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FachbegriffPipeline und Kennzahlen

Pipeline Coverage im Vertrieb

Auch: Pipeline Abdeckung, Coverage Ratio, Pipeline Deckung

Jesse KlotzGeschäftsführer Performance Marketing
Veröffentlicht und aktualisiert

Definition

Die Pipeline Coverage ist das Verhältnis von offenem Pipeline-Wert zu einem Umsatzziel. Sie teilen den Wert aller offenen Verkaufschancen einer Periode durch das Ziel der Periode. Liegt die Deckung unter 100 Prozent, reicht die offene Pipeline allein für das Ziel nicht aus.

Stand Quellen

Auf einen Blick

Gruppe
Pipeline und KennzahlenQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Formel
Offener Pipeline-Wert ÷ Umsatzziel × 100Quelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Stand
Oktober 2026Quelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026

Was sagt die Pipeline Coverage über das Ziel?

Die Pipeline Coverage sagt, ob genug offene Verkaufschancen da sind, um ein Umsatzziel zu erreichen. Sie misst den Vorrat an Chancen, nicht den Erfolg. Eine Deckung von 250 Prozent heißt: Die offene Pipeline ist zweieinhalbmal so groß wie das Ziel (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).

Der Vorrat sagt noch nichts über die Qualität der Chancen. Eine große Pipeline mit wenigen reifen Chancen trägt das Ziel nicht.

Wie rechnen Sie die Deckung gegen ein Ziel?

Sie teilen den offenen Pipeline-Wert durch das Umsatzziel und multiplizieren mit 100. Zähler und Nenner müssen denselben Zeitraum und dasselbe Schließdatum betreffen.

Formel

Pipeline Coverage in Prozent = offener Pipeline-Wert ÷ Umsatzziel × 100

Variablen der Formel
SymbolBedeutungEinheit
Offener Pipeline-WertSumme der Werte aller offenen Verkaufschancen, die im Zeitraum schließen könnenEuro
UmsatzzielUmsatz, den der Vertrieb im selben Zeitraum erreichen sollEuro
Pipeline CoverageDeckung des Ziels durch die offene PipelineProzent

Rechenbeispiel

Beispielzahlen, frei gewählt, keine Messwerte

Deckung, Lücke und Chancen mit frei gewählten Zahlen

  • Annahme: Umsatzziel im Quartal300.000 €(frei gewählt, kein Marktwert)
  • Annahme: Offener Pipeline-Wert750.000 €(frei gewählt, kein Marktwert)
  • Annahme: Durchschnittlicher Auftragswert20.000 €(frei gewählt, kein Marktwert)
  • Annahme: Abschlussquote der Chancen0,25(0,25 entspricht 25 Prozent, frei gewählt)
  • Annahme: Gewünschte Deckung als Faktor3(frei gewählt, gängige Planungsgröße des Teams)
Deckung, Lücke und Chancen mit frei gewählten Zahlen
SchrittRechnungErgebnis
Pipeline Coverage750.000 € ÷ 300.000 € × 100250 %
Pipeline-Wert für die gewünschte Deckung300.000 € × 3900.000 €
Lücke zur gewünschten Deckung300.000 € × 3 − 750.000 €150.000 €
Neue Chancen für die Lücke(300.000 € × 3 − 750.000 €) ÷ 20.000 €7,5
Aufträge für das Ziel300.000 € ÷ 20.000 €15
Verkaufstermine für das Ziel300.000 € ÷ 20.000 € ÷ 0,2560 Termine

Im Beispiel liegt die Deckung bei 250 Prozent (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Für den gewünschten Faktor 3 fehlen 150.000 Euro Pipeline-Wert. Bei einem Auftragswert von 20.000 Euro entspricht das rechnerisch 7,5 neuen Chancen, also etwa acht Terminen mit Chance. Die Aufträge für das Ziel liegen bei 15, bei einer Abschlussquote von 25 Prozent braucht der Vertrieb rechnerisch 60 Verkaufstermine.

Welche Fehler verzerren die Deckung?

Drei Fehler verzerren die Deckung am stärksten. Sie betreffen die Gewichtung, den Zeitraum und alte Chancen.

  1. 01

    Den Pipeline-Wert ungewichtet ansetzen.

    Folge: Eine Chance im Frühstadium zählt so viel wie ein Angebot vor der Unterschrift.

    Besser: Chancen nach Stufe gewichten oder nur Chancen ab einer festen Stufe zählen.

  2. 02

    Ein Ziel über mehrere Monate gegen einen Monat Pipeline halten.

    Folge: Die Deckung wirkt zu niedrig, obwohl die Chancen für das Ziel reichen.

    Besser: Ziel und Pipeline auf denselben Zeitraum und dasselbe Schließdatum beziehen.

  3. 03

    Verlorene oder vergessene Chancen im Wert lassen.

    Folge: Die Deckung wirkt gut, der Vertrieb arbeitet aber an toten Fällen.

    Besser: Jede Chance mit Ablaufdatum führen und nach Fristablauf schließen.

Wann verliert die Coverage an Aussagekraft?

Die Coverage verliert an Aussagekraft, wenn die Verkaufszyklen sehr lang sind. Dann liegen Abschlüsse oft außerhalb des Ziel-Zeitraums. Dann zeigt die Deckung einen Vorrat, der erst im Folgequartal schließt. Rechnen Sie in diesem Fall getrennt je Zeitraum.

Stand: Oktober 2026. Die Festlegung der Zielfaktoren erfolgt im Team.

Weiterführend

So geht es weiter.

Nächster Schritt: Werkzeuge für Ihren Vertrieb ausprobieren

Belege und Vorgehen: Fakten und Zahlen und die KRAUSS-Methode.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen kurz beantwortet.

01Welche Pipeline Coverage gilt als ausreichend?

Eine feste Schwelle gibt es nicht, weil sie von Abschlussquote, Zykluslänge und Auftragswert abhängt. Mit einer Quote von 25 Prozent braucht das Ziel rechnerisch etwa vier Chancen je Auftrag. Legen Sie die Zielgröße im Team fest und prüfen Sie sie gegen Ihre eigene Abschlussquote im Rechenbeispiel dieses Eintrags.

02Ist eine hohe Coverage immer gut?

Nein. Eine Deckung weit über dem Ziel kann auf alte, nicht gepflegte Chancen zurückgehen. Sie sagt nur etwas, wenn die Chancen aktuell sind, ein Schließdatum tragen und im Zeitraum des Ziels abschließen können. Prüfen Sie das Alter der Chancen, bevor Sie die Zahl zur Steuerung nutzen.
Prompt ansehen und anpassen

Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.

Belege

Woher die Angaben stammen.

  1. 01

    KRAUSS GmbH: Glossar der Neukundengewinnung (krauss-gmbh.com)

    Stand Oktober 2026abgerufen am KRAUSS-Angabe

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