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FachbegriffAkquise und Kaltakquise

Follow-up im B2B-Vertrieb

Auch: Nachfassen

Jesse KlotzGeschäftsführer Performance Marketing
Veröffentlicht und aktualisiert

Definition

Follow-up ist im B2B-Vertrieb das gezielte Nachfassen nach einem Gespräch, einem Angebot oder nach Schweigen. Entscheidend sind drei Dinge: der Anlass, der Zeitpunkt und die nächste Aktion. Die drei Arten unterscheiden sich in den Tagen bis zum ersten Nachfassen. Ein Follow-up ohne Anlass wirkt wie Druck und endet meist mit einem Nein.

Stand Quellen

Auf einen Blick

Gruppe
Akquise und KaltakquiseQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Art
FachbegriffQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026
Zeitfenster
Tage nach dem Auslöser, je nach ArtQuelle: KRAUSS GmbH, Stand 10/2026

Was bedeutet Follow-up im B2B-Vertrieb?

Follow-up bezeichnet den nächsten Kontakt, den ein Anbieter nach einem früheren Gespräch, einem Angebot oder nach Schweigen aktiv herstellt. Der Begriff kommt aus dem Englischen und heißt wörtlich: das Nachfolgende. Gemeint ist kein Zufallsanruf, sondern ein Kontakt, dessen Anlass der Angerufene kennt.

Jedes Follow-up braucht drei Angaben: den Anlass, den Zeitpunkt und die nächste Aktion. Fehlt eine davon, endet der Kontakt meist mit einem höflichen Nein oder mit Stille. Wer das Nachfassen mit einer Wiedervorlage im Kalender festhält, vergisst den Anlass seltener.

Welche drei Arten von Follow-up gibt es?

Drei Arten von Follow-up gibt es, je nachdem, worauf das Nachfassen folgt. Jede Art hat ein eigenes Zeitfenster in Tagen nach dem Auslöser. Das früheste Zeitfenster gilt, solange der Angerufene den Kontakt noch vor Augen hat.

Drei Arten des Follow-up und ihre Zeitfenster, Stand 10/2026
ArtAuslöserFrühester TagSpätester Tag
Nach dem GesprächEin geführtes Gespräch ohne feste Zusage13
Nach dem AngebotEin versandtes Angebot ohne Antwort37
Nach dem SchweigenKeine Reaktion auf zwei Kontakte1421
Quelle: Arbeitswerte der KRAUSS-Redaktion, keine Marktstudie.

Wann lohnt sich ein drittes Nachfassen?

Ein drittes Nachfassen lohnt sich nur mit neuem Anlass, etwa einer Rückfrage zum Angebot, einer Messe oder einer Stellenanzeige im Unternehmen. Ohne Anlass wiederholt der Anruf die Frage von vorher, und der Angerufene liest sie als Druck.

Ein Praxisbeispiel zeigt den Unterschied. In einem Projekt für einen Hersteller von Großküchentechnik lagen nach drei Angeboten 14 Anfragen ohne Antwort. Das Team führte einen festen Takt ein: Anruf am dritten Tag, ein Schreiben mit neuem Anlass am siebten, letzter Anruf am zwanzigsten Tag. Danach kamen 5 der 14 Angebote zurück ins Gespräch, und 2 davon führten zu einem Termin.

Wann passt das Nachfassen nicht?

Ein Follow-up passt nicht zu jedem Einkaufszyklus, denn bei festem Zyklus wartet man besser bis zum Zyklus. Das gilt etwa für Rahmenverträge, die erst im nächsten Quartal neu verhandelt werden. Ein Anruf davor kostet Zeit und bringt selten eine Antwort. Den Preis je Termin rechnen Sie im Angebotskonfigurator mit Ihren Zahlen. Der Leitfaden zum Follow-up im Vertrieb beschreibt, wie man diesen Zyklus erkennt.

Den Kontakt ruhen zu lassen ist kein Fehler, wenn der Anlass fehlt.

  1. 01

    Jeden Kontakt gleich lang liegen lassen.

    Folge: Ein Angebot kühlt ab, während ein Gespräch noch warm ist.

    Besser: Die Art bestimmen und das passende Zeitfenster nehmen.

  2. 02

    Nachfassen ohne neuen Anlass.

    Folge: Der Angerufene hört dieselbe Frage zum dritten Mal und sagt Nein.

    Besser: Jeden Kontakt mit einem neuen Grund beginnen, etwa einer Rückfrage oder einem Hinweis.

Fragen und Antworten

Häufige Fragen kurz beantwortet.

01Wie oft darf man nachfassen?

Eine feste Obergrenze gibt es nicht, aber jeder weitere Kontakt ohne neuen Anlass senkt die Bereitschaft zum Gespräch. Halten Sie je Kontakt Datum und Anlass fest. Dann erkennen Sie, wann der Anlass fehlt und das Nachfassen enden sollte. Ein Anlass ist etwa eine Rückfrage, eine neue Zahl oder ein Hinweis aus dem Unternehmen des Angerufenen.

02Ist ein Rückruf nach einem Angebot schon Kaltakquise?

Nein. Der Rückruf folgt auf einen Kontakt, den der Angerufene kennt, also ist es ein Follow-up. Kaltakquise beginnt dort, wo es keinen früheren Kontakt gibt. Die Unterscheidung bestimmt, mit welcher Erwartung das Gespräch beginnt, und sie zeigt, welcher Anlass im ersten Satz genannt werden muss.
Prompt ansehen und anpassen

Der Prompt geht an den Anbieter, den Sie wählen. Antworten einer KI können Fehler enthalten: Prüfen Sie Zahlen auf der Fakten-Seite.

Belege

Woher die Angaben stammen.

  1. 01

    KRAUSS GmbH: Glossar der Neukundengewinnung (krauss-gmbh.com)

    Stand Oktober 2026abgerufen am KRAUSS-Angabe

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