Inhalt11 Abschnitte
- 01Welche Telefontraining-Übungen helfen wirklich?
- 02Wie sieht ein Trainingsplan für vier Wochen aus?
- 03Wie übe ich Rollenspiele am Telefon richtig?
- 04Was bringt Telefontraining in Euro? Eine Beispielrechnung
- 05Praxisbeispiel: Mitschnitt statt Gefühl
- 06Wann bringt Telefontraining nichts?
- 07Checkliste: Professionell telefonieren
- 08Wie trainiere ich Stimme und Sprechtempo?
- 09Wie trainiere ich positives Formulieren?
- 10Was gehört in ein Telefontraining für Auszubildende?
- 11Wo finde ich mehr zur Telefonakquise?
Kurz gesagt
Gutes Telefontraining besteht aus kurzen, wiederholten Übungen mit Rückmeldung: sieben Übungen zu je 10 bis 20 Minuten, dreimal pro Woche, vier Wochen lang. Wirksam wird es erst durch den Mitschnitt des eigenen Gesprächs und eine Rückmeldung am selben Tag.
Dieser Beitrag stammt von April 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Den Plan unten drucken Sie direkt aus dieser Seite aus, ein getrenntes PDF brauchen Sie nicht.
Welche Telefontraining-Übungen helfen wirklich?
Sieben Übungen decken das ab, was im Berufsalltag und in der Akquise den Ausschlag gibt. Jede hat ein Ziel, das Sie nach dem Mitschnitt prüfen können.
| Nr. | Übung | Dauer | Ziel, das Sie prüfen |
|---|---|---|---|
| 1 | Begrüßung mit Namen, Firma und Anlass | 10 Minuten | Der Anlass steht im ersten Satz, unter 15 Sekunden |
| 2 | Drei offene Fragen zur Situation des Gesprächspartners | 12 Minuten | Gesprächspartner spricht länger als Sie |
| 3 | Zusammenfassen mit eigenen Worten | 10 Minuten | Jede Zusammenfassung enthält eine Zahl oder ein Datum |
| 4 | Einwand hören, Grund erfragen, antworten | 20 Minuten | Sie fragen nach dem Grund, bevor Sie argumentieren |
| 5 | Termin mit zwei Zeitvorschlägen | 10 Minuten | Datum und Uhrzeit stehen am Ende fest |
| 6 | Sprechtempo und Pausen im Mitschnitt | 12 Minuten | Pausen nach Fragen, kein Durcheinanderreden |
| 7 | Nachbereitung: Notiz und Bestätigung in 3 Minuten | 10 Minuten | Datum, Name, nächster Schritt notiert |
Tabelle: Sieben Telefonübungen mit Dauer und prüfbarem Ziel, Vorschlag der Redaktion, Stand 10/2026
Wer Übungen 1 bis 5 beherrscht, hat das Gerüst eines Akquisegesprächs. Wie daraus ein vollständiger Ablauf wird, zeigt der Gesprächsleitfaden im Glossar.
Wie sieht ein Trainingsplan für vier Wochen aus?
Üben Sie in jeder Woche eine Schwerpunktübung und wiederholen Sie die vorigen. Das passt in dreimal 30 Minuten.
| Woche | Schwerpunkt | Übungen | Zielwert am Ende |
|---|---|---|---|
| 1 | Einstieg | 1, 6 | Anlass im ersten Satz in 9 von 10 Mitschnitten |
| 2 | Fragen und Zuhören | 2, 3 | Gesprächspartner spricht mehr als Sie |
| 3 | Einwände | 4 | Zehn Einwände mit geübter Antwort |
| 4 | Termin und Nachbereitung | 5, 7 | Jeder Anruf endet mit festem nächsten Schritt |
Tabelle: Vier-Wochen-Plan Telefontraining, zum Ausdrucken, Stand 10/2026
Mit dem Gesprächs-Simulator üben Sie einen Akquiseanruf in Ihrer Branche vom ersten Satz bis zum Termin, ohne Formular und direkt im Browser. Zehn Einwandformulierungen für Übung 4 liefert der Einwand-Spickzettel.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie übe ich Rollenspiele am Telefon richtig?
Spielen Sie zu zweit, mit einem Beobachter, der mitschreibt, und wechseln Sie die Rollen nach 5 Minuten. Der Beobachter prüft nur ein Kriterium je Runde, etwa "Anlass im ersten Satz". Danach folgen drei Sätze Rückmeldung: Was war gut, was ändern Sie, was probieren Sie als Nächstes. Rollenspiele ohne Beobachter bringen kaum Lerneffekt, weil niemand sieht, wo das Gespräch kippt.
