Inhalt8 Abschnitte
Kurz gesagt
Wachstumsstrategie entwickeln in fünf Schritten: vom Umsatzziel über Abschlussquote und Termine bis zu den Kanälen, mit Rechenbeispiel und Gegenargumenten.
Dieser Beitrag stammt von August 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Was ist eine Wachstumsstrategie im Vertrieb?
Eine Wachstumsstrategie legt fest, wie ein Unternehmen seinen Umsatz steigert: welche Kunden, über welche Kanäle, mit welcher Quote und in welchem Zeitraum. Sie beginnt mit einer Zahl und endet mit einer Liste von Gesprächen, die dafür nötig sind. Ohne diese Rückrechnung bleibt sie eine Absicht. Den Vertrieb als Ganzes beschreibt die Seite B2B-Vertrieb.
Stand: Oktober 2026. Die Rechnung gilt für B2B-Verkauf mit Abschlüssen durch den eigenen Vertrieb.
Fünf Schritte vom Ziel zum Kanal
- Umsatzziel festlegen: Eine Zahl für den Zeitraum, etwa 1.000.000 Euro im Jahr.
- Auftragswert bestimmen: Der Durchschnitt Ihrer letzten zwölf Monate, nicht ein einzelner Großauftrag.
- Abschlussquote ermitteln: Anteil der Termine, die zu einem Auftrag führen.
- Termine und Gespräche berechnen: Rückrechnung über Quote und Terminquote je Entscheider.
- Kanäle wählen: Zwei Kanäle, die die nötigen Gespräche liefern, und eine Kennzahl je Kanal.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Die Rechnung mit Zahlen
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Umsatzziel | Vorgabe | 1.000.000 Euro |
| Abschlüsse | 1.000.000 : 12.000 | 84 |
| Termine | 84 : 0,25 | 336 |
| Gespräche mit Entscheidern | 336 : 0,08 | 4.200 |
| Gespräche je Monat | 4.200 : 12 | 350 |
Annahmen: 12.000 Euro Auftragswert, 25 Prozent Abschlussquote, 8 Prozent Terminquote je Entscheider. Quelle: Rechnung auf dieser Seite, keine Branchenzahl. Wenn Ihre Quote bei 15 Prozent liegt, steigen die nötigen Termine auf 560.
Praxisbeispiel: Ein Ziel, das im Plan fehlte
In einem Projekt für einen Hersteller von Großküchentechnik lag das Umsatzziel bei 1.500.000 Euro. Die Rechnung mit 14.500 Euro Auftragswert und 18 Prozent Abschlussquote ergab 104 Abschlüsse und damit 578 Termine im Jahr, also rund 48 je Monat. Der bisherige Plan setzte auf Messen und Empfehlungen und ergab 40 Termine je Monat, also 480 im Jahr. Die Lücke lag bei 98 Terminen im Jahr.
Das Team ergänzte einen Telefonkanal. Bei 6 Prozent Terminquote je Entscheider brauchte es für 98 Termine rund 1.630 Gespräche mit Entscheidern im Jahr, also etwa 136 je Monat. Die Zahlen sind Annahmen des Projekts, ihre Gültigkeit hängt von Ihren eigenen Daten ab.
Wann eine Wachstumsstrategie nicht trägt
Eine Strategie, die nur auf Wachstum setzt, übersieht die Bestandskunden. Wer neue Kunden holt und alte verliert, wächst nicht. Auch ein Ziel ohne Kapazität ist kein Plan: Wenn die Vertriebsleute die Termine nicht halten können, verfehlt die Strategie ihr Ziel. Und ein Kanal, der in einem Markt gut läuft, funktioniert in einem anderen nicht automatisch.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Checkliste für die Strategie
- Umsatzziel für Zeitraum, Vertriebseinheit und Produktlinie festgelegt
- Auftragswert und Abschlussquote aus den eigenen Daten, nicht aus Schätzungen
- Termine und Gespräche rückwärts berechnet und in Monate verteilt
- Zwei Kanäle mit je einer messbaren Kennzahl gewählt
- Bestandskunden mit eigenem Ziel im Plan berücksichtigt
Nächster Schritt
Den Jahresplan mit Zielen je Monat zeigen die Vertriebsplanung für das Jahr und die Vertriebsziele setzen. Die Leistung für Neukunden per Telefon beschreibt die Seite Neukundengewinnung im B2B. Den Leitfaden zur Neukundenstrategie erhalten Sie über die Seite zum Leitfaden.
Häufig gestellte Fragen
Wie entwickle ich eine Wachstumsstrategie für den Vertrieb?
Starten Sie mit dem Umsatzziel und rechnen Sie es über Auftragswert, Abschlussquote und Termine auf die nötigen Gespräche zurück. Danach wählen Sie die Kanäle, die diese Gespräche liefern, und legen Kennzahlen je Schritt fest.
Wie viele Termine brauche ich für ein Umsatzziel?
Teilen Sie das Umsatzziel durch den Auftragswert und durch die Abschlussquote. Ein Ziel von einer Million Euro bei 12.000 Euro Auftragswert und 25 Prozent Quote braucht 336 Termine.
Welche Kanäle passen zu einer Wachstumsstrategie?
Das hängt von Zielgruppe, Zykluslänge und Budget ab. Telefon, Empfehlungen, Messen, Anzeigen und Partner liefern unterschiedliche Mengen und Qualitäten. Wählen Sie zwei Kanäle, die Sie messen können, statt fünf, die Sie nicht messen.
Wie lange dauert es, bis eine Strategie wirkt?
Bei einem Telefonkanal zeigen sich Termine oft innerhalb von vier bis acht Wochen. Abschlüsse folgen je nach Zykluslänge später. Rechnen Sie den Zeitraum bis zum Umsatz in die Planung ein.
Was gehört in die Strategie und was in den Plan?
Die Strategie legt Ziel, Zielgruppe und Kanäle fest. Der Plan verteilt die Ziele auf Monate, Personen und Budgets. Ohne Plan bleibt die Strategie eine Absicht.
Woran erkenne ich, dass die Strategie nicht trägt?
Wenn die Termine stabil sind, der Umsatz aber sinkt, liegt das Problem bei Quote oder Auftragswert. Wenn die Termine fehlen, liegt es am Kanal oder an der Ansprache.
Kann KRAUSS einen Teil der Wachstumsstrategie übernehmen?
KRAUSS übernimmt die Telefonebene und die Terminierung, also die Erstansprache bis zum Termin. Strategie, Angebot und Abschluss bleiben beim Kunden, und die Kanäle stimmen wir gemeinsam ab.
Wann ist eine Wachstumsstrategie überholt?
Wenn sich die Zielgruppe, das Angebot oder die Preisstruktur verändern, oder wenn die Kennzahlen zwei Quartale in dieselbe Richtung zeigen, ohne dass die Strategie angepasst wurde.
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