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LeitfadenLeads und Marketing

B2B Buyer Journey: Phasen, Kaufgremium und Berührungspunkte

Jesse KlotzGeschäftsführer Performance Marketing
Stand
Erstveröffentlichung
Lesezeit
13 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Die Buyer Journey im B2B ist der Weg, den ein Unternehmen vom ersten Hinweis auf ein Problem bis zur Kaufentscheidung geht. Sie hat drei Phasen: Bewusstsein, Abwägung und Entscheidung. Mehrere Personen im Kaufgremium durchlaufen sie zu unterschiedlichen Zeiten. Wer die Journey kennt, weiß, wann Anzeigen wirken und wann nur ein Anruf einen Termin bringt.

Stand Quellen

Dazu: Neukunden-Check, Check mit 6 Fragen im Browser, ohne Formular.

Fakten

Phasen der Buyer Journey in diesem Text
Drei: Bewusstsein, Abwägung, EntscheidungQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Rollen im Kaufgremium in diesem Text
Fünf: Entscheider, Fachseite, Einkauf, Anwender, BremserQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Schritte der Journey-Map in diesem Text
Sechs: Konto wählen, Rollen sammeln, Phasen beschreiben, Berührungspunkte eintragen, Lücken markieren, Zahlen ergänzenQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Terminbestätigung
Wir bestätigen jeden Termin doppelt.Quelle: KRAUSS-Methode, Stand 10/2026
Testprojekt
Das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt. Den Umfang legen Sie im 15-Minuten-Gespräch fest.Quelle: Angabe der Geschäftsführung, 10/2026, Stand 10/2026
Zeit bis zu den ersten Terminen
Rund 14 TageQuelle: KRAUSS-Projekterfahrung, Stand 10/2026
Inhalt11 Abschnitte
  1. 01Was ist die Buyer Journey im B2B?
  2. 02Welche Phasen durchläuft ein B2B-Käufer?
  3. 03Wer entscheidet im Kaufgremium mit?
  4. 04Wo wirken Anzeigen und Telefon in der Buyer Journey?
  5. 05Wie lange dauert der Kaufprozess, und wie viele Berührungen braucht er?
  6. 06Wie bauen Sie eine Buyer-Journey-Map?
  7. 07Wie nutzen Sie die Journey für Anzeigen, Inhalte und Anrufe?
  8. 08Was liefert KRAUSS in der Buyer Journey, und was nicht?
  9. 09Wann hilft die Buyer Journey nicht?
  10. 10Welche Prüfliste zeigt Ihren Stand in 30 Minuten?
  11. 11Was ist der nächste Schritt?

Was ist die Buyer Journey im B2B?

Die Buyer Journey im B2B beschreibt die Reise eines Betriebs von der ersten Ahnung eines Problems bis zur Wahl eines Lieferanten. Sie folgt dem Käufer, nicht Ihrem Vertriebsprozess.

Das Wort kommt aus dem Englischen: Buyer heißt Käufer, Journey heißt Reise. Gemeint ist eine Folge von Schritten, Fragen und Gesprächen, die ein Betrieb durchläuft, bevor er einen Lieferanten wählt. Im B2B reist selten eine einzelne Person. Ein Team sucht, vergleicht, rechnet und stimmt ab. Darum gehört zur Buyer Journey immer das Kaufgremium dazu.

Diese Seite erklärt die Buyer Journey vollständig: Phasen, Rollen, Berührungspunkte, Journey-Map und Rechnung. Sie führt dann zu dem Punkt, den Marketing-Texte oft auslassen: Wo im Kaufprozess der Käufer von sich aus schweigt und ein Anruf den Termin auslöst. KRAUSS liefert dort die Telefonebene und Anzeigen als Performance Marketing. Seiten, Inhalte, Software und Suchmaschinenoptimierung gehören nicht dazu.

Drei Begriffe werden oft vermischt. Die Tabelle trennt sie.

