Inhalt12 Abschnitte
- 01Was kostet ein Lead im B2B?
- 02Wie berechnen Sie die Kosten pro Lead?
- 03Was darf ein Lead kosten? Der Ziel-CPL
- 04Warum ist der Preis pro Lead nicht der Preis pro Termin?
- 05Wie senken Sie die Kosten pro Lead?
- 06Welche Kosten stehen nicht im Preis pro Lead?
- 07Wie sieht das in der Praxis aus?
- 08Was kostet die Zusammenarbeit mit KRAUSS?
- 09Welche Fehler vermeiden Sie bei der Rechnung?
- 10Wann taugt der Preis pro Lead nicht als Maßstab?
- 11Welche Prüfliste führt durch die Kostenrechnung?
- 12Was ist der nächste Schritt?
Was kostet ein Lead im B2B?
Laut Leadscraper reicht die Spanne der Kosten pro Lead im B2B von 30 Euro bis über 1.500 Euro (Leadscraper, Stand 2026). Der Wert hängt am Modell: Ein kleines, transaktionales Angebot erzielt niedrige Preise, ein Enterprise-Angebot mit langem Kaufzyklus erreicht hohe. Eine Zahl für alle gibt es nicht.
Die Frage nach dem Preis pro Lead hat zwei Gesichter. Sie fragt erstens, was Marketing für einen Kontakt zahlt. Sie fragt zweitens, ob der Kontakt sein Geld wert ist. Die erste Frage beantworten die Marktspannen unten, die zweite nur Ihre eigenen Zahlen: Auftragswert, Marge und Abschlussquote. Diese Seite zeigt beide Wege und die Kette, die den Lead mit dem Termin und dem Kunden verbindet.
Die Marktspannen stammen von einem Anbieter von Kontaktwerkzeugen. Sie dienen als Plausibilitätsgrenze, nicht als Preisliste. Stand der Angaben: 10/2026. Wie die Kennzahl im Glossar heißt und woher sie kommt, erklärt der Eintrag Kosten je Lead.
| Kanal | Spanne laut Leadscraper | Was dahinter steht | Wofür der Wert taugt |
|---|---|---|---|
| Google Ads | etwa 100 bis 200 Euro | Wer aktiv sucht, zahlt je nach Wettbewerb um das Stichwort | Nachfrage abschöpfen, die schon da ist |
| etwa 150 bis 350 Euro | Genaues Targeting auf Rollen, hohe Preise je Klick | Klar umrissene Rollen erreichen | |
| Cold Outreach | etwa 5 bis 30 Euro | Direkte Ansprache mit Datenbasis | Günstigster Preis bei guter Datenqualität |
| Gesamtspanne B2B | 30 bis über 1.500 Euro | Modell, Auftragswert und Kaufzyklus | Grenzen setzen, nicht planen |
Drei Hinweise zur Tabelle. Erstens zählt jeder Anbieter einen Lead anders: Ein Formular mit Bedarf ist etwas anderes als eine Newsletter-Anmeldung. Zweitens ersetzt der niedrigste Preis nicht die Qualität, denn ein Cold-Outreach-Kontakt zum Preis von 5 bis 30 Euro laut Leadscraper (Leadscraper, Stand 2026) ist noch kein Gespräch. Drittens gelten die Zahlen für Deutschland und einen bestimmten Zeitraum. Prüfen Sie Ihre eigene Kampagne gegen Ihre eigene Rechnung.
Wie berechnen Sie die Kosten pro Lead?
Laut Leadscraper sind die Kosten pro Lead die Gesamtkosten einer Kampagne geteilt durch die Zahl der Leads desselben Zeitraums (Leadscraper, Stand 2026). Entscheidend ist, was in den Zähler und was in den Nenner kommt.
