Inhalt10 Abschnitte
- 01Was bedeutet Vertrieb auslagern?
- 02Welche Arten externer Vertriebspartner gibt es?
- 03Was kostet externer Vertrieb?
- 04Intern, extern oder gemischt: Welche sieben Fragen entscheiden?
- 05Welche Vorteile und Risiken hat Vertriebsoutsourcing?
- 06Wer haftet für Anrufe des Dienstleisters?
- 07Wie läuft die Einführung ab?
- 08Welche Fehler vermeiden Sie beim Auslagern?
- 09Wann ist Auslagern nicht die richtige Lösung?
- 10Welche Checkliste hilft bei der Wahl eines Vertriebspartners?
Was bedeutet Vertrieb auslagern?
Laut ibau bezieht sich der Begriff Vertriebsoutsourcing auf die Auslagerung von Vertriebsprozessen oder einzelnen Aufgaben eines B2B-Unternehmens an einen externen Dienstleister, etwa eine Vertriebsagentur (ibau, Stand 03/2025). Der externe Vertrieb ersetzt den eigenen nicht, er verlängert ihn: Laut ibau agiert er als verlängerter Arm, und der eigene Vertrieb dehnt sich aus, statt abzubauen (ibau, Stand 03/2025).
Die KRAUSS GmbH (Landsberg am Lech) besteht seit April 2011 und hat nach eigener Angabe 100.000+ Verkaufstermine vereinbart (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Bei KRAUSS beschränkt sich das Auslagern auf die Neukundenansprache: KRAUSS vereinbart Verkaufstermine für den Außendienst des Auftraggebers und schließt keine Abschlüsse in dessen Namen. Alle Zahlen und Konditionen stehen gesammelt auf der Seite Fakten und Zahlen.
Welche Teile des Vertriebs lassen sich auslagern?
Auslagern lassen sich laut ibau Leadgenerierung, Terminierung für Außendienstmitarbeitende, Telesales und Social Selling (ibau, Stand 03/2025). Laut Nexsale gehören im B2B typischerweise Zielgruppen-Recherche, Erstansprache, Terminierung und Reporting dazu (Nexsale, Stand 07/2026).
| Aufgabe | Auslagern nach Einschätzung von KRAUSS | Bei KRAUSS |
|---|---|---|
| Zielgruppe und Daten | Gut auslagerbar, wenn Sie Zielgruppe und Ausschlüsse freigeben. | KRAUSS legt Branchen, Betriebe, Rollen und Regionen mit dem Auftraggeber fest, bevor der erste Anruf rausgeht (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). |
| Erstansprache | Gut auslagerbar, wenn ein freigegebener Leitfaden das Gespräch trägt. | Akquiseprofis rufen im Namen des Auftraggebers an, der Auftraggeber gibt jeden Leitfaden frei (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). |
| Terminierung | Kernaufgabe beim Auslagern, solange ein Prüfmaßstab den Termin definiert. | KRAUSS prüft im Kaufcheck vier Punkte, ohne bestandenen Kaufcheck entsteht kein Termin (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). |
| Verkaufsgespräch und Angebot | Bleibt beim Außendienst. Dort entstehen Vertrauen und Preis. | Der Außendienst erhält ein Briefing zu Bedarf, Kaufpotenzial und A·B·C (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). |
| Abschluss | Bleibt beim Auftraggeber, der Vertragspartner des Kunden ist. | KRAUSS vereinbart Termine, der Auftraggeber schließt ab. |
Was bleibt beim Unternehmen?
Nach Einschätzung von KRAUSS bleiben Strategie, Angebot, Preis und Abschluss beim Unternehmen. Den Auftritt gegenüber dem Kunden geben Sie nur teilweise ab: Laut ibau übergeben Sie mit dem Dienstleister Verantwortung für den Auftritt Ihres Unternehmens nach außen (ibau, Stand 03/2025).
Aus unserer Praxis behalten Auftraggeber Angebot, Preis und Abschluss selbst, weil nur sie die Zusage im eigenen Namen geben und das Risiko tragen. Die Kernaufgabe des Auslagerns ist deshalb nicht der Verkauf, sondern der geprüfte Termin, den der eigene Außendienst dann nutzt.
Welche Arten externer Vertriebspartner gibt es?
