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LeitfadenVertrieb aufstellen und steuern

Vertriebsinnendienst: Aufgaben, Abgrenzung und Ausbau im B2B

Jesse KlotzGeschäftsführer Performance Marketing
Stand
Erstveröffentlichung
Lesezeit
11 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Der Vertriebsinnendienst ist der Teil des Vertriebs, der vom Büro aus arbeitet: Er nimmt Anfragen an, schreibt Angebote, wickelt Aufträge ab und betreut Kunden am Telefon. Im B2B wächst er vom Abwickler zum aktiven Verkauf, wenn er Bestandskunden anruft und Angebote nachfasst. Die Rechnung zeigt, wie viele Termine zusätzliche Anrufzeit bringt.

Stand Quellen

Dazu: Team-Skill-Check, Check im Browser, ohne Formular.

Fakten

Terminbestätigung
Wir bestätigen jeden Termin doppelt.Quelle: KRAUSS-Methode, Stand 10/2026
Testprojekt
Das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt. Den Umfang legen Sie im 15-Minuten-Gespräch fest.Quelle: Angabe der Geschäftsführung, 10/2026, Stand 10/2026
Trainingsteilnehmer (KRAUSS Training)
10.000+Quelle: Angabe der KRAUSS AND FRIENDS GmbH auf krauss-training.com, Stand 10/2026
Zeit bis zu den ersten Terminen
Rund 14 TageQuelle: KRAUSS-Projekterfahrung, Stand 10/2026
Stufen des Ausbaus vom Innendienst zum aktiven Verkauf auf dieser Seite
Vier: Anfragen beantworten, Angebote nachfassen, Bestandskunden anrufen, Neukunden ansprechenQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Inhalt14 Abschnitte
  1. 01Was ist der Vertriebsinnendienst?
  2. 02Welche Aufgaben hat der Vertriebsinnendienst?
  3. 03Worin unterscheiden sich Innendienst, Außendienst und Inside Sales?
  4. 04Wie bauen Sie den Innendienst zum aktiven Verkauf aus?
  5. 05Wie viel Anrufzeit braucht der Innendienst, und was bringt sie?
  6. 06Welche Rolle spielt die Kundenverwaltung im Innendienst?
  7. 07Welche Kennzahlen führen den Innendienst?
  8. 08Wie bereiten Sie den Innendienst auf das Telefon vor?
  9. 09Was zeigt die Praxis?
  10. 10Wann bauen Sie den Innendienst selbst aus, und wann holen Sie Hilfe?
  11. 11Welche Prüfliste zeigt Ihren Stand in 30 Minuten?
  12. 12Welche Fehler bremsen den Innendienst?
  13. 13Wann hilft diese Einordnung nicht?
  14. 14Was ist der nächste Schritt?

Was ist der Vertriebsinnendienst?

Der Vertriebsinnendienst ist der Teil des Vertriebs, der vom Büro aus arbeitet: Er nimmt Anfragen an, schreibt Angebote, wickelt Aufträge ab und hält Kontakt zu Kunden per Telefon und Mail. Sein Gegenstück ist der Außendienst, der Kunden vor Ort besucht.

Der Begriff Innendienst im Vertrieb beschreibt keinen festen Beruf, sondern eine Rolle mit wechselndem Zuschnitt. In einem Haus ist der Innendienst eine Verwaltung der Aufträge. In einem anderen ist er das Team, das Anfragen annimmt, Angebote nachfasst und Bestandskunden anruft. Im dritten ruft er Neukunden an und arbeitet wie ein Inside-Sales-Team. Die Aufgaben des Innendienstes im Vertrieb unterscheiden sich deshalb stärker als die Berufsbezeichnung vermuten lässt.

Diese Seite ordnet den Begriff, beschreibt die Aufgaben, trennt Innendienst, Außendienst und Inside Sales und zeigt in einer Rechnung, wie viele Termine zusätzliche Anrufzeit im Innendienst bringt. Stand: Oktober 2026. Sie nennt keine Marktzahlen aus Studien, sondern erklärt den Rahmen und rechnet mit Annahmen, die Sie durch eigene Werte ersetzen.

Welche Aufgaben hat der Vertriebsinnendienst?

