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Checkliste

Wie sieht eine Kaltakquise-Mail im B2B aus, die Antworten bekommt? Drei Vorlagen

Jesse KlotzGeschäftsführer Performance Marketing
Stand
Erstveröffentlichung
Lesezeit
4 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Eine Kaltakquise-Mail im B2B, die Antworten bekommt, hat vier Sätze: Anlass, Nutzen, Beleg und eine Frage mit Terminvorschlag. Lange Mails mit Firmenvorstellung werden nicht gelesen. Vorher prüfen Sie, ob Sie die Mail senden dürfen: Werbung per E-Mail braucht nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) die vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten. Stand 06.10.2026, keine Rechtsberatung.

Stand Quellen

Dazu: Neukunden-Check, Check mit 6 Fragen im Browser, ohne Formular.

Fakten

Aufbau der Mail
Vier Sätze: Anlass, Nutzen, Beleg, Frage mit TerminvorschlagQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Werbung per elektronischer Post
§ 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG: vorherige ausdrückliche Einwilligung des AdressatenQuelle: gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026
Fassung des UWG
Zuletzt geändert durch Art. 6 G v. 12.5.2026 I Nr. 139Quelle: gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026
Terminbestätigung
Wir bestätigen jeden Termin doppelt.Quelle: KRAUSS-Methode, Stand 10/2026

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Inhalt5 Abschnitte
  1. 01Darf ich diese Mail überhaupt senden?
  2. 02Welche vier Sätze hat eine Mail, die Antworten bekommt?
  3. 03Welche Prüfpunkte hat die Mail vor dem Senden?
  4. 04Wie viele Mails braucht ein Termin?
  5. 05Wann trägt die Mailansprache nicht?

Darf ich diese Mail überhaupt senden?

Sie dürfen eine Werbe-E-Mail nur senden, wenn eine vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten vorliegt (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026). Stand 06.10.2026, keine Rechtsberatung. Die Prüfung steht vor der Vorlage.

  • Der Empfänger hat der Zusendung von Werbung per E-Mail vorher ausdrücklich zugestimmt, und ich kann den Zeitpunkt und den Weg belegen.
  • Die Zustimmung deckt das Thema meiner Mail ab, zum Beispiel durch ein Formular, ein Telefonat mit Zustimmung oder eine Anfrage.
  • Ich weiß, woher die Adresse stammt, und habe sie nicht aus einem Verzeichnis gekauft oder kopiert.
  • Ein Widerspruch des Empfängers liegt nicht vor, und die Adresse steht nicht auf meiner Sperrliste.
  • Ich habe geprüft, ob eine Ausnahme nach § 7 Abs. 3 UWG gilt, oder ich lasse sie von meiner Rechtsberatung prüfen.

Eine Kaltakquise-Mail ohne Einwilligung ist deshalb in der Regel keine Option. Der Weg, der sauber trägt, führt über das Telefon: Im Gespräch holen Sie die Zustimmung zur Mail ein und senden dann die Vorlage. Die Grundlagen zeigt die Seite Ist Kaltakquise im B2B verboten?.

Welche vier Sätze hat eine Mail, die Antworten bekommt?

Die Mail hat vier Sätze: Anlass, Nutzen, Beleg und eine Frage mit zwei Terminvorschlägen. Jeder Satz hat eine Aufgabe, und keiner stellt die Firma vor.

Vorlage: Variante 1: Mail nach einem Telefonat mit Zustimmung
Betreff: [Anlass in drei bis fünf Worten]

Guten Tag [Name],
wie besprochen schicke ich Ihnen die Mail zu [Anlass, den Sie im Telefonat genannt haben].
[Ein Satz zum Nutzen für die Rolle des Empfängers.]
[Ein Beleg: ein Projekt in einer ähnlichen Branche, ohne Kundennamen.]
Passt Ihnen [Tag, Uhrzeit] oder [Tag, Uhrzeit] für [Dauer] Minuten?
[Ihr Name, Telefonnummer]
Vorlage: Variante 2: Mail auf eine Anfrage oder ein Formular
Betreff: Ihre Anfrage zu [Thema]

