Inhalt10 Abschnitte
- 01Was prüft der Kontakt, wenn er nach der Größe fragt?
- 02Wie antworten Sie, ohne sich zu verteidigen?
- 03Welche Sorgen stecken hinter der Größenfrage?
- 04Wann verliert der Anbieter wegen der Größe?
- 05Wie sahen zwei Projekte aus, in denen die Größe ein Thema war?
- 06Wie erklären Sie eine Kapazität, ohne Zahlen aus dem Kopf zu nennen?
- 07Was schreiben Sie nach dem Gespräch über die Kapazität?
- 08Wann passt die Antwort über die Größe nicht?
- 09Welche Fehler machen die Größe zum Thema?
- 10Welche Belege stützen Ihre Antwort im Angebot?
Was prüft der Kontakt, wenn er nach der Größe fragt?
Der Kontakt prüft ein Risiko. Er will wissen, ob ein Anbieter das Projekt über die gesamte Laufzeit trägt, ob er Ausfälle abfängt und ob er genug Leute hat, wenn das Volumen steigt. Die Frage nach der Größe ist die einfachste Form dieser Prüfung, und sie verlangt eine Antwort in Zahlen.
Die Einwandbehandlung zu diesem Punkt lebt von Zahlen, nicht von Größe. Die Größe eines Unternehmens sagt über dieses Risiko wenig aus. Ein Team mit zwölf Leuten, klaren Abläufen und einer festen Vertretung kann mehr zuverlässige Termine liefern als ein großer Anbieter, der Projekte im Wochentakt weitergibt. Das sollten Sie dem Kontakt nicht als Behauptung sagen, sondern als Ablauf zeigen.
Die Frage hat zwei Ebenen. Auf der ersten geht es um die Zahl, auf der zweiten um die Sorge hinter der Zahl. Beide Ebenen beantworten Sie in einem Gespräch, aber in einer festen Reihenfolge.
Wie antworten Sie, ohne sich zu verteidigen?
Antworten Sie auf die Sorge und nicht auf den Vorwurf. Der Satz „Sind Sie überhaupt groß genug?“ klingt nach Zweifel, aber er meint meist eine konkrete Frage: Schaffen Sie die Menge, und halten Sie die Qualität bis zum Ende? Wer diese Frage beantwortet, nimmt dem Satz die Schärfe.
Drei Antworten passen in den Großteil der Gespräche. Jede endet mit einer Rückfrage, damit der Kontakt seine eigene Sorge nennen kann.
Antwort 1: Die Kapazität abgleichen
Das ist eine berechtigte Frage, [Name]. Welche Terminmenge pro Monat braucht Ihr Team, damit ich sie mit unserer Planung abgleichen kann?
Die Zahl ist der Anfang der Rechnung, und ihre Einheit ist die Akquisestunde. Sie zeigt, ob der Anbieter das Volumen trägt, und sie zeigt dem Kontakt, dass Sie nicht ausweichen.
Antwort 2: Den Ansprechpartner benennen
Was würde Ihnen zeigen, [Name], dass ein Partner auch bei Ausfall eines Mitarbeiters liefert: eine feste Vertretung, ein Ablauf oder ein kleiner Start?
Diese Antwort verlagert die Frage von der Größe auf den Ablauf. Ein Kontakt, der eine feste Vertretung verlangt, hat eine klare Vorstellung, die Sie prüfen können.
Antwort 3: Die Laufzeit und den Start festlegen
Über welchen Zeitraum planen Sie die Zusammenarbeit, [Name], und welcher Umfang wäre für einen ersten Abschnitt richtig?
Der erste Abschnitt verkleinert das Risiko, das der Kontakt sieht. Er gibt beiden Seiten einen Blick auf die Leistung, bevor der Umfang wächst.
Welche Sorgen stecken hinter der Größenfrage?
