Inhalt8 Abschnitte
- 01Wer ist ein Vertriebspartner und wann gilt er als Handelsvertreter?
- 02Wie wählen Sie einen Partner aus?
- 03Was zeigt ein Projekt mit einem Hersteller von Industriefiltern?
- 04Was muss im Vertrag stehen?
- 05Wann lohnt sich eine Vertriebspartnerschaft nicht?
- 06Checkliste vor der Unterschrift
- 07Wie hilft KRAUSS, und wo hilft KRAUSS nicht?
- 08Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Eine Vertriebspartner-Kooperation trägt, wenn Ziele, Gebiet und Vergütung vor der Unterschrift feststehen. Wer den Partner nach Branche, Region und Erfahrung auswählt und die Grenzen schriftlich festhält, vermeidet die häufigsten Streitfälle.
Dieser Beitrag stammt von März 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Stand: Oktober 2026. Die Begriffe und die Rechtslage zum Handelsvertreter stehen in §§ 84 ff. HGB, Wortlaut auf gesetze-im-internet.de. Dieser Beitrag ersetzt keine Rechtsberatung.
Wer ist ein Vertriebspartner und wann gilt er als Handelsvertreter?
Ein Vertriebspartner verkauft oder vermittelt im Auftrag eines Unternehmens und arbeitet dabei selbständig. Nach § 84 Abs. 1 HGB ist Handelsvertreter, wer ständig damit betraut ist, für einen anderen Unternehmer Geschäfte zu vermitteln oder in dessen Namen abzuschließen. Die Einordnung hat Folgen für Ausgleichsansprüche, Kündigungsfristen und die Vergütung, deshalb lohnt sich die Prüfung vor dem Vertrag.
Vertriebspartner gibt es in vielen Formen. Manche arbeiten mit festem Gebiet, andere betreuen eine Branche. Entscheidend ist, wer Kundenkontakt hält, wer die Angebote macht und wer das Risiko trägt.
Wie wählen Sie einen Partner aus?
Ein Partner passt, wenn er die Kunden kennt, die Sie erreichen wollen. Erstellen Sie vorab ein Profil mit Branche, Region, Kundengröße und Erfahrung mit ähnlichen Produkten. Drei bis fünf Kandidaten reichen für den Vergleich.
Prüfen Sie Referenzen mit Fragen, die sich nicht mit Ja beantworten lassen. Fragen Sie, welcher Abschluss im letzten Jahr scheiterte und warum. Die Antwort zeigt, ob der Partner die Branche wirklich kennt.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Was zeigt ein Projekt mit einem Hersteller von Industriefiltern?
In einem Projekt für einen Hersteller von Industriefiltern wollte die Geschäftsführung einen Partner für Süddeutschland gewinnen. Drei Kandidaten sagten nach dem ersten Gespräch zu. Nach einem Probegespräch mit einem Kunden blieb einer übrig, der in den ersten sechs Wochen 9 Gespräche mit Einkaufsleitern führte und 2 Angebote einreichte.
Die Vergütung wurde erst nach dem Probegespräch festgelegt, nicht vorher. So ließ sich das Angebot an die tatsächlichen Kundenkontakte anpassen. Der Hersteller hatte zuvor zwei Partner, die nur Kontakte sammelten, ohne Gespräche zu führen.
Was muss im Vertrag stehen?
Ein Vertrag ohne klare Ziele endet im Streit über die Provision. Die folgende Liste deckt die Punkte ab, die in der Praxis fehlen, wenn ein Vertrag scheitert.
| Vertragspunkt | Was konkret festgelegt wird | Typischer Fehler |
|---|---|---|
| Gebiet | Postleitzahlen oder Branchen | Überschneidung mit einem eigenen Vertrieb |
| Vergütung | Berechnungsgrundlage, Fälligkeit, Storno | Provision auf Angebote statt Aufträge |
| Ziele | Gespräche, Termine, Umsatz je Quartal | Nur Umsatz, ohne Zwischenziele |
| Laufzeit | Kündigungsfristen je Seite | Keine Frist für den Ausstieg |
| Kundendaten | Eigentum, Herausgabe, Löschung | Ungeklärte Daten nach Ende |
Quelle: Einordnung der Redaktion. Die Fristen und die Pflichten zur Vergütung richten sich nach § 87 ff. HGB und dem Vertrag im Einzelfall.
Wann lohnt sich eine Vertriebspartnerschaft nicht?
Wer ein erklärungsbedürftiges Produkt hat und die Partner nicht schulen kann, verliert in der Kooperation Qualität. Ein Partner ohne Produktwissen führt Gespräche, die nach zwei Minuten enden. Dann lohnt sich ein eigener Vertriebsaufbau mit Schulung mehr.