In den Zähler gehören alle Kosten, die ohne die Kampagne nicht angefallen wären: Anzeigenbudget, Agenturhonorar, Werkzeuge, Landingpage, Inhalte und die Arbeitszeit des Marketings. Laut Leadscraper rechnet die ehrliche Berechnung Agenturgebühren, Werkzeuge, die Zeit für die Steuerung und die Kosten für Landingpage und Kreation mit ein (Leadscraper, Stand 2026). Wer nur das Anzeigenbudget teilt, unterschätzt den Preis, oft deutlich. Die Arbeitszeit rechnen Sie mit Vollkosten und nicht mit dem Gehalt, so wie die Seite Akquisekosten es beschreibt.
In den Nenner gehören nur Kontakte, die Ihre Definition eines Leads erfüllen. Legen Sie vor der Kampagne fest, ob ein Lead ein Kontaktformular, eine Demo-Anfrage oder ein bestätigtes Interesse ist. Ohne diese Festlegung streiten Marketing und Vertrieb später über Zahlen, die jede Seite anders misst. Führen Sie zwei Werte: den Preis pro Lead und den Preis pro qualifiziertem Lead. Der Unterschied zwischen beiden zeigt, wie viele Kontakte nie zum Termin werden. Der Eintrag Marketing Qualified Lead und Sales Qualified Lead nennt die üblichen Stufen.
Rechnen Sie jede Kampagne einzeln. Ein Mischwert über Google, LinkedIn und Newsletter verdeckt, welcher Kanal Leads mit Aussicht liefert und welcher nur Zahlen füllt. Wer den Kanal je Lead nicht erfasst, optimiert nach Gefühl.
Was darf ein Lead kosten? Der Ziel-CPL
Ein Lead darf höchstens so viel kosten wie der Ziel-CPL. Laut Leadscraper ergibt er sich aus dem durchschnittlichen Auftragswert mal Marge mal Close-Rate (Leadscraper, Stand 2026). Alles darunter verdient Geld, alles darüber kostet Geld.
Das erklärt, warum ein Preis von 200 Euro pro Lead bei einem Auftragswert von 20.000 Euro günstig und bei einem Auftragswert von 1.500 Euro zu hoch sein kann. Laut Leadscraper gibt es keinen normalen Preis pro Lead, sondern nur den, der zu Auftragswert und Abschlussquote passt (Leadscraper, Stand 2026). Die Rechnung setzt die drei Zahlen ein, die nur Sie kennen.
Rechenbeispiel
Beispielzahlen, frei gewählt, keine Messwerte
Ziel-CPL: Was ein Lead höchstens kosten darf
- Annahme: Durchschnittlicher Auftragswert im ersten Jahr in Euro18.000 €(frei gewählt, kein Marktwert, setzen Sie Ihren Auftragswert ein)
- Annahme: Deckungsbeitragsquote auf den Auftrag35 %(frei gewählt, kein Marktwert, setzen Sie Ihre Marge ein)
- Annahme: Anteil der Leads, die zu zahlenden Kunden werden4 %(frei gewählt, kein Marktwert, messen Sie Ihre Quote über ein Quartal)
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Deckungsbeitrag je Auftrag | 18.000 € × 35 % ÷ 100 | 6.300 € |
| Ziel-CPL: höchster tragbarer Preis je Lead | 18.000 € × 35 % ÷ 100 × 4 % ÷ 100 | 252 € |
Die Werte sind frei gewählt und keine Marktwerte. Prüfen Sie die Rechnung an Ihren Zahlen: Was bringt ein neuer Kunde im ersten Jahr, wie viel davon bleibt als Deckungsbeitrag, und wie viele Leads brauchen Sie für einen Kunden? Die dritte Zahl messen Sie, indem Sie ein Quartal lang Leads, Termine und Aufträge zählen. Bis dahin ist jede Schätzung offen.
