Inhalt8 Abschnitte
- 01Warum scheitert die Einführung neuer Akquise im Vertrieb?
- 02Wie führen Sie eine neue Akquise Schritt für Schritt ein?
- 03Praxisbeispiel: ein Außendienstteam mit fünf Personen
- 04Rechnung: Was kostet der Pilot in Zeit?
- 05Wann nicht? Grenzen eines Changes im Vertrieb
- 06Checkliste für den Change
- 07Wie passt der Change zur Telefonakquise?
- 08Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Neue Akquise scheitert im Vertrieb selten an der Methode. Sie scheitert, weil das Team keinen Anlass sieht, keinen eigenen Vorteil erkennt und die neuen Kennzahlen als Kontrolle erlebt.
Dieser Beitrag stammt von Dezember 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Ein Change funktioniert, wenn Sie den Anlass mit einer Zahl belegen, mit zwei Personen testen und die Messgrößen vor dem Rollout festlegen. Diese Reihenfolge ist wichtiger als jede einzelne Methode.
Stand: Oktober 2026. Das Praxisbeispiel ist anonym. Die Schrittfolge orientiert sich an John Kotter, Leading Change (1996), angepasst an die Lage im Vertrieb.
Warum scheitert die Einführung neuer Akquise im Vertrieb?
Vier Gründe tauchen in fast jedem Vertriebsteam auf. Sie lassen sich nicht wegdiskutieren, aber sie lassen sich adressieren.
Tabelle: Widerstand im Vertrieb und Antwort, Einordnung der Redaktion
| Widerstand | Was dahintersteckt | Antwort im Change |
|---|---|---|
| Kein Anlass sichtbar | Der Nutzen fehlt im Alltag | Pipeline-Lücke mit Zahl zeigen |
| Angst vor Kontrolle | Kennzahlen gelten als Bewertung | Messgrößen vorher festlegen und Teamziele trennen |
| Zeitmangel | Akquise kommt on top | Zeit aus einer anderen Aufgabe nehmen |
| Frühere Fehlversuche | Ein Projekt ist gescheitert | Ursache klären, Pilot klein halten |
Wie führen Sie eine neue Akquise Schritt für Schritt ein?
Der Ablauf hat fünf Phasen, die aufeinander aufbauen:
- Anlass klären: Zeigen Sie die Lücke mit einer Zahl, etwa Termine je Monat gegenüber dem Ziel.
- Pilot starten: zwei Personen, sechs Wochen, feste Zeitblöcke.
- Messgrößen festlegen: Gespräche, Termine, Anteil Gespräche mit nächstem Schritt.
- Rollout mit Vorbild: die Person aus dem Pilot erklärt, was funktioniert hat.
- Verankern: Die Zeit für Akquise steht in den Zielen, nicht nur in einer Mail.
Verzichten Sie auf den großen Start. Ein Pilot mit zwei Personen zeigt mehr als eine Präsentation vor dem ganzen Team.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Praxisbeispiel: ein Außendienstteam mit fünf Personen
In einem Projekt für einen Anbieter von Maschinenteilen lehnte das Außendienstteam neue Telefonakquise zunächst ab. Zwei Mitarbeitende testeten sechs Wochen lang Erstgespräche in festen Zeitblöcken, drei Stunden je Woche. Vor dem Pilot gab es in dieser Gruppe keine Termine aus Kaltansprache. Nach sechs Wochen hatten die beiden 14 Erstgespräche geführt, davon 6 mit einem nächsten Schritt.
Die anderen drei Kollegen fragten nach. Im zweiten Rollout kamen sie mit einer Liste eigener Bestandskunden, die sie reaktivieren wollten. Das Team trug die neue Arbeit mit, weil sie an die eigene Kundschaft anknüpfte.
Rechnung: Was kostet der Pilot in Zeit?
Die Rechnung nutzt Annahmen, die Sie mit Ihren Stundenwerten ersetzen.
| Größe | Wert | Quelle |
|---|---|---|
| Teilnehmende am Pilot | 2 | Praxisbeispiel |
| Zeit je Person und Woche | 3 Stunden | Praxisbeispiel |
| Dauer | 6 Wochen | Praxisbeispiel |
| Gesamte Zeit | 36 Stunden | 2 × 3 × 6 |
| Erstgespräche im Pilot | 14 | Praxisbeispiel |
| Zeit je Erstgespräch | rund 2,6 Stunden | 36 ÷ 14 |
Die Zahl zeigt, dass der Pilot kein Strohfeuer braucht. Entscheidend ist, ob die Erstgespräche Termine bringen. Messen Sie das vor dem Rollout.