Auch sehr enge Margen passen nicht. Liegt die Marge so niedrig, dass eine Provision von 10 Prozent den Partner nicht trägt, findet sich kein guter Kandidat. Rechnen Sie das vor dem Gespräch durch.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Checkliste vor der Unterschrift
- Ziele je Quartal mit Gesprächen und Terminen festgelegt
- Gebiet mit bestehenden Kunden abgeglichen
- Vergütung mit Beispielrechnung für drei Aufträge
- Kündigungsfristen für beide Seiten
- Regeln für Preise und Rabatte schriftlich
- Umgang mit Kundendaten nach Vertragsende geregelt
Eine ausführliche Auswahl mit Fragen an den Dienstleister zeigt der Leitfaden Vertriebsagentur auswählen. Die Checkliste dazu finden Sie unter Vertriebsagentur-Auswahl.
Wie hilft KRAUSS, und wo hilft KRAUSS nicht?
KRAUSS übernimmt die Telefonebene und die Terminierung für Kunden. Wer einen Partner für Gespräche mit Entscheidern sucht, findet auf der Seite Vertriebsoutsourcing den Leistungsumfang. Konditionen für eine Zusammenarbeit werden im Einzelfall abgestimmt, öffentliche Preise gibt es nicht.
Eigene Vertriebsmitarbeiter, Handelsvertreter-Netzwerke oder Gebietsschutz gehören nicht zum Angebot. Wer eine Vertriebspartnerschaft prüft, bekommt von uns eine Einschätzung der Telefonebene, keinen Vertrag mit Gebiet.
Häufig gestellte Fragen
Was ist ein Vertriebspartner?
Ein Vertriebspartner ist ein selbständiges Unternehmen oder eine Person, die Produkte oder Leistungen eines anderen Unternehmens vertreibt. Die Zusammenarbeit regelt ein Vertrag über Gebiet, Ziele und Vergütung. Der Partner trägt in der Regel sein eigenes Risiko.
Ist ein Vertriebspartner ein Handelsvertreter?
Oft ja. Nach § 84 Abs. 1 HGB ist Handelsvertreter, wer ständig damit betraut ist, für einen anderen Unternehmer Geschäfte zu vermitteln oder in dessen Namen abzuschließen. Ob ein konkreter Partner darunter fällt, hängt vom Vertrag und der tatsächlichen Arbeit ab.
Welche Vergütung ist für Vertriebspartner üblich?
Üblich sind Provisionen auf den Umsatz, Stufen nach Erreichen von Zielen und in Einzelfällen feste Entgelte. Die Höhe hängt von Marge, Aufwand und Gebiet ab. Legen Sie Berechnungsgrundlage, Fälligkeit und Stornoregeln schriftlich fest.
Wie finde ich einen passenden Vertriebspartner?
Beginnen Sie mit einem Profil: Branche, Region, Kundengröße und Erfahrung mit ähnlichen Produkten. Prüfen Sie danach drei bis fünf Kandidaten anhand von Referenzen und einem Probegespräch. Ein Erstgespräch zeigt mehr als eine Broschüre.
Was muss im Vertrag stehen?
Mindestens Gebiet, Produkte, Ziele, Vergütung, Laufzeit, Kündigungsfristen und der Umgang mit Kundendaten. Ergänzen Sie Regeln für Preisgestaltung, Wettbewerbsverbot und Mustergespräch. Eine Prüfung durch einen Anwalt ist vor der Unterschrift sinnvoll.
Wie lange dauert es, bis ein Partner Umsatz bringt?
Rechnen Sie in neuen Märkten mit mehreren Monaten bis zum ersten Abschluss. Die Einarbeitung, die erste Kontaktwelle und die Abstimmung über Angebote brauchen Zeit. Setzen Sie Zwischenziele wie Gespräche und Termine, nicht nur Umsatz.
Wann passt eine Vertriebspartnerschaft nicht?
Sie passt schlecht, wenn das Produkt erklärungsbedürftig ist und keine Schulung möglich ist. Auch bei sehr kleinen Margen bleibt wenig für den Partner. In solchen Fällen hilft eher ein eigener Vertriebsaufbau oder ein Dienstleister für Termine.
Kann KRAUSS als Vertriebspartner auftreten?
KRAUSS übernimmt die Telefonebene und die Terminierung für Kunden, die Termine mit Entscheidern wollen. Der Leistungsumfang steht auf der Seite Vertriebsoutsourcing. Eine Konditionen klären wir im Erstgespräch im Einzelfall. Der Preis richtet sich nach Zielmarkt, Erreichbarkeit und Terminmenge.
Frag deine KI zu KRAUSS
Lieber selbst prüfen? Stellen Sie die Frage Ihrer KI.
Prompt ansehen und anpassen
Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.