Nach Einschätzung von KRAUSS unterscheiden sich vier Arten im Auftrag: Der Handelsvertreter vermittelt oder schließt Geschäfte ab, die Vertriebsagentur bündelt mehrere Schritte, der Terminierungsdienstleister vereinbart Termine, und der Interimsvertrieb besetzt eine Rolle auf Zeit.
Worin unterscheiden sich die vier Arten?
Selbständigkeit, Umfang des Auftrags und Anlass trennen die vier Arten, nach Einschätzung von KRAUSS.
| Art | Was sie übernimmt | Worauf Sie achten | Passt, wenn |
|---|---|---|---|
| Handelsvertreter | Vermittelt als selbständiger Gewerbetreibender ständig Geschäfte für einen Unternehmer oder schließt sie in dessen Namen ab (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026). | Selbständig heißt: Er gestaltet Tätigkeit und Arbeitszeit im Wesentlichen frei (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026). Ihre Steuerung bleibt begrenzt. | Sie suchen jemanden, der eine Region oder Branche kennt und Geschäfte selbständig vermittelt. |
| Vertriebsagentur | Übernimmt laut ibau Aufgaben wie Leadgenerierung, Terminierung, Telesales oder Social Selling (ibau, Stand 03/2025). | Umfang und Messgröße (Lead, Termin, Abschluss) stehen im Vertrag. | Sie wollen mehrere Schritte der Neukundengewinnung gebündelt vergeben. |
| Terminierungsdienstleister | Vereinbart Termine für Ihren Außendienst, bei KRAUSS in acht Schritten von der Zielgruppenanalyse bis zum Wochenreport (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). | Die Definition des Termins und die Regel bei Ausfall. | Ihr Außendienst hat Kapazität, aber zu wenige Termine. |
| Interimsvertrieb | Besetzt eine Vertriebsrolle auf Zeit, etwa bis eine Stelle dauerhaft besetzt ist. | Einarbeitungszeit und Übergabe an die Nachfolge. | Eine Stelle ist offen, und die Zeit bis zur Besetzung kostet Umsatz. |
KRAUSS arbeitet in dieser Tabelle als Terminierungsdienstleister und übernimmt die Terminvereinbarung mit Telefonakquise für den Außendienst. Was ein klassisches Callcenter davon unterscheidet, zeigt der Vergleich Callcenter oder Terminvereinbarung. Wie eine Agentur für Telefonakquise abrechnet und woran Sie sie erkennen, ordnet die Säule Telefonakquise-Agentur ein.
Welcher Engpass verlangt welche Art?
Der Engpass bestimmt die Art, nach Einschätzung von KRAUSS: Fehlen dem Außendienst Termine, passt ein Terminierungsdienstleister, fehlt eine Rolle auf Zeit, passt Interimsvertrieb, und fehlt ein Gebiet mit eigenem Marktzugang, kommt ein Handelsvertreter infrage. Die Vertriebsagentur passt, wenn mehrere Engpässe zugleich bestehen und ein Partner sie bündeln soll.
Der Engpass entscheidet die Art, nicht der Name auf der Website: Eine Agentur kann dieselbe Leistung unter drei Bezeichnungen anbieten. Den Weg vom Anruf zum Termin beschreibt die Säule B2B-Terminvereinbarung. Eine Einordnung von Innendienst und Außendienst liefert der Beitrag Vertriebsinnendienst: Aufgaben und Bedeutung.
Was kostet externer Vertrieb?
Externer Vertrieb kostet im Paket Start laut Prognose des Preisblatts 2026 im Modell mit Erfolgsprämie bei gut erreichbarer Zielgruppe unter 340 € je Termin und bei anspruchsvoller um 640 €, keine Garantie (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Das Rechenbeispiel mit 6 Akquisestunden je Termin, einer Annahme, ergibt 514 € im Modell mit Erfolgsprämie und 432 € nur nach Aufwand, zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer.
