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FachbegriffLeads und Qualifizierung

Sales Ready Lead: Übergabe an den Vertrieb

Auch: SRL, verkaufsreifer Lead

Jesse KlotzGeschäftsführer Performance Marketing
Veröffentlicht und aktualisiert

Definition

Ein Sales Ready Lead ist ein Lead, der so weit geprüft ist, dass der Vertrieb ihn ohne weitere Klärung übernehmen kann. Die Übergabeschwelle besteht aus drei messbaren Bedingungen: ein benannter Entscheider, ein genannter Bedarf und ein Zeitfenster für die Entscheidung. Erfüllt ein Lead nur ein oder zwei dieser Punkte, bleibt er beim Akquiseteam.

Stand Quellen

Auf einen Blick

Gruppe
Leads und QualifizierungQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Art
Übergabeschwelle zwischen Akquise und VertriebQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026

Was bedeutet Sales Ready im Lead-Management?

Sales Ready beschreibt den Reifegrad eines Leads, bei dem der Vertrieb den Kontakt ohne weitere Klärung übernehmen kann. Der Lead hat dann eine Antwort auf die Fragen, die ein Vertriebsmitarbeiter sonst als Erstes stellen würde.

Der Begriff ergänzt die Stufen Marketing-Lead und Sales-Lead. Er ist kein Zusatz für Marketingberichte, sondern ein Ereignis mit Datum und Verantwortlichem.

Welche drei Bedingungen gelten für die Übergabe?

Die Übergabe braucht drei Bedingungen, die Sie im Gespräch prüfen und notieren. Fehlt eine, bleibt der Lead beim Akquiseteam.

Die drei Übergabebedingungen und ihr Nachweis, Stand 10/2026
BedingungPrüffrageNachweis
Entscheider benanntWer entscheidet über das Angebot?Name und Rolle
Bedarf genanntWelches Problem lösen Sie zuerst?Aussage des Kontakts
Zeitfenster genanntBis wann fällt die Entscheidung?Datum oder Quartal
Quelle: Definition der Redaktion der KRAUSS GmbH, keine Normdefinition. Die Prüfung folgt dem Kaufcheck (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).

Wie rechnet sich die Übergabeschwelle?

Die Schwelle wirkt wie ein Filter. Je strenger die drei Bedingungen gelten, desto weniger Kontakte erreichen den Vertrieb, und desto mehr Gespräche führt er mit Kontakten, die Zeit wert sind. Die folgende Rechnung zeigt den Filter mit frei gewählten Anteilen. Die Werte sind Annahmen, keine Messwerte.

Rechenbeispiel

Beispielzahlen, frei gewählt, keine Messwerte

90 Kontakte, drei Schwellen

  • Annahme: Kontakte im Monat90(frei gewählt, keine Messwerte)
  • Annahme: Anteil mit benanntem Entscheider in Prozent50 %(frei gewählt, keine Messwerte)
  • Annahme: Anteil mit genanntem Bedarf in Prozent60 %(frei gewählt, keine Messwerte)
  • Annahme: Anteil mit genanntem Zeitfenster in Prozent40 %(frei gewählt, keine Messwerte)
90 Kontakte, drei Schwellen
SchrittRechnungErgebnis
Mit benanntem Entscheider90 × 50 % ÷ 10045
Davon mit genanntem Bedarf90 × 50 % ÷ 100 × 60 % ÷ 10027
Davon Sales Ready90 × 50 % ÷ 100 × 60 % ÷ 100 × 40 % ÷ 10011

Das Ergebnis zeigt, dass der Filter klein bleibt, wenn jede Bedingung einzeln schwer zu erfüllen ist. Prüfen Sie deshalb, an welcher Bedingung die meisten Kontakte scheitern, und verbessern Sie dort den Gesprächsablauf.

Wann ist ein Lead noch nicht bereit?

Ein Lead ist nicht bereit, solange eine der drei Bedingungen fehlt oder nur vermutet ist. Eine Aussage wie „Wir schauen uns das an“ nennt weder Entscheider noch Zeitfenster.

  1. 01

    Die Übergabe nach Bauchgefühl auslösen.

    Folge: Der Vertrieb übernimmt Leads, bei denen der Entscheider nie benannt wurde.

    Besser: Die drei Bedingungen vor jeder Übergabe einzeln prüfen.

  2. 02

    Nur eine Bedingung als Schwelle nehmen.

    Folge: Ein genannter Bedarf ohne Zeitfenster bindet den Außendienst monatelang.

    Besser: Alle drei Bedingungen gemeinsam als Schwelle setzen.

Die Vorstufe beschreibt der Eintrag zur Leadqualifizierung. Die Prüfung der vier Punkte zeigt die Seite Telefonakquise. Wer Leads vor der Übergabe pflegt, findet im Eintrag Lead Nurturing die passende Anschlussfrage. Ein Gespräch mit Jesse Klotz klärt in 15 Minuten, ab welcher Bedingung bei Ihnen übergeben wird.

Weiterführend

So geht es weiter.

Nächster Schritt: So funktioniert der Kaufcheck bei der Telefonakquise

Belege und Vorgehen: Fakten und Zahlen und die KRAUSS-Methode.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen kurz beantwortet.

01Was unterscheidet einen Sales Ready Lead von einem MQL?

Ein MQL ist ein Kontakt, der aus Marketingsicht reif wirkt, etwa durch einen Download oder mehrere Seitenbesuche. Ein Sales Ready Lead ist bereit für den Vertrieb, weil drei Bedingungen erfüllt sind. Der Unterschied liegt im Nachweis: Ein MQL wird aus Verhalten geschlossen, ein Sales Ready Lead aus einem Gespräch, das Bedarf, Entscheider und Zeitfenster bestätigt.

02Wer setzt den Status Sales Ready?

Den Status setzt die Person, die die drei Bedingungen im Gespräch geprüft hat. Ein Status ohne Notiz gilt nicht. Schreiben Sie je Bedingung auf, was der Kontakt gesagt hat, mit Datum. So kann der Vertrieb die Übergabe nachvollziehen und muss nicht erneut anrufen, bevor er den Entscheider anspricht.
Prompt ansehen und anpassen

Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.

Belege

Woher die Angaben stammen.

  1. 01

    KRAUSS GmbH: Glossar der Neukundengewinnung (krauss-gmbh.com)

    Stand Oktober 2026abgerufen am KRAUSS-Angabe

  2. 02

    KRAUSS GmbH: Methode: So entsteht ein Verkaufstermin mit Kaufinteresse (krauss-gmbh.com)

    Stand Oktober 2026abgerufen am KRAUSS-Angabe

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Ihr nächster Schritt

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