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Leitfaden

ROI Telefonakquise berechnen: Formel, Amortisation und Rechenbeispiel

Johannes KraussGeschäftsführer der KRAUSS GmbH
Stand
Erstveröffentlichung
Lesezeit
9 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Den ROI der Telefonakquise berechnen Sie als Deckungsbeitrag der gewonnenen Aufträge minus Kosten, geteilt durch die Kosten. Zu den Kosten zählen das Honorar der Terminierung und die Zeit des Außendienstes je Termin. Der Deckungsbeitrag folgt aus Terminen, Abschlussquote, Auftragswert und Marge. Der Verkaufszyklus verschiebt die Erträge, Folgeaufträge heben sie. Diese Seite rechnet beides mit frei gewählten Zahlen vor.

Stand Quellen

Dazu: Wirtschaftlichkeits-Rechner, Rechner im Browser, ohne Formular.

Fakten

Testprojekt
Das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt. Den Umfang legen Sie im 15-Minuten-Gespräch fest.Quelle: Angabe der Geschäftsführung, 10/2026, Stand 10/2026
Terminbestätigung
Wir bestätigen jeden Termin doppelt.Quelle: KRAUSS-Methode, Stand 10/2026
Zeit bis zu den ersten Terminen
Rund 14 TageQuelle: KRAUSS-Projekterfahrung, Stand 10/2026
Rechenschritte dieses Leitfadens
Sieben Zahlen aus dem eigenen Haus, ein Jahr Betrachtung, drei SzenarienQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Inhalt12 Abschnitte
  1. 01Wie lautet die Formel für den ROI der Telefonakquise?
  2. 02Welche sieben Zahlen brauchen Sie für die Rechnung?
  3. 03Wie rechnen Sie den ROI im ersten Jahr?
  4. 04Welche Stellgröße verändert den ROI am stärksten?
  5. 05Wie lange dauert es, bis sich die Telefonakquise amortisiert?
  6. 06Wie verändern Folgeaufträge das Ergebnis?
  7. 07Welche drei Szenarien rechnen Sie durch?
  8. 08Wie legen Sie die Regel fürs Stoppen vor dem Start fest?
  9. 09Wie berichten Sie den ROI an Geschäftsführung und Controlling?
  10. 10Welche Fehler verfälschen den ROI der Telefonakquise?
  11. 11Wann passt die Rechnung nicht?
  12. 12Was ist der nächste Schritt?

Wie lautet die Formel für den ROI der Telefonakquise?

Die Formel lautet: Return on Investment (ROI) gleich Deckungsbeitrag der gewonnenen Aufträge minus Kosten, geteilt durch die Kosten, mal 100. Der ROI sagt, wie viel Euro Gewinn jeder eingesetzte Euro zurückbringt. Ein ROI von null heißt, dass die Akquise ihre Kosten gerade deckt.

Zwei Punkte unterscheiden die Rechnung für die Telefonakquise von einer Standardrechnung. Erstens liegt zwischen dem Termin und dem Auftrag der Verkaufszyklus, Erträge entstehen später als Kosten. Zweitens bringt ein Neukunde oft mehr als einen Auftrag. Dieser Leitfaden rechnet deshalb drei Größen getrennt: den ROI mit dem ersten Auftrag, den ROI mit Folgeaufträgen und die Dauer bis zur Amortisation.

Die Kosten je Termin als Baustein rechnet der Leitfaden Kosten je Verkaufstermin berechnen aus. Hier steht der Ertrag im Mittelpunkt. Die Frage, ob sich Telefonakquise grundsätzlich lohnt, beantwortet die Seite Lohnt sich Telefonakquise?.

Welche sieben Zahlen brauchen Sie für die Rechnung?

Sie brauchen sieben Zahlen: stattfindende Termine, Abschlussquote, Auftragswert, Marge, Honorar, Außendienststunden je Termin und den Verkaufszyklus. Jede Zahl liegt in Ihrem Haus vor, keine verlangt eine Marktstudie.

