Inhalt11 Abschnitte
- 01Wie läuft ein Testprojekt mit einer Terminierungsagentur ab?
- 02Was gehört in die Vorbereitung, bevor der erste Anruf läuft?
- 03Was zählt im Test als Termin?
- 04Welche vier Zahlen zeigen nach der Pilotansprache, ob der Test trägt?
- 05Was gehört in den Bericht nach jedem Anrufblock?
- 06Wie lange dauert ein Testprojekt, und wann kommen die ersten Termine?
- 07Was kostet ein Testprojekt?
- 08Wann brechen Sie ab, wann machen Sie weiter?
- 09Welche Fehler kosten den Test seine Aussagekraft?
- 10Wann lohnt sich ein Testprojekt nicht?
- 11Wie startet das Testprojekt bei KRAUSS?
Wie läuft ein Testprojekt mit einer Terminierungsagentur ab?
Ein Testprojekt läuft in fünf Phasen: Briefing, Vorbereitung der Ansprache, Pilotansprache, Auswertung und Entscheidung. Es ist befristet und prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt, bevor Sie sich länger binden.
| Phase | Was passiert | Ergebnis | Ihr Beitrag |
|---|---|---|---|
| Briefing | Zielgruppe, Anlass, Ausschlüsse und Terminbegriff festlegen | Ein Dokument, das beide Seiten freigeben | Rolle, Angebot und Ausschlüsse nennen |
| Vorbereitung | Gesprächsleitfaden, Liste und Einwandantworten schreiben | Freigegebener Leitfaden | Leitfaden lesen und freigeben |
| Pilotansprache | Erste Anrufblöcke, tägliche Notizen | Erste Zahlen zu Erreichbarkeit und Gesprächen | Kalenderfenster bereithalten |
| Auswertung | Quoten und Gesprächsnotizen lesen, Ansprache anpassen | Bericht mit vier Zahlen | Rückmeldung zu den Terminen geben |
| Entscheidung | Weiterführen, ändern oder beenden | Beschluss nach vorab festgelegtem Kriterium | Entscheiden |
Das Testprojekt von KRAUSS folgt diesem Ablauf. Das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt. Den Umfang legen Sie im 15-Minuten-Gespräch fest. Rund 14 Tage vergehen erfahrungsgemäß vom Briefing bis zu den ersten Terminen, das hängt von Zielgruppe und Region ab und ist kein Versprechen. Der Begriff ist im Glossar unter Testprojekt erklärt. Hier steht, was in jeder Phase geschieht und worauf Sie achten, auch wenn Sie eine andere Agentur wählen.
Was gehört in die Vorbereitung, bevor der erste Anruf läuft?
Vor dem ersten Anruf gehören Zielrolle, Anlass, Ausschlüsse, Einwandantworten und der Terminbegriff in ein Briefing, das Sie freigeben. Ohne dieses Dokument improvisiert der Anrufer, und der Test misst seine Improvisation statt Ihre Zielgruppe.
Die Punkte des Briefings führt die Briefing-Checkliste für die Terminierung auf. Den Gesprächsleitfaden gibt der Auftraggeber frei (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Lesen Sie ihn laut. Klingt ein Satz nicht nach Ihrem Haus, streichen Sie ihn, denn der Entscheider hört den Unterschied in der ersten Sekunde.
In einem Projekt für einen Hersteller von Industrieausrüstung hatte das Briefing keinen Terminbegriff. Nach dem ersten Block meldete die Agentur 18 Termine. Beim Gegenlesen zeigte sich: 7 davon hatten einen Entscheider am Apparat gehabt, die anderen 11 waren Zusagen von Assistenten oder Rückrufbitten. Mit einem neuen Terminbegriff im Briefing sank die Meldung im zweiten Block auf 9 Termine, und alle 9 hatten einen Entscheider.
Was zählt im Test als Termin?
Als Termin zählt ein Gespräch mit einem Entscheider, einem bestätigten Thema, festem Zeitfenster und benannten Teilnehmern. Bei KRAUSS entsteht ohne bestandenen Kaufcheck kein Verkaufstermin (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Halten Sie Ihre Regel schriftlich im Briefing fest.
