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Leitfaden

Einwand: Wir müssen noch zwei weitere Angebote einholen

Jesse KlotzGeschäftsführer Performance Marketing
Stand
Erstveröffentlichung
Lesezeit
5 Min. Lesezeit

Kurz gesagt

Auf „Wir müssen noch zwei weitere Angebote einholen“ fragen Sie nach dem Datum, an dem der Einkauf entscheidet, und lassen sich die Zahl der Angebote nennen. Eine interne Regel des Hauses verlangt mehrere Angebote, bevor der Einkauf entscheidet, und der Satz ist fast nie ein Nein zu Ihnen. Ohne festen Entscheidungstermin und mit mehr als 30 Tagen Frist behandeln Sie das Angebot als offen.

Stand Quellen

Dazu: E-Book: So verwandeln Sie Einwände in echte Verkaufschancen, E-Book, per E-Mail, per E-Mail nach Angabe von Name und Adresse.

Fakten

Frist, ab der Sie einen Entscheidungstermin verlangen
Mehr als 30 Tage ohne TerminQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Fragen für den Entscheidungstermin
Datum, Zahl der Angebote, Unterlagen für den VergleichQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Angaben im Vorgang für den Entscheidungstermin
Datum, Zahl der Angebote, UnterlagenQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Inhalt10 Abschnitte
  1. 01Was steckt hinter „Wir müssen noch zwei weitere Angebote einholen“?
  2. 02Welche Frage setzt einen Termin für die Entscheidung?
  3. 03Wie antworten Sie, wenn die Regel hart ist?
  4. 04Wie antworten Sie, wenn kein Datum kommt?
  5. 05Wie antworten Sie, wenn der Kontakt nach dem Vergleich fragt?
  6. 06Wann lassen Sie die Frist laufen?
  7. 07Wie sieht das in einem Projekt aus?
  8. 08Welche Angaben halten Sie im Vorgang fest?
  9. 09Wann passt der Weg nicht?
  10. 10Wie halten Sie den Vorgang nach dem Vergleich offen?

Was steckt hinter „Wir müssen noch zwei weitere Angebote einholen“?

Eine interne Regel des Hauses verlangt mehrere Angebote, bevor der Einkauf entscheidet. Der Satz ist fast nie ein Nein zu Ihrem Angebot. Er verschiebt die Entscheidung um die Zeit, die der Vergleich braucht, und genau diese Zeit gilt es zu sehen, bevor das Gespräch endet.

Im Einkauf ist der Vergleich oft ein Schritt, den jede Anfrage durchläuft, unabhängig davon, wie gut das Angebot ist. Der Kontakt braucht ihn, um seine Entscheidung gegenüber dem Haus zu begründen. Ihr Angebot bleibt im Spiel, solange der Vergleich nicht abgeschlossen ist.

Drei Lagen sind üblich, und jede braucht eine andere Antwort.

Drei Lagen beim Vergleich, Einschätzung der Redaktion, Stand 10/2026
LageWoran Sie sie erkennenIhre Antwort
Feste RegelDer Kontakt nennt eine Richtlinie oder einen BetragFrist und Entscheidungstermin mit ihm festlegen
Offene ZeitEr nennt keinen Termin für die EntscheidungNach einem Datum fragen und es notieren
AusweichenDie Angebote sind schon eingeholt, und er fragt erneutDen Grund wörtlich notieren und den Entscheider direkt ansprechen
Quelle: Einschätzung aus der Telefonpraxis von KRAUSS, keine Marktstudie, Stand 10/2026.

Welche Frage setzt einen Termin für die Entscheidung?

Fragen Sie nach dem Datum, an dem der Einkauf oder das Gremium entscheidet, und lassen Sie sich die Zahl der Angebote nennen. Ein Datum macht den Vergleich zu einem Vorgang mit Ende, und die Zahl zeigt Ihnen, wie viele Mitbewerber im Spiel sind.

