Inhalt10 Abschnitte
- 01Welche drei Methoden der Preisfindung gibt es?
- 02Welche Methode passt im B2B?
- 03Wie berechnen Sie den Mindestpreis?
- 04Wie finden Sie den Wert, den der Kunde zahlt?
- 05Praxisbeispiel: Vom Stückpreis zur Nutzenrechnung
- 06Wie hilft ein Preistest?
- 07Wann lohnt sich eine aufwendige Preisfindung nicht?
- 08Wie hängt die Preisfindung mit dem Gespräch zusammen?
- 09Nächster Schritt
- 10Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Preisfindung verbindet drei Fragen: Was kostet die Leistung, was zahlt der Markt und welcher Nutzen entsteht für den Kunden. Ein Preis, der nur die Kosten deckt, lässt Nutzen ungenutzt.
Dieser Beitrag stammt von Januar 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Ein Preis, der nur am Markt hängt, zwingt Sie in einen Preiskrieg. Die Methode entscheidet, welche Frage das Ergebnis am stärksten bestimmt.
Stand: Oktober 2026. Alle Zahlen im Rechenweg sind Annahmen zur Erklärung.
Welche drei Methoden der Preisfindung gibt es?
Die kostenorientierte Methode rechnet den Aufwand mit einem Aufschlag. Die wettbewerbsorientierte Methode orientiert sich am Preis des Marktes. Die wertorientierte Methode richtet den Preis am Nutzen aus, den der Kunde in Euro erzielt. Die drei Methoden ergänzen sich, keine ersetzt die anderen vollständig.
| Methode | Startpunkt | Stärke | Grenze |
|---|---|---|---|
| Kostenorientiert | Stückkosten und Gemeinkosten | sichere Untergrenze | ignoriert den Nutzen |
| Wettbewerbsorientiert | Preis der Mitbewerber | schnell vergleichbar | übernimmt deren Fehler |
| Wertorientiert | Nutzen für den Kunden | höchster Spielraum | braucht Belege |
Quelle: Einordnung der Redaktion, die Methoden sind allgemein beschrieben.
Welche Methode passt im B2B?
Die wertorientierte Methode passt am besten, wenn der Nutzen messbar ist, etwa eingesparte Stunden oder vermiedene Ausfälle. Die kostenorientierte Methode dient als Untergrenze. Die wettbewerbsorientierte Methode hilft beim Vergleich, ersetzt aber keine eigene Rechnung. Wer nur den Markt beobachtet, übernimmt dessen Preise ungeprüft.
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- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie berechnen Sie den Mindestpreis?
Addieren Sie die direkten Kosten, den anteiligen Gemeinkostenaufschlag und den gewünschten Deckungsbeitrag. Das Ergebnis ist die Untergrenze, unter der Sie nicht anbieten. Halten Sie die Annahmen zu den Gemeinkosten offen fest, weil sie je Unternehmen stark schwanken.
Wie finden Sie den Wert, den der Kunde zahlt?
Fragen Sie nach dem Ergebnis, das der Kunde mit der Leistung erreicht. Rechnen Sie es in Euro um, etwa als vermiedene Ausfallzeit mal Stundensatz. Dieser Nutzen ist die Obergrenze, bis zu der ein Kunde zahlt. Bleiben Sie darunter, damit der Kunde einen Vorteil sieht.
Praxisbeispiel: Vom Stückpreis zur Nutzenrechnung
In einem Projekt für einen Anbieter von Qualitätsprüfungen für Metallteile lag der Preis bisher bei den Stückkosten plus 25 Prozent. Die Nutzenrechnung ergab, dass ein Ausschuss von 0,5 Prozent beim Kunden rund 40.000 Euro im Jahr kostete. Das Team setzte einen Preis, der unter einem Zehntel dieses Betrags lag, und die Abschlussquote stieg, weil der Kunde den Nutzen selbst nachrechnen konnte. Die Zahlen sind anonymisiert und gerundet.
Wie hilft ein Preistest?
