Inhalt8 Abschnitte
- 01Was ist ein warmer Lead, und was kaufen Sie wirklich?
- 02Was kostet ein Termin aus gekauften Leads? Eine Rechnung
- 03Was zeigt ein Fall aus der Praxis?
- 04Wie prüfen Sie einen Anbieter von Leads?
- 05Wann nicht: Wann sich der Kauf warmer Leads nicht lohnt
- 06Welche Alternativen zu gekauften Leads gibt es?
- 07Checkliste: Leads kaufen
- 08Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Ein gekaufter warmer Lead ist ein Kontakt, der Interesse an einem Thema gezeigt hat, nicht an Ihrem Angebot. Die Rechnung unten nimmt 45 € je Lead an und kommt auf rund 667 € je stattgefundenem Termin.
Dieser Beitrag stammt von Juli 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Rechnen Sie deshalb immer den Preis je Termin, nicht den Preis je Lead. Stand: Oktober 2026.
Was ist ein warmer Lead, und was kaufen Sie wirklich?
Ein warmer Lead ist ein Kontakt mit einem Signal: Er hat ein Formular ausgefüllt, einen Download geladen oder eine Anfrage an einen Dritten gestellt. Bei gekauften Leads stammt das Signal aus der Quelle des Anbieters, nicht aus Ihrem Marketing. Sie kaufen also Kontaktdaten mit einer Behauptung über das Interesse. Wie sich Lead, Kaufinteresse und Verkaufschance unterscheiden, steht im Glossar unter Lead, Kaufinteresse und Verkaufschance.
Was kostet ein Termin aus gekauften Leads? Eine Rechnung
Sie teilen die Kosten durch die Termine, die aus den Leads entstehen. Beispielrechnung mit Annahmen der Redaktion:
| Schritt | Annahme | Ergebnis |
|---|---|---|
| Gekaufte Leads | 200 zu je 45 € | 9.000 € |
| Erreichbar am Telefon | 60 % | 120 Kontakte |
| Daraus Termin | 15 % | 18 Termine |
| Termine, die stattfinden | 75 % | 13 oder 14 Termine |
| Preis je stattgefundenem Termin | 9.000 € ÷ 13,5 | rund 667 € |
| Zusätzlich: Anrufzeit | 120 Kontakte, 20 Minuten je Kontakt | 40 Stunden |
Tabelle: Beispielrechnung gekaufte warme Leads, alle Werte sind Annahmen, Stand 10/2026
Zum Beispiel kommen zum Leadpreis noch 40 Stunden Anrufzeit hinzu, das ist eine Arbeitswoche. Terminierung auf eine definierte Zielgruppe rechnen Sie dagegen als Preis je Termin ab, die Preise zeigt die Seite Preise. Eigene Werte setzen Sie im Wirtschaftlichkeits-Rechner ein.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Was zeigt ein Fall aus der Praxis?
In einem Projekt für einen Anbieter von Gebäudetechnik kaufte der Vertrieb 200 Leads aus einem Download-Portal. Nach vier Wochen standen 14 Termine im Kalender, 3 führten zu einem Angebot. Zwei Drittel der Kontakte hatten den Download für eine Studie gemacht und kannten den Anbieter nicht. In der Praxis zeigt sich das oft: Das Interesse gilt dem Thema, nicht dem Lieferanten, und die Quote bis zum Angebot liegt deutlich unter der eines Termins aus gezielter Ansprache.
Wie prüfen Sie einen Anbieter von Leads?
Mit sechs Fragen, bevor Sie zahlen.
| Frage | Gute Antwort | Warnzeichen |
|---|---|---|
| Woher stammt das Signal? | Benannte Quelle, Datum der Anfrage | "Eigene Datenbank" ohne Datum |
| Wie lautet die Einwilligung? | Wortlaut zeigbar, nennt Weitergabe und Kanal | Nur allgemeine Zustimmung |
| Wie alt sind die Leads? | Unter 30 Tage | Über 90 Tage |
| Wird exklusiv geliefert? | Ja, oder Zahl der Käufer genannt | Mehrfach verkauft |
| Gibt es Ersatz für ungültige Kontakte? | Ja, schriftlich | Nein |
| Wie wird gezählt? | Je Kontakt mit Prüfung | Je Rohdatensatz |
Tabelle: Prüffragen an Lead-Anbieter, Zusammenstellung der Redaktion, Stand 10/2026
Wann nicht: Wann sich der Kauf warmer Leads nicht lohnt
Der Kauf lohnt sich nicht, wenn Ihr Angebot erklärungsbedürftig ist und der Lead keinen konkreten Bedarf nennt, wenn die Einwilligung nicht auf Sie oder den Kanal lautet und wenn Ihr Vertrieb die Leads nicht binnen 24 Stunden anruft. Frische Leads verlieren schnell an Wert. Rechtlich zählt: Werbung per Telefon braucht im B2B mindestens die mutmaßliche Einwilligung, per E-Mail die ausdrückliche {{q:uwg7}}. Gekaufte Daten ersetzen diese Einwilligung nicht automatisch, keine Rechtsberatung. Mehr dazu im Leitfaden Kaltakquise Recht.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Welche Alternativen zu gekauften Leads gibt es?
Drei: eigene Leads über Inhalte und Downloads, Terminierung auf eine definierte Zielgruppe und Empfehlungen. Eigene Leads kommen langsam und kosten Aufbauzeit. Terminierung liefert Termine ab der ersten Woche, die Grundlagen stehen auf der Seite Leads kaufen und im Vergleich Terminvereinbarung oder Leadkauf. Das Angebot von KRAUSS beschreibt die Seite Telefonakquise.
Checkliste: Leads kaufen
- Preis je stattgefundenem Termin gerechnet, nicht je Lead
- Quelle und Datum des Signals im Vertrag
- Wortlaut der Einwilligung gesehen, Rechtsrat eingeholt
- Ersatzregel für ungültige Kontakte schriftlich
- Anrufkapazität für 24 Stunden Reaktionszeit eingeplant
- Testkauf mit höchstens 50 Leads vor dem großen Los
Häufig gestellte Fragen
Sind gekaufte Leads rechtlich zulässig?
Das hängt von der Einwilligung und dem Kanal ab. Prüfen Sie den Wortlaut der Einwilligung und holen Sie Rechtsrat ein.
Was kostet ein Lead im B2B?
Das legt der Anbieter fest und es schwankt mit Branche, Alter und Exklusivität. Fragen Sie Angebote an und rechnen Sie jedes auf den Preis je Termin um, wie in der Tabelle oben.
Wie qualifiziere ich gekaufte Leads?
Mit einem kurzen Fragenkatalog zu Bedarf, Zeitrahmen und Entscheider, siehe Leadqualifizierung.
Was ist besser: Leads kaufen oder Termine einkaufen?
Wenn Sie Termine brauchen, ist der Einkauf der Termine direkter. Leads lohnen, wenn Sie selbst viel telefonieren können.
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