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FachbegriffLeads und Qualifizierung

MQL und SQL im Vergleich

Jesse KlotzGeschäftsführer Performance Marketing
Veröffentlicht und aktualisiert

Definition

Ein MQL (Marketing Qualified Lead) ist ein Lead, den das Marketing für aussichtsreich hält und weiter betreut. Ein SQL (Sales Qualified Lead) ist ein höherwertiger Lead, den der Vertrieb übernimmt, um ihn zum Kauf zu führen (Pipedrive, Stand 09/2026). Der Unterschied liegt in der Prüfung: Beim MQL entscheiden Daten und Verhalten, beim SQL ein Gespräch über Bedarf, Entscheider und Zeitpunkt. Bei KRAUSS entsteht ein Termin erst nach dem Kaufcheck (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).

Stand Quellen

Auf einen Blick

Gruppe
Leads und QualifizierungQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Art
Vergleich zweier FachbegriffeQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Übergabe laut Pipedrive
MQL im Lead Nurturing des Marketings, SQL an den Vertrieb zur Betreuung bis zum KaufQuelle: Pipedrive, Stand 09/2026

Was ist der Unterschied zwischen MQL und SQL?

Laut Pipedrive bearbeitet das Marketing qualifizierte Leads als MQL (Marketing Qualified Lead) im Lead Nurturing, höherwertige Leads gehen als SQL (Sales Qualified Lead) an den Vertrieb (Pipedrive, Stand 09/2026). Der Unterschied liegt in der Prüfung und in der Zuständigkeit. Beim MQL entscheiden Daten und Verhalten: Profil, Branche, geladene Unterlagen. Beim SQL entscheidet ein Gespräch, in dem Bedarf, Entscheider und Zeitpunkt geklärt werden. Das Lead Scoring liefert oft die Bewertung, die einen Lead zum MQL macht.

MQL und SQL im Vergleich, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
MerkmalMQLSQL
Wer stuft einMarketingVertrieb
GrundlageDaten und VerhaltenGespräch über Bedarf, Entscheider, Zeitpunkt
Nächster SchrittLead NurturingTermin oder Angebot
Bei KRAUSSKein eigener SchrittTermin nach bestandenem Kaufcheck
Quelle: MQL und SQL laut Pipedrive (Pipedrive, Stand 09/2026), Spalte Bei KRAUSS laut Methode (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026), Zuordnung der Merkmale: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH.

Wann wird aus einem MQL ein SQL?

Aus einem MQL wird ein SQL, wenn ein Anruf vier Punkte klärt und der Vertrieb den Lead danach annimmt. Laut Umsatzuni nennt das BANT-Raster vier Kriterien: Budget, Entscheidungsbefugnis, Bedarf und Zeitrahmen (Umsatzuni, Stand 11/2025). Der Kaufcheck von KRAUSS prüft Kaufinteresse, Kaufbedarf, Entscheider und Zeitpunkt (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).

Qualifizierungsraster vom MQL zum SQL, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
PrüfpunktFrage im AnrufSQL, wenn
BedarfWas soll sich bei Ihnen ändern?Der Gesprächspartner nennt ein konkretes Problem
EntscheiderWer entscheidet mit?Der Gesprächspartner entscheidet oder nennt die Person
ZeitpunktBis wann soll es gelöst sein?Ein Zeitraum von wenigen Monaten steht
InteresseMöchten Sie ein Gespräch mit unserem Experten?Der Gesprächspartner sagt einen Termin zu
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH, angelehnt an das BANT-Raster laut Umsatzuni (Umsatzuni, Stand 11/2025) und den Kaufcheck (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).

Halten Sie für die Übergabe die Kriterien des SQL und die Bearbeitungsfrist schriftlich fest. Lehnt der Vertrieb einen Lead ab, geht er mit Grund zurück ans Marketing.

Wie viele Leads werden zu SQL, und was folgt daraus?

Aus 200 Leads im Monat werden bei den Annahmen dieses Eintrags 60 MQL, 15 SQL und 3 Abschlüsse. Die Rechnung zeigt, wo Ihr Trichter eng wird.

Rechenbeispiel

Beispielzahlen, frei gewählt, keine Messwerte

Vom Lead zum Abschluss: MQL, SQL und Abschlüsse im Monat

  • Annahme: Neue Leads im Monat200(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Anteil der Leads, die das Marketing als MQL einstuft30 %(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Anteil der MQL, die der Vertrieb nach dem Gespräch als SQL annimmt25 %(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Anteil der SQL, die zum Abschluss führen20 %(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Wählversuche je MQL bis zum Gespräch3(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
Vom Lead zum Abschluss: MQL, SQL und Abschlüsse im Monat
SchrittRechnungErgebnis
MQL im Monat200 × 30 % ÷ 10060
SQL im Monat200 × 30 % ÷ 100 × 25 % ÷ 10015
Abschlüsse im Monat200 × 30 % ÷ 100 × 25 % ÷ 100 × 20 % ÷ 1003,0
Wählversuche für alle MQL200 × 30 % ÷ 100 × 3180

Die Werte sind Annahmen, setzen Sie Ihre gezählten Zahlen ein. In einem Projekt für einen Hersteller von Industriesoftware gab das Marketing 80 MQL im Monat an den Vertrieb, und der Vertrieb nahm 6 davon als SQL an. Bei 40 MQL kam nie ein Gespräch zustande, weil nur eine Sammelnummer vorlag. Das Marketing ergänzte die Direktdurchwahl im Formular, und die Zahl der SQL stieg im Folgemonat auf 11.