Rechenbeispiel
Preis je Termin im Paket Start bei sechs Akquisestunden, mit Erfolgsprämie und nur nach Aufwand
- Annahme: Akquisestunden je Termin6 Akquisestunden(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
- Annahme: Monatsbudget6.000 €(aus dem Preisblatt 2026)
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Arbeitskosten je Termin mit Erfolgsprämie | 6 × 59 € | 354 € |
| Erfolgsprämie je Termin | 160 € | 160 € |
| Preis je Termin im Modell mit Erfolgsprämie | 6 × 59 € + 160 € | 514 € |
| Preis je Termin im Modell nur nach Aufwand | 6 × 72 € | 432 € |
| Termine je Monat beim Mindestbudget mit Erfolgsprämie | 6.000 € ÷ (6 × 59 € + 160 €) | 11,7 Termine |
Preisblatt 2026, Stand 10/2026. Alle Preise zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.Mit Ihren Zahlen rechnen
Alle Pakete, Sätze und die Prämie je Termin stehen auf der Seite Preise und Terminpreis-Rechner. Der Terminpreis-Rechner zeigt für Ihr Budget und die Erreichbarkeit Ihrer Zielgruppe, wie viele Termine im Monat entstehen und was ein Termin kostet.
Welche Preise nennen Quellen für externen Vertrieb?
Quellen nennen für Vertriebsoutsourcing ungefähr 2.000 bis 6.000 je Monat in Euro laut ibau (ibau, Stand 03/2025) und 4.000 bis 9.000 Euro im Monat für einen voll eingesetzten SDR laut SingularitySales (SingularitySales, Stand 07/2026). Beide Angaben beschreiben den Markt insgesamt, nicht die Leistung eines einzelnen Anbieters.
| Quelle | Art der Angabe | Euro laut Quelle | Datengrundlage laut Seite |
|---|---|---|---|
| ibau | Marktangabe zu Vertriebsoutsourcing | Ungefähr 2.000 bis 6.000 je Monat oder 30 bis 80 je Stunde und Mitarbeiter (ibau, Stand 03/2025) | Die Seite nennt keine Datengrundlage |
| SingularitySales | Marktangabe zu Retainer und Terminpreis | Retainer 4.000 bis 9.000 je Monat und voll eingesetztem SDR, im erfolgsbasierten Modell typischerweise 150 bis 400 je qualifiziertem Erstgespräch (SingularitySales, Stand 07/2026) | Die Seite nennt keine Datengrundlage |
| KRAUSS, Preisblatt 2026 | Eigener Preis, Paket Start | 59 € je Akquisestunde mit Erfolgsprämie, 72 € nur nach Aufwand, Monatsbudget ab 6.000 € (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026) | Preisblatt der KRAUSS GmbH |
Einheiten und Gruppen unterscheiden sich: Eine Stunde, ein Termin und ein Monat sind verschiedene Maßstäbe. Wie Sie Stundensatz, Pauschale und Terminpreis auf den Preis je stattgefundenem Termin umrechnen, zeigt die Säule Telefonakquise-Agentur.
Was gilt beim Vertrieb auf Provisionsbasis?
Beim Vertrieb auf Provisionsbasis sind reine Provisionsmodelle auf den geschlossenen Umsatz laut SingularitySales im Outbound seltener und nur bei kurzen Sales-Cycles praktikabel (SingularitySales, Stand 07/2026). Laut ibau arbeiten manche Vertriebsagenturen auf Provisionsbasis, andere setzen ihren Preis pro Mitarbeiter an (ibau, Stand 03/2025).
Einschätzung der Redaktion: Bei einer Provision auf Abschlüsse teilt der Dienstleister das Verkaufsrisiko, Sie geben dafür aber mehr Einfluss auf Preis und Auftritt aus der Hand, denn wer abschließt, prägt das Angebot. Bei einem Termin als Maßstab bleibt der Abschluss bei Ihnen. Eine zusätzliche Sicht auf die Frage liefert der Beitrag Vertrieb auf Provisionsbasis.
Was kostet derselbe Vertrieb mit eigenen Mitarbeitern?
Ein eigener Anrufer kostet im Rechenbeispiel 8.000 € im Monat, das sind 95 € je Stunde Akquisearbeit, gegen 59 € je Akquisestunde im Paket Start im Modell mit Erfolgsprämie, zuzüglich der Prämie je Termin. Alle Werte der internen Seite sind frei gewählte Annahmen.