Wann nicht? Grenzen eines Changes im Vertrieb
Eine neue Akquise lohnt nicht, wenn das Geschäft ausschließlich von Bestandskunden lebt und kein Neukunde gewünscht ist. Auch ohne freie Kapazität scheitert jeder Change, weil die Zeit fehlt. In diesem Fall hilft eine externe Telefonebene mehr als ein internes Projekt, das niemand betreut.
Bei Überwachung über technische Einrichtungen greift die Mitbestimmung nach § 87 BetrVG. Klären Sie das frühzeitig mit dem Betriebsrat.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Checkliste für den Change
- Der Anlass steht mit einer Zahl aus der Pipeline fest.
- Ein Pilot mit zwei Personen und festem Zeitblock läuft.
- Messgrößen sind vor dem Start festgelegt und dem Team bekannt.
- Die Person aus dem Pilot erklärt den Rollout.
- Der Betriebsrat ist informiert, wenn Überwachung möglich ist.
- Die Zeit für Akquise steht in den Zielen.
Wie Sie neue Mitarbeitende und Abläufe einarbeiten, zeigt der Leitfaden zum Onboarding im Vertrieb. Den Begriff der Kaltakquise erklärt das Glossar.
Wie passt der Change zur Telefonakquise?
Wer die Telefonebene auslagert, braucht trotzdem einen internen Change: Das Team übernimmt die Termine und entscheidet über Abschlüsse. KRAUSS übernimmt die Gespräche und die Terminierung, die Übergabe an Ihren Vertrieb gestalten Sie gemeinsam. Mehr dazu auf der Seite zur Telefonakquise und im Training für Vertriebsteams.
Häufig gestellte Fragen
Warum scheitert die Einführung neuer Akquise im Vertrieb?
Meist fehlt ein klarer Anlass mit Zahl, und das Team sieht keinen eigenen Nutzen. Hinzu kommt die Sorge, dass neue Kennzahlen Leistung bewerten, bevor sie Vertrauen aufgebaut haben.
Welche Schritte gehören zu einem Change im Vertrieb?
Anlass mit Zahl klären, einen Pilot mit wenigen Personen starten, Messgrößen festlegen, den Rollout mit einem Vorbild begleiten und die neue Arbeitsweise in Zielen verankern.
Wie lange dauert ein Pilot für neue Akquise?
Sechs Wochen sind ein guter Richtwert. Das reicht für rund 60 bis 80 Gespräche je Person, um einen Trend zu sehen, ohne das Tagesgeschäft zu gefährden.
Wer sollte den Pilot führen?
Eine Person aus dem Team, die anerkannt ist und nicht die Geschäftsleitung. Ihr Ergebnis überzeugt Kollegen mehr als eine Präsentation.
Muss der Betriebsrat einbezogen werden?
Wenn die Einführung technische Einrichtungen nutzt, die Leistung oder Verhalten überwachen, ist das nach § 87 Abs. 1 Nr. 6 BetrVG mitbestimmungspflichtig. Stand 10/2026, Wortlaut auf gesetze-im-internet.de. Dieser Text ist keine Rechtsberatung.
Wie vermeide ich, dass Mitarbeitende Akquise als Strafe erleben?
Verbinden Sie neue Aufgaben mit Gesprächen, die das Team gern führt, und geben Sie Zeit, die anderswo entfällt. Akquise ohne Gegenleistung wird als Zusatzbelastung empfunden.
Woran erkenne ich, dass der Change funktioniert?
An drei Größen: Gespräche je Woche, Anteil der Gespräche mit nächstem Schritt und die Zeit bis zum Erstgespräch. Ändern sich diese Werte über sechs bis zwölf Wochen, trägt die Einführung.
Wann lohnt sich eine externe Unterstützung bei der Einführung?
Wenn intern die Kapazität fehlt oder das Team die Akquise bereits ablehnt. Ein externer Partner übernimmt dann die Telefonebene, während das Team seine Kunden betreut.
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