Lesen Sie den Ziel-CPL als Obergrenze und nicht als Ziel. Wer ihn ausreizt, hat keinen Puffer für Ausfälle, Außendienstzeit und Betreuung. Als Leitplanke nennt der Anbieter laut Leadscraper ein Verhältnis von Kundenwert zu Akquisekosten von mindestens drei zu eins (Leadscraper, Stand 2026). Ein Kunde, der 3.000 Euro bringt, darf demnach höchstens 1.000 Euro Akquisekosten verursachen. Diese Faustregel stammt vom Anbieter, prüfen Sie sie an Ihrem Markt.
Warum ist der Preis pro Lead nicht der Preis pro Termin?
Zwischen Lead und Termin liegen zwei Quoten: Nicht jeder Lead führt zu einem vereinbarten Termin, und nicht jeder vereinbarte Termin findet statt. Der Preis pro stattgefundenem Termin ist deshalb ein Vielfaches des Preises pro Lead.
Laut Leadscraper ist der Preis pro Lead nicht alles, denn der Preis pro gewonnenem Kunden prüft die Wahrheit (Leadscraper, Stand 2026). Ein Lead für 80 Euro mit einem Prozent Abschlussquote kostet 8.000 Euro je Kunde, also nur auf den ersten Blick wenig. Die Kette macht das sichtbar. Sie beginnt beim Preis pro Lead und führt über die Terminquote und die Show-Rate zum Preis pro Termin und über die Abschlussquote zum Preis pro Neukunde.
Rechenbeispiel
Beispielzahlen, frei gewählt, keine Messwerte
Kostenkette: Vom Lead zum stattgefundenen Termin und zum Kunden
- Annahme: Gesamtausgaben der Kampagne einschließlich Agentur, Werkzeugen und Arbeitszeit in Euro12.000 €(frei gewählt, kein Marktwert, setzen Sie Ihre Vollkosten ein)
- Annahme: Zahl der Leads, die die Kampagne liefert100(frei gewählt, kein Marktwert)
- Annahme: Anteil der Leads, die zu einem vereinbarten Termin führen20 %(frei gewählt, kein Marktwert, setzen Sie Ihre Quote ein)
- Annahme: Anteil der vereinbarten Termine, die stattfinden80 %(frei gewählt, kein Marktwert)
- Annahme: Anteil der stattgefundenen Termine, die zum Auftrag werden25 %(frei gewählt, kein Marktwert)
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Kosten pro Lead | 12.000 € ÷ 100 | 120 € |
| Vereinbarte Termine aus den Leads | 100 × 20 % ÷ 100 | 20 Termine |
| Stattgefundene Termine | 100 × 20 % ÷ 100 × 80 % ÷ 100 | 16 Termine |
| Kosten je stattgefundenem Termin | 12.000 € ÷ (100 × 20 % ÷ 100 × 80 % ÷ 100) | 750 € |
| Neukunden aus den Leads | 100 × 20 % ÷ 100 × 80 % ÷ 100 × 25 % ÷ 100 | 4 |
| Kosten je Neukunde | 12.000 € ÷ (100 × 20 % ÷ 100 × 80 % ÷ 100 × 25 % ÷ 100) | 3.000 € |
Der Preis pro Lead ist im Beispiel der kleinste Posten der Kette. Der Preis pro stattgefundenem Termin liegt beim Mehrfachen, der Preis pro Neukunde bei einem Vielfachen davon. Wer Kanäle vergleicht, vergleicht deshalb die Preise je Termin und je Kunde und nicht die je Lead. Den Unterschied zwischen Anfrage und Termin erklärt der Eintrag Verkaufstermin.
Die Quoten der Kette sind die Stellschrauben. Die Terminquote steigt, wenn jemand die Leads zügig anruft, den Bedarf prüft und den Termin bestätigt. Die Show-Rate steigt, wenn der Termin doppelt bestätigt wird, und der No-Show fällt. Beides geschieht am Telefon, nicht im Marketing. Darin liegt die Lücke vieler Kampagnen: Das Marketing optimiert den Preis pro Lead, und die Quoten dahinter bleiben unbeachtet.
