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FachbegriffPipeline und Kennzahlen

Forecast: Commit, Best Case und Pipeline im Vertrieb

Auch: Umsatzprognose, Vertriebsprognose, Absatzplanung

Jesse KlotzGeschäftsführer Performance Marketing
Veröffentlicht und aktualisiert

Definition

Ein Forecast ist die Prognose des Umsatzes, den ein Vertrieb in einer Periode voraussichtlich abschließt. Er unterscheidet drei Stufen: Commit als Zusage des Teams, Best Case als erreichbaren Zusatz und Pipeline als alle offenen Chancen. Jede Stufe erhält eine Wahrscheinlichkeit. Die Summe aus Betrag mal Wahrscheinlichkeit ergibt den gewichteten Forecast.

Stand Quellen

Auf einen Blick

Gruppe
Pipeline und KennzahlenQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Formel
Summe aus Betrag × Wahrscheinlichkeit je StufeQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026

Was ist ein Forecast im Vertrieb?

Ein Forecast ist eine Schätzung des Umsatzes, den das Team bis zum Ende einer Periode abschließt. Er ist keine Zielvorgabe, sondern eine Einschätzung, die sich mit jeder neuen Information ändert. Ein guter Forecast trennt zwischen dem, was das Team zusagt, dem, was möglich ist, und dem, was offen steht.

Die drei Stufen sind der Kern des Modells. Commit ist das, wofür das Team einsteht. Best Case ist das, was bei günstigem Verlauf dazukommt. Pipeline ist der gesamte Bestand offener Chancen, der noch keinem Verlauf zugeordnet ist.

Wie gewichten Sie die drei Stufen?

Jede Stufe erhält einen Betrag und eine Wahrscheinlichkeit. Den gewichteten Anteil erhalten Sie, indem Sie den Betrag mit der Wahrscheinlichkeit multiplizieren. Die Summe der drei Anteile ist der Forecast der Periode.

Formel

Gewichteter Forecast = Summe über alle Stufen von Betrag × Wahrscheinlichkeit

Variablen der Formel
SymbolBedeutungEinheit
BetragUmsatzwert aller Chancen einer Stufe, in EuroEuro
WahrscheinlichkeitAnteil, mit dem die Stufe abschließt, als DezimalzahlAnzahl
Gewichteter ForecastErwarteter Umsatz der PeriodeEuro

Rechenbeispiel

Beispielzahlen, frei gewählt, keine Messwerte

Drei Stufen, drei Wahrscheinlichkeiten

  • Annahme: Commit: zugesagte Umsätze120.000 €(frei gewählt, keine Messwerte)
  • Annahme: Commit: Wahrscheinlichkeit0,9(0,9 entspricht 90 Prozent, frei gewählt)
  • Annahme: Best Case: zusätzlich möglich80.000 €(frei gewählt, keine Messwerte)
  • Annahme: Best Case: Wahrscheinlichkeit0,5(0,5 entspricht 50 Prozent, frei gewählt)
  • Annahme: Pipeline: offene Chancen200.000 €(frei gewählt, keine Messwerte)
  • Annahme: Pipeline: Wahrscheinlichkeit0,2(0,2 entspricht 20 Prozent, frei gewählt)
Drei Stufen, drei Wahrscheinlichkeiten
SchrittRechnungErgebnis
Commit gewichtet120.000 € × 0,9108.000 €
Best Case gewichtet80.000 € × 0,540.000 €
Pipeline gewichtet200.000 € × 0,240.000 €
Gewichteter Forecast120.000 € × 0,9 + 80.000 € × 0,5 + 200.000 € × 0,2188.000 €
Ungewichtete Summe aller Stufen120.000 € + 80.000 € + 200.000 €400.000 €

Im Beispiel beträgt die ungewichtete Summe 400.000 Euro. Gewichtet ergibt sich ein Forecast von 188.000 Euro. Der Commit trägt 108.000 Euro davon, obwohl er nur 120.000 Euro umfasst. Die Wahrscheinlichkeiten sind frei gewählt und keine Messwerte.

Die Differenz zwischen Summe und Forecast zeigt, wie viel Unsicherheit im Bestand steckt. Eine große Lücke sagt nichts Schlechtes, sie verlangt nur eine klare Aussage darüber, welche Chancen wann entscheiden.

Wie unterscheidet sich der Forecast vom Methodenvergleich?

Dieser Eintrag definiert die Stufen und die Rechnung. Wie Sie einen Forecast aus mehreren Methoden bilden und wie Sie seinen Fehler messen, zeigt der Leitfaden zum Sales Forecasting.

Termine sind für den Forecast besonders wertvoll, weil sie die Pipeline mit Zeitpunkten füllen. Ein Termin im Kalender zeigt, wann eine Chance reif wird, und dieser Zeitpunkt fehlt in jeder reinen Summe.

Der Stand Oktober 2026 gilt für diese Festlegung. Die Stufen sind eine Begriffsbestimmung, keine Vorhersage für einzelne Kunden.

Welche Fehler machen den Forecast wertlos?

Drei Fehler kommen in Vertriebsteams besonders häufig vor. Sie betreffen die Summe, die Wahrscheinlichkeit und die Aufnahme in den Commit.

  1. 01

    Die ungewichtete Pipeline als Prognose nennen.

    Folge: Die Zahl liegt im Beispiel um mehr als das Doppelte über dem gewichteten Wert.

    Besser: Jede Stufe mit einer Wahrscheinlichkeit gewichten und nur die Summe nennen.

  2. 02

    Wahrscheinlichkeiten nie nachprüfen.

    Folge: Eine Stufe bleibt jahrelang bei 90 Prozent, obwohl sie selten abschließt.

    Besser: Am Ende jeder Periode den Anteil der tatsächlich abgeschlossenen Chancen je Stufe notieren.

  3. 03

    Eine Zusage ohne Kaufcheck in den Commit nehmen.

    Folge: Der Commit enthält Chancen, bei denen der Kunde noch nicht entschieden hat, wer zahlt.

    Besser: Nur Chancen mit bestandenem Kaufcheck in den Commit setzen.

Weiterführend

So geht es weiter.

Nächster Schritt: Werkzeuge für Ihren Vertrieb ausprobieren

Belege und Vorgehen: Fakten und Zahlen und die KRAUSS-Methode.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen kurz beantwortet.

01Ist der Forecast dasselbe wie das Vertriebsziel?

Nein. Das Ziel legt fest, was erreicht werden soll, der Forecast schätzt, was erreicht wird. Liegt der Forecast unter dem Ziel, zeigt er die Lücke, solange sich dagegen noch etwas tun lässt. Ein Forecast, der dem Ziel genau entspricht, kann ein Zeichen dafür sein, dass die Wahrscheinlichkeiten zu großzügig gesetzt wurden.
Prompt ansehen und anpassen

Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.

Belege

Woher die Angaben stammen.

  1. 01

    KRAUSS GmbH: Glossar der Neukundengewinnung (krauss-gmbh.com)

    Stand Oktober 2026abgerufen am KRAUSS-Angabe

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