Ein Test mit einem Teil der Kunden zeigt, wie Angebote mit unterschiedlichen Preisen ankommen. Achten Sie auf Abschlussquote, Auftragswert und Rückfragen. Ein einzelner Test ersetzt keine Marktkenntnis, zeigt aber Richtungen. Dokumentieren Sie Preis, Gruppe und Ergebnis, bevor Sie die Preisliste ändern.
Wann lohnt sich eine aufwendige Preisfindung nicht?
Bei kleinen Standardangeboten mit kurzer Entscheidungszeit reicht eine einfache Kalkulation mit Aufschlag. Der Aufwand für eine vollständige Wertrechnung lohnt sich bei größeren Aufträgen und wiederkehrenden Leistungen. Prüfen Sie vorab, wie viele Angebote Sie im Jahr erstellen.
Wie hängt die Preisfindung mit dem Gespräch zusammen?
Der gefundene Preis muss im Gespräch begründbar sein. Die Rechnung mit dem Nutzen gibt Ihnen den Satz, den der Kunde weitergeben kann. Die Antwort auf die Preisfrage im Gespräch lesen Sie im Leitfaden zum Einwand zu teuer nach. Den Konfigurator für Ihr Angebot finden Sie auf der Seite Preise.
Nächster Schritt
Wenn Sie Ihre Preisrechnung auf eine klare Basis stellen wollen, beginnen Sie mit der Kostenseite und einer Nutzenrechnung für Ihren größten Kunden. Die Seite Vertriebsberatung zeigt, wie ein solcher Blick auf den Vertrieb aussieht.
Häufig gestellte Fragen
Was ist Preisfindung?
Preisfindung ist der Prozess, mit dem ein Unternehmen einen Preis für sein Angebot festlegt. Er verbindet Kosten, Wettbewerb und den Nutzen für den Kunden. Ein guter Preis deckt die Kosten, bleibt im Markt verständlich und lässt den Nutzen sichtbar werden.
Welche Methoden der Preisfindung gibt es?
Drei Ansätze sind verbreitet: kostenorientiert, wettbewerbsorientiert und wertorientiert. Die Kostenmethode rechnet den Aufwand mit einem Aufschlag, die Wettbewerbsmethode orientiert sich am Markt, die Wertmethode am Nutzen für den Kunden. Die Methoden ergänzen sich.
Welche Methode ist im B2B die beste?
Die wertorientierte Methode passt am besten, wenn der Nutzen messbar ist. Die kostenorientierte Methode dient als Untergrenze. Die wettbewerbsorientierte Methode hilft bei Vergleichen, ersetzt aber keine eigene Rechnung.
Wie berechne ich den Mindestpreis?
Addieren Sie die direkten Kosten, den anteiligen Gemeinkostenaufschlag und den gewünschten Deckungsbeitrag. Das Ergebnis ist die Untergrenze, unter der Sie nicht anbieten. Halten Sie die Annahmen zu den Gemeinkosten offen fest.
Wie finde ich den Wert, den der Kunde zahlt?
Fragen Sie nach dem Ergebnis, das der Kunde mit der Leistung erreicht, und rechnen Sie den Nutzen in Euro um. Der Nutzen ist die Obergrenze, bis zu der ein Kunde zahlt. Bleiben Sie darunter, damit der Kunde einen Vorteil sieht.
Wie hilft ein Preistest?
Ein Test mit einem Teil der Kunden zeigt, wie Angebote mit unterschiedlichen Preisen ankommen. Achten Sie auf Abschlussquote, Auftragswert und Rückfragen. Ein einzelner Test ersetzt keine Marktkenntnis, zeigt aber Richtungen.
Wann lohnt sich eine aufwendige Preisfindung nicht?
Bei kleinen Standardangeboten mit kurzer Entscheidungszeit reicht eine einfache Kalkulation mit Aufschlag. Der Aufwand für eine vollständige Wertrechnung lohnt sich bei größeren Aufträgen. Prüfen Sie vorab, wie viele Angebote Sie im Jahr erstellen.
Wie oft sollte ich meine Preise prüfen?
Prüfen Sie die Kalkulation mindestens einmal im Jahr und bei größeren Kostenänderungen. Halten Sie die Ergebnisse in einer Tabelle fest, damit Änderungen nachvollziehbar bleiben.
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