Inhalt9 Abschnitte
- 01Wann lohnt es sich, den Vertrieb auszulagern?
- 02Hat Ihr Außendienst Kapazität für mehr Termine?
- 03Was ist ein Verkaufstermin Ihnen wert?
- 04Was kostet derselbe Termin extern?
- 05Wann kippt die Rechnung gegen das Auslagern?
- 06Welche Teile des Vertriebs geben Sie ab, welche nicht?
- 07Wie entscheiden Sie mit einem Testprojekt?
- 08Wann lohnt sich das Auslagern nicht?
- 09Ist Ihre Entscheidung vorbereitet?
Wann lohnt es sich, den Vertrieb auszulagern?
Auslagern lohnt sich, wenn drei Bedingungen zusammentreffen: Ihr Außendienst kann mehr Erstgespräche führen, ein Termin ist Ihnen mehr wert, als er kostet, und Ihre Zielgruppe ist telefonisch erreichbar. Fehlt eine, spart das Auslagern kein Geld.
Dieser Leitfaden gibt Ihnen drei Prüfungen, in dieser Reihenfolge. Er geht von einem Teil des Vertriebs aus, der sich gut abgeben lässt: Erstansprache und Terminierung. Angebot, Verhandlung und Abschluss bleiben bei Ihnen. Die Seite zum Vertriebsoutsourcing erklärt Modelle, Anbieterarten und Risiken, der Vergleich intern oder extern stellt beide Wege gegenüber. Hier rechnen Sie Ihre Entscheidung.
| Bedingung | Prüffrage | Wenn nein |
|---|---|---|
| Kapazität | Kann der Außendienst im Monat mehr Erstgespräche führen? | Zuerst Kapazität schaffen |
| Wert | Ist der erwartete Auftragswert eines Termins höher als sein Preis? | Zielgruppe oder Angebot überarbeiten |
| Erreichbarkeit | Erreichen Anrufer die Entscheider am Telefon? | Anderen Kanal wählen |
Hat Ihr Außendienst Kapazität für mehr Termine?
Ihr Außendienst hat Kapazität, wenn jeder Außendienstler im Monat zusätzliche Erstgespräche mit Neukunden führen kann, ohne dass Bestandskunden oder laufende Angebote leiden. Zählen Sie die Tage, nicht die Wünsche.
Rechnen Sie so: Wie viele Tage im Monat ist der Außendienst beim Kunden? Wie viele davon gehören Bestandskunden und laufenden Angeboten? Der Rest ist frei für Neukunden. Teilen Sie den Rest durch die Dauer eines Erstgesprächs inklusive Anfahrt und Nachbereitung, und Sie haben die Zahl der Termine, die Sie zusätzlich brauchen können.
- Wissen Sie, wie viele Tage im Monat jeder Außendienstler frei hat?
- Kennen Sie die Dauer eines Erstgesprächs mit Anfahrt und Nachbereitung?
- Haben Sie die Zahl der Neukundentermine, die Sie heute ohne Auslagerung erreichen?
- Ist jemand dafür benannt, die Termine zu übernehmen und nachzufassen?
- Liegt für jeden Termin ein Angebot oder Muster bereit?
Wer mehr als zwei Punkte nicht beantworten kann, hat noch kein Kapazitätsproblem, sondern ein Planungsproblem. Beheben Sie es zuerst. Zusätzliche Termine landen sonst in einem Kalender, den niemand führt.
Was ist ein Verkaufstermin Ihnen wert?
Ein Verkaufstermin ist Ihnen den erwarteten Auftragswert wert: Wert eines ersten Auftrags mal Abschlussquote je Termin. Mit 12.000 Euro und 25 Prozent sind das 3.000 Euro je Termin. Beide Zahlen sind Annahmen dieses Beispiels, ersetzen Sie sie durch Ihre.
Der Wert eines Termins hängt von zwei Zahlen ab, die Sie kennen oder in den ersten Terminen messen. Die erste ist der Wert eines ersten Auftrags, die zweite die Abschlussquote je Termin. Nehmen Sie Ihre eigenen Zahlen, auch wenn sie schlechter aussehen als die Annahme. Eine ehrliche Rechnung trägt eine Entscheidung, eine geschönte nicht.