Buyer Journey, Customer Journey und Sales Funnel im Vergleich, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
BegriffPerspektiveReicht von bisBeantwortet
Buyer JourneyKäuferErster Hinweis bis KaufentscheidungWie entscheidet der Kunde?
Customer JourneyKundeErster Kontakt bis Verlängerung und EmpfehlungWie erlebt der Kunde die ganze Beziehung?
Sales FunnelAnbieterBesucher bis AuftragWie viele Kontakte brauchen wir für das Ziel?
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH aus der Praxis der Telefonakquise, keine Marktstudie.

Die drei Modelle ergänzen sich. Die Buyer Journey sagt, was der Käufer tut. Der Sales Funnel zählt, wie viele von ihnen Ihre Stufen schaffen. Die Customer Journey setzt dort an, wo der Kauf endet. Wie Sie den Funnel rechnen, zeigt der Leitfaden Sales Funnel im B2B aufbauen.

Welche Phasen durchläuft ein B2B-Käufer?

Ein B2B-Käufer durchläuft drei Phasen: Bewusstsein, Abwägung und Entscheidung. In jeder Phase stellt er eine andere Frage und braucht eine andere Antwort.

In der ersten Phase, dem Bewusstsein, merkt ein Betrieb, dass etwas nicht stimmt. Eine Maschine fällt zu oft aus, ein Prozess kostet zu viel Zeit, ein Wettbewerber liefert schneller. Der Betrieb sucht noch keinen Anbieter, sondern eine Erklärung. Die Frage lautet: Was ist das Problem, und wie ernst ist es? In der zweiten Phase, der Abwägung, kennt der Betrieb sein Problem und prüft Wege. Er vergleicht Lösungen, holt Meinungen ein, rechnet. Die Frage lautet: Welche Lösung passt, und was kostet der Aufwand? In der dritten Phase, der Entscheidung, wählt der Betrieb einen Lieferanten. Die Frage lautet: Wem vertrauen wir, und wann starten wir?

Drei Phasen der Buyer Journey mit Frage, Handlung und Signal, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
PhaseFrage des KäufersTypische HandlungSignal für den Anbieter
BewusstseinWas ist das Problem?Suchen, lesen, Kollegen fragenBesuch eines Grundlagentextes, Interesse am Thema
AbwägungWelche Lösung passt?Vergleichen, Rechner nutzen, Anbieter sammelnBesuch von Vergleichs- und Preisseiten, Download
EntscheidungWem vertrauen wir?Gespräche führen, Angebote einholen, Referenzen prüfenAnfrage, Terminwunsch, Besuch der Kontaktseite
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH aus der Praxis der Telefonakquise, keine Marktstudie.

Zwei Eigenheiten verändern das Bild. Erstens: Die Phasen laufen nicht ordentlich nacheinander. Ein Betrieb springt zurück, wenn ein Angebot das Problem anders beschreibt, als er gedacht hat. Zweitens: Viele Käufer vergleichen im Stillen. Sie lesen, rechnen und sprechen mit Kollegen, ohne dass der Anbieter es merkt. Sie melden sich erst, wenn die Wahl nahezu steht. Wer nur auf Anfragen wartet, erfährt vom Kauf, wenn er schon verloren ist.

Ein zweiter Blick lohnt auf die Dauer. Die Phasen sind nicht gleich lang. Die Abwägung dauert oft am längsten, weil dort Abstimmung, Budget und Freigaben zusammenkommen. Messen Sie bei Ihren letzten Aufträgen, wie viele Tage jede Phase brauchte. Das Ergebnis zeigt, wo Ihr Anteil am Zeitverlauf liegt und wo der Kunde wartet, nicht Sie.

Wer entscheidet im Kaufgremium mit?

Im B2B entscheiden meist mehrere Personen mit: der Entscheider, die Fachseite, der Einkauf, der Anwender und oft ein Bremser. Jede Rolle hat eine eigene Frage und einen eigenen Einwand.