Die sieben Zahlen und ihre Quelle im eigenen Haus, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
ZahlWoher sie kommtHäufiger Fehler
Stattfindende TermineKalender des AußendienstesVereinbarte Termine zählen, obwohl einige ausfallen
Abschlussquote je TerminAngebote und Aufträge der letzten zwölf MonateQuote je Angebot statt je Termin nehmen
Wert des ersten AuftragsAufträge von Neukunden im letzten JahrDen Wert eines Großkunden als Durchschnitt nehmen
DeckungsbeitragKalkulation oder ControllingUmsatz statt Deckungsbeitrag ansetzen
HonorarAngebot der TerminierungNebenkosten und Umsatzsteuer vergessen
Außendienststunden je TerminZeiterfassung oder Schätzung des AußendienstesNur die Dauer des Gesprächs zählen
VerkaufszyklusZeit vom Erstgespräch bis zum Auftrag bei NeukundenDie Zeit bis zum Angebot statt bis zum Auftrag messen
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH, keine Marktstudie.

Die Akquisekosten und der Verkaufstermin bilden den Rahmen: Der Termin gehört in die Rechnung nur, wenn er stattfindet und einen Entscheider mit Kaufinteresse an den Tisch bringt. Ein vereinbarter Termin, der ausfällt, bleibt im Nenner der Kosten und fehlt im Zähler des Ertrags.

Wie rechnen Sie den ROI im ersten Jahr?

Sie rechnen den ROI im ersten Jahr in sechs Schritten: Aufträge, Deckungsbeitrag, Kosten, ROI mit dem ersten Auftrag, ROI mit Folgeaufträgen und Amortisation. Die Rechnung nimmt frei gewählte Werte, Sie ersetzen sie durch Ihre eigenen.

Rechenbeispiel

Beispielzahlen, frei gewählt, keine Messwerte

ROI, Amortisation und Wirkung von Folgeaufträgen einer Telefonakquise im ersten Jahr

  • Annahme: Stattfindende Termine im Jahr36 Termine(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Anteil der stattfindenden Termine, die zum Auftrag führen15 %(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert, nehmen Sie die Quote Ihres Außendienstes)
  • Annahme: Wert des ersten Auftrags18.000 €(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Deckungsbeitrag am Auftrag30 %(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Honorar der Terminierung im Jahr laut Angebot14.400 €(Annahme dieses Beispiels, kein Angebot, setzen Sie die Zahl aus Ihrem Angebot ein)
  • Annahme: Außendienststunden je Termin einschließlich Anfahrt, Vorbereitung und Nachfassen5 Akquisestunden(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
  • Annahme: Vollkosten einer Außendienststunde65 €(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert, setzen Sie Ihre Vollkosten ein)
  • Annahme: Deckungsbeitrag aus Folgeaufträgen im Verhältnis zum ersten Auftrag, über die Laufzeit der Kundenbeziehung2(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert, 1 heißt keine Folgeaufträge)
  • Annahme: Monate vom Termin bis zum ersten Auftrag4 Monate(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert, nehmen Sie Ihren Verkaufszyklus)
ROI, Amortisation und Wirkung von Folgeaufträgen einer Telefonakquise im ersten Jahr
SchrittRechnungErgebnis
Aufträge aus den Terminen36 × 15 % ÷ 1005,4
Deckungsbeitrag der ersten Aufträge36 × 15 % ÷ 100 × 18.000 € × 30 % ÷ 10029.160 €
Kosten der Akquise im Jahr (Honorar plus Außendienstzeit)14.400 € + 36 × 5 × 65 €26.100 €
ROI nur mit den ersten Aufträgen(36 × 15 % ÷ 100 × 18.000 € × 30 % ÷ 100 − 14.400 € − 36 × 5 × 65 €) ÷ (14.400 € + 36 × 5 × 65 €) × 10012 %
ROI mit Folgeaufträgen(36 × 15 % ÷ 100 × 18.000 € × 30 % ÷ 100 × 2 − 14.400 € − 36 × 5 × 65 €) ÷ (14.400 € + 36 × 5 × 65 €) × 100123 %
Amortisation in Monaten ab Start des Projekts4 + (14.400 € + 36 × 5 × 65 €) ÷ (36 × 15 % ÷ 100 × 18.000 € × 30 % ÷ 100 ÷ 12)15 Monate

