Welche drei Halluzinationen treten im Vertriebstext am häufigsten auf?
Im Vertriebstext treten am häufigsten erfundene Zahlen, erfundene Namen und erfundene Zitate auf. Die Tabelle zeigt, woran Sie jede erkennt und welche Prüfung sie abfängt.
| Typ | Woran man es erkennt | Prüfung, die es abfängt |
|---|---|---|
| Zahl | Eine Quote oder ein Betrag ohne Herkunft | Abgleich mit einer festen Faktenliste |
| Name | Eine Person oder ein Unternehmen, das nirgends steht | Suche nach dem Namen in der Quelle |
| Zitat | Ein Satz in Anführungszeichen ohne Fundstelle | Fundstelle mit Datum prüfen |
Warum erfindet ein Modell Angaben?
Ein Sprachmodell schreibt die wahrscheinlichste Fortsetzung eines Textes und prüft sie nicht gegen eine Datenbank. Fehlt eine Angabe im Kontext, füllt es die Lücke mit etwas Passendem. Das Gegenargument: Mit einer Suchfunktion sinkt die Quote, aber nicht auf null. Die Prüfung bleibt nötig. KRAUSS-Texte beziehen Fakten deshalb aus einer festen Liste und nicht aus dem Gedächtnis des Modells.
Wie erkennt man eine Halluzination im Text?
Eine Halluzination erkennen Sie, indem Sie jede Zahl, jeden Namen und jedes Zitat auf die Fundstelle prüfen. Beispielfall, fiktiv: Eine Ansprache nennt eine Abschlussquote von 62 Prozent. Ohne Quelle streichen Sie den Satz oder ersetzen ihn durch eine belegte Angabe. Der Eintrag zu Prompt zeigt, wie eine Grenze solche Angaben vorab ausschließt.
- 01
Eine Zahl ohne Quelle übernehmen.
Folge: Eine erfundene Quote steht in einem Angebot und wird später gegen Sie verwendet.
Besser: Jede Zahl mit einer Fundstelle und einem Datum versehen.
- 02
Ein Zitat ohne Fundstelle zeigen.
Folge: Ein erfundener Satz wird einer Person oder Stelle zugeschrieben.
Besser: Zitate nur mit Fundstelle und Abrufdatum verwenden.
- 03
Die Antwort ohne Prüfung versenden.
Folge: Der Fehler erreicht den Kontakt und zerstört das Vertrauen.
Besser: Vor dem Versand jede Angabe gegen die Quelle lesen.








