer Zielgruppe rechnen Sie mit wenigen Eingaben selbst aus.
Wie bitten Sie einen Entscheider um einen Termin?
Sie bitten einen Entscheider um einen Termin, indem Sie den Anlass nennen, den Nutzen in einem Satz beschreiben und zwei konkrete Terminvorschläge machen.
Die Terminbitte am Telefon hat vier Bausteine: Einstieg mit Anlass, Nutzen in einem Satz, Terminvorschlag und Bestätigung. Ein Terminvorschlag nennt zwei konkrete Zeitfenster und lässt dem Gesprächspartner die Wahl, statt nach einem passenden Termin zu fragen.
| Baustein | Was er leistet | Beispielsatz mit Platzhaltern |
|---|---|---|
| Einstieg mit Anlass | erklärt, warum der Anruf genau diesen Gesprächspartner trifft | „Ich rufe an, weil [Anlass beim Gesprächspartner].“ |
| Nutzen | nennt in einem Satz, was das Gespräch klärt | „Dabei geht es um [Nutzen in einem Satz].“ |
| Terminvorschlag | bietet zwei Zeitfenster zur Wahl | „Passt Ihnen [erster Tag] oder [zweiter Tag] besser?“ |
| Bestätigung | hält Tag, Uhrzeit und Kanal schriftlich fest | „Dann halte ich [Tag und Uhrzeit] fest und schicke Ihnen die Bestätigung per E-Mail.“ |
Das Beispielgespräch mit Einwandbehandlung und den Wortlaut für Anrufe zeigt der Beitrag Termin vereinbaren: Muster für das Telefongespräch. Die schriftliche Terminbitte erklärt der Beitrag Termin vereinbaren: So schreiben Sie die Anfrage, weitere Formulierungen für Zeitfenster bietet der Beitrag Terminvorschläge formulieren, und den Gesprächsaufbau vertieft die Säule „Gesprächsleitfaden für die Telefonakquise“.
Welcher Kanal für die Ansprache zulässig ist, ist eine Rechtsfrage und gehört nicht in diese Säule, sondern in die Säule zur Kaltakquise im Recht. Klären Sie den Kanal, bevor Sie die Ansprache planen.
Wie viele Anrufe braucht ein Termin?
Laut den drei hier verglichenen Quellen braucht ein Termin 50 bis 80 Anrufe (Die Vertriebswikinger, Stand 06/2026), 56 bis 132 Wählversuche (Bethke und Partner, Stand 08/2026) oder rund 370 Wählversuche (Belkins, Stand 06/2026).
Ein Wählversuch zählt jedes Mal, wenn jemand eine Nummer wählt, auch wenn die Mailbox oder das Vorzimmer antwortet. Die Quellen zählen verschieden: Die Vertriebswikinger sprechen von Anrufen, Bethke und Partner zählt gelegte oder stattgefundene Termine, Belkins gebuchte Meetings. KRAUSS nennt hier keine eigene Quote, die Zahlen stammen aus den genannten Quellen.
| Quelle und Stichprobe | Zähleinheit der Quelle | Wert laut Quelle | Datengrundlage |
|---|---|---|---|
| Belkins, 175.000+ Wählversuche in 2025, Daten aus den USA, Großbritannien, Deutschland, Kanada und Schweden, belastbar laut Quelle nur für die USA (Belkins, Stand 06/2026) | gebuchtes Meeting je Wählversuch | rund 370 Wählversuche je Meeting | Auswertung eigener Daten des Anbieters |
| Bethke und Partner, eigene Kampagnen für SaaS, IT und Marketing (Bethke und Partner, Stand 08/2026) | gelegter und stattgefundener Termin | 56 bis 132 Wählversuche je gelegtem, 70 bis 189 je stattgefundenem Termin | eigene Kampagnen, nach Angabe des Anbieters keine Branchenstudie |
| Die Vertriebswikinger (Die Vertriebswikinger, Stand 06/2026) | qualifizierter Termin | 50 bis 80 Anrufe je Termin | keine Datengrundlage genannt |
Mögliche Gründe für die Spanne sind der Nenner, die Definition des Termins, die Zielgruppe, das Land, der Kanalmix und die Listenqualität, und die Quellen zeigen nicht, wie viel jeder Grund erklärt. Laut Bethke und Partner liegt die Terminquote der eigenen Leistung bei 9 bis 14 Prozent, bezogen auf Gespräche mit erreichten Entscheidern (Bethke und Partner, Stand 08/2026). Bezogen auf alle Wählversuche liegt sie bei 0,8 bis 1,8 Prozent (Bethke und Partner, Stand 08/2026). Bei diesem Anbieter entscheidet der Nenner also über die Zahl.