Die Werte sind Annahmen dieses Beispiels und keine Marktwerte, das Honorar ist kein Angebot. Zwei Ergebnisse tragen die Entscheidung. Der ROI mit dem ersten Auftrag allein liegt knapp im Plus, die Akquise trägt sich also, ohne dass Folgegeschäft nötig ist. Der ROI mit Folgeaufträgen liegt um ein Vielfaches höher, und genau diese Zahl rechtfertigt, dass ein Projekt in den ersten Monaten Geld bindet.

Achten Sie auf die Außendienstzeit. Sie ist in dieser Rechnung der größere Kostenblock als das Honorar. Wer sie weglässt, rechnet zu hoch, und wer sie mitrechnet, sieht, dass ein Termin ohne Kaufinteresse teuer ist, auch wenn er den Anbieter wenig kostet. Der Kaufcheck vor der Terminzusage schützt genau diesen Posten.

Welche Stellgröße verändert den ROI am stärksten?

Am stärksten verändert die Abschlussquote den ROI, danach folgen Auftragswert, Marge, Außendienststunden und Honorar. Die Reihenfolge zeigt, wo sich Arbeit lohnt: Wer die Quote seines Außendienstes um fünf Punkte hebt, gewinnt mehr als durch ein Honorar, das um ein Sechstel sinkt.

Wirkung einer einzelnen Veränderung auf den ROI mit dem ersten Auftrag, Annahmen dieses Beispiels, Stand 10/2026
Veränderung gegenüber der RechnungROI mit erstem Auftrag
Ausgangswert der Rechnungplus 12 %
Abschlussquote 20 statt 15 von 100plus 49 %
Auftragswert 21.600 € statt 18.000 €plus 34 %
Deckungsbeitrag 35 statt 30 %plus 30 %
Außendienststunden 4 statt 5 je Terminplus 23 %
Honorar 12.000 € statt 14.400 €plus 23 %
Quelle: Annahmen dieses Beispiels, keine Marktwerte. Rechenweg wie in der Rechnung oben, je Zeile ändert sich genau ein Wert.

Die Tabelle gibt keine Anweisung, die Quote zu erhöhen. Sie zeigt, welche Annahme die Rechnung am empfindlichsten macht, und damit, welche Sie zuerst prüfen. Ein Außendienst, der Termine besser vorbereitet, hebt die Quote. Ein Kaufcheck vor der Terminzusage senkt die Stunden je Termin, weil weniger Besuche ohne Bedarf stattfinden. Ein Honorar zu verhandeln, wirkt dagegen weniger, als es sich anfühlt. Prüfen Sie deshalb zuerst die Annahme mit dem größten Hebel, und verhandeln Sie das Honorar erst danach.

Wie lange dauert es, bis sich die Telefonakquise amortisiert?

Die Amortisation dauert den Verkaufszyklus plus die Zeit, die der monatliche Deckungsbeitrag braucht, um die Kosten zu decken. Die Rechnung oben weist die Dauer in Monaten aus. Sie liegt in der Regel deutlich über dem Zeitraum, den ein Testprojekt umfasst.

Das hat eine praktische Folge. Wer ein Projekt nach drei Monaten an den Aufträgen misst, misst zu früh, denn die meisten Aufträge folgen erst nach dem Zyklus. Wer gar nicht misst, merkt zu spät, wenn die Zielgruppe nicht trägt. Beide Fehler vermeiden Sie, wenn Sie früh auf Frühindikatoren und später auf Aufträge schauen.