Das Kaufgremium ist die Gruppe, die einen Kauf vorbereitet oder freigibt. Es besteht nicht aus einer festen Zahl. In einem Betrieb mit zwanzig Mitarbeitern entscheidet ein Inhaber allein. In einem Betrieb mit zweihundert Mitarbeitern sitzen vier bis sieben Personen am Tisch. Wer die Rollen kennt, spricht mit jedem das Passende und wartet nicht, bis ein Dritter von außen Zweifel streut.

Fünf Rollen im Kaufgremium mit Frage und typischem Einwand, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
RolleAufgabe im KaufFrageTypischer Einwand
EntscheiderGibt frei und trägt das RisikoLohnt sich das für den Betrieb?Zeitpunkt, Budget, Risiko
FachseitePrüft die technische oder fachliche EignungLöst das unser Problem?Passt nicht zu unserem Ablauf
EinkaufVergleicht und verhandeltIst das fair verglichen und vertraglich sauber?Wir haben einen Rahmenvertrag
AnwenderArbeitet täglich damitMacht es meine Arbeit leichter?Mehr Aufwand, neue Gewohnheit
BremserSieht Risiken oder will den Status quoWarum ändern wir etwas, das läuft?Bisher ging es auch so
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH aus der Praxis der Telefonakquise, keine Marktstudie. Eine Person kann mehrere Rollen tragen.

Der Entscheider ist die Rolle, die Sie im Telefonat zuerst erreichen wollen, weil er Termin und Budget freigibt. Aber er ist selten die erste Person, die Sie im Betrieb kennenlernen. Zwischen Ihnen und ihm steht oft das Vorzimmer, der Gatekeeper. Wie Sie den Weg dorthin finden, beschreibt der Leitfaden Entscheider finden und erreichen.

Der Bremser ist die Rolle, die Teams am häufigsten übersehen. Er ist nicht gegen Sie, er will Risiken vermeiden. Gewinnen Sie ihn, indem Sie sein Risiko beim Namen nennen und eine Antwort anbieten, etwa einen Testlauf oder eine Referenz im gleichen Marktumfeld. Verschweigen Sie ihn, taucht er am Ende der Journey auf und stoppt den Abschluss.

Wo wirken Anzeigen und Telefon in der Buyer Journey?

Anzeigen wirken am stärksten in Bewusstsein und früher Abwägung, das Telefon in der stillen Abwägung und an der Schwelle zur Entscheidung. Beide Wege ergänzen sich, keiner ersetzt den anderen.

Die Wirkung hängt davon ab, ob der Käufer von sich aus handelt. In der Phase des Bewusstseins sucht er selbst: Eine Anzeige oder ein Beitrag, der sein Problem benennt, holt ihn ab. In der frühen Abwägung vergleicht er: Eine Seite mit Rechner und Vergleich bleibt hängen. In der späten Abwägung schweigt er oft. Er hat zwei oder drei Anbieter im Blick und meldet sich bei keinem. Hier hilft kein weiterer Beitrag. Hier hilft ein Gespräch, das den Bedarf prüft, den Zeitpunkt klärt und den Termin vereinbart.

Berührungspunkte nach Phase mit Wirkung und Grenze, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
PhaseBerührungspunktWirkungGrenze
BewusstseinAnzeige bei Google oder LinkedInBringt das Angebot vor Personen, die Sie nicht kennenWenig Kaufnähe, viele Streuverluste
BewusstseinBeitrag oder LeitfadenBaut Vertrauen auf, beantwortet die SuchfrageWirkt langsam, braucht Menge
AbwägungVergleich, Rechner, BeispielHilft beim Rechnen und EntscheidenDer Käufer bleibt anonym
AbwägungAnruf mit AnlassErreicht stille Käufer, prüft Bedarf und ZeitpunktBraucht Rolle, Nummer und Anlass
EntscheidungBeratungstermin, AngebotFührt zum AbschlussWirkt nur bei geprüftem Bedarf
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH aus der Praxis der Telefonakquise, keine Marktstudie.