Das Preisblatt von KRAUSS rechnet statt mit Anrufen mit Akquisestunden und unterscheidet drei Stufen der Erreichbarkeit: gut erreichbar, anspruchsvoll und schwer erreichbar (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Die vollständige Quellentabelle, Prüffragen an Anbieter und die Rückrechnung vom Wunschtermin auf Anrufe und Akquisestunden zeigt der Beitrag „Wie viele Anrufe für einen Termin“. Das Rechenbeispiel im nächsten Abschnitt setzt die Akquisestunden in Euro um.
Was kostet ein Termin?
Im Paket Start kostet ein Termin bei 6 Akquisestunden je Termin, einer Annahme dieses Beispiels, 514 € im Modell mit Erfolgsprämie, zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer.
Das Preisblatt 2026 kennt drei Pakete mit sinkendem Stundensatz bei steigendem Monatsbudget (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Alle Preise zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.
| Paket | Monatsbudget ab | Satz je Akquisestunde mit Erfolgsprämie | Satz je Akquisestunde nur nach Aufwand |
|---|---|---|---|
| Start | 6.000 € | 59 € | 72 € |
| Wachstum | 10.000 € | 56 € | 69 € |
| Skalierung | 14.000 € | 55 € | 68 € |
Die Erfolgsprämie staffelt sich nach den Akquisestunden, die ein Termin gekostet hat, in drei Stufen (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).
| Aufwand je Termin | Erfolgsprämie je Termin |
|---|---|
| bis 4 Akquisestunden je Termin | 94 € |
| mehr als 4 bis 8 Akquisestunden je Termin | 160 € |
| mehr als 8 Akquisestunden je Termin | 320 € |
Findet ein Termin nicht statt, entfällt die Erfolgsprämie für diesen Termin. Die Akquisestunden rechnet KRAUSS davon unabhängig ab (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Das Modell mit Erfolgsprämie setzt eine Mindestlaufzeit von 6 Monaten voraus, und befristete Projekte rechnet KRAUSS nur nach Aufwand ab. Als Einstieg bietet KRAUSS ein Testprojekt, das KRAUSS nur nach Aufwand abrechnet, bei 0 € Setup.
Wie rechnen Sie den Preis je Termin?
Der Preis je Termin ergibt sich aus den Akquisestunden je Termin, dem Stundensatz und im Modell mit Erfolgsprämie aus der Prämie, und die Stunden je Termin sind die entscheidende Annahme.
Rechenbeispiel
Preis je Termin im Paket Start bei sechs Akquisestunden
- Annahme: Akquisestunden je Termin6 Akquisestunden(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
- Annahme: Mindestbudget des Pakets Start im Monat6.000 €(aus dem Preisblatt 2026)
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Arbeitskosten je Termin | 6 × 59 € | 354 € |
| Erfolgsprämie je Termin | 160 € | 160 € |
| Preis je Termin im Modell mit Erfolgsprämie | 6 × 59 € + 160 € | 514 € |
| Preis je Termin nur nach Aufwand, ohne Erfolgsprämie | 6 × 72 € | 432 € |
| Termine, die das Mindestbudget im Modell mit Erfolgsprämie bezahlt | 6.000 € ÷ (6 × 59 € + 160 €) | 11,7 Termine |
Preisblatt 2026, Stand 10/2026. Alle Preise zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.Mit Ihren Zahlen rechnen
Bei 6 Akquisestunden je Termin, einer Annahme dieses Beispiels, kostet ein Termin im Paket Start 514 € im Modell mit Erfolgsprämie und 432 € nur nach Aufwand, jeweils zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer. Das Mindestbudget des Pakets Start bezahlt unter dieser Annahme 11,7 Termine im Monat. Das Preisblatt nennt für jede Erreichbarkeitsstufe eine eigene Preisprognose je Termin, und dieser Beispielwert ersetzt sie nicht. Der Terminpreis-Rechner rechnet mit den Stunden Ihrer Erreichbarkeitsstufe statt mit 6 Akquisestunden und kommt deshalb auf andere Preise. Wie viele Akquisestunden ein Termin braucht, hängt von der Erreichbarkeit Ihrer Zielgruppe ab, und diese Annahme verschiebt das Ergebnis stärker als der Unterschied zwischen den Stundensätzen der Pakete.
Welche Preise nennen andere Anbieter?
Laut Ad LEGATE sind bei Pay-per-Termin-Anbietern 150 bis 500 € je Termin üblich (Ad LEGATE, Stand 07/2026), laut den Vertriebswikingern kostet ein qualifizierter Termin bei einer professionellen Agentur 150 bis 400 € (Die Vertriebswikinger, Stand 06/2026).