Der Vertriebsinnendienst hat acht Aufgaben, die sich in Verwaltung und aktiven Verkauf teilen. Wie der Tag aussieht, hängt davon ab, wie viel Zeit nach der Verwaltung bleibt.

Aufgaben des Vertriebsinnendienstes mit Ergebnis und Art, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
AufgabeErgebnisArt
Anfragen annehmen und beantwortenAntwort binnen eines WerktagsReaktiv
Angebote schreibenAngebot mit FristReaktiv
Aufträge abwickelnBestätigung, LieferplanungReaktiv
Kundendaten pflegenAktuelle Kundenverwaltung (CRM)Verwaltung
Angebote nachfassenEntscheidung des KundenAktiv
Bestandskunden anrufenFolgeaufträge, Hinweise auf BedarfAktiv
Interessenten und Anfragen qualifizierenTermin für den AußendienstAktiv
Außendienst vorbereitenBriefing zu Kunde und AnlassVerwaltung
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH aus der Praxis der Telefonakquise, keine Marktstudie.

Die reaktiven Aufgaben füllen im Mittelstand oft den ganzen Tag. Das ist das Grundproblem des Innendienstes: Er hat viel zu tun und bringt wenig Neues in die Pipeline. Die aktiven Aufgaben stehen auf dem Papier, aber im Kalender stehen sie selten, weil jede Anfrage und jede Rückfrage sie verdrängt. Wer den Innendienst zum aktiven Verkauf ausbauen will, schützt deshalb zuerst die Zeit und erst danach die Aufgabe.

Der Innendienst liefert dem Vertrieb außerdem Information. Er sieht, welche Produkte Kunden nachfragen, welche Angebote liegen bleiben und welche Einwände wiederkehren. Wenn diese Beobachtungen in ein wöchentliches Gespräch mit der Vertriebsleitung fließen, schärft der Innendienst Zielgruppe und Angebot. Fehlt das Gespräch, bleibt das Wissen bei der einzelnen Person.

Worin unterscheiden sich Innendienst, Außendienst und Inside Sales?

Der Innendienst arbeitet vom Büro aus mit gemischten Aufgaben, der Außendienst besucht Kunden vor Ort, und Inside Sales verkauft ausschließlich per Telefon und Video. Inside Sales ist also ein aktiver Innendienst mit klarem Auftrag.

Innendienst, Außendienst und Inside Sales im Vergleich, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
MerkmalInnendienstAußendienstInside Sales
OrtBüroBeim KundenBüro oder Homeoffice
KontaktTelefon, MailBesuchTelefon, Video
SchwerpunktAngebote, Aufträge, BetreuungBeratung und AbschlussNeukunden und Folgegeschäft am Telefon
Kontakte am TagViele, meist eingehendWenige, langViele, meist ausgehend
Typische KennzahlAngebote in FristAufträgeTermine und Aufträge
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH aus der Praxis der Telefonakquise, keine Marktstudie.

Die Grenzen verlaufen fließend. Ein Innendienst, der Neukunden anruft, ist de facto Inside Sales. Ein Außendienst, der vor allem Bestandskunden betreut, übernimmt Aufgaben des Innendienstes, nur mit Fahrzeit. Die Wahl der Rolle folgt dem Gespräch: Erklärungsbedürftige Produkte mit hohem Wert brauchen den Besuch, einfache Wiederholungskäufe laufen am Telefon. Die Gegenüberstellung finden Sie im Vergleich Inside Sales oder Außendienst. Wie Inside Sales selbst aufgebaut ist, zeigt die Seite Inside Sales aufbauen.

Eine Rolle bleibt in jedem Modell dieselbe: die des Erstkontakts. Der Sales Development Representative (SDR) erreicht den Entscheider und vereinbart den Termin. Ob diese Aufgabe im Innendienst, in einem eigenen Team oder extern liegt, ist eine Frage der Kapazität. Der Leitfaden Vertriebsorganisation aufbauen rechnet sie in Stellen.

Wie bauen Sie den Innendienst zum aktiven Verkauf aus?

Sie bauen den Innendienst in vier Stufen aus: erst Anfragen schnell beantworten, dann Angebote nachfassen, dann Bestandskunden anrufen, zuletzt Neukunden ansprechen. Jede Stufe löst ein Problem der vorigen und verlangt eine eigene Kennzahl.