Die Tabelle zeigt eine einfache Regel: Je näher am Kauf, desto weniger Reichweite und desto mehr Gespräch. Anzeigen erzeugen Kontakte, die Leadqualifizierung macht daraus Termine. Der Schritt dazwischen ist der, den die meisten Funnel-Rechnungen auslassen. Sie zählen Klicks und Anfragen und fragen nicht, wer die Anfrage zurückruft.

In einem Projekt für einen Anbieter von Zerspanungswerkzeugen schaltete der Vertrieb Anzeigen auf eine Seite mit Rechner. 140 Besucher nutzten den Rechner, 22 hinterließen ihre Daten. Von diesen 22 meldete sich einer von selbst nach einer Woche. Der Vertrieb rief die übrigen 21 binnen drei Tagen an, erreichte 12 und vereinbarte 5 Termine. Ohne den Anruf wäre die Abwägung bei den meisten still geblieben.

Wie lange dauert der Kaufprozess, und wie viele Berührungen braucht er?

Der Kaufprozess im B2B dauert je nach Auftragswert Tage bis Monate und braucht mehrere Berührungen je Person im Kaufgremium. Wie viele, rechnen Sie aus Dauer, Abstand und Zahl der Beteiligten.

Die Rechnung macht sichtbar, was der Begriff Journey verschleiert: Jede Berührung kostet Zeit. Wer ein Konto mit vier Personen über vier Monate begleitet, führt nicht vier, sondern dutzende Kontakte. Die Frage lautet, welche davon ein Mensch führt und welche ein Inhalt oder eine Anzeige übernimmt.

Die Rechnung nimmt eine Dauer von 120 Tagen und einen Abstand von 15 Tagen an. Alle Werte sind Annahmen dieses Beispiels, keine Marktwerte und keine Preise von KRAUSS. Ersetzen Sie sie durch die Daten Ihrer letzten Aufträge.

Rechenbeispiel

Beispielzahlen, frei gewählt, keine Messwerte

Berührungen je Konto bis zur Entscheidung

  • Annahme: Dauer vom ersten Hinweis bis zur Entscheidung in Tagen120 Tage(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Abstand zwischen zwei Berührungen in Tagen15 Tage(Annahme dieses Beispiels, eigene Messung ersetzt sie)
  • Annahme: Personen im Kaufgremium, die Sie erreichen müssen4(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Konten, die Sie parallel bearbeiten60(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Minuten Aufwand je Berührung6(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
Berührungen je Konto bis zur Entscheidung
SchrittRechnungErgebnis
Berührungen je Person bis zur Entscheidung120 ÷ 158
Berührungen je Konto bis zur Entscheidung120 ÷ 15 × 432
Berührungen aller Konten bis zur Entscheidung120 ÷ 15 × 4 × 601.920
Arbeitsstunden aller Berührungen bis zur Entscheidung120 ÷ 15 × 4 × 60 × 6 ÷ 60192

Mit diesen Annahmen braucht jede Person 8 Berührungen, jedes Konto 32. Bei 60 Konten sind es 1.920 Berührungen und 192 Arbeitsstunden bis zur Entscheidung. Die Zahl zeigt, warum nur wenige Teams jedes Konto über Monate persönlich begleiten. Sie zeigt auch, warum Automatisierung und Anzeigen die frühen Berührungen übernehmen müssen und die Menschen die späten.

In einem Projekt für einen Hersteller von Industrietüren zählte der Vertrieb die letzten 12 Aufträge nach. Im Schnitt lagen 97 Tage zwischen erstem Kontakt und Unterschrift. Im Gremium sprachen drei Personen mit, der Geschäftsführer, der Leiter Technik und der Einkauf. Die Abwägung nahm 61 Tage ein, die Entscheidung 19. Der Hersteller strich die Anrufe an den Anwender und konzentrierte die Zeit auf Geschäftsführer und Technik.

Wie bauen Sie eine Buyer-Journey-Map?

Eine Buyer-Journey-Map bauen Sie in sechs Schritten: Konto wählen, Rollen sammeln, Phasen beschreiben, Berührungspunkte eintragen, Lücken markieren und Zahlen ergänzen. Starten Sie mit einem echten, abgeschlossenen Auftrag.