Vorlage: Vergleichsangebote
Verstehe, dass der Einkauf vergleicht, [Name]. Wann entscheidet das Haus, bis zum [Datum], und wie viele Angebote fehlen noch?

Die Antwort ist die Grundlage für die Wiedervorlage. Nennt der Kontakt ein Datum, setzen Sie den Nachfassen-Termin auf den Tag danach. Nennt er keines, bleibt das Angebot offen, und Sie fragen beim nächsten Anruf erneut.

Wie antworten Sie, wenn die Regel hart ist?

Akzeptieren Sie die Regel, und fragen Sie, was der Einkauf für den Vergleich braucht. Eine feste Regel ist keine Ablehnung Ihres Angebots. Sie zeigt, dass der Vergleich ein Schritt ist, den Sie unterstützen können, indem Sie die Unterlagen vollständig liefern.

„Welche Unterlagen soll ich Ihnen für den Vergleich bereitstellen, damit das Angebot nicht als unvollständig gilt?“ Diese Frage nimmt die Angst vor einem formalen Fehler weg. Der Kontakt nennt die Unterlagen, und Sie liefern sie, bevor der Vergleich beginnt.

Achten Sie darauf, dass Sie nichts über die Form des Vergleichs behaupten, das Sie nicht kennen. Fragen Sie nach der Vorgabe des Hauses, und geben Sie sie in der Notiz wörtlich wieder.

Wie antworten Sie, wenn kein Datum kommt?

Fragen Sie, bis wann der Vergleich abgeschlossen sein muss, und wie viel Zeit das Haus dafür einplant. Ohne Datum bleibt der Vergleich offen, und ein offenes Angebot verliert mit jeder Woche an Wert für Ihre Planung.

„Bis wann soll der Vergleich abgeschlossen sein?“ Die Frage verlangt ein Datum, keine Meinung. Nennt der Kontakt eine Woche, setzen Sie den Termin. Nennt er keine, sagen Sie, dass Sie in zwei Wochen nachfragen, und notieren es.

Bleibt der Kontakt auch dann offen, hat der Vergleich keinen Ablauf. Sie behandeln das Angebot als offen und nicht als Abschluss, bis ein Termin vorliegt.

Wie antworten Sie, wenn der Kontakt nach dem Vergleich fragt?

Antworten Sie nicht mit einem Preisvergleich, sondern mit dem Unterschied im Ergebnis. Der Kontakt vergleicht Angebote, und das Ergebnis ist der Punkt, den sein Haus am Ende sehen will. Der Preis allein sagt ihm wenig, wenn das Ergebnis nicht klar ist.

„Was soll das Angebot am Ende im Kalender bringen, damit es sich gegenüber den anderen lohnt?“ Die Frage führt vom Preis zum Ergebnis. Der Kontakt nennt die Zahl, nach der er entscheidet, und Sie können Ihr Angebot dazu ins Verhältnis setzen.

Vermeiden Sie einen Vergleich mit einem konkreten Mitbewerber. Die Regel des Hauses betrifft alle Angebote, und ein Name verschärft nur den Vergleich. Sprechen Sie über das Ergebnis, das der Kontakt braucht.

Wann lassen Sie die Frist laufen?

Die Frist läuft, wenn sie über 30 Tage reicht und der Kontakt keinen Entscheidungstermin nennt. Unsere Faustregel lautet: Ohne Termin und mit mehr als 30 Tagen Frist sinkt die Abschlusswahrscheinlichkeit in der Prognose unter 30 Prozent. Die Zahl stammt aus der Telefonpraxis von KRAUSS und ist keine Studie. (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026)

Das Gegenbeispiel zeigt die Grenze. Ein Angebot, das ohne Termin über einen Monat läuft, bindet Zeit, die in die nächsten Kandidaten fließen sollte. Sie geben dem Vergleich eine letzte Frage, nennen einen Termin für die Wiedervorlage und lassen das Angebot dann ruhen.

