Inhalt8 Abschnitte
- 01Wie bauen Sie eine Liste mit Einwilligung auf?
- 02Dürfen Sie Adressen aus Messen und Anfragen übernehmen?
- 03Praxisbeispiel: Aus 2.400 Adressen wurden 380 Einwilligungen
- 04Rechnung: Wie viele Kontakte brauchen Sie für fünf Termine?
- 05Wann eine E-Mail-Liste nicht trägt
- 06Checkliste für den Aufbau
- 07Was danach am Telefon passiert
- 08Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Eine E-Mail-Liste im B2B wächst nur mit nachweisbarer Einwilligung. Kalte Werbe-Mails an Unternehmen ohne vorherige Zustimmung sind nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG unzulässig.
Dieser Beitrag stammt von April 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Eine saubere Liste bringt Antworten, und Termine entstehen meist erst im Telefonat. Dieser Beitrag zeigt, wie Sie die Liste aufbauen, welche Rechnung bis zum Termin gilt und wo eine Mail nicht trägt.
Wie bauen Sie eine Liste mit Einwilligung auf?
Ein Anmeldeformular nennt den Nutzen in einem Satz, zum Beispiel einen Leitfaden oder eine Vorlage. Darunter steht die Einwilligung, die Sie protokollieren. Ein Häkchen, das schon gesetzt ist, zählt nicht. Jede Anmeldung speichern Sie mit Datum, Kanal, Wortlaut und Version des Textes. Wer einen Leitfaden herunterlädt, hat damit nicht automatisch zugestimmt, Werbung zu erhalten. Trennen Sie Download und Newsletter-Einwilligung.
Dürfen Sie Adressen aus Messen und Anfragen übernehmen?
Nur mit einem Nachweis. Visitenkarten von einer Messe sind keine Einwilligung zu E-Mail-Werbung. Eine Anfrage nach einem Angebot erlaubt Ihnen, auf diese Anfrage zu antworten. Für einen Newsletter brauchen Sie eine eigene, ausdrückliche Zustimmung.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Praxisbeispiel: Aus 2.400 Adressen wurden 380 Einwilligungen
In einem Projekt für einen Hersteller von Kunststoffschalen enthielt der Adressbestand 2.400 Kontakte. Davon hatten 380 eine nachweisbare Einwilligung zu E-Mail. Mit diesen 380 Kontakten startete die Reihe. Neun Empfänger antworteten, zwei davon führten zu einem Gespräch von mehr als fünf Minuten. Die Zahlen zeigen die Größenordnung, nicht ein Ergebnis, das sich auf andere Branchen übertragen lässt.
Rechnung: Wie viele Kontakte brauchen Sie für fünf Termine?
Wir rechnen mit drei Annahmen: 2 Prozent der Empfänger antworten, 25 Prozent der Antworten führen zu einem Gespräch, und die Hälfte der Gespräche endet mit einem Termin. Ein Termin kostet dann 400 Kontakte, fünf Termine brauchen 2.000 Kontakte.
| Schritt | Annahme | Ergebnis bei 2.000 Kontakten |
|---|---|---|
| Antworten | 2 % | 40 |
| Gespräche | 25 % der Antworten | 10 |
| Termine | 50 % der Gespräche | 5 |
Setzen Sie Ihre eigenen Quoten ein. Ändert sich eine Quote um einen Punkt, verschiebt sich das Ergebnis deutlich.
Wann eine E-Mail-Liste nicht trägt
- Bei einem Produkt, das eine Entscheidung im Monat verlangt, reicht eine Mail nicht, um den Entscheider zu erreichen.
- Eine gekaufte Liste ohne Nachweis ist ein rechtliches Risiko, kein Wachstum.
- Wenn Ihr Vertrieb auf Antworten nicht reagiert, verpufft die Reihe.
- Bei kleinen Listen unter einigen hundert Kontakten bleiben die Zahlen zufällig.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Checkliste für den Aufbau
- Jede Anmeldung hat Einwilligung, Datum, Kanal und Wortlaut im Protokoll.
- Download und Newsletter-Einwilligung sind getrennt.
- Jede Mail nennt den Absender und einen Weg zum Widerspruch.
- Antworten gehen innerhalb einer festen Frist an eine benannte Person.
- Die Liste wird um Abmeldungen bereinigt, bevor die nächste Reihe startet.
- Die Quoten für Antwort, Gespräch und Termin werden monatlich gemessen.
Was danach am Telefon passiert
Wenn auf eine Mail eine Antwort kommt, entscheidet das Telefonat über den Termin. Wir qualifizieren Antworten am Telefon, prüfen Entscheider und Anlass und vereinbaren den Termin. Das Anschreiben und den Versand übernehmen Sie. Die Grundlagen zur Leadgenerierung finden Sie auf der Seite zur B2B-Leadgenerierung. Für die Anrufliste hilft die Checkliste zur Kaltakquise per Mail. Wer nach einem Angebot nachfasst, nutzt den Leitfaden zum Angebot-Nachfassen.
Stand: Oktober 2026. Dieser Beitrag ist keine Rechtsberatung.
Häufig gestellte Fragen
Darf ich Unternehmen ohne Einwilligung per E-Mail anschreiben?
Nein. § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG verlangt eine vorherige ausdrückliche Einwilligung für Werbung per elektronischer Post. Das gilt auch, wenn der Empfänger ein Unternehmen ist.
Wann gilt die Ausnahme für Bestandskunden?
Nach § 7 Abs. 3 UWG nur, wenn Sie die Adresse im Zusammenhang mit einem Verkauf erhalten haben, für ähnliche eigene Angebote werben, der Kunde nicht widersprochen hat und bei jeder Nachricht auf den Widerspruch hinweisen.
Wie baue ich eine E-Mail-Liste ohne Kaufadressen auf?
Mit einem Anmeldeformular, das den Nutzen nennt, mit einem Opt-in und einem Protokoll je Anmeldung. Kontakte aus Messen oder Anfragen nehmen Sie nur mit nachweisbarer Einwilligung auf.
Wie viele Kontakte brauche ich für einen Termin?
Das hängt von Antwort-, Gesprächs- und Terminquote ab. Mit den Annahmen im Beitrag braucht es rund 400 Kontakte je Termin. Ihre Werte können deutlich abweichen.
Reicht eine E-Mail-Liste, um Termine zu bekommen?
Selten. Eine Mail erzeugt eine Antwort, aber meist noch kein Gespräch mit dem Entscheider. Den Termin bringt in der Regel erst das Telefonat, das auf die Antwort folgt.
Versendet KRAUSS E-Mail-Kampagnen?
Nein. KRAUSS übernimmt die Telefonebene: Antworten qualifizieren und Termine vereinbaren. Den E-Mail-Versand übernehmen Sie oder ein Dienstleister Ihrer Wahl.
Was gilt für Erinnerungs-Mails nach der ersten Nachricht?
Das UWG nennt keine feste Zahl. Entscheidend sind die Einwilligung, ein klarer Hinweis auf den Widerspruch und ein Verhalten, das nicht belästigt. Dokumentieren Sie jede Nachricht.
Welche Quellen stehen hinter diesem Beitrag?
Die Paragrafen stammen aus dem UWG (§ 7, gesetze-im-internet.de). Die Rechnung ist eine eigene Annahme. Stand dieses Beitrags: Oktober 2026. Keine Rechtsberatung.
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