Zwei Anbieter nennen Größenordnungen für die Vollkosten eines SDR (Sales Development Representative). Laut Nexsale kostet ein eigener SDR realistisch über 80.000 Euro pro Jahr bei mehreren Monaten Vorlaufzeit bis zur vollen Produktivität (Nexsale, Stand 07/2026). Laut SingularitySales kostet ein voll ausgestatteter SDR-Arbeitsplatz in der DACH-Region inklusive Gehalt, Lohnnebenkosten, Tooling und anteiliger Führung schnell hunderttausend bis 125.000 Euro pro Jahr (SingularitySales, Stand 07/2026).
Den Arbeitskostenanker liefert das Statistische Bundesamt: Unternehmen des Produzierenden Gewerbes und des Dienstleistungsbereichs zahlten 2025 durchschnittlich 45,00 Euro für eine geleistete Arbeitsstunde, einschließlich Lohnnebenkosten (Statistisches Bundesamt, Stand 04/2026). Der Wert ist ein Durchschnitt über beide Wirtschaftsbereiche und enthält keine Angabe für Telefonakquise.
Rechenbeispiel
Vollkosten eines internen Anrufers gegen den Preis je Termin extern im Paket Start
- Annahme: Geleistete Arbeitsstunden des Anrufers im Monat140(frei gewählt, kein Marktwert)
- Annahme: Arbeitskosten je geleisteter Arbeitsstunde45 €(Durchschnitt aller Branchen laut Statistischem Bundesamt für 2025, kein Wert für Telefonakquise)
- Annahme: Tools und Daten je Monat800 €(frei gewählt, kein Marktwert)
- Annahme: Führung je Monat400 €(frei gewählt, kein Marktwert)
- Annahme: Einarbeitung einmalig, verteilt auf zwölf Monate6.000 €(frei gewählt, kein Marktwert)
- Annahme: Anteil der Arbeitszeit mit Akquisearbeit (0,6 entspricht 60 Prozent)0,6(frei gewählt, kein Marktwert)
- Annahme: Anteil im Vergleichsfall (0,8 entspricht 80 Prozent)0,8(frei gewählt, kein Marktwert)
- Annahme: Akquisestunden je Termin, intern wie extern gleich6 Akquisestunden(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Vollkosten der Stelle je Monat | 140 × 45 € + 800 € + 400 € + 6.000 € ÷ 12 | 8.000 € |
| Vollkosten je Stunde Akquisearbeit | (140 × 45 € + 800 € + 400 € + 6.000 € ÷ 12) ÷ (140 × 0,6) | 95 € |
| Termine, die die Stelle im Monat schafft | 140 × 0,6 ÷ 6 | 14,0 Termine |
| Kosten je Termin intern | (140 × 45 € + 800 € + 400 € + 6.000 € ÷ 12) ÷ (140 × 0,6 ÷ 6) | 571 € |
| Preis je Termin extern im Paket Start mit Erfolgsprämie | 6 × 59 € + 160 € | 514 € |
| Termine je Monat, ab denen die Stelle günstiger wird | (140 × 45 € + 800 € + 400 € + 6.000 € ÷ 12) ÷ (6 × 59 € + 160 €) | 15,6 Termine |
| Termine im Vergleichsfall | 140 × 0,8 ÷ 6 | 18,7 Termine |
| Kosten je Termin intern im Vergleichsfall | (140 × 45 € + 800 € + 400 € + 6.000 € ÷ 12) ÷ (140 × 0,8 ÷ 6) | 429 € |
Mit diesen frei gewählten Annahmen schafft die Stelle 14,0 Termine im Monat, ein Termin kostet intern 571 € und extern im Paket Start 514 €. Die Stelle kostet erst weniger je Termin, wenn sie mehr als 15,6 Termine im Monat schafft. Im Vergleichsfall mit höherem Anteil an Akquisearbeit schafft sie 18,7 Termine zu 429 € je Termin. Die Rechnung kennt keine Recruitingkosten, keinen Ausfall und keine Fluktuation. Der Wirtschaftlichkeits-Rechner setzt Termine, Ihre Abschlussquote und den Wert des ersten Auftrags ein und zeigt den Umsatz abzüglich der Kosten für die Termine.
Die Auslastung entscheidet über die Kosten je Termin, nicht der Stundensatz. Mit Ihren eigenen Werten rechnen Sie auf der Seite Intern oder extern. Eine Sicht auf die Posten der internen Seite bietet der Beitrag Externer Vertrieb: Kosten und Einsparpotenzial.