Was bringt Telefontraining in Euro? Eine Beispielrechnung
Training lohnt sich, wenn es die Zahl der Termine je Gespräch hebt. Die Werte unten sind Annahmen, setzen Sie Ihre ein.
| Posten | Annahme |
|---|---|
| Entscheider erreicht je Woche und Anrufer | 40 |
| Terminquote vor dem Training | 7 Prozent, also 2,8 Termine |
| Terminquote nach dem Training | 10 Prozent, also 4 Termine |
| Zusätzliche Termine je Woche | 1,2 |
| Zusätzliche Termine je Jahr bei 46 Wochen | rund 55 |
| Abschlussquote aus dem Termin | 20 Prozent, also rund 11 Abschlüsse |
| Auftragswert | 8.000 Euro, also rund 88.000 Euro Umsatz je Jahr und Anrufer |
Rechnung: Wirkung von 3 Prozentpunkten mehr Terminquote je Anrufer, alle Werte als Annahme, Stand 10/2026
Die drei Prozentpunkte sind eine Annahme, kein Versprechen. Sie zeigen, warum sich schon kleine Verbesserungen im Einstieg rechnen: Die Zahl der Termine wächst linear mit der Quote.
Praxisbeispiel: Mitschnitt statt Gefühl
In unseren Projekten hören wir uns Mitschnitte an, bevor wir einen Leitfaden ändern. Typischer Fall aus einem anonymisierten Projekt: Ein Team nannte im Einstieg erst Firma und Produkt und kam auf 6 Termine bei 120 erreichten Entscheidern, das sind 5 Prozent. Nach Umstellung auf "Anlass zuerst, Frage danach" waren es 11 Termine bei 118 erreichten Entscheidern, also 9,3 Prozent. Geändert wurde nur der erste Satz.
Die Zahlen stammen aus einem einzelnen Projekt und gelten nur für diese Zielgruppe. Wie wir Fassungen testen, beschreibt die Methode.
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Wann bringt Telefontraining nichts?
Telefontraining hilft nicht, wenn die Zielgruppe falsch oder das Angebot unklar ist, und diese Grenzen sollten Sie kennen:
- Ohne Gespräche kein Training. Wer pro Woche nur zwei Anrufe führt, übt zu wenig. Dann ist die Terminierung durch ein Team sinnvoller, siehe Telefonakquise.
- Falsche Zielgruppe oder falscher Anlass. Der beste Einstieg rettet keine Liste mit Ansprechpartnern ohne Bedarf.
- Einmaliges Seminar. Ein Tag ohne Nachfassen verpufft meist nach wenigen Wochen. Entscheidend sind Wiederholung und Mitschnitt.
- Aufzeichnung ohne Einwilligung. Mitschnitte fremder Gespräche sind nur mit Einwilligung zulässig, das klärt Ihre Rechtsberatung. Nutzen Sie im Zweifel nur Rollenspiele.
- Lesen statt üben. Ein PDF mit Tipps ändert nichts, solange niemand laut übt.
Checkliste: Professionell telefonieren
- Name, Firma und Anlass im ersten Satz genannt.
- Gesprächsziel vor dem Anruf aufgeschrieben.
- Mindestens drei offene Fragen gestellt.
- Gesprächspartner ausreden lassen, Pausen ausgehalten.
- Wichtiges mit eigenen Worten zusammengefasst.
- Positiv formuliert: "Ich finde es heraus" statt "Ich weiß nicht".
- Nächster Schritt mit Datum festgelegt und bestätigt.
- Notiz mit Datum, Name und Ergebnis in drei Minuten geschrieben.
Wie trainiere ich Stimme und Sprechtempo?
Nehmen Sie ein Gespräch auf und hören Sie auf Tempo, Pausen und Betonung. Lesen Sie danach täglich fünf Minuten laut, mit bewusstem Atem und kurzen Pausen am Satzende. Ein moderates Tempo versteht man am Telefon am leichtesten. Zungenbrecher helfen der Artikulation, sie ersetzen das Üben im Gespräch nicht.
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Wie trainiere ich positives Formulieren?
Schreiben Sie fünf Ihrer häufigsten Sätze auf und formulieren Sie jeden um: Aus "Das kann ich nicht" wird "Das kläre ich bis morgen 12 Uhr". Üben Sie die neue Fassung laut im Rollenspiel. Positive Sprache heißt nicht Schönreden, sondern nennt, was Sie tun und bis wann.
Was gehört in ein Telefontraining für Auszubildende?
Auszubildende brauchen Begrüßung, Notiztechnik, Weiterverbinden, Rückruf anbieten und Umgang mit schwierigen Anrufern. Beginnen Sie mit den Übungen 1, 3 und 7 und ergänzen Sie nach vier Wochen Fragen und Einwände. Das Training für erfahrene Verkäufer geht weiter, wie es unser Vertriebstraining beschreibt.
Wo finde ich mehr zur Telefonakquise?
Eine ausführliche Anleitung zu Anruf, Einwand und Termin finden Sie im Leitfaden zur Kaltakquise im B2B und in der Grundlagenseite Kaltakquise im B2B. Zum Nachlesen der Einwandreaktion helfen Einwandbehandlung im Glossar und der Beitrag Einwandbehandlung: 5 Methoden.
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