Die Tabelle ordnet die häufigsten Sorgen einer Antwort zu. Sie hilft, im Gespräch die richtige Zahl zu nennen, statt alle Kennzahlen auf einmal.
| Sorge | Woran Sie sie erkennen | Ihre Antwort |
|---|---|---|
| Kapazität | Der Kontakt nennt ein hohes Monatsvolumen | Die Terminmenge abgleichen und den Plan zeigen |
| Lieferantenrisiko | Der Kontakt fragt nach Ausfällen oder Vertretung | Einen festen Ablauf bei Ausfall beschreiben |
| Erreichbarkeit | Der Kontakt will wissen, wer am Telefon ist | Den Ansprechpartner und die Erreichbarkeit nennen |
| Dauer | Der Kontakt fragt, ob der Anbieter lange bleibt | Eine Laufzeit und einen ersten Abschnitt vorschlagen |
Fragen Sie nach der Sorge, bevor Sie eine Zahl nennen. Eine Zahl, die nicht zur Sorge passt, wirkt wie Ausweichen, selbst wenn sie stimmt.
Wann verliert der Anbieter wegen der Größe?
Der Anbieter verliert, wenn die Größe laut Ausschreibung ein Ausschlusskriterium ist. Das Gegenbeispiel zeigt die Grenze: Wenn die Größe laut Ausschreibung ein Ausschlusskriterium ist, nimmt der Anbieter nicht teil. Dann hilft keine Antwort am Telefon, und Sie sparen Zeit, wenn Sie das früh klären.
Lesen Sie die Kriterien der Ausschreibung vor dem Gespräch, wenn der Kontakt sie nennt. Stehen dort Mindestwerte für Umsatz, Mitarbeiter oder Referenzen, prüfen Sie, ob Ihr Angebot sie erfüllt. Erfüllt es sie nicht, sagen Sie das ohne Umweg.
Ein Verlust aus diesem Grund ist kein Fehler im Gespräch. Er entsteht aus einem Kriterium, das vor dem Angebot feststand, und ein sauberer Eintrag im Protokoll hilft beim nächsten Verfahren.
Wie sahen zwei Projekte aus, in denen die Größe ein Thema war?
In einem Projekt für einen Hersteller von Lüftungstechnik fragte der Einkauf nach drei Standorten und acht Wochen Vorlauf. Der Anbieter nannte ein Team mit zwei Vertriebsteams, die sich bei Ausfall gegenseitig vertraten. Der Einkäufer wollte den Ablauf sehen, und wir zeigten ihn auf einer Seite.
Das Projekt startete mit einem Pilot über vier Wochen. Die Terminzahl lag im Pilot über dem Plan, und der Einkauf verlängerte die Zusammenarbeit um ein halbes Jahr.
In einem Projekt für einen Hersteller von Medizintechnik ging es um zwölf Monate Laufzeit. Der Einkauf befürchtete, dass ein kleiner Anbieter das Volumen nicht trägt. Die Antwort war ein Plan mit 40 Terminen im ersten Quartal und einem Ersatzteam für Spitzen. Der Auftrag kam nach dem zweiten Gespräch zustande.
Die Beispiele sind anonym und tragen Praxiszahlen, keine Studie. Sie zeigen, dass ein konkreter Plan die Größenfrage oft schneller beantwortet als jede Selbstbeschreibung.
Wie erklären Sie eine Kapazität, ohne Zahlen aus dem Kopf zu nennen?
Eine Kapazität erklären Sie am besten über einen Ablauf, den der Kontakt Schritt für Schritt nachvollziehen kann. Sie beginnen mit dem Erstgespräch, gehen über die Abstimmung mit dem Kunden zu den Terminen und enden bei der Übergabe. Jeder Schritt bekommt einen Zeitraum, und der Zeitraum macht die Kapazität sichtbar, ohne dass Sie eine Kennzahl aus dem Kopf nennen müssen.
Notieren Sie den Ablauf vor dem Gespräch auf einer Seite, damit Sie ihn ohne Pausen erzählen können. Der Kontakt hört dann eine Planung und keine Behauptung. Fragt er nach einer Zahl, die Sie nicht im Kopf haben, sagen Sie das ehrlich und schicken die Zahl nach. Eine nachgereichte Zahl wirkt sorgfältiger als eine geratene.
Was schreiben Sie nach dem Gespräch über die Kapazität?
Nach dem Gespräch schreiben Sie dem Kontakt eine kurze Zusammenfassung, die nur die Kapazität, den Ablauf und die offene Frage enthält. Der Text ist kein Angebot und keine Zusage, die Sie nicht geprüft haben. Er hält fest, was besprochen wurde, und das schützt beide Seiten vor einer Erinnerung, die am nächsten Tag verrutscht.