Guten Tag [Name],
Sie haben am [Datum] eine Anfrage zu [Thema] gestellt.
[Ein Satz, der die Frage aus der Anfrage beantwortet.]
[Ein Beleg: eine Zahl aus einem ähnlichen Projekt, als Praxisbeispiel formuliert.]
Wann passt Ihnen ein Gespräch, [Tag, Uhrzeit] oder [Tag, Uhrzeit]?
[Ihr Name, Telefonnummer]
Vorlage: Variante 3: Terminbitte an einen Kontakt mit Zustimmung
Betreff: [Anlass beim Empfänger, zum Beispiel: Ihre Ausschreibung für [Thema]]

Guten Tag [Name],
Sie haben zugestimmt, dass wir uns per E-Mail melden. Der Anlass: [Anlass beim Empfänger].
[Ein Satz: welches Problem Ihrer Rolle Sie lösen.]
[Ein Beleg in einem Satz.]
Haben Sie Zeit für [Dauer] Minuten, [Tag, Uhrzeit] oder [Tag, Uhrzeit]?
[Ihr Name, Telefonnummer, Abmeldehinweis]

Der Abmeldehinweis gehört in jede Mail an Kontakte, die Sie wiederholt anschreiben. Wer sich abmeldet, steht sofort auf der Sperrliste.

Welche Prüfpunkte hat die Mail vor dem Senden?

Vor dem Senden prüfen Sie sechs Punkte zu Inhalt und Form. Jede Mail, die einen davon verfehlt, wird seltener beantwortet.

  • Die Mail hat vier Sätze und weniger als 80 Wörter.
  • Der Betreff nennt den Anlass und keinen Firmennamen.
  • Der erste Satz handelt vom Empfänger, nicht von uns.
  • Der Beleg ist ein Projekt oder eine Zahl, kein Adjektiv.
  • Die Frage am Ende bietet zwei Termine, nicht „Wann passt es Ihnen?“.
  • Der Absender, die Telefonnummer und die Rückmeldemöglichkeit stehen unter der Mail.

„Wir sind führend“ sagt dem Empfänger nichts, „Ein Projekt für einen Hersteller aus Ihrer Branche lief über drei Anrufblöcke“ gibt ihm ein Bild. Nennen Sie nur Zahlen, die Sie belegen können.

Betreffzeilen und ihre Wirkung, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
BetreffWirkungBessere Fassung
„Angebot für Ihr Unternehmen“Wirkt wie Massenmail„Ihre neue Halle in [Ort]“
„Kurze Frage“Wirkt wie Trick„Frage zu Ihrer Ausschreibung [Thema]“
„Termin vereinbaren?“Fordert, bevor ein Grund da ist„Zwei Zeitfenster nach unserem Telefonat“
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH aus der Praxis der Telefonakquise, keine Marktstudie.

Wie viele Mails braucht ein Termin?

Bei den angenommenen Quoten braucht ein Termin rund 33 Mails. Die Rechnung zeigt den Rechenweg mit Ihren Quoten als Platzhalter.

Rechenbeispiel

Beispielzahlen, frei gewählt, keine Messwerte

Mails und Arbeitszeit je Termin bei angenommenen Quoten

  • Annahme: Antwortquote der Mails in Prozent10 %(frei gewählt, kein Marktwert)
  • Annahme: Anteil der Antworten, der zum Termin führt, in Prozent30 %(frei gewählt, kein Marktwert)
  • Annahme: Minuten je Mail inklusive Anlass-Recherche6(frei gewählt, kein Marktwert)
Mails und Arbeitszeit je Termin bei angenommenen Quoten
SchrittRechnungErgebnis
Mails je Termin1 ÷ (10 % ÷ 100 × 30 % ÷ 100)33
Arbeitszeit je Termin in Akquisestunden1 ÷ (10 % ÷ 100 × 30 % ÷ 100) × 6 ÷ 603,3 Akquisestunden
Wert der Arbeitszeit je Termin zum Stundensatz des Pakets Start1 ÷ (10 % ÷ 100 × 30 % ÷ 100) × 6 ÷ 60 × 59 €197 €

In einem Projekt für einen Anbieter von Software für Handwerksbetriebe gingen 80 Terminbitten an Kontakte mit Zustimmung, je 40 mit einem von zwei Betreffs. Auf „Angebot für Ihren Betrieb“ antworteten 3, auf „Ihre Anfrage vom [Datum] zur Betriebssoftware“ antworteten 9. Der Text der Mail blieb gleich, der Anlass im Betreff änderte die Antwortquote.