Der Rest dieses Leitfadens rechnet den Wert und den Preis eines Termins gegeneinander, zeigt, wann die Rechnung kippt, und führt durch das Testprojekt als Entscheidung. Sie öffnen ihn mit Ihrer E-Mail-Adresse.
Was kostet derselbe Termin extern?
Im Paket Start kostet ein Termin nach dem Preisblatt 2026 (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026) bei sechs Akquisestunden 514 € im Modell mit Erfolgsprämie, zuzüglich gesetzlicher Umsatzsteuer. Sechs Stunden sind eine Annahme dieses Beispiels, die Zahl hängt von Ihrer Zielgruppe ab.
Die Rechnung nimmt den Stundensatz 59 € und die Erfolgsprämie je Termin aus dem Preisblatt (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Das Mindestbudget im Paket Start beträgt 6.000 € im Monat. Was ein Termin bei Ihrem Budget und Ihrer Zielgruppe kostet, rechnet der Terminpreis-Rechner mit Ihren Einstellungen.
Rechenbeispiel
Wert und Preis eines Termins im Paket Start bei drei Abschlussquoten
- Annahme: Wert eines ersten Auftrags12.000 €(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert, ersetzen Sie ihn durch Ihren Wert)
- Annahme: Abschlussquote je Termin im mittleren Fall (0,25 entspricht 25 Prozent)0,25(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
- Annahme: Abschlussquote im schwachen Fall (0,15 entspricht 15 Prozent)0,15(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
- Annahme: Abschlussquote im starken Fall (0,35 entspricht 35 Prozent)0,35(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
- Annahme: Akquisestunden je Termin6 Akquisestunden(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
- Annahme: Monatsbudget6.000 €(aus dem Preisblatt 2026)
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Preis je Termin im Modell mit Erfolgsprämie | 6 × 59 € + 160 € | 514 € |
| Termine je Monat beim Mindestbudget | 6.000 € ÷ (6 × 59 € + 160 €) | 11,7 Termine |
| Erwarteter Auftragswert je Termin im mittleren Fall | 12.000 € × 0,25 | 3.000 € |
| Kosten für Termine je gewonnenem Auftrag im mittleren Fall | (6 × 59 € + 160 €) ÷ 0,25 | 2.056 € |
| Kosten je gewonnenem Auftrag im schwachen Fall | (6 × 59 € + 160 €) ÷ 0,15 | 3.427 € |
| Kosten je gewonnenem Auftrag im starken Fall | (6 × 59 € + 160 €) ÷ 0,35 | 1.469 € |
| Erwarteter Auftragswert je Monat beim Mindestbudget im mittleren Fall | 6.000 € ÷ (6 × 59 € + 160 €) × 0,25 × 12.000 € | 35.019 € |
Preisblatt 2026, Stand 10/2026. Alle Preise zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.Mit Ihren Zahlen rechnen
Mit diesen Annahmen schafft das Mindestbudget 11,7 Termine im Monat, und jeder Termin bringt im Mittel 3.000 € erwarteten Auftragswert. Ein gewonnener Auftrag kostet im mittleren Fall 2.056 € an Terminen. Beim Mindestbudget ergibt das einen erwarteten Auftragswert von 35.019 € im Monat. Das ist Umsatz und nicht Gewinn: Ihre Marge, Ihr Aufwand im Angebot und die Laufzeit bis zum Auftrag fehlen in dieser Rechnung. Der Wirtschaftlichkeits-Rechner setzt Ihre Zahlen für Marge und Umsatz ein.
Wann kippt die Rechnung gegen das Auslagern?
Die Rechnung kippt, wenn die Abschlussquote je Termin deutlich unter Ihre Annahme fällt oder der erste Auftrag klein bleibt. Ein gewonnener Auftrag kostet dann so viel Termine, dass der Auftragswert den Preis nicht mehr trägt.
Das zeigen die drei Fälle der Rechnung. Im schwachen Fall kostet ein gewonnener Auftrag 3.427 € an Terminen, im mittleren Fall 2.056 €, im starken Fall 1.469 €. Der erste Auftrag ist in allen drei Fällen gleich viel wert, nämlich 12.000 €. Im mittleren und im starken Fall liegen die Terminkosten unter einem Fünftel davon, im schwachen Fall landen Sie im Grenzfall der Tabelle unten. Sinkt der Wert des ersten Auftrags, rutschen alle drei Fälle eine Zeile nach unten.
