Zum Inhalt springen

Blog

SMS Marketing Regeln: Einwilligung, UWG und was im B2B erlaubt ist

Johannes KraussGeschäftsführer der KRAUSS GmbH
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
2 Min. Lesezeit
Inhalt8 Abschnitte
  1. 01Was gilt für SMS-Marketing nach dem UWG?
  2. 02Welche Regel gilt für welchen Kanal?
  3. 03Drei Arten von Nachrichten, drei Regeln
  4. 04Praxisbeispiel: Terminbestätigung statt Werbung
  5. 05Wann SMS-Marketing nicht trägt
  6. 06Checkliste vor der ersten SMS
  7. 07Nächster Schritt
  8. 08Häufig gestellte Fragen

Kurz gesagt

SMS Marketing Regeln im Überblick: Wann eine Werbe-SMS erlaubt ist, welche Einwilligung § 7 UWG verlangt und wo SMS im B2B an Grenzen stößt.

Dieser Beitrag stammt von Mai 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.

Was gilt für SMS-Marketing nach dem UWG?

SMS-Marketing braucht bei Werbung an Verbraucher die vorherige ausdrückliche Einwilligung. Das folgt aus § 7 UWG, der unzumutbare Belästigungen verbietet. Im B2B sind die Regeln anders gestaffelt, und die Einordnung einer SMS als elektronische Post ist eine Rechtsfrage, die ein Anwalt klären sollte. Diese Seite ist keine Rechtsberatung.

Stand der Regeln: Oktober 2026. Quelle: § 7 UWG auf gesetze-im-internet.de.

Welche Regel gilt für welchen Kanal?

Welche Regel gilt für welchen Kanal?
KanalGegenüberRegel nach UWGQuelle
TelefonVerbraucherVorherige ausdrückliche Einwilligung§ 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG
TelefonSonstige MarktteilnehmerZumindest mutmaßliche Einwilligung§ 7 Abs. 2 Nr. 1 UWG
E-Mail und elektronische PostVerbraucher und UnternehmenVorherige ausdrückliche Einwilligung, Ausnahme Bestandskunden§ 7 Abs. 2 Nr. 2 und Abs. 3 UWG
SMSVerbraucherEinwilligung, Einordnung als elektronische Post offen§ 7 UWG, Einordnung offen

Die Zeile zur SMS ist offen markiert. Wir haben dazu keine verbindliche Auskunft, und die Freigabe durch einen Rechtsberater steht aus.

Termine mit Kaufinteresse

Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.

Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

  • Bei Ihnen bestätigt
  • Beim Kunden bestätigt[2]
Testprojekt konfigurieren

Drei Arten von Nachrichten, drei Regeln

Nicht jede SMS ist Werbung. Eine Terminbestätigung, die ein Kunde ausdrücklich angefordert hat, verfolgt einen anderen Zweck als ein Rabattcode. Sortieren Sie Ihre Nachrichten in drei Gruppen:

  • Transaktion: Bestätigung, Terminerinnerung, Lieferstatus. Diese SMS gehört zu einem laufenden Vorgang.
  • Service: Hinweise zu einer Leistung, die der Kunde bestellt hat. Auch hier zählt der Bezug zum Vorgang.
  • Werbung: Angebote, Aktionen, Empfehlungen. Hier gelten die strengen Regeln ohne Ausnahme.

Vermischen Sie die Gruppen nicht. Eine Terminerinnerung mit einem angehängten Angebot wird als Werbung gelesen.

Praxisbeispiel: Terminbestätigung statt Werbung

In einem Projekt für einen Anbieter von Gebäudereinigung wurden Terminbestätigungen per SMS an Kunden geschickt, die einer Terminerinnerung ausdrücklich zugestimmt hatten. Die Nachricht enthielt nur Datum, Uhrzeit, Name des Ansprechpartners und eine Antwortoption. Von 100 bestätigten Terminen fanden vorher 72 statt, nachher 81. Annahme: gleiche Terminarten und gleiche Vorlaufzeit.

Der Effekt kam ohne Werbung zustande. Die Einwilligung war in diesem Fall Teil der Terminvereinbarung und wurde im CRM mit Datum gespeichert.

Wann SMS-Marketing nicht trägt

Kaltakquise per SMS an Entscheider, deren Nummer aus einer Liste stammt, ist der häufigste Fehler. Ohne belegte Einwilligung ist dieser Weg rechtlich riskant und bringt wenig, weil Ihr Gegenüber die Nachricht als Eingriff empfindet. Auch Nummern aus gekauften Adresslisten taugen nicht als Grundlage. Wer nicht sicher ist, nutzt das Telefon mit einer belegten Ansprache.