Das ist kein Abschied vom Kontakt. Es bedeutet nur, dass die Pipeline den offenen Vorgang nicht mehr als sicher führt. Kommt ein neuer Anlass, etwa eine Änderung im Einkauf, fangen Sie mit dem Entscheidungstermin neu an.

Wie sieht das in einem Projekt aus?

In einem Projekt für einen Hersteller von Lagertechnik kamen nach einem Angebot drei weitere Einholungen. Das Team setzte in der zweiten Woche einen Entscheidungstermin, und der Kontakt nannte die Zahl der Angebote. Von sechs Angeboten mit festem Termin wurden drei angenommen, zwei liefen über den Termin hinaus, und eines wurde abgelehnt.

Die Zahlen sind Praxiswerte aus der Telefonarbeit, kein Ergebnis einer Studie. Der Unterschied machte der Termin, nicht die Frist. Ohne Termin hätte das Team alle sechs Angebote als offen geführt, und die Prognose wäre zu hoch ausgefallen.

Welche Angaben halten Sie im Vorgang fest?

Halten Sie drei Angaben fest: das Datum der Entscheidung, die Zahl der Angebote und den Namen des Entscheiders. Die Notiz macht den Vorgang für den nächsten Anruf lesbar, auch wenn ein Kollege ihn übernimmt.

  • Datum der Entscheidung, wörtlich vom Kontakt
  • Zahl der Angebote, die noch eingeholt werden
  • Name des Entscheiders und seine Rolle im Haus
  • Unterlagen für den Vergleich, mit Versanddatum
  • Wiedervorlage am Tag nach dem Entscheidungstermin

Wann passt der Weg nicht?

Der Weg passt nicht, wenn der Einkauf den Vergleich nur nennt, um das Gespräch zu beenden. Dann gibt es kein Datum und keine Zahl, und die Frist läuft ins Leere. Notieren Sie den Stand, setzen Sie die Wiedervorlage und gehen Sie zum nächsten Anlass.

Ein zweiter Fall: Wenn der Kontakt eine Entscheidung ohne Vergleich trifft und Sie nicht zugelassen werden, endet der Vorgang. Dann hilft kein weiteres Angebot, und das Ende gehört in die Notiz.

  • Wenn der Kontakt keinen Entscheidungstermin nennt und auch keine Zahl der Angebote, sondern nur ausweicht, ist das Angebot offen. Eine Frist über mehrere Monate verlängert den Vergleich, ohne ihn abzuschließen.
  • Wenn die interne Regel eine Ausschreibung mit festen Vorgaben verlangt, übernehmen Sie die Vorgaben und prüfen sie vorher. Eine rechtliche Einordnung dazu gehört nicht in dieses Gespräch.
  • Wenn der Kontakt eine Entscheidung ohne Vergleich trifft und Sie nicht zugelassen werden, endet der Vorgang. Notieren Sie das und setzen Sie die Wiedervorlage.
  1. 01

    Das Angebot als gewonnen betrachten, obwohl kein Entscheidungstermin genannt wurde.

    Folge: Die Pipeline zeigt einen Abschluss, der nie kommt, und der Kalender verliert Zeit für echte Kandidaten.

    Besser: Angebote ohne Entscheidungstermin als offen führen und regelmäßig nachfragen.

  2. 02

    Dem Kontakt die fehlenden Angebote der Konkurrenz vorrechnen.

    Folge: Der Kontakt hört einen Verkäufer, der ihn unter Druck setzt, und die interne Regel wird zur Abwehr.

    Besser: Die Unterlagen für den Vergleich anbieten, damit das eigene Angebot vollständig geprüft werden kann.

  3. 03

    Nachfassen mit einem neuen Angebot, bevor der Vergleich abgeschlossen ist.

    Folge: Der Kontakt sieht ein zweites Angebot als Verwirrung, und der Vergleich wird unübersichtlich.

