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RechtRecht und Datenschutz

Rufnummernübermittlung bei Werbeanrufen

Jesse KlotzGeschäftsführer Performance Marketing
Veröffentlicht und aktualisiert

Definition

Rufnummernübermittlung ist die Nummer, die beim Verbindungsaufbau am Display des Angerufenen erscheint. Nach § 120 TKG muss der Anbieter eine vollständige, national signifikante Rufnummer des deutschen Nummernraums übermitteln, und Premium-, Kurzwahl- und Notrufnummern scheiden als Anruferkennung aus. Bietet der Anbieter die Anzeige an, muss der Angerufene sie nach § 15 TDDDG unterdrücken können. Die Vorschrift regelt die Anzeige, nicht die Zulässigkeit des Anrufs.

Stand Quellen

Auf einen Blick

Gruppe
Recht und DatenschutzQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Norm
§ 120 TKGQuelle: gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026
Unterdrückung
§ 15 TDDDGQuelle: gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026

Was bedeutet Rufnummernübermittlung im Vertrieb?

Rufnummernübermittlung meint die Nummer, die beim Verbindungsaufbau als Rufnummer des Anrufers übertragen wird und am Display des Angerufenen erscheint. Der Anbieter der Telefonie muss dabei eine vollständige Nummer des deutschen Nummernraums übermitteln und als solche kennzeichnen. (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026)

Im Vertrieb betrifft das die Telefonanlage, über die Ihre Agentur oder Ihr Team anruft. Die Anlage bestimmt, was der Angerufene sieht, und diese Einstellung gehört deshalb in die Vorbereitung, nicht in den Nachtrag.

Stand 10.10.2026, keine Rechtsberatung.

Welche Nummer darf im Display stehen, und welche nicht?

Erlaubt ist eine vollständige, dem Anschluss zugeteilte Nummer des deutschen Nummernraums. Ausgeschlossen sind Nummern für Auskunfts-, Massenverkehrs- und Premium-Dienste, Nummern für Kurzwahldienste und die Notrufnummern 110 und 112. Die folgende Prüfliste hilft bei der Anlage, sie ersetzt keine Rechtsprüfung.

  1. Die Nummer ist vollständig und gehört zu dem Anschluss, über den angerufen wird.
  2. Keine Sonder-, Premium- oder Kurzwahlnummer erscheint als Anruferkennung.
  3. Die Notrufnummern tauchen nicht als Anruferkennung auf.
  4. Die Anlage bietet dem Angerufenen die Unterdrückung an, wenn sie die Anzeige anbietet.

Ob ein Werbeanruf eine bestimmte Nummer des Auftraggebers zeigen muss, geben die gelesenen Normen nicht ausdrücklich vor. Diese Lücke benennen wir offen.

Wie wirkt eine falsch eingestellte Anlage im Projekt?

Bei einem Callcenter mit 9 Telefonarbeitsplätzen zeigte die Anlage an 3 Plätzen eine interne Nummer, die nicht zur Zentrale gehörte. Die Angerufenen erkannten die Nummer nicht, und 4 von ihnen riefen zurück und fragten, wer sie angerufen hatte. Nach der Umstellung auf die Zentrale kam diese Rückfrage nicht mehr vor, weil die Nummer im Display zum Unternehmen passte.

Wo endet die Anzeige, und wo beginnt die Einwilligung?

Die Rufnummernübermittlung regelt die Anzeige und nicht die Zulässigkeit des Anrufs. Ob der Anruf bei einem Verbraucher oder Unternehmen erlaubt ist, entscheidet die Einwilligung, dazu die mutmaßliche Einwilligung. Eine korrekte Nummer im Display ersetzt sie nicht.

  1. 01

    Eine Sondernummer oder eine unvollständige Nummer als Anruferkennung nutzen.

    Folge: Nach § 120 TKG dürfen Premium- und Kurzwahlnummern nicht übermittelt werden, und eine unvollständige Nummer erfüllt die Vorgabe nicht.

    Besser: Die Anlage so einstellen, dass eine vollständige Nummer des deutschen Nummernraums erscheint.

  2. 02

    Die Anzeige mit der Zulässigkeit des Anrufs verwechseln.

    Folge: Eine korrekte Nummer im Display macht einen unzulässigen Anruf nicht zulässig.

    Besser: Die Anzeige und die Einwilligung getrennt prüfen.

Rechtlicher Hinweis. Stand 10.10.2026, keine Rechtsberatung. Der Text erklärt die Rechtslage allgemein und ersetzt nicht die Prüfung Ihres Einzelfalls.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen kurz beantwortet.

01Welche Nummer darf im Display eines Werbeanrufs stehen?

Nach § 120 Absatz 1 TKG eine vollständige, national signifikante Rufnummer des deutschen Nummernraums, die dem Anschluss zugeteilt ist. Rufnummern für Auskunfts-, Massenverkehrs- und Premium-Dienste, Kurzwahlnummern sowie die Notrufnummern 110 und 112 scheiden aus. Ob ein Werbeanruf eine bestimmte Nummer des Auftraggebers zeigen muss, lesen die genannten Normen nicht ausdrücklich. Diese Frage klärt Ihre Rechtsberatung.

02Kann der Angerufene die Anzeige der Nummer abschalten?

Ja, nach § 15 TDDDG müssen anrufende und angerufene Endnutzer die Möglichkeit haben, die Anzeige dauernd oder für jeden Anruf einzeln unentgeltlich zu unterdrücken, wenn der Anbieter die Anzeige anbietet. Das ändert nichts an der Frage, ob der Anruf zulässig war. Dafür lesen Sie die Einwilligung nach § 7 UWG.
Prompt ansehen und anpassen

Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.

Belege

Woher die Angaben stammen.

  1. 01

    gesetze-im-internet.de: Telekommunikationsgesetz (TKG), § 120 Rufnummern (gesetze-im-internet.de)

    Stand Oktober 2026abgerufen am Primärquelle

  2. 02

    gesetze-im-internet.de: Telekommunikation-Digitale-Dienste-Datenschutz-Gesetz (TDDDG), § 15 Rufnummernanzeige (gesetze-im-internet.de)

    Stand Oktober 2026abgerufen am Primärquelle

  3. 03

    KRAUSS GmbH: Glossar der Neukundengewinnung (krauss-gmbh.com)

    Stand Oktober 2026abgerufen am KRAUSS-Angabe

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