Zum Inhalt springen

BlogVerkaufsgespräch

Verkaufen am Telefon: Effektive Strategien für den Vertriebserfolg

Johannes KraussGeschäftsführer der KRAUSS GmbH
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
4 Min. Lesezeit
Inhalt7 Abschnitte
  1. 01Wie ist ein Verkaufsgespräch am Telefon aufgebaut?
  2. 02Was bringt Telefonverkauf bei Bestandskunden? Eine Beispielrechnung
  3. 03Praxisbeispiel: Nachbestellung bei 240 Kunden eines Dichtungsherstellers
  4. 04Welche Fragen stellen Sie im Telefonverkauf?
  5. 05Wann trägt der Telefonverkauf nicht?
  6. 06Ihr erster Anrufblock: Checkliste
  7. 07Wann übernimmt ein Dienstleister die Telefonate?

Kurz gesagt

Am Telefon verkaufen Sie im B2B in vier Schritten: kurzer Einstieg mit Nutzen, drei bis vier Fragen zum Bedarf, ein Nutzen in Zahlen, ein konkreter nächster Schritt. Ein Gespräch dauert 4 bis 8 Minuten.

Dieser Beitrag stammt von März 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.

Am schnellsten zahlt sich der Telefonverkauf bei Bestandskunden aus, bei Neukunden führt er zum Termin, nicht zum Abschluss.

Wie ist ein Verkaufsgespräch am Telefon aufgebaut?

Ein Telefongespräch im B2B hat fünf Phasen mit je einer Zeitvorgabe. Wer länger als zehn Minuten spricht, hat meist den Termin verpasst oder das Gespräch verschleppt.

Wie ist ein Verkaufsgespräch am Telefon aufgebaut?
PhaseDauerZielBeispielsatz
Einstieg20 SekundenName, Firma, Grund in einem Satz"Guten Tag Herr Maier, Weber hier von KRAUSS, ich rufe wegen Ihrer Umrüstzeiten an. Haben Sie kurz Zeit?"
Fragen2 MinutenBedarf und Schmerz verstehen"Wie lange rüsten Sie die Linie derzeit um?"
Nutzen1 MinuteEine Zahl, die zum Bedarf passt"Andere Betriebe haben von 45 auf 15 Minuten gesenkt."
Einwände1 bis 2 MinutenFrage statt Rechtfertigung"Was genau spricht aus Ihrer Sicht dagegen?"
Abschluss30 SekundenEin konkreter Schritt"Passt Dienstag 10 Uhr oder Mittwoch 14 Uhr?"

Tabelle: Aufbau eines B2B-Telefongesprächs, Redaktion aus Projekterfahrung, Stand 10/2026

Eine Vorlage zum Ausfüllen liefert der Leitfaden zum Gesprächsleitfaden fürs Telefon. Wie Sie sich auf den Anrufblock vorbereiten, steht in Telefonakquise vorbereiten.

Was bringt Telefonverkauf bei Bestandskunden? Eine Beispielrechnung

Ein Anrufblock bei Bestandskunden bringt im Beispiel rund 4.200 Euro Umsatz je Anrufstunde. Der Grund: Die Kunden sind bekannt, die Nummern stehen im CRM, das Gespräch muss keinen Bedarf wecken. Alle Werte sind Annahmen, setzen Sie Ihre eigenen ein.

Was bringt Telefonverkauf bei Bestandskunden? Eine Beispielrechnung
SchrittAnnahmeErgebnis
Bestandskunden in der Liste200
Wahlversuche je Stundebekannte Nummern10
Anrufstunden200 geteilt durch 1020
Erreichte Kunden (60 Prozent)200 mal 0,6120
Bestellung oder Angebot (25 Prozent)120 mal 0,2530
Wert je BestellungAnnahme2.800 Euro
Umsatz30 mal 2.80084.000 Euro
Kosten bei 60 Euro je Stunde20 mal 601.200 Euro
Umsatz je Anrufstunde84.000 geteilt durch 204.200 Euro

Rechnung: Telefonverkauf an Bestandskunden, alle Werte als Annahme, Stand 10/2026

Bei Neukunden fällt der Wert je Stunde niedriger aus, weil Sie erst Entscheider finden und Termine vereinbaren müssen. Die Rechnung dazu steht im Beitrag Akquirieren.

Termine mit Kaufinteresse

Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.

Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

  • Bei Ihnen bestätigt
  • Beim Kunden bestätigt[2]
Testprojekt konfigurieren

Praxisbeispiel: Nachbestellung bei 240 Kunden eines Dichtungsherstellers

In einem Projekt für einen Hersteller von Dichtungen riefen wir 240 Bestandskunden an, die seit mehr als drei Monaten nicht nachbestellt hatten. Wir erreichten 168 (70 Prozent) und erfassten 41 Bestellungen im Wert von insgesamt rund 119.000 Euro. In 23 Gesprächen nannte der Kunde einen Grund für die Pause, die der Vertrieb vorher nicht kannte: neue Lieferanten (9), Projektstopp (8), Lagerbestand (6).

Der Anruf war nicht der Verkauf, sondern die Frage: "Was hat sich bei Ihnen geändert?" Zahlen aus einem Projekt gelten nicht für jede Branche, prüfen Sie mit 50 Kunden.

Welche Fragen stellen Sie im Telefonverkauf?

Stellen Sie offene Fragen, die auf Zahlen und Abläufe zielen, nicht auf Meinungen. Drei Fragen genügen im Erstgespräch:

  1. Situation: "Wie läuft das heute bei Ihnen ab?"
  2. Schmerz: "Was kostet Sie das im Monat an Zeit oder Material?"
  3. Entscheidung: "Wer entscheidet bei Ihnen, wenn Sie das ändern wollen?"

Die dritte Frage wird oft vergessen und ist die wichtigste: Sie zeigt, ob Sie mit dem Entscheider sprechen. Wie Sie Einwände nach diesen Fragen behandeln, zeigt der Leitfaden zur Einwandbehandlung. Der Abschluss steht im Beitrag Abschlusstechniken im Verkaufsgespräch.

Wann trägt der Telefonverkauf nicht?

Telefonverkauf stößt an Grenzen, wo das Produkt Anschauung oder Vertrauen braucht. Die Grenzen:

  • Erklärungsbedürftige Anlagen: Wer Maschinen oder Räume vor Ort bewerten muss, kommt ohne Besuch nicht aus. Das Telefon bringt dort den Termin, nicht den Auftrag.
  • Hoher Auftragswert, Gremium: Ein Auftrag über 100.000 Euro entsteht nicht am Telefon, sondern in mehreren Terminen.
  • Kunden, die Besuch erwarten: Manche Branchen und Schlüsselkunden erwarten den persönlichen Kontakt. Das Telefon ergänzt dann den Besuch.
  • Rechtslage: Telefonwerbung im B2B braucht eine mutmaßliche Einwilligung, die Sie begründen müssen. Details im Beitrag Kaltakquise im B2B. Keine Rechtsberatung.
  • Schlechte Zeit: Anrufe in Zeitfenstern, in denen Entscheider nicht am Platz sind, senken die Erreichungsquote auf unter 10 Prozent.

Termine mit Kaufinteresse

Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.

Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.

  • Bei Ihnen bestätigt
  • Beim Kunden bestätigt[2]
Testprojekt konfigurieren

Ihr erster Anrufblock: Checkliste

  • Liste mit 40 bis 60 Kontakten samt Durchwahl und Ansprechpartner.
  • Ein Ziel je Gespräch festgelegt (Bestellung, Termin oder Angebot).
  • Einstieg mit Nutzen und einer Zahl geschrieben und laut gesprochen.
  • Drei Fragen (Situation, Schmerz, Entscheidung) auf einem Blatt.
  • Zwei Terminvorschläge für die Alternativfrage geprüft.
  • Zwei Stunden am Stück im Kalender, ohne E-Mail und ohne Meeting.
  • Nach dem Block Zahlen notiert: gewählt, erreicht, Ergebnis.

Das Glossar erklärt die Telefonakquise und die Erreichbarkeit. Zum Üben mit Einwänden: Gesprächs-Simulator.

Wann übernimmt ein Dienstleister die Telefonate?

Wenn Ihr Vertrieb zu wenig Zeit hat, um zwei Stunden am Stück zu wählen, übernimmt eine externe Terminvereinbarung die Anrufe. Sie führt die Erstgespräche mit Entscheidern und übergibt Termine an Ihren Außendienst. Das Vorgehen steht unter Telefonakquise, die Preise unter Preise.

Prompt ansehen und anpassen

Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.

Weiterlesen

Alle Artikel im Blog

Das Wissen haben Sie. Die Termine vereinbaren wir.

Kein Verkaufsgespräch. In 15 Minuten klären wir, ob Ihre Zielgruppe telefonisch erreichbar ist und wie ein Testprojekt aussieht.

Ihr nächster Schritt

Startklar
  1. 01Testprojekt konfigurieren60 Sekunden
  2. 02Gespräch mit Jesse Klotz15 Minuten
  3. 03Zielgruppe und Leitfadengemeinsam
  4. 04Erste bestätigte Termineim Kalender
Lieber anrufen?+49 8191 93759-00