Was Sie wann prüfen, Einschätzung von KRAUSS, Stand 10/2026
ZeitpunktPrüfgrößeAussage
Nach 2 bis 4 WochenStattfindende Termine und Anteil mit KaufinteresseTrägt die Erreichbarkeit der Zielgruppe
Nach 8 bis 12 WochenRückmeldung des Außendienstes und AngebotePasst die Qualität der Termine
Nach einem VerkaufszyklusAufträge je TerminStimmt die Abschlussquote der Annahme
Nach zwölf MonatenAufträge und FolgeaufträgeTrägt der ROI mit dem gewählten Faktor
Quelle: Einschätzung der Redaktion der KRAUSS GmbH, keine Marktstudie.

Die Terminquote und die Ausfälle (No-Show) gehören in die erste Prüfung. Die Kennzahlen dazu erklärt der Leitfaden Welche Kennzahlen zeigen, ob meine Akquise funktioniert?.

Wie verändern Folgeaufträge das Ergebnis?

Folgeaufträge heben den ROI stärker als jede andere Stellgröße, weil die Kosten der Akquise nur einmal anfallen und der Deckungsbeitrag mehrfach. Der Faktor hängt von Ihrem Geschäft ab: Wer Verbrauchsmaterial liefert, hat einen hohen Faktor, wer eine Maschine alle zehn Jahre verkauft, einen niedrigen.

Leiten Sie den Faktor aus Ihren Daten ab. Nehmen Sie Neukunden von vor drei Jahren, summieren Sie deren Deckungsbeiträge seitdem und teilen Sie durch den Deckungsbeitrag des ersten Auftrags. Das Ergebnis ist Ihr Faktor. Er gilt für Kunden, die Sie kennen, und er sinkt, wenn Sie eine neue Zielgruppe öffnen, in der Sie noch keine Erfahrung haben.

In einem Projekt für einen Anbieter von Betriebssoftware sah der erste Auftrag nach der Rechnung knapp nach Verlust aus. Die Geschäftsführung wollte das Projekt nach dem ersten Quartal beenden. Der Blick auf die Bestandskunden zeigte, dass ein Neukunde in den ersten drei Jahren im Schnitt gut das Doppelte des ersten Auftrags an Deckungsbeitrag brachte. Mit diesem Faktor lag der ROI klar im Plus. Das Unternehmen führte das Projekt weiter und prüfte den Faktor nach einem Jahr an den neuen Kunden.

Das Beispiel zeigt auch die Grenze. Ein Faktor, der aus Bestandskunden stammt, gilt nicht automatisch für Neukunden aus einer anderen Branche. Weisen Sie ihn darum immer getrennt aus und prüfen Sie ihn nach einem Jahr an den Kunden, die das Projekt gebracht hat.

Welche drei Szenarien rechnen Sie durch?

Sie rechnen ein schwaches, ein mittleres und ein starkes Szenario durch und entscheiden nach dem schwachen. Das mittlere Szenario enthält Ihre Planzahlen, die beiden anderen verändern vor allem die Abschlussquote und den Faktor der Folgeaufträge.

ROI in drei Szenarien, Annahmen dieses Beispiels, Stand 10/2026
SzenarioAbschlussquote je TerminAufträge im JahrROI mit erstem AuftragROI mit Folgeaufträgen
Schwach8 von 100rund 3minus 40 %minus 40 %
Mittel15 von 100rund 5plus 12 %plus 123 %
Stark20 von 100rund 7plus 49 %plus 272 %
Quelle: Annahmen dieses Beispiels, keine Marktwerte. Rechenweg: wie in der Rechnung oben, Faktor der Folgeaufträge 1 im schwachen, 2 im mittleren und 2,5 im starken Szenario. Alle anderen Werte bleiben gleich.