Ein Termin zählt, wenn alle fünf Punkte erfüllt sind: Der Gesprächspartner hat die Rolle [Rolle], er hat das Thema [Thema] bestätigt, Tag und Uhrzeit stehen fest, die Teilnehmer sind benannt und die Bestätigung liegt schriftlich bei beiden Seiten. Kein Termin sind: [Beispiele, etwa eine Zusage der Assistenz ohne Entscheider oder ein Rückruf ohne Datum].
Der Terminbegriff schützt beide Seiten. Sie bekommen Termine, die der Außendienst verwerten kann, und die Agentur weiß, woran sie gemessen wird. Wie eine Agentur Ausfälle behandelt, regelt eine zweite Zeile. Bei KRAUSS gilt: Findet ein Termin nicht statt, starten wir einen neuen Kontaktversuch und setzen den Kunden auf Wiedervorlage.
Welche vier Zahlen zeigen nach der Pilotansprache, ob der Test trägt?
Vier Zahlen zeigen, ob der Test trägt: die Erreichbarkeit der Entscheider, die Gesprächsquote, die Terminquote und die Show-Rate. Jede Zahl sitzt an einer anderen Stelle des Weges und nennt eine andere Ursache, wenn sie niedrig ausfällt.
| Zahl | Frage | Niedrig heißt oft |
|---|---|---|
| Erreichbarkeit | Wie oft ist der Entscheider am Apparat? | Falsche Zeit, falsche Rolle oder falsche Nummer |
| Gesprächsquote | Wie viele erreichte Entscheider reden mit uns? | Einstieg ohne Anlass, Misstrauen |
| Terminquote | Wie viele Gespräche enden im Termin? | Angebot passt nicht, Einwand ungeklärt |
| Show-Rate | Wie viele Termine finden statt? | Bestätigung fehlt, Kalender zu spät |
Die Rechnung zeigt ein Beispiel für einen Pilotblock von 500 Wählversuchen und macht sichtbar, warum die Zahl der Termine allein wenig sagt. Hinter fünf Terminen können eine schlechte Erreichbarkeit oder eine schwache Terminquote stecken, und beides verlangt eine andere Antwort.
Rechenbeispiel
Beispielzahlen, frei gewählt, keine Messwerte
Auswertung eines Pilotblocks von der Wahl bis zum stattgefundenen Termin
- Annahme: Wählversuche im Pilotblock500(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
- Annahme: Anteil der Wählversuche, bei denen der Entscheider am Apparat ist20 %(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
- Annahme: Anteil der erreichten Entscheider, die ein Gespräch führen60 %(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
- Annahme: Anteil der Gespräche, die in einem bestätigten Termin enden15 %(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
- Annahme: Anteil der bestätigten Termine, die stattfinden80 %(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Erreichte Entscheider | 500 × 20 % ÷ 100 | 100 |
| Geführte Gespräche | 500 × 20 % ÷ 100 × 60 % ÷ 100 | 60 |
| Bestätigte Termine | 500 × 20 % ÷ 100 × 60 % ÷ 100 × 15 % ÷ 100 | 9,0 Termine |
| Stattgefundene Termine | 500 × 20 % ÷ 100 × 60 % ÷ 100 × 15 % ÷ 100 × 80 % ÷ 100 | 7,2 Termine |
| Wählversuche je stattgefundenem Termin | 500 ÷ (500 × 20 % ÷ 100 × 60 % ÷ 100 × 15 % ÷ 100 × 80 % ÷ 100) | 69 |
Die Prozentwerte sind Annahmen dieses Beispiels, keine Marktwerte. Setzen Sie die Quoten Ihres Piloten ein und lesen Sie die Spalte mit dem weitesten Abstand zu Ihrem Ziel zuerst. Ein No-Show senkt die vierte Stufe, die doppelte Bestätigung wirkt dort am stärksten.
Was gehört in den Bericht nach jedem Anrufblock?
In den Bericht gehören die vier Zahlen des Blocks, die Einordnung jedes Gesprächs und die Änderung, die die Agentur für den nächsten Block vorschlägt. Bei KRAUSS nennt jeder Wochenreport die Einordnung zu jedem Gespräch (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026), mit der A·B·C-Bewertung als Grundlage.