Beispielfall, fiktiv: Ein Mittelständler ohne Innendienst vergleicht eine Vollzeitstelle mit externer Terminierung für zwölf Termine im Monat.
Intern, extern oder gemischt: Welche sieben Fragen entscheiden?
Sieben Fragen entscheiden nach Einschätzung von KRAUSS zwischen internem Aufbau, externem Partner und gemischtem Modell: Kapazität im Außendienst, Zeitdruck, Auslastung einer Stelle, Datenhoheit, Erklärungsbedarf, Messbarkeit und Wunsch nach einem Test.
| Frage | Wenn ja | Wenn nein |
|---|---|---|
| 1. Hat Ihr Außendienst freie Kapazität für zusätzliche Termine? | Weiter mit Frage 2. | Erst Kapazität schaffen, denn zusätzliche Termine füllen sonst nur den Kalender. |
| 2. Brauchen Sie erste Termine in Wochen statt in Monaten? | Extern oder gemischt: Ein eigenes Team braucht laut Nexsale mehrere Monate Vorlaufzeit bis zur vollen Produktivität (Nexsale, Stand 07/2026). | Weiter mit Frage 3. |
| 3. Lasten Sie eine Vollzeitstelle dauerhaft mit Akquisearbeit aus und führen sie selbst? | Intern rechnen, siehe Rechenblock oben. | Extern oder gemischt. |
| 4. Müssen Kundendaten ausschließlich im eigenen Haus bleiben? | Intern aufbauen. | Weiter mit Frage 5. |
| 5. Erklärt sich Ihr Produkt in wenigen Minuten am Telefon? | Extern gut möglich, wenn Sie den Leitfaden freigeben. | Gemischt: Fachwissen und Briefing kommen aus Ihrem Haus. |
| 6. Lässt sich ein Ergebnis je Termin eindeutig definieren? | Extern mit Abrechnung je Termin oder mit Erfolgsprämie. | Erst den Termin definieren, zum Beispiel über einen Kaufcheck. |
| 7. Wollen Sie vor einer Bindung testen? | Extern: KRAUSS rechnet das Testprojekt nur nach Aufwand ab, bei 0 € Setup (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). | Intern oder Vertrag mit Laufzeit, dann den Rechenweg doppelt prüfen. |
Der Baum führt zu drei Wegen: intern aufbauen, extern vergeben oder beides verbinden. Rechnen Sie bei Frage 3 mit den Vollkosten, nicht mit dem Gehalt.
Wann ist der interne Aufbau die bessere Wahl?
Der interne Aufbau ist die bessere Wahl, wenn die Stelle dauerhaft ausgelastet ist, Produktwissen im Haus liegt und die Führung eingeplant ist. Laut Nexsale spielt ein Inhouse-Team seine Stärke aus, wenn das Akquisevolumen dauerhaft hoch und die Auslastung stabil planbar ist (Nexsale, Stand 07/2026).
Das Rechenbeispiel zeigt die Richtung: Bei höherer Auslastung der Stelle fallen die Kosten je Termin intern unter den externen Preis im Paket Start. Wer Telefonakquise über Jahre auslastet und Führung leistet, kann dann mit der eigenen Stelle sparen. Der Beitrag Direkter und indirekter Vertrieb ordnet die Wege ein.
Wie funktioniert die Arbeitsteilung im Hybridmodell?
Laut Nexsale übernimmt im Hybridmodell der Partner Erstansprache und Terminierung, während der interne Vertrieb die Gespräche führt und abschließt (Nexsale, Stand 07/2026). Bei KRAUSS entspricht das dem Standardablauf: KRAUSS bucht den Verkaufstermin in einen freien Slot des Außendiensts und bestätigt ihn telefonisch beim Kunden und beim Auftraggeber, die doppelte Terminbestätigung (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).
Aus unserer Praxis funktioniert die Arbeitsteilung, wenn im Vertrieb eine Person Termine annimmt, den Besuch einplant und zu jedem Termin kurz zurückmeldet. Interessenten, die heute noch nicht kaufen, setzt KRAUSS auf Wiedervorlage und fasst später nach (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).
Dazu: Terminpreis-Rechner, Rechner im Browser, ohne Formular.
Welche Vorteile und Risiken hat Vertriebsoutsourcing?
