Inhalt6 Abschnitte
Kurz gesagt
Kundenakquise verbessern Sie im B2B mit fünf Hebeln: Zielgruppe, Anlass, Erstkontakt, Nachfassen und Auswertung. Jeder Hebel hat eine Zahl, an der Sie ihn messen.
Dieser Beitrag stammt von April 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Wer nur mehr Anrufe macht, erhöht die Kosten, ohne die Ergebnisse zu verbessern. Stand: Oktober 2026.
Welche Hebel verbessern die Kundenakquise?
Die Akquise ist eine Kette: Aus Kontakten werden Gespräche, aus Gesprächen Termine, aus Terminen Angebote und aus Angeboten Aufträge. Jeder Schritt hat eine Quote. Die fünf Hebel setzen an einem dieser Schritte an.
| Hebel | Was Sie ändern | Zahl, an der Sie messen |
|---|---|---|
| Zielgruppe | Liste auf Betriebe mit einem Anlass einengen | Gespräche je 100 Kontakte |
| Anlass | Erstsatz nennt einen konkreten Grund | Anteil Gespräche, die weitergehen |
| Erstkontakt | Gespräch mit Frage statt Vortrag beginnen | Termine je 100 Gespräche |
| Nachfassen | Angebot nach festem Rhythmus nachfassen | Antworten je Angebot |
| Auswertung | Quoten je Woche und je Liste festhalten | Kosten je Termin |
Quelle der Tabelle: Vorgehen des Vertriebsteams, keine Studie. Die Spalte rechts zeigt, woran Sie den Hebel prüfen.
Ein Praxisbeispiel: Reklamation als Anlass
In einem Projekt für einen Hersteller von Lüftungstechnik lag eine Liste von 80 Betrieben, die im Vorjahr eine Reklamation gemeldet hatten. Das Team rief sie nicht als Verkäufer an, sondern fragte, ob die Behebung zur Zufriedenheit war, und bot danach eine Wartung an. Von 80 Anrufen führten 26 zu einem Gespräch, 7 zu einem Termin, 3 zu einem Auftrag.
Die Vergleichsliste mit 80 Betrieben ohne Anlass ergab im selben Zeitraum 6 Gespräche, 1 Termin und keinen Auftrag. Der Anlass machte den Unterschied, nicht die Zahl der Anrufe.
Beispiel mit Annahmen: Bei einer Auftragssumme von 4.000 Euro je Wartungsvertrag bringen 3 Aufträge rund 12.000 Euro. Die Kosten der 80 Anrufe hängen von Ihrem Stundensatz und der Gesprächslänge ab, die Sie selbst messen müssen.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wann die Hebel nicht tragen
Jeder Hebel hat Grenzen, die Sie im Team klären sollten.
- Zielgruppe. Wenn die Liste zu klein wird, reichen die Termine nicht für den Umsatz. Prüfen Sie die Größe, bevor Sie die Liste enger fassen.
- Anlass. Ein erfundener Anlass wirkt schnell wie ein Trick. Nennen Sie nur, was Sie belegen können, etwa eine Reklamation, eine Ausschreibung oder eine öffentliche Mitteilung.
- Bestandskunden. Eine Reklamation ist ein Grund für ein Gespräch, aber keine Einwilligung zur Werbung. Prüfen Sie vor dem Anruf die rechtliche Lage im Beitrag Kaltakquise und Recht im B2B. Stand: Oktober 2026, keine Rechtsberatung.
- Nachfassen. Mehr als drei Nachfassaktionen wirken schnell belästigend. Setzen Sie eine Grenze und dokumentieren Sie sie.
Checkliste: Fünf Hebel umsetzen
- Zielgruppe mit einem belegbaren Anlass definieren
- Erstsatz mit dem Anlass und einer Frage formulieren
- Gespräch auf einen Termin ausrichten, nicht auf einen Vortrag
- Nachfassen mit festem Rhythmus planen und dokumentieren
- Quoten je Woche in einer Tabelle festhalten und nach vier Wochen vergleichen
Die Schritte für das Nachfassen zeigt die Checkliste zum Angebot nachfassen. Die Vorbereitung des Erstkontakts beschreibt der Leitfaden zur Telefonakquise.
Häufig gestellte Fragen
Wie verbessere ich die Kundenakquise am schnellsten?
Messen Sie zuerst die Quoten Ihrer Kette: Kontakt zu Gespräch, Gespräch zu Termin, Termin zu Angebot. Der schwächste Schritt ist der schnellste Hebel. Ändern Sie danach nur diesen Schritt.
Was kostet ein Kontakt in der Akquise?
Rechnen Sie Zeit für Recherche, Anruf und Nachbereitung zusammen und teilen Sie durch die Zahl der Kontakte. Bei 20 Euro je Kontakt und 100 Kontakten sind das 2.000 Euro. Die Zahl muss in Ihrem Betrieb gemessen werden.
Hilft die Ansprache von Bestandskunden bei der Neukundengewinnung?
Indirekt. Bestandskunden empfehlen weiter, und sie zeigen, welche Anlässe im Markt wirken. Die Neukundengewinnung selbst braucht aber neue Kontakte, deshalb ergänzen sich beide Wege.
Wie oft soll ich nachfassen?
Zwei bis drei Nachfassaktionen über zwei bis drei Wochen sind üblich. Danach ist eine Entscheidung fällig, ob der Kontakt weiter gepflegt oder geschlossen wird. Dokumentieren Sie den Stand im CRM.
Lohnt sich Akquise ohne Anlass?
Selten. Ohne Anlass fehlt der Grund für das Gespräch, und die Quote sinkt deutlich. Der Vergleich im Praxisbeispiel zeigt den Unterschied.
Was messe ich pro Woche?
Kontakte, Gespräche, Termine, Angebote und Aufträge. Die fünf Zahlen reichen, um jede Woche zu sehen, wo die Kette bricht. Eine Tabelle mit diesen Spalten genügt.
Wie erkenne ich, dass ein Hebel wirkt?
Vergleichen Sie vier Wochen vor und vier Wochen nach der Änderung, mit gleicher Liste. Wirkt der Hebel, steigt die Quote des geänderten Schritts. Ohne gleiche Liste ist der Vergleich nicht belastbar.
Darf ich Kunden nach einer Reklamation anrufen?
Eine Nachfrage zur Zufriedenheit nach einer Reklamation ist ein Gespräch über eine bestehende Geschäftsbeziehung. Ein Angebot im selben Gespräch braucht eine Prüfung, welche Regeln für Anrufe gelten. Die Einordnung steht auf der Seite Kaltakquise und Recht im B2B. Stand: Oktober 2026, keine Rechtsberatung.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wo geht es weiter?
Den Überblick über die Kaltakquise gibt die Säule zur Kaltakquise. Für die Akquise im B2B als Dienstleistung steht die Seite Kundenakquise bereit. Wer die Ansprache im Telefon übernehmen lassen will, findet die Leistung auf der Seite Telefonakquise.
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