Block: [Nummer], Zeitraum: [von bis], Wählversuche: [Zahl] Erreichte Entscheider: [Zahl], Gespräche: [Zahl], bestätigte Termine: [Zahl], stattgefundene Termine: [Zahl] Häufigster Einwand: [Wortlaut], Antwort im Block: [Wortlaut], Wirkung: [Beobachtung] Änderung für den nächsten Block: [Ansprache, Rolle oder Zeitfenster], Entscheidung bei Ihnen: [Frage]
Lesen Sie den Bericht in drei Schritten. Zuerst die Zahl mit dem weitesten Abstand zu Ihrem Ziel, denn dort liegt die Ursache. Dann den häufigsten Einwand: Er sagt, was der Entscheider an Ihrem Angebot nicht versteht oder nicht glaubt. Zuletzt die vorgeschlagene Änderung, die Sie freigeben oder ablehnen, bevor der nächste Block läuft. Wer jeden Bericht so liest, braucht am Ende des Tests keine Zusammenfassung, weil die Entscheidung Block für Block gewachsen ist.
Bitten Sie die Agentur außerdem um die Gesprächsnotizen der Termine. Der Außendienst bereitet sich mit ihnen auf den Besuch vor, und Sie prüfen an ihnen, ob der Terminbegriff aus dem Briefing im Gespräch gehalten hat.
Wie lange dauert ein Testprojekt, und wann kommen die ersten Termine?
Die Dauer legen Auftraggeber und Agentur im Gespräch fest, und die ersten Termine entstehen bei KRAUSS erfahrungsgemäß rund 14 tage nach dem Briefing. Das ist ein Erfahrungswert und kein Versprechen, denn Zielgruppe und Region bestimmen das Tempo.
Planen Sie die Dauer so, dass die Pilotansprache genug Entscheider erreicht, um die vier Quoten zu lesen. Ein zu kurzer Test misst Zufall, ein zu langer verschiebt die Entscheidung. Fragen Sie jede Agentur, wie viele erreichte Entscheider sie für eine belastbare Aussage ansetzt, und lassen Sie sich die Antwort schriftlich geben.
Was kostet ein Testprojekt?
Der Preis eines Testprojekts richtet sich bei KRAUSS nach Zielmarkt, Erreichbarkeit der Entscheider und gewünschter Terminmenge. Die Konfiguration dauert 2 Minuten, danach erstellen wir Ihr Angebot.
Rechnen Sie vor dem Gespräch mit Ihren Zahlen die Kosten je Termin, bis zu denen ein Termin sich trägt. Der Leitfaden zur Frage, wann sich das Auslagern des Vertriebs lohnt, zeigt die Rechnung mit Auftragswert und Abschlussquote. Halten Sie das Angebot, das Sie im Angebotskonfigurator erhalten, gegen diese Grenze.
Fragen Sie jede Agentur nach vier Punkten, bevor Sie unterschreiben: Was zählt als Termin, was kostet der Test insgesamt, was kommt zum Honorar dazu, und wer bezahlt Termine, die nicht stattfinden? Die Checkliste mit Fragen an eine Vertriebsagentur führt alle auf.
Wann brechen Sie ab, wann machen Sie weiter?
Sie brechen ab oder machen weiter nach einem Kriterium, das Sie vor dem ersten Anruf schriftlich festlegen. Wer die Zahlen kennt, biegt das Kriterium zurecht, deshalb steht es im Briefing und nicht im Bericht.
| Ergebnis | Typischer Befund | Entscheidung |
|---|---|---|
| Kriterium erreicht | Die vier Quoten liegen auf oder über der Schwelle | Weiterführen, Menge und Region festlegen |
| Knapp darunter, mit klarem Grund | Eine Quote hängt, etwa die Terminquote wegen eines Einwands | Ansprache ändern, zweiten Block fahren |
| Weit darunter nach einer Änderung | Mehrere Quoten niedrig, kein Anlass erkennbar | Beenden und Zielgruppe oder Angebot überdenken |
In einem Projekt für einen Anbieter von Betriebssoftware stand vorab im Briefing: weiter, wenn von 100 erreichten Entscheidern mindestens 6 einem Termin zusagen. Der erste Block brachte 4 Zusagen auf 100 erreichte Entscheider. Der Hauptgrund war ein Einwand zur Anbindung an die Warenwirtschaft. Nach einer geänderten Antwort im zweiten Block lag die Zahl bei 9, und der Test lief weiter. Ohne das vorab festgelegte Kriterium hätte der erste Block den Test beendet.
