Was bedeutet Cold Emailing im B2B-Vertrieb?
Cold Emailing ist der Versand einer E-Mail an einen Geschäftskontakt, der vorher nicht angefragt hat. Der Absender schreibt zuerst, ohne dass der Empfänger ein Gespräch gesucht hat.
Im Vertrieb ist Cold Emailing ein Kanal, kein Ergebnis. Eine Mail öffnet eine Tür, ein Termin entsteht erst, wenn jemand antwortet. KRAUSS versendet keine E-Mails, die Telefonebene und die Terminierung laufen am Telefon.
Welche Regeln gelten für Cold Mails?
Für Cold Mails gilt nach § 7 Abs. 2 Nr. 2 des Gesetzes gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) grundsätzlich die vorherige ausdrückliche Einwilligung des Adressaten (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026). Die Ausnahme in Absatz 3 setzt vier Voraussetzungen voraus, die alle zusammen erfüllt sein müssen (gesetze-im-internet.de, Stand 10/2026).
Die Ausnahme ist eng gefasst und lässt sich nicht pauschal auf jede Adresse anwenden. Wie Sie sie im Einzelfall prüfen, klärt Ihre Rechtsberatung. Mehr Details finden Sie im Begriff E-Mail-Werbung.
Wie unterscheidet sich Cold Emailing vom Telefon?
Cold Emailing und der Anruf folgen verschiedenen Regeln und erzeugen verschiedene Reaktionen. Die Tabelle zeigt die Unterschiede, die bei der Planung zählen.
| Merkmal | Cold Mail | Anruf |
|---|---|---|
| Rechtsgrundlage | § 7 Abs. 2 Nr. 2 UWG, Ausnahme nach Absatz 3 | § 7 Abs. 2 UWG, je nach Empfänger |
| Reaktion | Zeitversetzt, oft ohne Antwort | Im Gespräch, sofort einordbar |
| Einwand | Schweigen oder Abmeldung | Einwand, auf den man antworten kann |
| Weg zum Termin | Mindestens eine Antwort und ein Gespräch | Gespräch direkt am Telefon |
Wann ist Cold Emailing das falsche Mittel?
Cold Emailing trägt nicht, wo die Rechtsgrundlage fehlt oder wo ein Gespräch nötig ist, um den Bedarf zu klären. Ein Entscheider, der eine Mail nicht erwartet, reagiert auf sie oft gar nicht.
Wer nur Mails versendet, misst am Ende Öffnungen, aber keine Gespräche. Das Telefon zeigt schneller, ob ein Anlass trägt.
- 01
Cold Mails für Verbraucher und Firmen gleich behandeln.
Folge: Die Anforderungen in § 7 UWG unterscheiden sich, und die falsche Regel führt zu einer Abmahnung.
Besser: Empfänger je Gruppe einordnen und die Regel prüfen lassen.
- 02
Adressen ohne Herkunft übernehmen.
Folge: Ohne belegte Herkunft fehlt der Nachweis für eine Einwilligung oder eine Ausnahme.
Besser: Herkunft und Stand der Adresse dokumentieren.
Rechtlicher Hinweis. Stand 10.10.2026, keine Rechtsberatung. Der Text erklärt die Rechtslage allgemein und ersetzt nicht die Prüfung Ihres Einzelfalls.








