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FachbegriffPipeline und Kennzahlen

Durchschnittlicher Auftragswert: Median statt Mittelwert

Auch: AOV, Average Order Value, mittlerer Bestellwert

Jesse KlotzGeschäftsführer Performance Marketing
Veröffentlicht und aktualisiert

Definition

Der durchschnittliche Auftragswert, auch AOV oder Average Order Value, ist der Betrag eines typischen Auftrags in einer Periode. Sie rechnen ihn als Summe der Auftragswerte geteilt durch die Zahl der Aufträge. Im B2B verzerren wenige große Aufträge den Mittelwert, deshalb nehmen Sie daneben den Median. Beide Werte fließen in jede Terminrechnung ein.

Stand Quellen

Auf einen Blick

Gruppe
Pipeline und KennzahlenQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Formel
Summe der Auftragswerte ÷ Anzahl der AufträgeQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026

Was zeigt der durchschnittliche Auftragswert?

Der durchschnittliche Auftragswert beschreibt, wie viel ein Auftrag im Schnitt wert ist. Er bildet die Grundlage jeder Terminrechnung, weil er sagt, was ein gewonnener Termin im Durchschnitt einbringt. Ohne diesen Wert bleibt die Frage nach der Wirtschaftlichkeit offen.

Der Begriff misst Einzelaufträge. Laufende Verträge mit wiederkehrender Zahlung gehören in eine andere Rechnung.

Wie rechnen Sie Mittelwert und Median?

Der Mittelwert ist die Summe aller Auftragswerte geteilt durch ihre Anzahl. Der Median ist der Wert in der Mitte, wenn Sie alle Aufträge der Größe nach ordnen. Bei einer geraden Anzahl nehmen Sie den Mittelwert der beiden mittleren Werte.

Formel

Durchschnittlicher Auftragswert = Summe der Auftragswerte ÷ Anzahl der Aufträge

Variablen der Formel
SymbolBedeutungEinheit
AuftragswertBetrag eines Auftrags, netto, ohne UmsatzsteuerEuro
Anzahl der AufträgeAufträge im gewählten ZeitraumAnzahl
MedianMittlerer Wert, wenn alle Aufträge der Größe nach sortiert sindEuro

Rechenbeispiel

Beispielzahlen, frei gewählt, keine Messwerte

Fünf Aufträge, ein großer

  • Annahme: Auftrag 1, kleinster2.400 €(frei gewählt, keine Messwerte)
  • Annahme: Auftrag 23.100 €(frei gewählt, keine Messwerte)
  • Annahme: Auftrag 3, Mitte4.800 €(frei gewählt, keine Messwerte)
  • Annahme: Auftrag 45.200 €(frei gewählt, keine Messwerte)
  • Annahme: Auftrag 5, größter19.000 €(frei gewählt, keine Messwerte)
Fünf Aufträge, ein großer
SchrittRechnungErgebnis
Mittelwert aller fünf Aufträge(2.400 € + 3.100 € + 4.800 € + 5.200 € + 19.000 €) ÷ 56.900 €
Median4.800 €4.800 €
Mittelwert ohne den größten Auftrag(2.400 € + 3.100 € + 4.800 € + 5.200 €) ÷ 43.875 €

Im Beispiel liegen die fünf Aufträge zwischen 2.400 und 19.000 Euro. Der Mittelwert liegt bei 6.900 Euro, der Median bei 4.800 Euro. Ohne den größten Auftrag fällt der Mittelwert auf 3.875 Euro. Ein einziger Ausreißer verschiebt den Mittelwert also um rund 3.000 Euro. Die Beträge sind frei gewählt. (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026)

Welche Größe nehmen Sie für die Terminrechnung?

Für Planung und Vergleich von Terminen nehmen Sie den Median, wenn wenige große Projekte die Summe bestimmen. Den Mittelwert nehmen Sie für die Gesamtsumme, etwa für den Umsatz eines Quartals. Beide Werte stehen in der Rechnung, damit niemand den Ausreißer übersieht.

Wer einen Termin bewertet, fragt zusätzlich nach der Größe des größten möglichen Auftrags. Diese Frage zeigt, ob die Planung auf einem Projekt oder auf einer Reihe von Aufträgen ruht.

Die Auswertung gilt für den Zeitraum des Stichtags und die Zahl der Aufträge darin.

Ein Monatsplan zeigt den Unterschied in Zahlen. Rechnen Sie mit zehn Terminen je Monat und dem Mittelwert von 6.900 Euro, ergibt sich ein Plan von 69.000 Euro. Mit dem Median von 4.800 Euro sind es 48.000 Euro. Die Differenz von 21.000 Euro entsteht allein durch den einen größten Auftrag im Datensatz, und genau so ein Ausreißer verschwindet im Plan, wenn Sie nur den Mittelwert sehen. (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026)

  1. 01

    Nur den Mittelwert nennen.

    Folge: Ein einziger großer Auftrag hebt den Wert für alle Terminrechnungen an.

    Besser: Median und Mittelwert nebeneinander ausweisen.

  2. 02

    Einmalaufträge und Folgeverträge mischen.

    Folge: Ein Auftrag mit Laufzeit erscheint als Wert eines Monats.

    Besser: Beide Arten getrennt rechnen oder den Zeitraum je Art angeben.

  3. 03

    Aufträge ohne Zeitraum vergleichen.

    Folge: Ein Quartal mit Großprojekten verschiebt den Vergleich zum Vorjahr.

    Besser: Gleiche Zeiträume und gleiche Auftragsarten gegenüberstellen.

Weiterführend

So geht es weiter.

Nächster Schritt: Werkzeuge für Ihren Vertrieb ausprobieren

Belege und Vorgehen: Fakten und Zahlen und die KRAUSS-Methode.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen kurz beantwortet.

01Wann ist der Median die bessere Größe?

Immer dann, wenn wenige Aufträge die Summe stark bestimmen. Ein einzelner großer Auftrag verschiebt den Mittelwert deutlich, der Median bleibt dagegen beim typischen Auftrag. Für die Planung eines Monats nehmen Sie deshalb den Median, für die Gesamtsumme den Mittelwert. In internen Auswertungen nennen Sie beide Werte, damit der Ausreißer sichtbar bleibt.

02Wie viele Aufträge braucht die Rechnung?

Mit wenigen Aufträgen schwankt jeder Wert stark, und ein einzelner Auftrag kann den Mittelwert vollständig bestimmen. Warten Sie mit Entscheidungen, bis der Zeitraum mehrere Dutzend Aufträge umfasst. Dauert das zu lange, verlängern Sie den Zeitraum und trennen Einmalaufträge von Folgeaufträgen, damit die Zahl nicht zwei Dinge mischt.
Prompt ansehen und anpassen

Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.

Belege

Woher die Angaben stammen.

  1. 01

    KRAUSS GmbH: Glossar der Neukundengewinnung (krauss-gmbh.com)

    Stand Oktober 2026abgerufen am KRAUSS-Angabe

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