  1. Anfragen schnell beantworten. Jede Anfrage bekommt binnen eines Werktags eine Antwort mit Namen und nächstem Schritt. Das schafft Verlässlichkeit, bevor der Innendienst Neues versucht.
  2. Angebote nachfassen. Jedes Angebot bekommt ein Datum für den Nachruf. Der Leitfaden Angebote nachfassen zeigt Takt und Wortlaut. Das ist die leichteste aktive Aufgabe, denn der Kunde kennt den Anlass.
  3. Bestandskunden anrufen. Der Innendienst ruft ruhende Kunden an und fragt nach Bedarf. Der Leitfaden Bestandskunden per Telefon reaktivieren beschreibt den Ablauf. Hier übt der Innendienst Einstieg und Einwandbehandlung, bevor er Fremde anruft.
  4. Neukunden ansprechen. Der Innendienst ruft Betriebe an, die noch keine Kunden sind. Das ist die schwerste Stufe, weil sie Absagen zur Regel macht. Sie ist der Outbound-Vertrieb im kleinen Maßstab.

Die Reihenfolge folgt der Erfolgswahrscheinlichkeit. Wer mit Stufe vier beginnt, schickt ungeübte Mitarbeitende in die schwerste Aufgabe, und die erste Absageserie beendet das Projekt. Wer mit Stufe zwei beginnt, sammelt Erfolgserlebnisse am Telefon und baut Routine auf. Planen Sie je Stufe vier bis sechs Wochen ein, bevor Sie zur nächsten wechseln.

Wie viel Anrufzeit braucht der Innendienst, und was bringt sie?

Die Anrufzeit ergibt sich aus dem Anteil der Arbeitszeit, den der Innendienst für aktive Anrufe reserviert, und den Quoten dahinter. Die Rechnung zeigt es für ein Team von vier Personen.

Rechenbeispiel

Beispielzahlen, frei gewählt, keine Messwerte

Zusätzliche Termine durch Anrufzeit im Innendienst

  • Annahme: Mitarbeitende im Innendienst4(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Arbeitsstunden je Person und Woche38(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Anteil der Zeit, der heute auf aktive Anrufe entfällt5 %(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Anteil der Zeit, der auf aktive Anrufe entfallen soll20 %(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Wählversuche je Anrufstunde12(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Anteil der Versuche, bei denen der Entscheider ans Telefon geht25 %(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Anteil der erreichten Entscheider, die einen Termin annehmen12 %(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
Zusätzliche Termine durch Anrufzeit im Innendienst
SchrittRechnungErgebnis
Anrufstunden im Monat heute4 × 38 × 4 × 5 % ÷ 10030 Akquisestunden
Anrufstunden im Monat im Zielbild4 × 38 × 4 × 20 % ÷ 100122 Akquisestunden
Termine im Monat heute30,4 × 12 × 25 % ÷ 100 × 12 % ÷ 10010,9 Termine
Termine im Monat im Zielbild121,6 × 12 × 25 % ÷ 100 × 12 % ÷ 10043,8 Termine
Zusätzliche Termine im Monat43,776 − 10,94432,8 Termine

Die Werte sind Annahmen dieses Beispiels, keine Marktwerte. Heute entstehen aus 30 Akquisestunden Anrufstunden im Monat 10,9 Termine Termine. Im Zielbild sind es 122 Akquisestunden Stunden und 43,8 Termine Termine, also 32,8 Termine zusätzliche Termine im Monat. Setzen Sie Ihre Quoten aus der Kundenverwaltung ein, dann zeigt die Rechnung Ihren Wert.

Aus der Rechnung folgen zwei Schlüsse für die Führung des Innendienstes. Der Vertriebsengpass liegt dann nicht beim Außendienst, sondern vor dem Termin. Erstens wirkt jede Quote auf alle Stunden: Steigt die Erreichbarkeit der Entscheider, steigen die Termine mit, ohne dass jemand mehr arbeitet. Zweitens braucht der Innendienst feste Blöcke. Verteilen sich dieselben Stunden in Zehn-Minuten-Stücken über die Woche, fällt die Wählquote, weil jede Unterbrechung den Rhythmus kostet.