Die Map zeigt auf einer Seite, wie ein bestimmter Kunde gekauft hat. Sie ist kein Poster für die Wand, sondern ein Arbeitsblatt. Der Wert liegt in den Lücken: Stellen, an denen der Kunde wartete, sich allein half oder einen Wettbewerber fand, weil Sie nicht da waren.

  1. Konto wählen. Nehmen Sie einen abgeschlossenen Auftrag der letzten zwölf Monate, nicht einen Wunschkunden.
  2. Rollen sammeln. Notieren Sie, wer mitsprach, mit Funktion und Einfluss.
  3. Phasen beschreiben. Schreiben Sie zu Bewusstsein, Abwägung und Entscheidung auf, was der Kunde fragte und tat.
  4. Berührungspunkte eintragen. Tragen Sie ein, wo der Kunde Ihnen begegnete: Anzeige, Seite, Anruf, Empfehlung, Termin.
  5. Lücken markieren. Markieren Sie Stellen, an denen niemand von Ihnen da war, obwohl der Kunde etwas brauchte.
  6. Zahlen ergänzen. Ergänzen Sie Tage je Phase und Zahl der Berührungen.
Vorlage: Buyer-Journey-Map für ein Konto
Konto: [Firma, Branche, Größe]
Auftrag: [Was wurde gekauft? Zeitraum von bis]
Rollen: [Funktion und Einfluss: Entscheider / Fachseite / Einkauf / Anwender / Bremser]
Phase Bewusstsein: [Auslöser, Frage des Käufers, wie er suchte, Dauer in Tagen]
Phase Abwägung: [Verglichene Anbieter, Kriterien, Zweifel, Dauer in Tagen]
Phase Entscheidung: [Wer entschied, welches Argument gab den Ausschlag, Dauer in Tagen]
Berührungspunkte: [Kanal, Datum, Rolle, Ergebnis]
Lücken: [Wo fehlten wir? Was hätte der Kunde gebraucht?]
Nächste Maßnahme: [Eine Änderung für die nächste Journey]

Die Zeile Lücken entscheidet über den Nutzen. Sie verlangt Ehrlichkeit: Nicht was Sie getan haben, sondern was fehlte. Aus ihr entstehen Maßnahmen, etwa ein Vergleich für die Abwägung, ein Anruf für die stille Phase oder ein Leitfaden für den Bremser.

Pflegen Sie die Map. Zehn Journeys zeigen Muster, die eine allein nicht zeigt. Wiederholt sich eine Lücke, etwa fehlender Kontakt in der späten Abwägung, handeln Sie. Wiederholt sich eine Rolle, die Sie nie angesprochen haben, nehmen Sie sie auf.

Dazu: Neukunden-Check, Check mit 6 Fragen im Browser, ohne Formular.

Wie nutzen Sie die Journey für Anzeigen, Inhalte und Anrufe?

Sie nutzen die Journey, indem jede Maßnahme genau eine Phase und eine Frage des Käufers bedient. Anzeigen holen ab, Inhalte beantworten, der Anruf schließt die Lücke zum Termin.

Das klingt einfach und scheitert an der Praxis, weil Maßnahmen oft mehrere Phasen zugleich bedienen wollen. Eine Anzeige mit Angebot spricht Käufer an, die ihr Problem noch gar nicht benannt haben. Ein Leitfaden mit Verkaufsdruck vergrault Leser in der Abwägung. Ein Anruf ohne Anlass trifft Menschen im Bewusstsein, die nichts kaufen wollen. Trennen Sie die Aufgaben.

Drei Maßnahmen mit Phase, Aufgabe und Messgröße, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
MaßnahmePhaseAufgabeMessgröße
AnzeigeBewusstseinAufmerksamkeit für ein benanntes ProblemKosten je Besucher, Anteil mit Anfrage
Vergleich, Rechner, LeitfadenAbwägungRechnen helfen, Vertrauen aufbauenNutzung, Anteil mit Daten
Anruf mit Anlassspäte Abwägung bis EntscheidungBedarf und Zeitpunkt prüfen, Termin vereinbarenErreichte Entscheider, Terminquote
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH aus der Praxis der Telefonakquise, keine Marktstudie.

