Was zeigt der CAC Payback?
Der Customer Acquisition Cost Payback (CAC Payback) zeigt, wie lange ein Neukunde braucht, um seine Gewinnungskosten zu decken. Er verbindet die Akquisekosten je Neukunde mit dem Teil des Umsatzes, der als Deckungsbeitrag übrig bleibt.
Eine kurze Amortisation heißt nicht automatisch gute Gewinnung. Entscheidend ist, ob der Kunde über den Zeitraum bleibt, den die Rechnung voraussetzt.
Wie rechnen Sie die Amortisation in Monaten?
Sie teilen die Akquisekosten je Neukunde durch den monatlichen Deckungsbeitrag. Den Deckungsbeitrag erhalten Sie, wenn Sie den Umsatz je Monat mit der Deckungsbeitragsrate multiplizieren.
Formel
CAC Payback in Monaten = Akquisekosten je Neukunde ÷ (Umsatz je Kunde und Monat × Deckungsbeitragsrate)
| Symbol | Bedeutung | Einheit |
|---|---|---|
| Akquisekosten je Neukunde | Kosten der Gewinnung, geteilt durch die Zahl der Neukunden desselben Zeitraums | Euro |
| Umsatz je Kunde und Monat | Wiederkehrender Umsatz eines Neukunden im Monat | Euro |
| Deckungsbeitragsrate | Anteil des Umsatzes nach Abzug der variablen Kosten, als Dezimalzahl | Anzahl |
| CAC Payback | Monate bis zur Amortisation der Akquisekosten | Monate |
Rechenbeispiel
Beispielzahlen, frei gewählt, keine Messwerte
Amortisation mit Ihren eigenen Eingaben
- Annahme: Akquisekosten je Neukunde aus Ihrer Rechnung4.800 €(frei gewählt, kein Marktwert)
- Annahme: Umsatz je Kunde und Monat1.200 €(frei gewählt, kein Marktwert)
- Annahme: Deckungsbeitragsrate0,35(0,35 entspricht 35 Prozent, frei gewählt)
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Deckungsbeitrag je Monat | 1.200 € × 0,35 | 420 € |
| Amortisationszeit | 4.800 € ÷ (1.200 € × 0,35) | 11,4 Monate |
Im Beispiel bleiben bei 1.200 Euro Umsatz im Monat und 35 Prozent Rate (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026) rund 420 Euro Deckungsbeitrag. Bei Akquisekosten von 4.800 Euro je Neukunde ist der Kunde nach gut elf Monaten amortisiert. Die Eingaben kommen aus Ihrer eigenen Rechnung, nicht aus einem Angebot.
Warum zählt der Deckungsbeitrag und nicht der Umsatz?
Der Umsatz enthält Kosten, die mit jedem Auftrag anfallen, etwa Material, Lizenzen oder Provision. Diese Kosten decken den Neukunden nicht, sie gehen von jedem Monatsumsatz ab. Erst der Deckungsbeitrag zeigt, wann die Akquisekosten zurückfließen.
Die Deckungsbeitragsrate ist deshalb die wichtigste Eingabe. Sie ändern sie nicht durch den Preis allein, auch die Betriebskosten zählen.
Welche Fehler verlängern oder verkürzen die Rechnung?
Drei Fehler verschieben das Ergebnis meist unbemerkt. Sie betreffen den Umsatz, den Zeitraum und die Einmalzahlungen.
- 01
Den Umsatz statt des Deckungsbeitrags teilen.
Folge: Die Amortisation wirkt kürzer, als sie ist.
Besser: Die variablen Kosten vom Umsatz abziehen, bevor Sie die Monate rechnen.
- 02
Einmalige Erstaufträge als Dauerumsatz ansetzen.
Folge: Der Monatswert ist zu hoch, weil der Kunde danach nicht weiterkauft.
Besser: Nur den wiederkehrenden Umsatz je Monat ansetzen oder den Einmalumsatz gesondert rechnen.
- 03
Akquisekosten aus einem Monat gegen den Umsatz eines anderen Jahres stellen.
Folge: Zwei Zeiträume lassen sich nicht vergleichen.
Besser: Kosten und Neukunden aus demselben Zeitraum nehmen, wie im Eintrag Akquisekosten festgelegt.
Stand: Oktober 2026. Die Rechnung ist eine Festlegung dieses Eintrags, keine Prognose über einzelne Kunden.