Daraus folgt eine Regel für Ihre Entscheidung. Ist ein Termin den erwarteten Auftragswert wert, den Sie rechnen, und liegt der Preis eines gewonnenen Auftrags unter einem Fünftel des Auftragswerts, tragen sich die Termine. Die Fünftel-Grenze ist eine Einschätzung der Redaktion, keine Marktregel, und sie ersetzt nicht Ihre Marge.
| Anteil der Terminkosten am Auftragswert | Einschätzung | Nächster Schritt |
|---|---|---|
| Unter einem Fünftel | Die Termine tragen sich | Testprojekt starten |
| Ein Fünftel bis ein Drittel | Grenzfall, Marge entscheidet | Marge prüfen, Test klein halten |
| Über einem Drittel | Die Termine tragen sich meist nicht | Zielgruppe oder Angebot überarbeiten |
In einem Projekt für einen Hersteller von Dosiertechnik hatten zwei Außendienstler zusammen 4 Neukundentermine im Monat. Im Testprojekt entstanden in acht Wochen 21 Termine, 15 fanden statt. Daraus wurden 4 Angebote und 1 Auftrag, 2 weitere Angebote waren nach acht Wochen offen. Der Hersteller entschied nach dem Testprojekt für die Fortsetzung, weil die Zahl der Gespräche die Kapazität der Außendienstler ausschöpfte.
In einem anderen Projekt für einen Anbieter von Prüftechnik stoppte der Auftraggeber nach vier Wochen. Von 12 Terminen konnte sein Außendienst nur 5 wahrnehmen, weil er Bestandskunden betreute. Das Testprojekt zeigte nicht, dass Termine fehlten, sondern dass Kapazität fehlte. Der Hersteller stellte zuerst einen Innendienstmitarbeiter ein.
Welche Teile des Vertriebs geben Sie ab, welche nicht?
Sie geben Recherche, Erstansprache und Terminierung ab, Angebot, Verhandlung und Abschluss behalten Sie. So bleibt die Beziehung zum Kunden bei Ihnen, und der Dienstleister arbeitet an dem, was sich gut trennen lässt.
| Schritt | Bei Ihnen oder extern | Warum |
|---|---|---|
| Zielgruppe und Ansprache festlegen | Bei Ihnen, mit dem Dienstleister im Briefing | Sie kennen Markt und Angebot |
| Kontakte recherchieren | Extern möglich | Wiederholbare Arbeit |
| Erstansprache und Terminierung | Extern möglich | Hohe Menge, klare Messung |
| Erstgespräch und Angebot | Bei Ihnen | Fachwissen und Beziehung |
| Verhandlung und Abschluss | Bei Ihnen | Verantwortung und Preis |
Bei KRAUSS gilt dieselbe Trennung. Die Anrufer vereinbaren Verkaufstermine, und Ihr Außendienst führt die Gespräche (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Welche Kriterien ein Termin erfüllt, legen Sie im Briefing fest.
Wie entscheiden Sie mit einem Testprojekt?
Sie entscheiden mit einem befristeten Testprojekt, dessen Erfolgskriterium Sie vorher festlegen. Wir rechnen das Testprojekt nur nach Aufwand ab, bei 0 € Setup. Nach dem Test haben Sie Zahlen statt Vermutungen.
Legen Sie vor dem Start fest, was als Erfolg zählt. Das schützt vor dem Streit, ob der Test gelungen ist, und es zeigt Ihnen, welche Daten Sie brauchen.
Zeitraum des Tests: [Wochen] Zahl bestätigter Termine, die genügt: [Zahl] Anteil der Termine, die stattfinden müssen: [Prozent] Kosten je stattgefundenem Termin, bis zu denen ich weitermache: [Betrag in Euro] Wer führt die Gespräche, und wann sind sie spätestens geführt: [Name, Datum] Entscheidung am: [Datum], Teilnehmer: [Namen]
Setzen Sie die Werte aus der Rechnung oben ein. Nach dem Test tragen Sie die gemessenen Zahlen daneben und entscheiden am vereinbarten Datum. Die Mindestlaufzeit von 6 Monaten gilt im Modell mit Erfolgsprämie (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).