Die Spannen beruhen auf eigenen Definitionen der Anbieter und lassen sich nicht eins zu eins vergleichen.
| Quelle | Gegenstand laut Quelle | Euro je Termin laut Quelle | Datengrundlage |
|---|---|---|---|
| Ad LEGATE (Ad LEGATE, Stand 07/2026) | Marktangabe zu Pay-per-Termin-Anbietern, als üblich genannt | 150 bis 500 | keine genannt |
| Ad LEGATE (Ad LEGATE, Stand 07/2026) | Marktangabe zum Retainer-Modell, bei komplexen B2B-Zielgruppen je wirklich qualifiziertem Termin als realistisch genannt | 250 bis 600 | keine genannt |
| Die Vertriebswikinger (Die Vertriebswikinger, Stand 06/2026) | Pauschalangabe für eine professionelle Agentur, je qualifiziertem Termin | 150 bis 400 | keine genannt |
| Die Vertriebswikinger (Die Vertriebswikinger, Stand 06/2026) | Pauschalangabe für einen internen Vertriebsmitarbeiter, anteilig aus Gehalt und Werkzeugen | 80 bis 200 | keine genannt |
Was treibt den Preis je Termin?
Vier Größen treiben den Preis je Termin: die Erreichbarkeit der Zielgruppe, die Definition des Termins, das Preismodell und die Ausfälle.
- Erreichbarkeit. Konzerne und enge Nischen brauchen mehr Akquisestunden je Termin als gut erreichbare Zielgruppen.
- Definition des Termins. Ein Termin mit Kaufcheck und doppelter Bestätigung verlangt mehr Prüfarbeit als die Zusage eines Rückrufs.
- Modell. Mit Erfolgsprämie zahlen Sie einen niedrigeren Stundensatz plus Prämie, nur nach Aufwand zahlen Sie einen höheren Stundensatz ohne Prämie.
- Ausfälle. Für einen ausgefallenen Termin zahlen Auftraggeber im Modell mit Erfolgsprämie keine Prämie, die Akquisestunden rechnet KRAUSS weiter ab (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).
Ob sich ein Termin rechnet, zeigt der Vergleich seiner Kosten mit dem Umsatz, den er im Schnitt bringt: Abschlussquote mal Wert des ersten Auftrags. Der Wirtschaftlichkeits-Rechner setzt Termine, Ihre Abschlussquote und den Wert des ersten Auftrags ein und zeigt den Umsatz abzüglich der Kosten für die Termine. Eine Marge rechnet er nicht ein. Der Beitrag „Kosten pro Termin im B2B“ vertieft die Preisfrage.
Beispielfall, fiktiv: Ein Hersteller rechnet rückwärts von der Zahl der Termine, die stattfinden sollen, auf vereinbarte Termine, Kosten und Budget.
Dazu: Terminpreis-Rechner, Rechner im Browser, ohne Formular.
Wie senken Sie das Ausfallrisiko eines Termins?
Nach Einschätzung der Redaktion können drei Maßnahmen das Ausfallrisiko senken: eine ausdrückliche Bestätigung des Gesprächspartners, ein bekannter Anlass und eine Erinnerung vor dem Termin. Belegt ist hier nur die Erinnerung, und nur für Textnachrichten im Gesundheitswesen (BMJ Open, Stand 10/2016).
KRAUSS bestätigt jeden Termin doppelt, telefonisch beim Gesprächspartner und beim Auftraggeber (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026), damit beide Seiten den Termin fest eingeplant haben. Die doppelte Terminbestätigung gehört zum Termin, nicht zum Nachfassen. Was bei einem Ausfall mit der Erfolgsprämie passiert, steht im Abschnitt zu den Kosten.
Wie viele Termine fallen aus?
Laut RevenueHero sind 6,5 % der Meetings No-Shows (RevenueHero, Stand 12/2024), laut Bethke und Partner finden 70 bis 80 % der gelegten Termine statt und 20 bis 30 % fallen aus (Bethke und Partner, Stand 08/2026).
Die Auswertung von RevenueHero umfasst laut Anbieter 6.428 Meetings einer Woche in 15 Branchen (RevenueHero, Stand 12/2024), einige davon lagen noch in der Zukunft, und No-Show definiert die Seite nicht näher. Laut Bethke und Partner zählen zu den Terminen, die nicht stattfinden, Absagen, Verschiebungen und No-Shows (Bethke und Partner, Stand 08/2026). Die beiden Werte messen deshalb Verschiedenes und lassen sich nicht gleichsetzen. Beide sind Eigenangaben von Anbietern und Einzelmesspunkte, keine Branchenwerte.