Wie senken Sie die Kosten pro Lead?
Sechs Hebel senken den Preis pro Lead, und der größte ist laut Leadscraper nicht der Kanal, sondern die Schärfe der Zielgruppe (Leadscraper, Stand 2026). Die anderen fünf sind der Kanalmix, die Conversion der Landingpage, Inhalte als Magnet, der Ausschluss von Dubletten und die Reaktivierung alter Leads.
- Zielgruppe schärfen. Wer nur Unternehmen anspricht, die kaufen können, zahlt für weniger Klicks ohne Aussicht. Leadscraper nennt dafür 30 bis 50 Prozent weniger Preis pro Lead als Erfahrungswert (Leadscraper, Stand 2026). Das ist eine Angabe des Anbieters, keine Studie.
- Kanalmix prüfen. Ein einzelner teurer Kanal treibt den Mittelwert. Kombinieren Sie bezahlte Anzeigen mit Kanälen, die schon vorhandene Nachfrage abholen.
- Conversion verbessern. Steigt die Conversion einer Landingpage von 2 auf 3 Prozent, sinkt der Preis pro Lead um ein Drittel, ohne dass Sie mehr ausgeben (Leadscraper, Stand 2026). Überschrift, Formularfelder und Belege sind die ersten Stellen.
- Inhalte als Magnet nutzen. Ein Leitfaden, eine Checkliste oder ein Rechner bringt Leads zu niedrigeren Kosten als eine direkte Anfrage. Der Eintrag Lead Magnet beschreibt Formen und Grenzen.
- Dubletten ausschließen. Wer dieselbe Person über mehrere Kampagnen anspricht, zahlt mehrfach für denselben Kontakt.
- Alte Leads reaktivieren. Ein reaktivierter Lead kostet laut Leadscraper typischerweise ein Fünftel bis ein Zehntel eines neuen (Leadscraper, Stand 2026). Der Anruf mit Anlass ist hier der wirksamste Weg.
Prüfen Sie jeden Hebel an den Kosten je Termin, nicht nur am Preis pro Lead. Ein breites Targeting senkt den Preis pro Klick und erhöht den Anteil der Kontakte, die nie kaufen. Der Preis pro Lead sinkt, die Kosten je Kunde steigen.
Dazu: Wirtschaftlichkeits-Rechner, Rechner im Browser, ohne Formular.
Welche Kosten stehen nicht im Preis pro Lead?
Im Preis pro Lead fehlen vier Posten: die Zeit für Nachfassen und Rückruf, die Außendienstzeit für Termine, ausgefallene Termine und Leads, die liegen bleiben. Sie tragen Sie selbst, und sie übersteigen oft den Preis des Leads.
- Nachfassen und Rückruf. Ein Lead braucht einen Anruf, bevor er ein Termin wird. Der Anruf kostet Anrufstunden, ob im eigenen Haus oder extern.
- Außendienstzeit. Jeder stattgefundene Termin bindet Anfahrt, Vorbereitung und Besuch. Im Beispiel oben macht sie einen großen Teil der Gesamtkosten aus, und der Eintrag Vertriebskosten ordnet sie in die Rechnung des Vertriebs ein.
- Ausgefallene Termine. Ein Termin, der ausfällt, kostet Fahrt und Vorbereitung, auch wenn der Lead bezahlt war.
- Liegen gebliebene Leads. Ein Lead, den niemand anruft, kostet den vollen Preis und bringt keinen Termin. Die Seite Leads versanden beschreibt, wie das passiert und was ein Rückruf binnen Tagen ändert.
| Posten | Wer trägt ihn | Woran Sie ihn erkennen | Was ihn senkt |
|---|---|---|---|
| Nachfassen und Rückruf | Auftraggeber | Leads ohne Anruf in der Kundendatenbank | Frist für den Rückruf, feste Zuständigkeit |
| Außendienstzeit je Termin | Auftraggeber | Stunden je Termin im Kalender | Kaufcheck vor dem Termin |
| Ausgefallene Termine | Auftraggeber | Show-Rate unter der Erwartung | Doppelte Terminbestätigung |
| Liegen gebliebene Leads | Auftraggeber | Leads ohne Statuswechsel nach 14 Tagen | Wiedervorlage mit Datum |
Wie sieht das in der Praxis aus?