Laut ibau bietet Vertriebsoutsourcing Zeitersparnis, Flexibilität und Zugang zu Spezialisten und Tools, birgt aber Abhängigkeit vom Dienstleister, weniger Kontrolle und Datenschutzrisiken (ibau, Stand 03/2025). Beide Seiten brauchen eine Gegenmaßnahme im Vertrag oder im Ablauf.
Welche Vorteile hat Vertriebsoutsourcing?
Vertriebsoutsourcing bringt laut ibau Zeitersparnis, Flexibilität und Zugang zu Spezialisten (ibau, Stand 03/2025). Laut Nexsale ist eine Agentur meist die schnellere und risikoärmere Option, wenn Sie zügig Ergebnisse brauchen und Fixkostenrisiken vermeiden wollen (Nexsale, Stand 07/2026). Nexsale nennt sich dabei selbst den ausgelagerten Outbound-Partner und weist darauf hin, dass die Entscheidung bei ihm nicht neutral ausfällt (Nexsale, Stand 07/2026).
Nach Einschätzung der Redaktion liegt der Vorteil beim Auslagern darin, dass Anruferkapazität nach Bedarf wächst und schrumpft, ohne Einstellung und Einarbeitung. Der Außendienst nutzt seine Zeit dann für Verkaufsgespräche statt für Erstansprache.
Welche Risiken hat es, und was hilft dagegen?
Fünf Risiken begleiten das Auslagern: ein beschädigter Markenauftritt, fehlende Transparenz, mangelnde Abstimmung, Abhängigkeit vom Dienstleister und Datenschutz. Jedes Risiko hat eine Gegenmaßnahme, die in den Vertrag oder den Ablauf gehört.
| Risiko | Beschreibung laut Quelle | Gegenmaßnahme nach Einschätzung von KRAUSS |
|---|---|---|
| Markenauftritt | Nexsale nennt generische Massenansprache als Risiko für die Marke (Nexsale, Stand 07/2026). | Gesprächsleitfaden vor dem ersten Anruf freigeben und Änderungen freigeben lassen. |
| Transparenz | Ohne Einblick in Aktivität und Ergebnisse weiß der Auftraggeber laut Nexsale nicht, ob der Dienstleister wirklich arbeitet oder nur abrechnet (Nexsale, Stand 07/2026). | Wöchentlicher Report mit Terminen und Einordnung der Kontakte. |
| Abstimmung | Läuft der ausgelagerte Vertrieb am internen Team vorbei, entstehen laut Nexsale widersprüchliche Botschaften, doppelte Ansprache und verlorene Übergaben (Nexsale, Stand 07/2026). | Ein Ansprechpartner im Vertrieb und ein gemeinsames Briefing. |
| Abhängigkeit | Scheitert der Dienstleister wirtschaftlich oder erweist er sich als unzuverlässig, kann das laut ibau zu Verlusten an Zeit und Geld führen (ibau, Stand 03/2025). | Befristeter Test vor der Bindung, Leitfäden und Daten in Ihrem Besitz. |
| Datenschutz | Laut ibau erhält der Dienstleister Einblicke in interne Informationen und sollte eine Geheimhaltungsvereinbarung treffen (ibau, Stand 03/2025). | Vertragsentwurf mit Regeln zu Datenquelle, Zugriff und Löschung vor dem Start prüfen lassen. |
Bei KRAUSS gibt der Auftraggeber jeden Leitfaden frei, jede Woche kommt ein Report mit Terminen, A·B·C-Einordnung und Wiedervorlagen, und der Angerufene kann das Gespräch jederzeit beenden (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Das Preisblatt nennt: 6 Monate Mindestlaufzeit im Modell mit Erfolgsprämie (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Das Testprojekt rechnet KRAUSS nur nach Aufwand ab.
Wer haftet für Anrufe des Dienstleisters?
Für Anrufe des Dienstleisters gilt nach § 8 Abs. 2 UWG: Die Ansprüche aus Absatz 1 sind auch gegen den Inhaber des Unternehmens begründet, wenn ein Mitarbeiter oder Beauftragter die Zuwiderhandlung begeht (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026). Ob ein einzelner externer Dienstleister als Beauftragter gilt, entscheidet sich im Einzelfall, diese Seite nennt dazu keine Entscheidung. Stand 06.10.2026, keine Rechtsberatung.