Wie Sie aus den Terminen Aufträge machen, hängt vom Briefing ab. Jeder Termin geht mit einem Absatz an den Außendienst, der Anlass, Bedarf und Einwand nennt. Die Checkliste Termin-Übergabe an Vertrieb und CRM zeigt die Felder.

Welche Rolle spielt die Kundenverwaltung im Innendienst?

Die Kundenverwaltung (CRM) ist das Gedächtnis des Innendienstes: Sie hält fest, wer wann angerufen wurde, was versprochen ist und wann der nächste Anruf fällig wird. Ohne sie hängt der aktive Verkauf an den Notizen einzelner Personen.

Drei Regeln reichen für den Anfang. Erstens bekommt jeder Kontakt nach jedem Gespräch ein Ergebnis aus einer kurzen Liste, nicht einen freien Text. Zweitens trägt jede Wiedervorlage ein Datum und einen Grund. Drittens prüft eine Person wöchentlich die Dubletten, denn zwei Einträge für denselben Betrieb führen zu zwei Anrufen in einer Woche. Das ist die Kleinarbeit, die den Innendienst in den Augen der Kunden verlässlich macht.

Vorlage: Ergebnisliste nach einem Anruf
Erreicht, Termin vereinbart: [Datum, Uhrzeit]
Erreicht, Interesse, Wiedervorlage: [Datum] wegen [Grund]
Erreicht, kein Bedarf: [Grund in einem Satz]
Nicht erreicht, Versuch [Zahl] von drei: [Uhrzeit des Versuchs]
Falscher Ansprechpartner: [Name und Rolle der richtigen Person]

Mit dieser Liste lässt sich jede Kennzahl der folgenden Tabelle ohne Zusatzaufwand auswerten. Die Einführung kostet eine Stunde und spart jede Woche das Suchen in Notizen.

Welche Kennzahlen führen den Innendienst?

Fünf Kennzahlen führen den Innendienst: Angebote in Frist, Nachfassquote, Anrufstunden je Woche, Termine aus aktiven Anrufen und Aufträge aus diesen Terminen. Die ersten beiden messen Verlässlichkeit, die letzten drei den aktiven Verkauf.

Fünf Kennzahlen des Innendienstes mit Formel und Warnschwelle, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
KennzahlFormelWarnschwelle
Angebote in FristAngebote binnen zwei Werktagen ÷ alle AngeboteUnter neun von zehn: Zuständigkeit prüfen
NachfassquoteAngebote mit Nachruf binnen sieben Tagen ÷ alle AngeboteUnter acht von zehn: Wiedervorlage fehlt
Anrufstunden je WocheSumme der Blöcke ohne UnterbrechungUnter dem Plan über vier Wochen: Zeit wird verdrängt
Termine aus aktiven AnrufenBestätigte Termine ÷ AnrufstundenFällt sie, Liste und Einstieg prüfen
Aufträge aus diesen TerminenAufträge ÷ Termine, die der Innendienst gesetzt hatFällt sie bei gleichen Terminen, Briefing und Qualität prüfen
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH. Die Schwellen sind Startwerte, keine Branchennorm. Passen Sie sie nach vier Wochen Daten an.

Vergleichen Sie die Zahlen wöchentlich. Die Seite Akquise-Kennzahlen messen beschreibt, wie Sie jede Zahl erheben. Das Glossar erklärt die Vertriebskennzahlen einzeln. Die letzte Kennzahl verhindert den häufigsten Streit im Haus: Wenn Innendienst und Außendienst dieselbe Zahl führen, hat keiner einen Grund, Termine zu halten oder abzulehnen.

Dazu: Team-Skill-Check, Check im Browser, ohne Formular.

Wie bereiten Sie den Innendienst auf das Telefon vor?

Sie bereiten den Innendienst vor, indem Sie drei Dinge üben: den Einstieg in den ersten Sätzen, die häufigsten Einwände und das Setzen der Wiedervorlage. Wer das übt, bevor der erste Fremde angerufen wird, hält die Absagen aus.

Der Einstieg am Telefon entscheidet über die ersten Sekunden. Eine Vorlage für den Anruf bei einem Bestandskunden zeigt das Prinzip: Anlass nennen, Frage stellen, Entscheidung offen lassen.