Der Anruf braucht in dieser Reihe die meiste Sorgfalt, weil er den Käufer unvorbereitet trifft. Sein Anlass kommt aus der Journey: ein Besuch auf der Preisseite, ein neuer Standort, ein Jobwechsel. Wie solche Anlässe aussehen, beschreibt die Seite zu Intent-Daten. Sein Inhalt kommt aus dem Kaufcheck: Kaufinteresse, Kaufbedarf, Entscheider und Zeitpunkt. Erst wenn alle vier zutreffen, steht ein Termin.

Was liefert KRAUSS in der Buyer Journey, und was nicht?

KRAUSS liefert Anzeigen als Performance Marketing und die Telefonebene mit Terminierung. KRAUSS liefert keine Seiten, keine Inhalte, keine Suchmaschinenoptimierung, keinen E-Mail-Versand und keine Software.

Die Anzeigen von KRAUSS laufen bei Google und LinkedIn und bringen Kontakte aus Bewusstsein und früher Abwägung. Die Anrufer erreichen die Entscheider, wenn die Abwägung still bleibt, prüfen Interesse, Bedarf, Entscheider und Zeitpunkt und vereinbaren Verkaufstermine. Wir bestätigen jeden Termin doppelt. Zu jedem Termin gehört ein Briefing für Ihren Außendienst, das den Anlass des Anrufs nennt.

Die Inhalte für Bewusstsein und Abwägung, also Seiten, Leitfäden, Vergleiche, liefern Sie selbst oder ein anderer Dienstleister. KRAUSS stimmt die Anzeigen auf Ihre Seiten ab und sagt offen, wo eine Seite die Anzeige nicht trägt. Die Telefonakquise von KRAUSS beschreibt den Ablauf, die Methode zeigt den Kaufcheck. Welche Phasen bei Ihnen die Lücke tragen, klärt das Testprojekt. Das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt. Den Umfang legen Sie im 15-Minuten-Gespräch fest.

Drei Wege schließen die Lücke zwischen Interesse und Termin. Der erste ist Marketing allein: Die Journey läuft ohne Anruf, der Käufer meldet sich, wenn er will. Der zweite ist Marketing plus eigener Innendienst: Ein Mitarbeiter ruft interessierte Konten an. Der dritte ist Marketing plus KRAUSS: Anzeigen und Telefonebene kommen aus einer Hand.

Drei Wege durch die Buyer Journey im Vergleich, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
WegStärkeGrenzePasst, wenn
Marketing alleinSkaliert, niedrige Kosten je KontaktStille Käufer melden sich nicht, Termine bleiben ausAnfragen kommen von selbst und der Zyklus ist kurz
Marketing plus eigener InnendienstWissen im Haus, enge AbstimmungAufbau braucht Zeit, Ausfälle treffen den PlanDie Menge trägt eine feste Stelle
Marketing plus KRAUSSAnzeigen und Telefonebene ab dem Start, Termine mit BriefingSie geben die Gespräche ab, Seiten und Inhalte bleiben Ihre AufgabeKontakte liegen ungenutzt, weil die Anrufe fehlen
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH aus der Praxis der Telefonakquise, keine Marktstudie.

Auch hier gibt es Gegenfälle. Haben Sie einen Innendienst, der interessierte Konten binnen Tagen anruft und Termine in der gewünschten Zahl liefert, brauchen Sie KRAUSS nicht. Kommen Ihre Aufträge aus Empfehlungen, brauchen Sie keine Anzeigen. Und verkaufen Sie Standardware, die ein Einkäufer ohne Gremium bestellt, ist die Journey so kurz, dass ein Anruf selten fehlt.

  1. 01

    Die Buyer Journey aus Sicht des Anbieters zeichnen.

    Folge: Die Journey zeigt Ihre Abteilungen und Ihre Prozesse, nicht den Weg des Käufers. Sie planen Maßnahmen für Schritte, die der Kunde nie geht.