Die rechtlichen Grundlagen der Kaltakquise ordnet die Säule Kaltakquise und Recht ein, sobald sie erscheint. Vier Punkte gehören deshalb in jedes Vertragsgespräch: Wer beantwortet Beanstandungen von Angerufenen? Woher stammen die Kontaktdaten? Wie geht der Dienstleister mit personenbezogenen Daten um? Wer gibt den Gesprächsleitfaden frei? Bei KRAUSS rufen Anrufer im Namen des Auftraggebers an, und der Auftraggeber gibt jeden Leitfaden frei (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).
Wie läuft die Einführung ab?
Die Einführung läuft in fünf Schritten: Ziel und Termindefinition festlegen, Zielgruppe und Leitfaden abstimmen, Briefing und Übergabe regeln, befristet testen und danach Vertrag und Laufzeit festlegen.
- Ziel und Termin festlegen. Halten Sie schriftlich fest, wie viele Termine Sie brauchen und was als Termin zählt.
- Zielgruppe und Leitfaden abstimmen. Legen Sie Branchen, Rollen und Ausschlüsse fest und geben Sie den Gesprächsleitfaden frei.
- Briefing und Übergabe regeln. Benennen Sie einen Ansprechpartner im Vertrieb und beschreiben Sie den Weg vom Termin zum Besuch.
- Befristet testen. Starten Sie mit einem Projekt, bevor eine Mindestlaufzeit beginnt, und werten Sie die Wochenreports aus.
- Vertrag und Laufzeit festlegen. Entscheiden Sie nach dem Test über Modell, Budget und Laufzeit.
Laut ibau ist ein externes Vertriebsteam in der Regel in acht bis zwölf Wochen startklar, die Seite beschreibt dabei kein bestimmtes Unternehmen (ibau, Stand 03/2025). Rund 14 Tage vergehen bei KRAUSS vom Briefing bis zu den ersten Terminen, ein Erfahrungswert und keine Zusage (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Beide Angaben messen Verschiedenes, deshalb fragen Sie jeden Anbieter nach dem Startpunkt der Zählung.
Wie starte ich mit einem Testprojekt?
Starten Sie mit einem befristeten Projekt, bevor eine Mindestlaufzeit beginnt. KRAUSS rechnet das Testprojekt nur nach Aufwand ab, bei 0 € Setup (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Umfang und Budget des Testprojekts legen Auftraggeber und KRAUSS im Gespräch fest, ein Gespräch mit Jesse Klotz dauert 15 Minuten.
Die Methode von KRAUSS beschreibt jeden Schritt vom ersten Anruf bis zum Wochenreport, nachzulesen auf der Seite Methode von KRAUSS. Im Neukunden-Check beantworten Sie sechs Fragen und sehen danach Ihre größten Lücken.
Wie gelingt die Übergabe vom Dienstleister an den Vertrieb?
Die Übergabe gelingt, wenn jeder Termin mit einem Briefing beim Außendienst ankommt und eine Person im Vertrieb ihn annimmt und zurückmeldet. Das Briefing beantwortet diese Punkte: Wer ist der Gesprächspartner, was braucht er, und wann passt der Besuch.
Aus unserer Praxis scheitert eine Übergabe selten am Anruf selbst, sondern am Weg vom bestätigten Termin zum ersten Besuch: Der Außendienst kennt Bedarf und Ansprechpartner nicht, oder der Termin liegt ohne Rückmeldung im Kalender. Aus unserer Praxis klären Auftraggeber außerdem zu spät, wer einen Termin absagt oder verschiebt und wer den Dienstleister darüber informiert.
Zielgruppe: [Branche, Betriebsgröße, Rolle des Entscheiders, Region] Ausschlüsse: [Unternehmen, die nicht angerufen werden] Angebot in einem Satz: [Was Sie verkaufen und für wen] Anlass für das Gespräch: [Auslöser, den der Anrufer nennen darf] Zählt als Termin: [Bedingungen, zum Beispiel Entscheider, Bedarf, Zeitpunkt, bestätigt] Übergabe an den Außendienst: [Ansprechpartner, Kalender, Frist für die Rückmeldung] Absage und Verschiebung: [Wer informiert wen, bis wann] Freigabe: [Wer gibt Leitfaden und Änderungen frei] Reporting: [Rhythmus, Format, Empfänger]
Welche Fehler vermeiden Sie beim Auslagern?