Die No-Show-Quote ist der Anteil der Termine ohne Erscheinen und ohne Absage an allen vereinbarten Terminen, die Show-Rate der Anteil der stattfindenden Termine. Laut Bethke und Partner sollten Sie mit der Show-Rate planen, denn ein Termin, der nicht stattfindet, bringt keinen Umsatz (Bethke und Partner, Stand 08/2026). Der Beitrag „No-Show im Vertrieb“ stellt die Marktzahlen gegenüber und zeigt, wie Sie beide Quoten mit eigenen Zahlen berechnen.
Wie senken Bestätigung und Erinnerung das Ausfallrisiko?
Bestätigung und Erinnerung können das Ausfallrisiko senken, belegt ist das hier nur für Textnachrichten im Gesundheitswesen: Dort erschienen in 13 Studien 67 % der Patienten mit Erinnerung und 54 % ohne (BMJ Open, Stand 10/2016).
Die Primäranalyse der Meta-Analyse umfasst 21 Studien mit Textnachrichten, die Teilnahmequote beruht auf 13 und die No-Show-Quote auf 16 davon, und die Suche erfasste Veröffentlichungen von Januar 2005 bis April 2015 (BMJ Open, Stand 10/2016). In den 16 Studien lag die No-Show-Rate bei 15 % mit Erinnerung gegenüber 21 % ohne (BMJ Open, Stand 10/2016). Mehrere Erinnerungen erhöhten die Teilnahme stärker als eine, senkten die No-Show-Rate aber nicht signifikant weiter (BMJ Open, Stand 10/2016). Ob dieses Muster für B2B-Verkaufstermine gilt, haben die Studien nicht untersucht. Vorlagen für Bestätigung und Erinnerung folgen im Beitrag „Terminbestätigung im B2B“.
Was ist ein Bleistifttermin?
Ein Bleistifttermin ist ein vorläufig eingetragener Termin, den der Gesprächspartner noch ändern kann. Als Verkaufstermin zählt bei KRAUSS ein bestätigter, gebriefter Termin mit bestandenem Kaufcheck (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Nach dieser Definition erfüllt ein nur vorläufig eingetragener Termin die Anforderung nicht, solange der Gesprächspartner ihn nicht bestätigt hat. Die Technik behandelt der Beitrag Bleistifttermin im Telefonvertrieb.
Intern oder extern terminieren: Was lohnt sich wann?
Extern terminieren lohnt sich, wenn der Außendienst Termine braucht, bevor ein eigenes Team aufgebaut und eingearbeitet ist, intern lohnt es sich bei dauerhaft hoher Auslastung und Produktwissen im Haus.
Wer die Terminvereinbarung auslagert (Outsourcing), beauftragt einen Terminierungsservice für Zielgruppe, Anrufe und Terminbestätigung, und die Tabelle stellt diesen Weg dem Innendienst gegenüber.
| Kriterium | Intern | Extern |
|---|---|---|
| Anlaufzeit | Stelle besetzen und einarbeiten, dann Leitfaden bauen, bevor der erste Anruf läuft | Briefing, dann Start. Rund 14 Tage nach dem Briefing bis zu den ersten Terminen, ein Erfahrungswert von KRAUSS |
| Kostenstruktur | Fixkosten in jedem Monat, auch ohne Termine | Zahlung nach Akquisestunden, wöchentliche Abrechnung |
| Wissen | Produktwissen wächst im Haus | Dienstleister bringt Telefonhandwerk mit, der Auftraggeber gibt den Leitfaden frei |
| Skalierung | mehr Termine heißen mehr Stellen | mehr Budget heißt mehr Akquisestunden |
| Kontrolle | volle Kontrolle über Ansprache und Daten | Freigabe von Zielgruppe und Leitfaden, wöchentlicher Report |
| Risiko | Personalrisiko durch Kündigung, Krankheit, Fehlbesetzung | Abhängigkeit vom Dienstleister, das Personalrisiko trägt der Dienstleister |
Wann die Alternative besser ist: Der Innendienst gewinnt, wenn Ihr Vertrieb dauerhaft viele Termine mit gleichbleibender Zielgruppe braucht und das Wissen im Haus halten will. Er gewinnt auch, wenn das Produkt so erklärungsbedürftig ist, dass nur eigene Fachleute das Interesse prüfen können, oder wenn Kontaktdaten das Haus nicht verlassen sollen.