Welche Fehler kosten den Test seine Aussagekraft?
Vier Fehler nehmen dem Test die Aussagekraft, und jeder lässt sich durch eine Zeile im Briefing vermeiden.
- 01
Den Test ohne Terminbegriff starten.
Folge: Nach drei Wochen zählt die Agentur jede Zusage als Termin, und Sie streiten über Zahlen statt über Ergebnisse.
Besser: Vor dem ersten Anruf schriftlich festhalten, was als Termin zählt.
- 02
Aus zu wenigen Terminen auf den Markt schließen.
Folge: Fünf Termine sagen wenig über eine Zielgruppe, und ein Zufall kippt die Entscheidung.
Besser: Die vier Quoten ansehen und erst bei ausreichender Zahl erreichter Entscheider entscheiden.
- 03
Das Abbruchkriterium nach dem Test festlegen.
Folge: Wer die Zahlen kennt, biegt das Kriterium zurecht, und der Test entscheidet nichts.
Besser: Das Kriterium vor dem ersten Anruf in das Briefing schreiben.
- 04
Die Termine im Kalender des Außendienstes nicht zeitnah annehmen.
Folge: Der Kontakt kühlt ab, die Show-Rate sinkt, und der Test bewertet Ihren Kalender statt Ihre Zielgruppe.
Besser: Einen Ansprechpartner benennen, der Terminvorschläge in Tagen beantwortet.
Halten Sie die Entscheidungsregel schriftlich fest und tragen Sie die gemessenen Zahlen daneben. Der Termin für die Entscheidung steht im Kalender, bevor der erste Anruf läuft.
Wann lohnt sich ein Testprojekt nicht?
Ein Testprojekt lohnt sich nicht, wenn die Liste nach einem Block leer ist, Ihr Außendienst keine Termine annehmen kann oder das Briefing fehlt. Dann misst der Test etwas anderes als Ihre Zielgruppe.
- Wenn Ihre Zielgruppe aus weniger als wenigen Hundert Betrieben besteht, liefert ein Test kaum Zahlen, denn die Liste ist nach einem Block leer.
- Wenn Ihr Außendienst keine zusätzlichen Termine annehmen kann, bewertet der Test Ihre Kapazität statt der Zielgruppe.
- Wenn Sie kein Briefing mit Zielrolle und Anlass schreiben können, ist der Test zu früh: Klären Sie zuerst, wen Sie ansprechen wollen.
Prüfen Sie ehrlich, welcher der drei Punkte zu Ihnen passt. Trifft einer zu, lösen Sie ihn zuerst: Weiten Sie die Zielgruppe, schaffen Sie Kapazität oder schreiben Sie das Briefing. Der Zielgruppen-Check hilft bei der Frage, ob Ihre Zielgruppe für Telefonakquise geeignet ist.
Wie startet das Testprojekt bei KRAUSS?
Das Testprojekt startet bei KRAUSS mit einem Gespräch mit Jesse Klotz, in dem Sie Umfang, Zielgruppe und Abbruchkriterium festlegen. KRAUSS testet Ansprache, Zielgruppe und Ablauf und baut daraus einen Prozess, der sich skalieren lässt.
Am Ende stehen ein getesteter Akquiseprozess und bestätigte Termine im Kalender Ihres Vertriebs. Jeder Wochenreport nennt die Einordnung zu jedem Gespräch (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Die Methode beschreibt den Ablauf, die Seite zur Telefonakquise das Angebot im Ganzen, und im Angebotskonfigurator stellen Sie Ihr Angebot zusammen. Ein Gespräch mit Jesse Klotz dauert 15 Minuten.
Vom Wissen zum Termin
Was kostet das in Ihrem Markt?
Der Preis richtet sich nach Zielmarkt, Erreichbarkeit und Terminmenge. Wenn das Gespräch sitzt, führen wir es für Sie. Das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt. Den Umfang legen Sie im 15-Minuten-Gespräch fest.