Vorlage: Anruf bei einem ruhenden Bestandskunden
Guten Tag [Name], [Ihr Name] von [Firma]. Wir haben im [Monat] zuletzt [Produkt oder Leistung] für Sie geliefert.
Ich rufe an, weil ich wissen möchte, wie es damit läuft und ob bei Ihnen demnächst etwas ansteht. Haben Sie zwei Minuten?

Die Einwände wiederholen sich. „Keine Zeit“, „Schicken Sie mir etwas“ und „Das machen wir schon“ decken den Großteil der Absagen ab. Der Leitfaden Einwandbehandlung am Telefon zeigt je Einwand eine Antwort, und die Einwandkarte fasst sie auf einer Seite zusammen. Üben Sie die Antworten in Rollenspielen von 20 Minuten pro Woche, nicht in einem Seminar von zwei Tagen, nach dem niemand mehr daran denkt.

KRAUSS trainiert Vertriebsteams am Telefon und im Erstgespräch. 10.000+ Das Training baut auf Ihren eigenen Kunden und Einwänden auf. Die Seite Vertriebstraining beschreibt das Angebot im Überblick, die Seite Training nennt Formate und den Team-Skill-Check.

Was zeigt die Praxis?

In der Praxis scheitert der Ausbau selten am Willen, sondern an der Zeit. Zwei Projekte zeigen, wie der Unterschied entsteht.

In einem Projekt für einen Großhändler für Verpackungsmaterial hatte der Innendienst fünf Mitarbeitende und rief an, wenn Zeit blieb. Im Quartal standen 38 Angebote im System, nachgefasst wurden 11. Der Großhändler legte für jedes Angebot ein Datum für den Nachruf fest und reservierte täglich einen Block von 60 Minuten. Nach einem Quartal waren 34 von 41 Angeboten nachgefasst, und 9 führten zu einem Auftrag, vorher waren es 4.

Ein zweites Projekt zeigt die Gegenprobe. Ein Hersteller von Hygieneprodukten setzte seinen Innendienst direkt auf Neukunden, ohne Übung mit Bestandskunden. Nach drei Wochen riefen noch zwei von sechs Personen an, die übrigen hatten nach den ersten Absagen aufgehört. Der Hersteller begann neu mit Angeboten und Bestandskunden, schulte Einstieg und Einwände und startete die Neukunden erst nach acht Wochen. Danach hielten fünf von sechs Personen durch.

Wann bauen Sie den Innendienst selbst aus, und wann holen Sie Hilfe?

Sie bauen den Innendienst selbst aus, wenn Zeit und Führung vorhanden sind, schulen ihn, wenn die Technik fehlt, und holen eine externe Telefonebene, wenn Kapazität für Neukunden fehlt. Die drei Wege schließen sich nicht aus.

Drei Wege, den Innendienst zu stärken, mit Stärke, Grenze und Passung, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
WegStärkeGrenzePasst, wenn
Eigener AusbauWissen bleibt im HausZeit und Führung nötig, Absagen entmutigenAnrufzeit schon vorhanden ist und eine Führungskraft den Takt hält
TrainingTechnik und Sicherheit am TelefonHilft nicht, wenn Anrufzeit fehltDas Team anruft, aber zu wenige Termine entstehen
Externe TelefonebeneSofort Kapazität, bestätigte TermineDer Abschluss bleibt in Ihrer HandDer Innendienst für Neukunden keine Zeit hat
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH aus der Praxis der Telefonakquise, keine Marktstudie.

KRAUSS ist keine Software und keine Marketingagentur. KRAUSS bietet die Telefonebene und die Terminierung, schaltet Anzeigen als Performance Marketing und trainiert Vertriebsteams. Die Anrufer erreichen Ihre Entscheider, prüfen Bedarf und Zeitpunkt und übergeben bestätigte Verkaufstermine an Ihren Außendienst. Wir bestätigen jeden Termin doppelt. Die Zeit bis zu den ersten Terminen beträgt: Rund 14 Tage. Ihr Innendienst bleibt bei Angeboten und Bestandskunden, wo er das Wissen hat.

