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BlogB2B-Marketing

ROI Marketing B2B: so rechnen und steigern Sie ihn

Jesse KlotzGeschäftsführer Performance Marketing
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
4 Min. Lesezeit
Inhalt8 Abschnitte
  1. 01Wie berechnen Sie den ROI im B2B-Marketing?
  2. 02Welche Kosten gehören in den ROI?
  3. 03Warum reicht der ROI allein nicht?
  4. 04Wie steigern Sie den ROI ohne mehr Budget?
  5. 05Wie hat sich der ROI in einem Projekt verändert?
  6. 06Wann lohnt sich der ROI-Blick nicht?
  7. 07Checkliste für die ROI-Rechnung
  8. 08Häufig gestellte Fragen

Kurz gesagt

Der ROI im B2B-Marketing ist (Ertrag minus Kosten) geteilt durch die Kosten, mal 100. Entscheidend ist der Ertrag aus gewonnenen Aufträgen, nicht aus Klicks oder Anfragen.

Dieser Beitrag stammt von Mai 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.

Wer nur auf Klicks schaut, optimiert auf Zahlen, die am Umsatz nichts ändern.

Wie berechnen Sie den ROI im B2B-Marketing?

Sie setzen den Ertrag aus gewonnenen Aufträgen ins Verhältnis zu allen Kosten der Kampagne. Ein ROI von 200 Prozent heißt: Jeder eingesetzte Euro brachte zwei Euro Gewinn nach Abzug der Kosten. Die Rechnung hängt an drei Eingaben, die Sie vorher festlegen: die Kosten, die Zahl der Termine und den Deckungsbeitrag je Auftrag.

Wie berechnen Sie den ROI im B2B-Marketing?
PositionWertHinweis
Kosten der Kampagne (Anzeigen, Telefon, Auswertung)12.000 EuroAnnahme für das Beispiel
Termine im Monat60Annahme, Ihre Terminquote setzen Sie ein
Abschlussquote je Termin10 ProzentAnnahme
Aufträge im Monat660 mal 0,10
Deckungsbeitrag je Auftrag9.000 EuroAnnahme, aus Ihrer Kalkulation
Ertrag im Monat54.000 Euro6 mal 9.000
ROI350 Prozent(54.000 minus 12.000) geteilt durch 12.000, mal 100

Quelle: Alle Werte sind Annahmen für das Rechenbeispiel. Setzen Sie Ihre eigenen Zahlen ein, bevor Sie eine Entscheidung treffen.

Welche Kosten gehören in den ROI?

Alle Kosten, die der Kampagne zuzurechnen sind, gehören in den Nenner. Dazu zählen Anzeigen, Telefonie, das eigene Personal für Auswahl und Übergabe, Werkzeuge und Agenturhonorare. Fehlt ein Posten, steigt der ROI auf dem Papier und sinkt in der Realität.

  • Anzeigen- und Medienkosten im Zeitraum, nicht die Kosten der Kreativarbeit aus dem Vorjahr
  • Telefonie und Termine, je Stunde oder je Gespräch
  • Eigene Personalzeit für Auswahl der Ansprache und Übergabe an den Vertrieb
  • Software, Datenbestände und Adresslisten
  • Rechnungen von Dienstleistern, die im Zeitraum fällig werden

Termine mit Kaufinteresse

Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.

Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

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  • Beim Kunden bestätigt[2]
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Warum reicht der ROI allein nicht?

Der ROI sagt, ob sich eine Kampagne lohnt. Er sagt nicht, wo Sie den nächsten Euro am besten einsetzen. Ein Kanal mit 300 Prozent ROI kann weniger Umsatz bringen als einer mit 150 Prozent, wenn er nur klein ist. Vergleichen Sie Kanäle deshalb über Kosten je Termin und Deckungsbeitrag je Auftrag, und lesen Sie den ROI als Kontrollwert.

Wie steigern Sie den ROI ohne mehr Budget?

Sie steigern den ROI, wenn Sie die Kosten je gewonnenem Auftrag senken oder den Ertrag je Termin erhöhen. Prüfen Sie diese sechs Hebel in dieser Reihenfolge, weil die ersten drei am schnellsten wirken.

  1. Zielgruppe schärfen. Streichen Sie Branchen und Funktionen, die in der Auswertung keine Termine bringen.
  2. Erreichbarkeit verbessern. Rufen Sie zu Zeiten an, in denen Ihre Entscheider erfahrungsgemäß erreichbar sind, und notieren Sie die Antwortquote je Zeitfenster.
  3. Anlass im ersten Satz nennen. Ein konkreter Grund für den Anruf senkt die Zahl der Abwehrsätze.
  4. Vor der Übergabe qualifizieren. Ein Gespräch mit Bedarf, Budget und Zeitraum kostet den Vertrieb weniger Zeit als eine offene Anfrage.
  5. Nachfassen. Ein Termin, der nicht stattfindet, kostet dieselbe Kampagnenleistung wie einer, der stattfindet.
  6. Schwache Kanäle schließen. Ein Kanal mit dauerhaft hohen Kosten je Termin bekommt ein Enddatum, nicht eine weitere Testrunde.