Termine mit Kaufinteresse

Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.

Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

  • Bei Ihnen bestätigt
  • Beim Kunden bestätigt[2]
Testprojekt konfigurieren

Checkliste vor der ersten SMS

  • Einwilligung mit Datum, Kanal, Wortlaut und Quelle im CRM speichern
  • Nachricht einer Gruppe zuordnen: Transaktion, Service oder Werbung
  • Absender in der Nachricht erkennbar machen
  • Abmeldung mit einem Wort ermöglichen und sofort umsetzen
  • Rechtsberater die Einordnung für Unternehmenskontakte prüfen lassen

Nächster Schritt

Die Regeln für Telefon und E-Mail im B2B ordnet die Seite Kaltakquise-Recht im B2B, die Leitfadenfassung finden Sie unter Kaltakquise-Recht im B2B. Für die Zusammenarbeit mit einem Dienstleister lesen Sie Auftragsverarbeitung in der Telefonakquise. Die Werkzeuge von KRAUSS finden Sie unter Werkzeuge. Wer Termine für Unternehmen per Telefon vereinbaren lassen will, sieht die Terminvereinbarung als Agentur.

Stand: Oktober 2026. Keine Rechtsberatung.

Häufig gestellte Fragen

Darf ich Werbe-SMS ohne Einwilligung verschicken?

Nach den Regeln des UWG nicht an Verbraucher. Für Werbung an Verbraucher verlangt § 7 UWG die vorherige ausdrückliche Einwilligung. Die Einordnung für Unternehmenskontakte prüft ein Rechtsberater, wir geben keine Rechtsberatung.

Ist eine Terminerinnerung per SMS Werbung?

Eine reine Erinnerung an einen bereits vereinbarten Termin ist keine Werbung im engeren Sinn. Enthält die SMS aber ein Angebot oder einen Verkaufsanreiz, gilt sie als Werbung. Trennen Sie beides im Text und in der Abfolge.

Wie weise ich eine Einwilligung zur SMS-Werbung nach?

Speichern Sie Datum, Uhrzeit, Kanal, den Wortlaut der Zustimmung und die Quelle. Ohne diese Angaben lässt sich die Einwilligung im Streitfall kaum belegen. Das gilt auch für Einwilligungen aus dem Messekontakt.

Wie kann man sich von SMS-Werbung abmelden?

Mit einem Satz wie Antworten Sie mit STOP, um keine weiteren Nachrichten zu erhalten. Der Widerruf muss so einfach sein wie die Erteilung. Die Abmeldung wirkt sofort und wird im System vermerkt.

Gilt die DSGVO auch für SMS-Marketing?

Ja. Die Telefonnummer ist ein personenbezogenes Datum. Die Verarbeitung für Werbung braucht eine Rechtsgrundlage, meist die Einwilligung nach Art. 6 Abs. 1 Buchst. a DSGVO, die jederzeit widerrufbar ist.

Lohnt sich SMS-Marketing im B2B?

Es lohnt sich vor allem für Erinnerungen und Terminbestätigungen mit Einwilligung. Für Kaltakquise per SMS fehlt im B2B meist die Grundlage, deshalb setzt KRAUSS auf das Telefon und die Terminierung.

Welche Angaben muss eine Werbe-SMS enthalten?

Der Absender muss erkennbar sein, und die Nachricht muss einen Weg zum Widerruf nennen. Die genauen Pflichtangaben hängen vom Einzelfall ab und sollten mit der Rechtsberatung abgestimmt werden.

Wo finde ich den Wortlaut der Regeln?

Der Wortlaut von § 7 UWG steht auf gesetze-im-internet.de unter uwg_2004/__7.html. Die Seite Kaltakquise-Recht auf dieser Website ordnet die Regeln nach Kanal und nennt den Stand.

Prompt ansehen und anpassen

Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.

KRAUSS in Google als bevorzugte Quelle wählen

Weiterlesen

Alle Artikel im Blog

Das Wissen haben Sie. Die Termine vereinbaren wir.

Kein Verkaufsgespräch. In 15 Minuten klären wir, ob Ihre Zielgruppe telefonisch erreichbar ist und wie ein Testprojekt aussieht.

Ihr nächster Schritt

Startklar
  1. 01Testprojekt konfigurieren60 Sekunden
  2. 02Gespräch mit Jesse Klotz15 Minuten
  3. 03Zielgruppe und Leitfadengemeinsam
  4. 04Erste bestätigte Termineim Kalender
Lieber anrufen?+49 8191 93759-00