In der Praxis zeigt sich die Lücke so: In einem Projekt für einen Anbieter von Wartungssoftware lagen die Kosten pro Lead aus LinkedIn und einem Leitfaden bei einem Wert, der im Rahmen der Marktspannen lag. Der Marketingleiter war zufrieden, der Vertriebsleiter nicht: Von 64 Leads eines Quartals ergaben 9 einen vereinbarten Termin, 7 davon fanden statt, 1 wurde zum Auftrag. Der Preis pro Lead stimmte, der Preis pro Kunde nicht.
Die Rechnung zeigte zwei Hebel. Erstens lagen 31 Leads länger als zwei Wochen ohne Anruf. Zweitens kamen 22 Leads von Personen ohne Budgetverantwortung. Das Unternehmen führte eine Frist für den Rückruf binnen zwei Werktagen ein, ließ den Anrufer den Kaufcheck am Telefon durchführen und schärfte das Targeting auf Leitung und Technik. Im nächsten Quartal kamen 52 Leads, 14 Termine, 12 fanden statt, und 3 wurden zu Aufträgen. Der Preis pro Lead stieg leicht, der Preis pro Kunde fiel auf unter die Hälfte.
Was kostet die Zusammenarbeit mit KRAUSS?
Die Zusammenarbeit mit KRAUSS kostet, was Ihr Markt verlangt: Der Preis richtet sich nach Zielmarkt, Erreichbarkeit der Entscheider und gewünschter Terminmenge. Die Konfiguration dauert 2 Minuten, danach erstellen wir Ihr Angebot. Einen Preis nennen wir hier nicht, weil er von Ihrem Markt abhängt und jede Zahl ohne Ihre Zielgruppe in die Irre führt.
KRAUSS liefert bestätigte Verkaufstermine statt Leads. Jeder Termin wird doppelt bestätigt und durch den Kaufcheck geprüft (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Das senkt die Zahl der Ausfälle und der Termine ohne Bedarf, die Ihre Kosten je Kunde treiben. Haben Sie schon Leads aus Anzeigen oder Inhalten, ruft KRAUSS sie an und macht Termine daraus. Auf Wunsch schaltet KRAUSS die Anzeigen selbst, siehe Performance Marketing. Das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt. Den Umfang legen Sie im 15-Minuten-Gespräch fest. Die Telefonakquise von KRAUSS beschreibt den Ablauf, im Angebotskonfigurator stellen Sie Ihre Anfrage zusammen.
KRAUSS verkauft keine Adresslisten, keine Software, keine Suchmaschinenoptimierung und keinen E-Mail-Versand. Passt Ihr Markt nicht, sagen wir es im ersten Gespräch.
Welche Fehler vermeiden Sie bei der Rechnung?
Vier Fehler verfälschen die Rechnung der Kosten pro Lead am stärksten: nur das Budget teilen, jede Anmeldung zählen, ohne Auftragswert vergleichen und beim Lead stehen bleiben.
- 01
Nur das Anzeigenbudget durch die Zahl der Leads teilen.
Folge: Agentur, Werkzeuge, Inhalte und Arbeitszeit fehlen in der Rechnung, und der Preis pro Lead wirkt günstiger, als er ist.
Besser: Alle Kosten rechnen, die ohne die Kampagne nicht anfielen, und die Arbeitszeit des Marketings mit Vollkosten ansetzen.
- 02
Jede Anmeldung als Lead zählen.