Im schwachen Szenario verliert das Projekt rund zwei Fünftel der eingesetzten Kosten. Das ist der Betrag, den Sie als Risiko akzeptieren oder nicht. Ein befristetes Testprojekt begrenzt diesen Betrag, weil Sie nach wenigen Wochen sehen, ob Termine stattfinden und Kaufinteresse zeigen. Wie das Testprojekt bei KRAUSS abläuft, beschreibt die Seite Telefonakquise.

Wählen Sie die Quote des schwachen Szenarios nicht aus Pessimismus, sondern aus Ihren Daten: die schlechteste Quote der letzten vier Quartale. Dann hat das Szenario eine Quelle, die sich prüfen lässt.

Wie legen Sie die Regel fürs Stoppen vor dem Start fest?

Sie legen die Regel fürs Stoppen vor dem Start fest und schreiben sie auf: Schwelle, Zeitpunkt und wer entscheidet. Eine Regel, die erst im Projekt entsteht, bewertet das Ergebnis nach Gefühl.

Vorlage: Stoppregel für die erste Phase
Projekt: [Zielgruppe und Region]
Erster Prüfzeitpunkt: [Datum]
Mindestzahl stattfindender Termine bis dahin: [Zahl]
Mindestanteil mit Kaufinteresse laut Außendienst: [Anteil]
Zweiter Prüfzeitpunkt: [Datum]
Rückmeldung des Außendienstes: [Zahl der Angebote, Zahl der Termine ohne Bedarf]
Entscheidung bei Unterschreitung: [Stopp, Zielgruppe wechseln oder Einstieg ändern]
Entscheider: [Name und Rolle]

Die Regel trennt zwei Ursachen. Fehlen Termine, liegt es an Erreichbarkeit oder Liste. Fehlt das Kaufinteresse, liegt es am Einstieg oder an der Zielgruppe. Beide Ursachen verlangen verschiedene Gegenmaßnahmen, und der ROI zeigt sie erst Monate später. Das Testprojekt von KRAUSS prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt, und der Umfang folgt aus dem Gespräch mit Jesse Klotz. (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026)

Wie berichten Sie den ROI an Geschäftsführung und Controlling?

Sie berichten den ROI auf einer Seite mit fünf Zahlen, einer Annahmenliste und einer Empfehlung. Controlling liest die Annahmen zuerst, die Geschäftsführung die Empfehlung. Beide vertrauen der Zahl nur, wenn jede Annahme eine Quelle im Haus hat.

Vorlage: Einseiter für Geschäftsführung und Controlling
Projekt: [Zielgruppe, Region, Zeitraum]
Kosten bisher: [Honorar plus Außendienstzeit]
Termine bisher: [Zahl vereinbart, Zahl stattgefunden]
Aufträge bisher: [Zahl, Deckungsbeitrag]
ROI mit erstem Auftrag: [Wert und Rechenweg]
ROI mit Folgeaufträgen: [Wert, Faktor und Herkunft des Faktors]
Annahmen: [Abschlussquote, Verkaufszyklus, Marge mit je einer Quelle]
Empfehlung: [weiterführen, ändern oder stoppen, mit Begründung in einem Satz]

Zwei Regeln halten den Bericht ehrlich. Erstens steht neben jedem Wert, ob er gemessen oder geschätzt ist. Ein geschätzter Wert trägt in den ersten Monaten fast jede Rechnung, ein gemessener Wert nimmt der Debatte die Schärfe. Zweitens trennt der Bericht Ergebnis und Hoffnung: Aufträge, die bereits vorliegen, stehen in einer anderen Zeile als Angebote, die noch offen sind. Wer beides mischt, gibt dem Controlling einen Grund, die ganze Rechnung zu bezweifeln.

Welche Fehler verfälschen den ROI der Telefonakquise?

Vier Fehler verfälschen den ROI am stärksten: Umsatz statt Deckungsbeitrag ansetzen, die Außendienstzeit weglassen, zu früh messen und Folgeaufträge ohne Beleg einrechnen.

  1. 01

    Den Umsatz statt des Deckungsbeitrags als Ertrag ansetzen.