- 01
Auslagern, bevor der Außendienst freie Kapazität hat.
Folge: Zusätzliche Termine füllen den Kalender, aber niemand führt die Gespräche. Das Geld ist ausgegeben, der Auftrag fehlt.
Besser: Zuerst prüfen, wie viele Erstgespräche der Außendienst im Monat zusätzlich führen kann.
- 02
Den Wert eines Termins nur am ersten Auftrag messen.
Folge: Folgeaufträge fehlen in der Rechnung, und ein Termin sieht teurer aus, als er ist. Umgekehrt zählen Sie Aufträge, die nie kommen.
Besser: Den Wert für ein bis zwei Jahre rechnen und die Annahme offen nennen.
- 03
Ohne Kriterium für den Erfolg in ein Testprojekt starten.
Folge: Nach dem Test streiten alle, ob er gelungen ist.
Besser: Vorher festlegen, welche Zahl bestätigter Termine und welche Quote stattgefundener Gespräche genügt.
- 04
Das Briefing dem Dienstleister überlassen.
Folge: Die Anrufer sprechen ohne Anlass und ohne Ihre Sprache, die Termine bleiben schwach.
Besser: Das Briefing selbst führen und den Gesprächsleitfaden freigeben.
Wann lohnt sich das Auslagern nicht?
Das Auslagern lohnt sich nicht, wenn der Außendienst keine Kapazität hat, der erste Auftrag zu klein ist oder die Kundendaten das Haus nicht verlassen dürfen. Dann bringt der Dienstleister Termine, die Sie nicht nutzen.
- Wenn Ihr Außendienst keine freie Kapazität hat, füllen zusätzliche Termine nur den Kalender.
- Wenn Ihr erster Auftrag klein ist und Folgeaufträge ausbleiben, trägt der Preis eines Termins den Auftrag nicht.
- Wenn Ihre Kundendaten das Haus unter keinen Umständen verlassen dürfen, scheidet ein externer Partner aus.
Wenn einer der Punkte zutrifft, lösen Sie ihn zuerst. Für fehlende Kapazität schaffen Sie Innendienst oder entlasten den Außendienst. Für kleine Aufträge prüfen Sie, ob Folgeaufträge den Wert tragen. Für Daten, die im Haus bleiben müssen, bleibt die Terminierung im Haus. Die Telefonakquise von KRAUSS setzt voraus, dass Ihr Außendienst die Termine führt.
Ist Ihre Entscheidung vorbereitet?
Ihre Entscheidung ist vorbereitet, wenn Sie alle sieben Punkte mit Ja beantworten. Fehlt einer, rechnen Sie ihn nach, bevor Sie einen Vertrag unterschreiben.
- Kapazität des Außendiensts in Terminen je Monat geprüft.
- Wert eines ersten Auftrags und Abschlussquote geschätzt oder gemessen.
- Preis je Termin aus dem Preisblatt berechnet.
- Anteil der Terminkosten am Auftragswert gerechnet.
- Erfolgskriterium für das Testprojekt schriftlich festgelegt.
- Ansprechpartner im Vertrieb für Briefing und Freigabe benannt.
- Datenschutz und Weitergabe von Kundendaten mit der Geschäftsführung geklärt.
Wenn Sie das Auslagern testen möchten, beginnt das mit dem Testprojekt bei KRAUSS. Die Methode zeigt, wie aus einem Anruf ein bestätigter Termin wird. wöchentliche Abrechnung Die Preise stehen auf der Seite Preise. Ein Gespräch mit Jesse Klotz dauert 15 Minuten.
Vom Wissen zum Termin
Was kostet ein Termin bei Ihrem Budget?
Der Terminpreis-Rechner zeigt es mit Ihren Zahlen, ohne Formular. Wenn das Gespräch sitzt, führen wir es für Sie. Der Einstieg ist das Testprojekt: Testprojekt nur nach Aufwand, 0 € Setup.