Wenn Sie die Anrufe auslagern, bleibt die Übergabe der Engpass. Legen Sie fest, wer den Termin annimmt, wer das Briefing liest und wer binnen einer Woche rückmeldet, was daraus wurde. Die Seite Vertrieb auslagern vergleicht die Modelle. Wie Sie einen Dienstleister steuern, zeigt der Leitfaden Externe Vertriebsdienstleister steuern.

Welche Prüfliste zeigt Ihren Stand in 30 Minuten?

Die Prüfliste mit acht Punkten zeigt Ihren Stand in 30 Minuten. Jedes Nein nennt eine Stufe, die Sie als Nächstes klären.

  • Jede Anfrage bekommt binnen eines Werktags eine Antwort mit Namen und nächstem Schritt.
  • Jedes Angebot trägt ein Datum für den Nachruf.
  • Der Innendienst hat täglich einen festen Block für aktive Anrufe.
  • Anrufstunden und Termine stehen als Zahl in der Wochenbesprechung.
  • Bestandskunden ohne Auftrag seit zwölf Monaten stehen auf einer Liste.
  • Einstieg und die drei häufigsten Einwände sind geübt.
  • Jeder Termin geht mit einem Briefing an den Außendienst.
  • Innendienst und Außendienst führen eine gemeinsame Kennzahl.

Welche Fehler bremsen den Innendienst?

Vier Fehler bremsen den Innendienst am häufigsten, und alle vier lassen sich mit festen Blöcken und gemeinsamen Zahlen beheben.

  1. 01

    Den Innendienst nur an Aufträgen und Angeboten messen.

    Folge: Anrufe fallen aus dem Tag, weil niemand sie zählt. Der Innendienst bleibt reaktiv, und die Pipeline füllt sich nur durch den Außendienst.

    Besser: Anrufzeit und Termine als eigene Kennzahlen führen und wöchentlich besprechen.

  2. 02

    Aktive Anrufe zwischen Aufträgen und E-Mails verteilen.

    Folge: Jede Störung unterbricht den Anruf. Abends stehen null Gespräche im Protokoll, aber volle Postfächer.

    Besser: Feste Anrufblöcke von 90 Minuten ohne Aufträge, Telefon und Mail getrennt.

  3. 03

    Den Innendienst ohne Schulung ans Telefon setzen.

    Folge: Die ersten Absagen entmutigen, und nach zwei Wochen ruft niemand mehr an.

    Besser: Einstieg, Einwände und Wiedervorlage üben, bevor der erste Neukunde gewählt wird.

  4. 04

    Innendienst und Außendienst gegeneinander messen.

    Folge: Beide behalten Kontakte für sich. Termine kommen nicht mehr an, weil keiner dem anderen zuarbeitet.

    Besser: Eine gemeinsame Kennzahl für beide: Aufträge aus Terminen, die der Innendienst gesetzt hat.

Wann hilft diese Einordnung nicht?

Die Einordnung hilft nicht, wenn Ihr Innendienst vor allem Aufträge bucht oder Ihr Produkt ohne Gespräch verkauft wird.

  • Wenn Ihr Innendienst vor allem Bestellungen buchen und Lieferungen klären muss, ist die Abwicklung der Kern. Dann beschreibt diese Seite nur den Ausbaupfad, nicht den Tagesablauf.
  • Wenn Sie ein Produkt ohne Beratung verkaufen, das Kunden selbst online bestellen, bringt aktiver Verkauf am Telefon wenig. Dann steuert Ihr Shop den Umsatz.

Was ist der nächste Schritt?

Der nächste Schritt ist die Zählung der letzten vier Wochen in drei Zahlen: aktive Anrufstunden des Innendienstes, daraus entstandene Termine und Angebote ohne Nachruf. Aus den drei Zahlen sehen Sie, ob Zeit, Technik oder Kapazität fehlt. Die Rollen im Ganzen ordnet der Leitfaden zur Vertriebsorganisation.

Fehlt dem Innendienst die Zeit für Neukunden, übernimmt KRAUSS die Telefonebene. Das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt. Den Umfang legen Sie im 15-Minuten-Gespräch fest. Die Telefonakquise von KRAUSS beschreibt den Ablauf, die Methode zeigt den Kaufcheck. Ihr Angebot stellen Sie im Angebotskonfigurator zusammen. Ein Gespräch mit Jesse Klotz dauert 15 Minuten.