Wann hilft die Unterscheidung nicht?

Die Unterscheidung hilft nicht, wenn Ihr Vertrieb nur wenige Leads im Monat bekommt oder Marketing und Vertrieb dieselbe Person sind. Dann reicht der Anruf mit Kaufcheck.

  1. 01

    Jeden MQL sofort als SQL an den Vertrieb geben.

    Folge: Der Vertrieb ruft Leads an, die nur eine Unterlage geladen haben, und verliert das Vertrauen ins Marketing.

    Besser: Vor der Übergabe im Gespräch Bedarf, Entscheider und Zeitpunkt klären.

  2. 02

    Die Übergabe nicht schriftlich festlegen.

    Folge: Marketing und Vertrieb streiten über die Menge der Leads, weil beide etwas anderes zählen.

    Besser: Kriterien, Frist und Rückgabe an das Marketing in einem Satz je Punkt festhalten.

Prüfen Sie vor der Einführung diese Punkte:

  • Sind die Kriterien für den SQL schriftlich festgelegt?
  • Steht fest, wie schnell der Vertrieb einen MQL bearbeitet?
  • Gibt es einen Weg zurück ins Marketing mit Grund?
  • Liegt zu jedem MQL ein Ansprechpartner mit Telefonnummer vor?
  • Zählen beide Seiten dieselben Leads?

Bei KRAUSS übernimmt der Anrufer die Prüfung zwischen MQL und SQL: Die Telefonakquise von KRAUSS vereinbart Termine erst nach dem Kaufcheck. Im Neukunden-Check beantworten Sie sechs Fragen zu Ihrer Neukundengewinnung. Ein Gespräch mit Jesse Klotz dauert 15 Minuten.

Weiterführend

So geht es weiter.

Nächster Schritt: So funktioniert der Kaufcheck bei der Telefonakquise

Belege und Vorgehen: Fakten und Zahlen und die KRAUSS-Methode.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen kurz beantwortet.

01Wann wird aus einem MQL ein SQL?

Aus einem MQL wird ein SQL, wenn der Vertrieb den Lead nach einem Gespräch als Chance annimmt. Laut Pipedrive übergibt das Marketing die höherwertigen Leads an den Vertrieb (Pipedrive, Stand 09/2026). Legen Sie die Kriterien vorab fest, etwa Bedarf, Entscheidungsbefugnis und Zeitrahmen, wie sie das BANT-Raster nennt (Umsatzuni, Stand 11/2025).

02Wer entscheidet über den SQL, Marketing oder Vertrieb?

Der Vertrieb entscheidet, denn er muss den Lead bearbeiten. Das Marketing schlägt vor, der Vertrieb nimmt an oder gibt zurück. Legen Sie die Rückgabe fest, damit abgelehnte Leads zurück ins Marketing gehen und nicht verschwinden. Ohne diese Schleife wächst der Streit um die Qualität der Leads.
Prompt ansehen und anpassen

Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.

Belege

Woher die Angaben stammen.

  1. 01

    Pipedrive: Lead Scoring Modelle: Leads bewerten und priorisieren (pipedrive.com)

    Stand 09.09.2026abgerufen am Anbieterangabe

  2. 02

    Umsatzuni: BANT-Methode: Definition und Anwendung im B2B-Vertrieb (umsatzuni.de)

    Stand 11.11.2025abgerufen am Anbieterangabe

  3. 03

    KRAUSS GmbH: Methode: So entsteht ein Verkaufstermin mit Kaufinteresse (krauss-gmbh.com)

    Stand Oktober 2026abgerufen am KRAUSS-Angabe

  4. 04

    KRAUSS GmbH: Glossar der Neukundengewinnung (krauss-gmbh.com)

    Stand Oktober 2026abgerufen am KRAUSS-Angabe

Begriffe klar. Termine vereinbaren wir.

Kein Verkaufsgespräch. In 15 Minuten klären wir, ob Ihre Zielgruppe telefonisch erreichbar ist.

Ihr nächster Schritt

Startklar
  1. 01Testprojekt konfigurieren60 Sekunden
  2. 02Gespräch mit Jesse Klotz15 Minuten
  3. 03Zielgruppe und Leitfadengemeinsam
  4. 04Erste bestätigte Termineim Kalender
Lieber anrufen?+49 8191 93759-00