Wann trägt die Mailansprache nicht?

Die Mailansprache trägt nicht, wenn Sie keine Einwilligung haben oder ein Gespräch brauchen, um das Angebot zu erklären.

  • Wenn Sie Unternehmen ohne Einwilligung per E-Mail ansprechen wollen, tragen diese Vorlagen nicht: § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG verlangt die vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten.
  • Wenn Sie den Kontakt erst aufbauen wollen, ist das Telefon der bessere Weg, weil ein Anruf mit Anlass die mutmaßliche Einwilligung tragen kann und eine Mail sie nicht ersetzt.
  • Wenn Ihr Angebot ein langes Gespräch braucht, bringt eine Mail kein Ergebnis: Sie wird nicht gelesen, und die Antwort bleibt aus.

Dann ist der Anruf mit Anlass der bessere Weg: Die Telefonakquise mit Terminvereinbarung beschreibt, wie KRAUSS das umsetzt, und die Methode zeigt den Ablauf. Wie Sie nach einem Angebot nachfassen, zeigt die Checkliste zum Nachfassen. Den Ablauf eines Anrufs zeigt der Leitfaden zur Kaltakquise.

Zum Mitnehmen

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Fragen und Antworten

Häufige Fragen kurz beantwortet.

01Darf ich Unternehmen eine Werbe-E-Mail ohne Einwilligung schicken?

Nein, in der Regel nicht. Werbung unter Verwendung elektronischer Post ist nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG unzumutbar, wenn keine vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten vorliegt (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026). Die Norm trennt nicht nach Verbrauchern und Unternehmen. Ausnahmen prüft Ihre Rechtsberatung im Einzelfall.

02Wie lang soll eine Akquise-Mail sein?

Vier Sätze, nicht mehr als 80 Wörter. Der erste Satz nennt den Anlass, der zweite den Nutzen, der dritte einen Beleg, der vierte stellt die Frage mit Terminvorschlag. Alles, was darüber hinausgeht, gehört in das Gespräch. Wer nach dem Beleg nichts mehr zu sagen hat, hat die Mail richtig gekürzt.

03Welcher Betreff bekommt Antworten?

Der Betreff nennt den Anlass in wenigen Worten und keinen Firmennamen: „Ihre neue Halle in [Ort]“ öffnet eher als „Angebot für Sie“. Ein Betreff mit Anlass ist bei Ihnen zu prüfen, nicht zu raten. Testen Sie zwei Betreffzeilen an je 50 Kontakten und lesen Sie die Antworten.

04Wann sende ich eine Nachfass-Mail?

Nach drei bis fünf Werktagen, mit einem neuen Anlass und der gleichen Frage nach einem Termin. Nach zwei Nachfass-Mails ohne Antwort schließen Sie den Kontakt oder legen ihn mit Datum auf Wiedervorlage. Die Vorlagen für die Nachfass-Mail zu einem Angebot stehen auf der Seite zum Nachfassen.
Prompt ansehen und anpassen

Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.

Belege

Woher die Angaben stammen.

Jede Zahl mit Quelle nennt Herausgeber, Stand und Abrufdatum. Quellen von KRAUSS verweisen auf die eigenen Seiten.

  1. 01

    gesetze-im-internet.de: UWG § 7, Unzumutbare Belästigungen (gesetze-im-internet.de)

    Stand Oktober 2026abgerufen am Primärquelle

  2. 02

    gesetze-im-internet.de: UWG, Gesamtausgabe mit Fassungsstand (gesetze-im-internet.de)

    Stand Oktober 2026abgerufen am Primärquelle

  3. 03

    KRAUSS GmbH: Methode: So entsteht ein Verkaufstermin mit Kaufinteresse (krauss-gmbh.com)

    Stand Oktober 2026abgerufen am KRAUSS-Angabe

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  4. 04Erste bestätigte Termineim Kalender
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