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Fragen und Antworten

Häufige Fragen kurz beantwortet.

01Was macht der Vertriebsinnendienst?

Der Vertriebsinnendienst arbeitet vom Büro aus an Anfragen, Angeboten, Aufträgen und Kundenkontakt am Telefon. Er entlastet den Außendienst, hält die Kundenverwaltung (CRM) aktuell und fasst Angebote nach. In vielen Häusern übernimmt er zusätzlich aktive Anrufe bei Bestandskunden und Interessenten. Wie weit das geht, entscheidet die Führung.

02Was ist der Unterschied zwischen Innendienst und Außendienst?

Der Innendienst arbeitet vom Büro aus mit Telefon, Mail und Kundenverwaltung. Der Außendienst besucht Kunden vor Ort, führt lange Gespräche und schließt ab. Der Innendienst hat mehr Kontakte am Tag, der Außendienst mehr Tiefe je Kontakt. Beide arbeiten am besten mit einer gemeinsamen Kennzahl, nämlich Aufträgen aus Terminen.

03Wie wird aus dem Innendienst ein aktiver Verkauf?

In vier Stufen: erst Anfragen schnell beantworten, dann Angebote nachfassen, dann Bestandskunden anrufen und zuletzt Neukunden ansprechen. Jede Stufe braucht feste Anrufblöcke und eine Kennzahl. Wer die letzte Stufe überspringt, schult Gespräche, die nie stattfinden. Wer bei der ersten stehen bleibt, bleibt Auftragsabwickler.

04Welche Kennzahlen führen den Vertriebsinnendienst?

Fünf Zahlen genügen: Angebote in Frist, Nachfassquote, Anrufstunden je Woche, Termine aus aktiven Anrufen und Aufträge aus diesen Terminen. Die erste Zahl zeigt die Verlässlichkeit, die letzte den Wert. Lesen Sie sie nebeneinander, denn viele Anrufstunden ohne Termine zeigen ein Problem in Liste oder Gespräch.

05Wie viele Mitarbeitende braucht der Innendienst?

Das hängt von der Zahl der Aufträge, Angebote und Anrufe ab, nicht vom Umsatz. Rechnen Sie die Stunden für Abwicklung und Angebote zusammen und teilen Sie sie durch die Wochenarbeitszeit. Was darüber bleibt, ist Anrufzeit. Die Rechnung auf dieser Seite zeigt, wie viele Termine zusätzliche Anrufzeit bringt.

06Kann ich den aktiven Verkauf des Innendienstes auslagern?

Ja, den Erstkontakt bei Neukunden übernehmen externe Anrufer, die Telefonebene bei KRAUSS. Sie vereinbaren bestätigte Termine für Ihren Außendienst, Ihr Innendienst bleibt bei Angeboten und Bestandskunden. Zusätzlich trainiert KRAUSS Vertriebsteams am Telefon und im Erstgespräch, wenn Sie die Anrufe selbst führen wollen.
Prompt ansehen und anpassen

Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.

Belege

Woher die Angaben stammen.

Diese Seite nennt keine Tatsachen über die Welt, die eine fremde Quelle brauchen. Die Angaben zu KRAUSS stammen von den eigenen Seiten.

  1. 01

    KRAUSS GmbH: Methode: So entsteht ein Verkaufstermin mit Kaufinteresse (krauss-gmbh.com)

    Stand Oktober 2026abgerufen am KRAUSS-Angabe

  2. 02

    KRAUSS GmbH: Fakten und Zahlen (krauss-gmbh.com)

    Stand Oktober 2026abgerufen am KRAUSS-Angabe

Änderungsprotokoll

  1. Erstveröffentlichung

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Kein Verkaufsgespräch. In 15 Minuten klären wir, ob Ihre Zielgruppe telefonisch erreichbar ist und wie ein Testprojekt aussieht.

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  1. 01Testprojekt konfigurieren60 Sekunden
  2. 02Gespräch mit Jesse Klotz15 Minuten
  3. 03Zielgruppe und Leitfadengemeinsam
  4. 04Erste bestätigte Termineim Kalender
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