Fünf Fehler kosten beim Auslagern am meisten: fehlende Kapazität im Außendienst, ein offener Terminbegriff, ein Start ohne Briefing, ein Vergleich nur nach Gehalt und eine Bindung ohne Test.
- 01
Auslagern, bevor der Außendienst freie Kapazität hat.
Folge: Zusätzliche Termine füllen den Kalender, aber niemand führt die Gespräche.
Besser: Zuerst Kapazität im Außendienst prüfen, dann Termine einkaufen.
- 02
Den Begriff Termin im Vertrag offen lassen.
Folge: Der Dienstleister rechnet Zusagen ab, bei denen niemand Bedarf, Entscheider und Zeitpunkt geprüft hat.
Besser: Kriterien für den Termin und den Zeitpunkt der Abrechnung schriftlich festhalten.
- 03
Ohne Briefing und ohne Ansprechpartner starten.
Folge: Der Außendienst bekommt Termine ohne Anlass und sagt sie ab.
Besser: Ein Briefing schreiben und einen Ansprechpartner im Vertrieb benennen.
- 04
Nur den Stundensatz mit dem Gehalt vergleichen.
Folge: Nebenkosten, Tools, Führung und Einarbeitung fehlen auf der internen Seite.
Besser: Vollkosten der Stelle rechnen und durch die Zahl der Termine teilen.
- 05
Langfristig binden, bevor ein Test gelaufen ist.
Folge: Die Mindestlaufzeit läuft, bevor Zielgruppe und Ansprache sich bewährt haben.
Besser: Mit einem befristeten Projekt starten und die Laufzeit danach festlegen.
Wann ist Auslagern nicht die richtige Lösung?
Auslagern ist nicht die richtige Lösung, wenn Kapazität, Datenhoheit oder Auslastung gegen einen Partner sprechen oder wenn der Abschluss Teil der Aufgabe sein soll.
- Wenn Ihr Außendienst keine freie Kapazität hat, füllen zusätzliche Termine nur den Kalender.
- Wenn Sie den Abschluss selbst im Namen eines Dienstleisters aus der Hand geben wollen, liefert KRAUSS nicht das Gewünschte, denn KRAUSS vereinbart Verkaufstermine und schließt nicht ab.
- Wenn Ihre Kundendaten das Haus unter keinen Umständen verlassen dürfen, scheidet ein externer Partner aus.
- Wenn Sie dauerhaft hohes Volumen planen und die Führung selbst leisten, kann ein eigenes Team die bessere Wahl sein.
Welche Checkliste hilft bei der Wahl eines Vertriebspartners?
Zehn Prüfpunkte klären vor der Unterschrift, ob ein Vertriebspartner zu Ihrem Engpass passt und wie viel Kontrolle Sie behalten.
- Engpass: Beschreiben Sie in einem Satz, was fehlt, zum Beispiel Termine, ein Gebiet oder eine Rolle.
- Kapazität: Prüfen Sie, ob Ihr Außendienst die zusätzlichen Termine auch führen kann.
- Termin: Halten Sie schriftlich fest, wann ein Termin zählt und wann der Dienstleister ihn abrechnet.
- Preis: Rechnen Sie jedes Angebot auf den Preis je stattgefundenem Termin um.
- Vergleich: Stellen Sie die Vollkosten einer eigenen Stelle daneben, nicht nur das Gehalt.
- Leitfaden: Lassen Sie sich zusagen, dass nichts ohne Ihre Freigabe in Ihrem Namen läuft.
- Einblick: Vereinbaren Sie einen wöchentlichen Report mit Terminen und Einordnung der Kontakte.
- Daten: Fragen Sie nach der Herkunft der Kontakte und nach dem Umgang mit personenbezogenen Daten.
- Übergabe: Benennen Sie eine Person im Vertrieb, die Termine annimmt und zurückmeldet.
- Test: Starten Sie mit einem befristeten Projekt, bevor eine Mindestlaufzeit beginnt.
Wie KRAUSS zu diesen Punkten steht, klärt ein Gespräch mit Jesse Klotz, es dauert 15 Minuten.








