Welche Verteilregeln gibt es?
Vier Regeln sind üblich: Gebiet, Branche, Reihum und Kapazität. Jede hat einen Vorteil und einen Nachteil, den die Tabelle nennt. Eine Regel allein deckt selten alles ab.
| Regel | Zuweisung nach | Vorteil | Nachteil |
|---|---|---|---|
| Gebiet | Postleitzahl oder Region | Kurze Wege, klare Zuständigkeit | Ungleiche Last in dichten Regionen |
| Branche | Wirtschaftszweig | Fachwissen im Gespräch | Kleine Branchen bleiben liegen |
| Reihum | Reihenfolge der Eingänge | Gleiche Verteilung auf dem Papier | Keine Rücksicht auf Passung |
| Kapazität | Freie Termine je Person | Keine Überlast | Passung und Fachwissen bleiben außen vor |
Welche Regel passt zur Terminübergabe?
Bei Terminen, die für den Außendienst vor Ort sind, passt die Kombination aus Gebiet und Kapazität. Das Gebiet bestimmt die Anfahrt, die Kapazität verhindert Überlast. Die Branche ergänzt, wenn das Gespräch Fachwissen verlangt. Die Einordnung ist eine Empfehlung dieses Eintrags.
Beispielfall: Wie verteilen drei Personen 120 Termine?
Beispielfall, fiktiv. Drei Personen teilen 120 qualifizierte Leads im Monat. Annahme: Region A ist dicht besiedelt und bekommt die Hälfte der Anfragen. Nach Reihum erhält jede Person 40 Termine. Nach Gebiet verteilen sich die Termine auf 60, 40 und 20, und die Person mit 60 Terminen kommt nicht hinterher. Die Kapazitätsregel gleicht die Last aus, nimmt aber die Anfahrt in Kauf.
Wann passt Branche besser als Gebiet?
Branche passt, wenn das Gespräch Fachwissen verlangt und der Termin an einem Ort stattfindet, der ohnehin erreichbar ist. Das Gegenargument: Wer nach Gebiet verteilt, verliert das Fachwissen. Wann es nicht passt: Bei kleinen Branchen mit wenigen Terminen bleibt die Regel ungenutzt und Leads liegen. Die Häufigkeit der Terminübergabe entscheidet, welche Regel sich lohnt.
- 01
Die Regel nur nach Reihenfolge wählen.
Folge: Ein Termin in fremdem Gebiet kostet Anfahrt und Zeit.
Besser: Gebiet und Kapazität zusammen prüfen.
- 02
Jeden Lead anders verteilen.
Folge: Niemand weiß, warum ein Termin bei wem landet.
Besser: Eine Regel festlegen und schriftlich halten.
- 03
Die Verteilung nie nachmessen.
Folge: Eine Person bekommt dauerhaft zu viele Termine.
Besser: Die Termine je Person monatlich zählen.
Stand: Oktober 2026. Den Schritt davor beschreibt der Eintrag zur Leadqualifizierung.