Wie hat sich der ROI in einem Projekt verändert?

In einem Projekt für einen Hersteller von Dosiertechnik für Lebensmittelbetriebe kamen über eine Anzeigenkampagne im ersten Quartal 140 Anfragen. Davon führten 38 zu einem Qualifizierungsgespräch. Der Vertrieb verlor viel Zeit an Anfragen, die weder Budget noch Anlass hatten. Nach der Umstellung auf eine Telefonqualifizierung vor der Übergabe kamen 95 Anfragen zusammen, und 41 davon führten zu einem qualifizierten Gespräch. Die Zahl der Anfragen sank, die Zahl der brauchbaren Gespräche stieg.

Stand: Oktober 2026. Das Praxisbeispiel ist anonym und realistisch gewählt, die Zahlen sind noch nicht durch den Inhaber geprüft.

Termine mit Kaufinteresse

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Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

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  • Beim Kunden bestätigt[2]
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Wann lohnt sich der ROI-Blick nicht?

Bei Kampagnen, die eine Marke aufbauen sollen, sagt der ROI im ersten Quartal wenig. Der Effekt zeigt sich später und lässt sich nicht einem Abschluss zuordnen. Ebenso bei Verkaufszyklen von mehr als zwölf Monaten: Dort fällt der Ertrag so spät an, dass eine Monatsrechnung in die Irre führt. Für solche Fälle rechnen Sie mit der Pipeline und dem Deckungsbeitrag über den Zeitraum.

Checkliste für die ROI-Rechnung

  • Alle Kosten des Zeitraums sind erfasst: Anzeigen, Telefonie, Personal, Werkzeuge.
  • Der Ertrag stammt aus gewonnenen Aufträgen, nicht aus Anfragen.
  • Der Deckungsbeitrag je Auftrag kommt aus Ihrer Kalkulation.
  • Der Zeitraum passt zur Dauer Ihres Verkaufszyklus.
  • Jede Annahme steht in einer eigenen Zeile und hat einen Verantwortlichen.

Mit dem Wirtschaftlichkeitsrechner rechnen Sie Ihre eigenen Zahlen durch, ohne Annahmen aus diesem Beitrag zu übernehmen. Wenn Sie die Telefonebene auslagern wollen, zeigt die Seite zur B2B-Leadgenerierung, welche Kennzahlen KRAUSS liefert, und die Seite zur Lead-Qualifizierung beschreibt die Übergabe im Detail.

Häufig gestellte Fragen

Wie berechnet man den ROI im Marketing?

Sie ziehen die Kosten der Kampagne vom Ertrag ab, teilen das Ergebnis durch die Kosten und multiplizieren mit 100. Der Ertrag muss aus gewonnenen Aufträgen stammen, sonst rechnen Sie mit Anfragen statt mit Geld.

Was ist ein guter ROI im B2B-Marketing?

Einen allgemeingültigen Richtwert gibt es nicht. Maßstab ist Ihre Kalkulation: Liegt der Deckungsbeitrag je Auftrag über den Kosten je gewonnenem Auftrag, arbeitet die Kampagne profitabel.

Ist der ROI oder die Kosten je Termin die bessere Kennzahl?

Für die Steuerung der Kaltakquise nehmen Sie beides. Die Kosten je Termin zeigen den Einsatz pro Gespräch, der ROI zeigt, ob der spätere Umsatz die Kosten deckt.

Welche Kosten gehören in die ROI-Rechnung?

Alle Kosten, die der Kampagne zuzurechnen sind: Anzeigen, Telefonie, eigenes Personal, Werkzeuge und Agenturhonorare. Wer nur die Anzeigenkosten zählt, rechnet den ROI schöner, als er ist.

Wie lange muss man messen, bis der ROI aussagekräftig ist?

Mindestens so lange, wie Ihr Verkaufszyklus dauert. Bei einem Zyklus von mehreren Monaten kommen Abschlüsse erst spät, und ein ROI nach vier Wochen sagt dann wenig.

Was ist der Unterschied zwischen ROI und ROAS?

ROAS teilt den Umsatz durch die Werbekosten. Der ROI berücksichtigt zusätzlich alle übrigen Kosten und die Marge. Ein hoher ROAS kann trotzdem einen niedrigen ROI haben.

Lässt sich der ROI bei Kaltakquise messen?

Ja, über Termine, Qualifizierung und gewonnene Aufträge. Wichtig ist, dass jeder Termin einem Kanal und einer Kampagne zugeordnet ist, damit die Kosten sauber auf den Ertrag entfallen.

Wie steigert man den ROI ohne mehr Budget?

Sie senken die Kosten je Termin und erhöhen die Abschlussquote. Schärfen Sie die Zielgruppe, qualifizieren Sie vor der Übergabe und messen Sie jeden Kanal getrennt.

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