    Besser: Auf den Entscheidungstermin warten und an dem Tag nachfassen.

Wie halten Sie den Vorgang nach dem Vergleich offen?

Setzen Sie die Wiedervorlage auf den Tag nach dem genannten Entscheidungstermin. Fragen Sie dann nach dem Ergebnis und nicht nach dem Angebot. Wer den Vergleich verliert, erfährt oft den Grund, und den Grund brauchen Sie für das nächste Angebot.

Den Ablauf des Nachfassens beschreibt der Leitfaden Angebot nachfassen. Die Grundlage des Vorgehens steht in der Methode.

Die Einwandbehandlung im Telefonat beschreibt der Leitfaden Einwandbehandlung am Telefon. Ein Gespräch zu Ihrer Liste führen Sie im Gespräch mit Jesse Klotz.

Vom Wissen zum Termin

Was kostet das in Ihrem Markt?

Der Preis richtet sich nach Zielmarkt, Erreichbarkeit und Terminmenge. Wenn das Gespräch sitzt, führen wir es für Sie. Das Testprojekt prüft an echten Terminen, was Ihre Zielgruppe hergibt. Den Umfang legen Sie im 15-Minuten-Gespräch fest.

Kennzahlen von KRAUSS: 100.000+ Vereinbarte Verkaufstermine seit 2011, 480.000+ Entscheiderkontakte in der Datenbank, 30+ Mitarbeiter, 14 Tage bis zu den ersten Terminen
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Fragen und Antworten

Häufige Fragen kurz beantwortet.

01Was antworte ich, wenn der Kontakt noch zwei Angebote einholen muss?

Fragen Sie nach dem Datum, an dem der Einkauf entscheidet, und lassen Sie sich die Zahl der Angebote nennen. Bieten Sie an, die Unterlagen für den Vergleich bereitzustellen, damit das eigene Angebot vollständig geprüft werden kann.

02Wie lange darf ein Angebot offen bleiben?

Wir führen ein Angebot als offen, bis ein Entscheidungstermin feststeht. Ohne Termin und mit mehr als 30 Tagen Frist behandeln wir es in der Prognose als unsicher. Das ist eine Faustregel der Redaktion aus der Telefonpraxis, keine Studie.

03Soll ich nach dem Vergleich ein zweites Angebot schicken?

Nur auf Anfrage und nur mit einer klaren Veränderung. Ein zweites Angebot ohne neuen Anlass verwirrt den Vergleich, und der Kontakt weiß nicht, welches Angebot gilt. Legen Sie das neue Angebot neben das alte und nennen Sie die eine Veränderung, die den Unterschied macht.

04Wie erkenne ich, dass der Vergleich nur eine Ausrede ist?

Wenn der Kontakt bei jeder Nachfrage ein neues Datum nennt, das wieder verschoben wird, oder wenn er keine Zahl der Angebote nennt. Dann notieren Sie den Stand und setzen die Wiedervorlage auf einen festen Tag.

05Was kostet ein Angebot in der Telefonakquise?

Der Preis richtet sich nach Zielmarkt, Erreichbarkeit der Entscheider und gewünschter Terminmenge. Die Konfiguration dauert 2 Minuten, danach erstellen wir Ihr Angebot. Das Angebot rechnet mit Ihren Zahlen und nennt jede Annahme, auf der es beruht.
Prompt ansehen und anpassen

Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.

Belege

Woher die Angaben stammen.

Diese Seite nennt keine Tatsachen über die Welt, die eine fremde Quelle brauchen. Die Angaben zu KRAUSS stammen von den eigenen Seiten.

  1. 01

    KRAUSS GmbH: Methode: So entsteht ein Verkaufstermin mit Kaufinteresse (krauss-gmbh.com)

    Stand Oktober 2026abgerufen am KRAUSS-Angabe

Zum Mitnehmen

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  4. 04Erste bestätigte Termineim Kalender
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