Schicken Sie die Zusammenfassung am selben Tag. Ein Kontakt, der die Größe kritisch geprüft hat, liest eine klare Mail schneller als eine lange, und er antwortet eher, wenn die offene Frage in der ersten Zeile steht. Bitten Sie um eine Rückmeldung bis zu einem Datum, damit die Zusage nicht im Postfach liegen bleibt.
Wann passt die Antwort über die Größe nicht?
Die Antwort passt nicht, wenn der Kontakt nur einen Namen sucht, mit dem er intern punkten kann. Dann überzeugt keine Kapazitätsrechnung, und Sie sollten das Gespräch sachlich beenden. Erkennen Sie das am Satz, der nach jeder Zahl eine neue Forderung stellt.
- Wenn die Größe laut Ausschreibung ein Ausschlusskriterium ist, nimmt der Anbieter nicht teil, auch wenn das Gespräch gut verläuft.
- Wenn der Kontakt einen Partner sucht, der jede Woche vor Ort sein muss, passt die Telefonakquise nicht, und Sie sagen das offen.
- Wenn der Einkauf nur nach dem Namen eines großen Dienstleisters entscheidet, überzeugt eine Kapazitätsrechnung nicht, und Sie sollten das Gespräch sachlich beenden.
Wenn der Kontakt nach einer Garantie fragt, die über den Umfang des Angebots hinausgeht, verweisen Sie auf die Bedingungen im Angebot und keine eigene Zusage am Telefon.
Welche Fehler machen die Größe zum Thema?
Drei Fehler lassen die Größenfrage größer wirken, als sie ist. Jeder davon nimmt dem Gespräch die Ruhe, die der Kontakt braucht, um Ihnen zu vertrauen.
- 01
Die eigene Größe als Argument ins Feld führen, bevor der Kontakt sein Risiko genannt hat.
Folge: Der Kontakt hört eine Behauptung, die er nicht prüfen kann, und fragt nach Belegen, die Sie noch nicht haben.
Besser: Zuerst das Risiko benennen, das der Kontakt meint, und dann mit einer Zahl oder einem Beleg antworten.
- 02
Eine Kapazitätszusage geben, die das Team nicht im Plan hat.
Folge: Der erste Monat verläuft holprig, und der Kontakt verliert Vertrauen, bevor der Start beginnt.
Besser: Die Kapazität mit dem Team abgleichen und nur zusagen, was im Plan steht.
- 03
Den Kontakt mit einer Liste aller Kennzahlen überhäufen.
Folge: Die Zahlen gehen unter, und der Kontakt erinnert sich an keine davon.
Besser: Zwei oder drei Zahlen nennen, die zu seiner Sorge passen, und die restlichen auf Nachfrage geben.
Vermeiden Sie den Reflex, die Größe als Vorteil zu verkaufen. Der Kontakt wertet sie nur, wenn sie zu seinem Risiko passt. Sonst bleibt sie eine Behauptung.
Welche Belege stützen Ihre Antwort im Angebot?
Im Angebot stehen die Belege, die der Kontakt nach dem Gespräch prüfen kann. Die Zahlen der Marke stehen in den Fakten, und sie sind an derselben Stelle belegt. Nennen Sie am Telefon nur die Zahl, die zur Sorge passt, und verweisen Sie für den Rest auf die Quelle.
30+ Mitarbeiter 100.000+ 480.000+ Die Marken, für die KRAUSS arbeitet, nennt die Seite zu den Auftraggebern: Über 100 Markenhersteller Die Fakten-Seite zeigt jede Zahl mit Quelle und Stand.
Für das nächste Gespräch lohnt sich die Telefonakquise von KRAUSS als Überblick. Ein Gespräch mit Jesse Klotz dauert 15 Minuten und klärt, ob Ihr Projekt in den Umfang passt, den Sie planen.
Vom Wissen zum Termin
Was kostet das in Ihrem Markt?
Der Preis richtet sich nach Zielmarkt, Erreichbarkeit und Terminmenge. Wenn das Gespräch sitzt, führen wir es für Sie. Das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt. Den Umfang legen Sie im 15-Minuten-Gespräch fest.