Die Kosten je Termin intern ergeben sich, wenn Sie sechs Posten addieren und durch die Termine teilen, die Ihr Innendienst im Monat schafft: Gehalt, Nebenkosten, Einarbeitung, Telefonie und Werkzeuge, Führung und Ausfallzeiten. Nur diese Zahl lässt sich mit einem externen Angebot vergleichen. Den Vergleich mit Callcentern erklärt die Seite Callcenter oder spezialisierte Terminvereinbarung, die Auswahl externer Anbieter die Säule „Telefonakquise-Agentur“.
Welche Fehler vermeiden Sie bei der Terminvereinbarung?
Fünf Fehler gefährden Termine: Quoten ohne Nenner vergleichen, vereinbarte mit stattgefundenen Terminen gleichsetzen, den Anlass nicht festhalten, Termine ohne Kaufcheck buchen und den Termin nur im Kalender des Vertriebs eintragen.
- 01
Quoten ohne Nenner vergleichen.
Folge: Zwei Angebote wirken gleich gut und messen Verschiedenes.
Besser: Nenner, Termin-Definition und Zeitraum vor dem Vergleich schriftlich klären.
- 02
Vereinbarte mit stattgefundenen Terminen gleichsetzen.
Folge: Die Planung rechnet mit Terminen, die ausfallen.
Besser: Mit der Show-Rate planen und nur stattgefundene Termine zählen.
- 03
Den Anlass des Anrufs nicht festhalten.
Folge: Der Außendienst startet ohne Anknüpfungspunkt, und der Termin wirkt beliebig.
Besser: Anlass und Ergebnis des Kaufchecks im Briefing dokumentieren.
- 04
Termine ohne Kaufcheck vereinbaren.
Folge: Der Außendienst fährt zu Kontakten ohne Kaufinteresse.
Besser: Kaufinteresse, Kaufbedarf, Entscheider und Zeitpunkt vor der Buchung klären.
- 05
Den Termin nur im Kalender des Vertriebs eintragen.
Folge: Der Gesprächspartner hat nie zugesagt und plant den Tag anders.
Besser: Beide Seiten bestätigen, den Gesprächspartner zusätzlich schriftlich.
Wann ist externe Terminvereinbarung nicht die richtige Lösung?
Externe Terminvereinbarung passt nicht, wenn Kunden ohne Gespräch online bestellen, der Außendienst keine freie Kapazität hat, der Vertrieb jeden Betrieb persönlich kennt oder nur wenige Termine im Jahr anfallen.
- Wenn Ihr Produkt ohne Gespräch mit einem Entscheider verkauft wird, weil Kunden online bestellen, bringt Terminvereinbarung wenig.
- Wenn Ihr Außendienst keine freie Kapazität hat, füllen zusätzliche Termine nur den Kalender.
- Wenn Ihr Zielmarkt so klein ist, dass Ihr Vertrieb jeden Betrieb persönlich kennt, genügt die eigene Ansprache.
- Wenn Sie nur wenige Termine im Jahr brauchen, rechnet sich ein laufendes externes Projekt kaum.
Welche Checkliste hilft vor der Entscheidung für einen Anbieter?
Eine Checkliste mit zehn Prüfpunkten zu Definition, Zahlen und Abrechnung zeigt, ob das Angebot eines Anbieters für Terminvereinbarung belastbar ist.
- Der Anbieter nennt zu jeder Quote den Nenner: Wählversuch, erreichter Entscheider oder geführtes Gespräch.
- Das Angebot definiert schriftlich, was als Termin zählt und was der Anbieter vor der Buchung prüft.
- Der Bericht trennt gelegte und stattgefundene Termine.
- Sie wissen, woher die angerufenen Kontakte stammen.
- Hinter jeder Kennzahl stehen Fallzahl und Zeitraum.
- Die Abrechnung nennt, wofür Sie zahlen, und was bei einem Ausfall passiert.
- Mindestlaufzeit, Kündigung und Einrichtungskosten stehen im Angebot.
- Ein befristeter Test mit klarem Umfang ist möglich.
- Der Anbieter nennt, ob er Wettbewerber im selben Zielmarkt betreut.
- Sie geben den Gesprächsleitfaden frei, bevor der erste Anruf läuft.
Bei KRAUSS gilt zum Wettbewerbsschutz: Pro Kategorie im Zielmarkt betreuen wir nur einen Auftraggeber gleichzeitig. Den nächsten Schritt wählen Sie selbst: Im Gesprächs-Simulator spielen Sie ein Akquisegespräch bis zum Termin durch, und im Gespräch mit Jesse Klotz klären Sie Zielgruppe und Budget. Ein Gespräch dauert 15 Minuten, Sie buchen es im Kalender, oder Sie konfigurieren gleich ein Testprojekt.