Folge: Newsletter-Anmeldungen und Downloads ohne Kaufinteresse senken den Preis pro Lead und verstecken, dass kaum ein Termin entsteht.
Besser: Vorab festlegen, was ein Lead ist, und einen zweiten Preis für qualifizierte Leads führen.
- 03
Den Preis pro Lead mit einer Marktspanne vergleichen, ohne den Auftragswert zu kennen.
Folge: Ein Lead für 200 Euro kann bei 20.000 Euro Auftragswert günstig sein und bei 1.500 Euro Auftragswert ein Verlust.
Besser: Zuerst den Ziel-CPL aus Auftragswert, Marge und Abschlussquote rechnen und dann vergleichen.
- 04
Beim Lead stehen bleiben und die Kosten bis zum Termin und zum Kunden nicht mitrechnen.
Folge: Der Vertrieb beklagt schlechte Leads, das Marketing verweist auf den niedrigen Preis, und niemand sieht den Preis je Kunde.
Besser: Die Kette bis zum Neukunden gemeinsam führen und Marketing und Vertrieb an derselben Zahl messen.
Wann taugt der Preis pro Lead nicht als Maßstab?
Der Preis pro Lead taugt nicht, wenn nur wenige Leads im Jahr nötig sind, wenn Auftragswert und Abschlussquote unbekannt sind oder wenn Ihre Kunden nur über Ausschreibung oder Empfehlung kaufen.
- Wenn Sie nur wenige Leads im Jahr brauchen, trägt ein einzelner Auftrag die Kosten, und eine Kostenkette bringt Ihnen keinen Erkenntnisgewinn.
- Wenn Sie Ihren durchschnittlichen Auftragswert und Ihre Abschlussquote nicht kennen, lässt sich kein Ziel-CPL rechnen. Zählen Sie zuerst ein Quartal lang Leads, Termine und Aufträge.
- Wenn Ihre Kunden nur über Ausschreibungen oder Empfehlungen kaufen, bringen bezahlte Leads kaum Aufträge, und der Preis pro Lead verliert seine Bedeutung.
Welche Prüfliste führt durch die Kostenrechnung?
Sechs Punkte prüfen, ob Ihre Rechnung der Kosten pro Lead trägt: Kosten, Definition, Ziel, Kette, Frist und Kanal. Gehen Sie sie einmal je Kampagne durch, bevor Sie Budget verschieben.
- Alle Kosten der Kampagne stehen im Zähler: Anzeigen, Agentur, Werkzeuge, Inhalte und Arbeitszeit mit Vollkosten.
- Ein Lead hat eine schriftliche Definition, auf die sich Marketing und Vertrieb geeinigt haben.
- Der Ziel-CPL steht fest und beruht auf gemessenem Auftragswert, gemessener Marge und gemessener Abschlussquote.
- Die Kette vom Lead über den vereinbarten und stattgefundenen Termin bis zum Kunden liegt je Kanal vor.
- Für den Rückruf gilt eine Frist, und eine Person verantwortet sie.
- Jeder Kanal hat einen eigenen Preis pro Lead, pro Termin und pro Kunden, kein Mischwert.
Fällt ein Punkt durch, beheben Sie ihn vor jeder Änderung am Budget. Die meisten Kampagnen scheitern nicht am Preis pro Lead, sondern an einem fehlenden Punkt dieser Liste.
Was ist der nächste Schritt?
Der nächste Schritt ist der Ziel-CPL mit Ihren drei Zahlen: Auftragswert, Marge und Abschlussquote. Rechnen Sie ihn für Ihre wichtigste Kampagne und danach die Kette bis zum stattgefundenen Termin. Wie Sie die Kosten je Termin berechnen, zeigt der Leitfaden Kosten je Verkaufstermin berechnen. Was gekaufte Kontakte kosten und was das Recht verlangt, beschreibt die Seite Leads kaufen. Ein Gespräch mit Jesse Klotz dauert 15 Minuten.