    Folge: Der ROI fällt um ein Vielfaches zu hoch aus, und die Entscheidung stützt sich auf eine Zahl, die Material, Fertigung und Provision nicht trägt.

    Besser: Den Ertrag immer als Deckungsbeitrag des Auftrags rechnen.

  2. 02

    Die Außendienstzeit weglassen und nur das Honorar der Terminierung als Kosten ansetzen.

    Folge: Der ROI wirkt höher, als er ist, denn jeder Termin bindet Anfahrt, Vorbereitung und Nachfassen.

    Besser: Stunden je Termin mal Vollkosten der Stunde zu den Kosten addieren.

  3. 03

    Den ersten Auftrag nach einem Quartal erwarten und das Projekt dann abbrechen.

    Folge: Bei einem Verkaufszyklus von mehreren Monaten fällt der Ertrag später an, ein früher Abbruch verfehlt ihn.

    Besser: Vor dem Start den Verkaufszyklus festlegen und die Prüfung der Aufträge darauf ausrichten.

  4. 04

    Mit Folgeaufträgen rechnen, die der Vertrieb nicht belegen kann.

    Folge: Der ROI beruht auf einer Annahme, die ein Controller nicht gelten lässt.

    Besser: Den Wiederkaufsfaktor aus den Aufträgen der letzten drei Jahre ableiten und getrennt ausweisen.

Ein weiterer Fehler betrifft die Zurechnung. Ein Auftrag, der nach einem Anruf, einer Messe und einer Empfehlung entsteht, hat mehrere Väter. Legen Sie vorab fest, welcher Auftrag zur Telefonakquise zählt: Der Termin muss aus dem Anruf entstanden sein, den das Projekt geführt hat. Alles andere bleibt in der Rechnung des Kanals, der es brachte.

Wann passt die Rechnung nicht?

Die Rechnung passt nicht, wenn der Deckungsbeitrag unbekannt ist, der Außendienst keine Kapazität hat oder nur ein einziger Großauftrag das Jahr bestimmt.

  • Wenn Ihr Deckungsbeitrag je Auftrag nicht feststeht, liefert der ROI keine belastbare Zahl, und Sie klären zuerst die Marge.
  • Wenn Ihr Außendienst keine zusätzlichen Termine bearbeiten kann, steigert ein hoher ROI auf dem Papier den Ertrag nicht.
  • Wenn Sie nur einen Großauftrag pro Jahr anstreben, schwankt die Rechnung zu stark, und Sie rechnen besser mit dem Wert eines einzelnen Auftrags.

Klären Sie in diesen Fällen zuerst die Voraussetzung. Ohne bekannte Marge und freie Außendienstzeit bringt auch ein gut gerechneter ROI keinen Ertrag.

Was ist der nächste Schritt?

Der nächste Schritt ist der Preis je Termin mit Ihren Zahlen als Honorar in dieser Rechnung. Der Angebotskonfigurator fragt Zielmarkt, Zielrolle, Region und Terminmenge ab, danach erstellen wir Ihr Angebot. Wie sich die Akquise in Ihre gesamten Vertriebskosten einfügt, zeigt der Leitfaden Vertriebskosten berechnen.

Die Telefonakquise von KRAUSS beschreibt Ablauf und Leistung. Wir bestätigen jeden Termin doppelt. Ein Gespräch mit Jesse Klotz dauert 15 Minuten.

Vom Wissen zum Termin

Was kostet das in Ihrem Markt?

Der Preis richtet sich nach Zielmarkt, Erreichbarkeit und Terminmenge. Wenn das Gespräch sitzt, führen wir es für Sie. Das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt. Den Umfang legen Sie im 15-Minuten-Gespräch fest.

Kennzahlen von KRAUSS: 100.000+ Vereinbarte Verkaufstermine seit 2011, 480.000+ Entscheiderkontakte in der Datenbank, 30+ Mitarbeiter, 14 Tage bis zu den ersten Terminen
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Fragen und Antworten

Häufige Fragen kurz beantwortet.