    Besser: Zehn abgeschlossene Aufträge nachverfolgen und den tatsächlichen Weg des Käufers aufschreiben, mit Daten und Beteiligten.

  2. 02

    Nur den Entscheider als Zielperson führen.

    Folge: Fachseite, Einkauf und Anwender prüfen, bremsen oder stoppen den Kauf. Wer sie nicht kennt, erfährt es zu spät.

    Besser: Je Konto alle fünf Rollen benennen und für jede Rolle einen Nutzen und einen Einwand notieren.

  3. 03

    Jede Phase mit demselben Inhalt bedienen.

    Folge: Wer noch sein Problem sucht, braucht keinen Vergleich. Wer entscheidet, will keinen Grundlagentext.

    Besser: Pro Phase eine Frage des Käufers beantworten und genau ein Ziel setzen.

  4. 04

    Auf Anfragen warten und die Entscheidungsphase dem Zufall überlassen.

    Folge: Viele Käufer vergleichen im Stillen und melden sich nie. Der Anbieter erfährt erst vom Kauf, wenn er verloren ist.

    Besser: Konten in der Abwägung aktiv ansprechen, mit Anlass und mit dem Telefon, statt auf eine Anfrage zu hoffen.

Wann hilft die Buyer Journey nicht?

Die Buyer Journey hilft nicht bei kleinen Standardkäufen, bei sehr wenigen Aufträgen im Jahr und bei der Suche nach einem Journey-Werkzeug mit Produktvergleich.

  • Wenn Ihr Geschäft aus kleinen Standardkäufen besteht, die ein Einkäufer in einem Schritt auslöst, brauchen Sie keine Journey-Map. Ein klarer Preis und eine schnelle Lieferung entscheiden.
  • Wenn Sie weniger als zehn Aufträge im Jahr gewinnen, trägt keine Durchschnittsrechnung. Schreiben Sie die einzelnen Verläufe auf, das ist die bessere Journey.
  • Wenn Sie nach Software für Journey-Analysen suchen, ist diese Seite eine Einordnung und kein Produktvergleich. KRAUSS verkauft keine Software.

Prüfen Sie ehrlich, welcher Punkt zutrifft. Bei Standardkäufen entscheiden Preis und Lieferzeit, nicht die Reise. Bei wenigen Aufträgen schreiben Sie die einzelnen Verläufe auf, das ist die ehrlichere Journey. Und für Software gilt: Prüfen Sie im Pilot, nicht im Prospekt.

Welche Prüfliste zeigt Ihren Stand in 30 Minuten?

Die Prüfliste mit acht Punkten zeigt Ihren Stand in 30 Minuten. Jedes Nein nennt einen Schritt, den Sie als Nächstes klären.

  • Haben Sie die Journey von mindestens drei abgeschlossenen Aufträgen aufgeschrieben?
  • Wissen Sie, wie viele Tage jede Phase im Schnitt dauert?
  • Kennen Sie die fünf Rollen im Kaufgremium Ihrer Kunden?
  • Hat jede Maßnahme genau eine Phase und eine Frage des Käufers?
  • Sprechen Sie die stille Abwägung aktiv an, statt auf Anfragen zu warten?
  • Beginnt jeder Anruf mit einem Anlass, der zum Betrieb passt?
  • Prüft jemand Interesse, Bedarf, Entscheider und Zeitpunkt vor dem Termin?
  • Markieren Sie Lücken in der Journey und leiten Sie Maßnahmen daraus ab?

Was ist der nächste Schritt?

Der nächste Schritt ist eine Map: Schreiben Sie die Journey eines abgeschlossenen Auftrags in einer Stunde auf und markieren Sie die erste Lücke. Fehlt dort der Anruf, übernimmt KRAUSS diese Stufe.

Der Aufbau dauert nach dem Briefing Rund 14 Tage. Ihr Angebot stellen Sie im Angebotskonfigurator zusammen. Ein Gespräch mit Jesse Klotz dauert 15 Minuten, dort klären Sie, in welcher Phase Ihre Käufer schweigen. Weiterführend zur Ansprache im Ganzen: Kaltakquise.