01Wie berechne ich den ROI der Telefonakquise?

Sie ziehen die Kosten vom Deckungsbeitrag der gewonnenen Aufträge ab, teilen das Ergebnis durch die Kosten und multiplizieren mit 100. Zu den Kosten zählen das Honorar der Terminierung und die Außendienstzeit je Termin. Den Deckungsbeitrag rechnen Sie aus Terminen, Abschlussquote, Auftragswert und Marge.

02Wann amortisiert sich die Telefonakquise?

Sie amortisiert sich, sobald der kumulierte Deckungsbeitrag die kumulierten Kosten erreicht. Der Verkaufszyklus verschiebt diesen Punkt, weil Aufträge erst Monate nach dem Termin entstehen. Rechnen Sie die Dauer als Zyklus plus Kosten geteilt durch den monatlichen Deckungsbeitrag und prüfen Sie sie mit dem Wert aus Ihrem Verkaufszyklus.

03Wie viele Termine brauche ich, damit sich die Akquise rechnet?

Sie brauchen so viele Termine, dass der Deckungsbeitrag der Aufträge die Kosten deckt. Teilen Sie die Kosten je Termin durch den Deckungsbeitrag je Termin, der sich aus Abschlussquote mal Deckungsbeitrag je Auftrag ergibt. Das Ergebnis ist die Mindestquote, die Ihr Außendienst erreichen muss, nicht eine feste Terminzahl.

04Zählen Folgeaufträge in den ROI?

Ja, aber getrennt ausgewiesen. Rechnen Sie den ROI zuerst nur mit dem ersten Auftrag und danach mit Folgeaufträgen. Der Faktor stammt aus Ihren Aufträgen der letzten drei Jahre, nicht aus einer Hoffnung. Ein Projekt, das nur mit Folgeaufträgen trägt, braucht eine strengere Prüfung nach einem halben Jahr.

05Ab welchem Ergebnis stoppe ich ein Testprojekt?

Legen Sie die Regel vor dem Start fest: Zahl der stattfindenden Termine, Anteil mit Kaufinteresse und Rückmeldung des Außendienstes nach Wochen. Liegen Termine und Qualität unter Ihrer Schwelle und die Zielgruppe ist erreichbar geblieben, stoppen Sie. Aufträge allein taugen als Maß erst nach einem Verkaufszyklus.

06Welches Honorar setze ich in die ROI-Rechnung ein?

Der Preis richtet sich nach Zielmarkt, Erreichbarkeit der Entscheider und gewünschter Terminmenge. Die Konfiguration dauert 2 Minuten, danach erstellen wir Ihr Angebot. Setzen Sie die Zahl aus dem Angebot als Honorar in die Rechnung dieses Leitfadens ein, dann zeigt der ROI mit Ihren eigenen Zahlen, ob sich das Projekt trägt.
Prompt ansehen und anpassen

Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.

Belege

Woher die Angaben stammen.

Diese Seite nennt keine Tatsachen über die Welt, die eine fremde Quelle brauchen. Die Angaben zu KRAUSS stammen von den eigenen Seiten.

  1. 01

    KRAUSS GmbH: Methode: So entsteht ein Verkaufstermin mit Kaufinteresse (krauss-gmbh.com)

    Stand Oktober 2026abgerufen am KRAUSS-Angabe

Zum Mitnehmen

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Kein Verkaufsgespräch. In 15 Minuten klären wir, ob Ihre Zielgruppe telefonisch erreichbar ist und wie ein Testprojekt aussieht.

Ihr nächster Schritt

Startklar
  1. 01Testprojekt konfigurieren60 Sekunden
  2. 02Gespräch mit Jesse Klotz15 Minuten
  3. 03Zielgruppe und Leitfadengemeinsam
  4. 04Erste bestätigte Termineim Kalender
Lieber anrufen?+49 8191 93759-00