KRAUSS in Google als bevorzugte Quelle wählen

Fragen und Antworten

Häufige Fragen kurz beantwortet.

01Was ist die Buyer Journey im B2B?

Die Buyer Journey ist der Weg, den ein Unternehmen vom ersten Hinweis auf ein Problem bis zur Kaufentscheidung geht. Im B2B hat sie meist drei Phasen: Bewusstsein, Abwägung und Entscheidung. Mehrere Personen durchlaufen sie parallel und zu unterschiedlichen Zeiten. Sie beschreibt den Käufer, nicht Ihren Vertriebsprozess.

02Was ist der Unterschied zwischen Buyer Journey und Customer Journey?

Die Buyer Journey endet mit dem Kauf. Die Customer Journey umfasst zusätzlich Nutzung, Service, Verlängerung und Empfehlung. Im B2B-Neugeschäft interessiert zuerst die Buyer Journey, weil sie zeigt, wann ein Kontakt zum Termin wird. Danach führt die Customer Journey die Beziehung weiter.

03Wie lange dauert die B2B Buyer Journey?

Die Dauer hängt von Auftragswert, Zahl der Beteiligten und Branche ab. Einfache Käufe dauern Tage, Investitionen mit Prüfung und Freigaben dauern Monate. Messen Sie die Dauer an Ihren letzten Aufträgen, vom ersten Kontakt bis zur Unterschrift, getrennt nach Auftragsgröße. Ein Durchschnitt über alle Größen täuscht.

04Welche Rollen gehören zum Kaufgremium?

Typisch sind fünf Rollen: der Entscheider, der freigibt, die Fachseite, die technisch prüft, der Einkauf, der verhandelt, der Anwender, der täglich damit arbeitet, und der Bremser, der Risiken sieht. Eine Person kann mehrere Rollen tragen. In kleinen Betrieben fallen sie oft zusammen.

05Wo setze ich in der Buyer Journey Anzeigen ein?

Anzeigen wirken am stärksten in der Phase des Bewusstseins und früh in der Abwägung. Sie bringen Ihr Angebot in den Blick von Personen, die Sie nicht kennen, und führen auf Seiten mit Vergleich und Rechner. Für den Termin selbst reichen Anzeigen selten, dort entscheidet das Gespräch.

06Wo hilft das Telefon in der Buyer Journey?

Das Telefon hilft dort, wo der Käufer von sich aus nicht anfragt: in der stillen Abwägung und an der Schwelle zur Entscheidung. Ein Anruf mit Anlass erreicht den Entscheider, prüft Bedarf und Zeitpunkt und vereinbart den Termin. Er ersetzt keine Anzeige und keinen Inhalt, er schließt die Lücke danach.

07Was liefert KRAUSS in der Buyer Journey?

KRAUSS schaltet Anzeigen bei Google und LinkedIn als Performance Marketing und liefert die Telefonebene: Menschen rufen Entscheider an, prüfen Interesse, Bedarf, Entscheider und Zeitpunkt und übergeben bestätigte Verkaufstermine mit Briefing. Seiten, Inhalte, E-Mail-Versand, Suchmaschinenoptimierung und Software liefert KRAUSS ausdrücklich nicht.
Prompt ansehen und anpassen

Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.

Belege

Woher die Angaben stammen.

Diese Seite nennt keine Tatsachen über die Welt, die eine fremde Quelle brauchen. Die Angaben zu KRAUSS stammen von den eigenen Seiten.

  1. 01

    KRAUSS GmbH: Methode: So entsteht ein Verkaufstermin mit Kaufinteresse (krauss-gmbh.com)

    Stand Oktober 2026abgerufen am KRAUSS-Angabe

  2. 02

    KRAUSS GmbH: Fakten und Zahlen (krauss-gmbh.com)

    Stand Oktober 2026abgerufen am KRAUSS-Angabe

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