Inhalt9 Abschnitte
- 01Was gehört zu einer KI-Strategie im Vertrieb?
- 02Welche Prozesse eignen sich für KI?
- 03Praxisbeispiel: Drei von vierzehn Prozessen
- 04Rechnung: Lohnt sich der Test?
- 05Welche Daten braucht die Strategie?
- 06Wann sich eine KI-Strategie nicht lohnt
- 07Checkliste für die vier Entscheidungen
- 08Wie geht es nach der Entscheidung weiter?
- 09Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Eine KI-Strategie für Unternehmen besteht aus vier Entscheidungen: welcher Prozess sich eignet, welche Daten er braucht, wer dafür verantwortlich ist und woran Sie den Erfolg messen. Wer diese vier Fragen vor dem Kauf eines Werkzeugs beantwortet, vermeidet die meisten Fehlkäufe.
Dieser Beitrag stammt von April 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Stand: Oktober 2026.
Was gehört zu einer KI-Strategie im Vertrieb?
Eine Strategie ist kein Dokument mit Zielbildern. Sie ist eine Reihe von Entscheidungen mit Zahlen. Jede Entscheidung betrifft einen Prozess, etwa die Nachfassung nach einem Angebot, und hält fest, was er kostet, was KI davon übernehmen soll und wer die Ergebnisse prüft.
Viele Betriebe beginnen beim Werkzeug. Besser beginnt man beim Prozess, weil der Prozess bestimmt, welches Werkzeug überhaupt passt.
Welche Prozesse eignen sich für KI?
Ein Prozess eignet sich, wenn er oft vorkommt, eine klare Form hat und ein Ergebnis, das Sie zählen können. Die Nachfassung nach dem Angebot, die Bestätigung eines Termins oder das Protokoll nach einem Gespräch erfüllen diese Bedingungen. Ein einmaliger Vorgang mit viel Abstimmung erfüllt sie nicht.
Erstellen Sie eine Liste der Prozesse im Vertrieb, mit Häufigkeit und Zeit je Vorgang. Die Liste zeigt, wo sich der Versuch lohnt.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Praxisbeispiel: Drei von vierzehn Prozessen
In einem Projekt für einen Anbieter von Gebäudereinigung mit einem Vertriebsteam von vier Personen wurden 14 Prozesse erfasst. Nach einer Bewertung nach Häufigkeit und Zeit blieben drei übrig: die Nachfassung nach dem Angebot, die Bestätigung von Terminen und das Protokoll nach Gesprächen. Die anderen elf kamen selten vor oder waren zu individuell.
Nach zwei Monaten mit den drei Prozessen sparte das Team nach eigener Zeitmessung rund sechs Stunden in der Woche. Die Zeitmessung war nicht unabhängig, deshalb steht die Zahl als Richtwert.
Die Zahlen sind gerundet und stammen aus einem Projektverlauf ohne Namen.
Rechnung: Lohnt sich der Test?
Die Rechnung zeigt, wann ein Test den Aufwand deckt. Alle Werte sind Annahmen.
Tabelle: Beispielrechnung für einen Test über drei Monate
| Schritt | Annahme | Rechenweg | Ergebnis |
|---|---|---|---|
| Eingesparte Zeit je Woche | 6 Stunden | Praxisbeispiel, Richtwert | 6 Stunden |
| Arbeitswochen je Jahr | 46 | Annahme | 46 |
| Stundensatz intern | 60 Euro | Annahme | 60 Euro |
| Nutzen je Jahr | 6 x 46 x 60 | 16.560 Euro | |
| Einführungsaufwand | 40 Stunden | Annahme, intern | 2.400 Euro |
Der Test lohnt sich, wenn der Nutzen deutlich über dem Aufwand liegt. Setzen Sie Ihre Stunden ein, sobald Sie die Zeit je Vorgang gemessen haben.
Welche Daten braucht die Strategie?
Nur die Daten, die der gewählte Prozess braucht. Für eine Nachfassung reichen das Datum des Angebots, der Anlass und der Ansprechpartner. Wer mehr Daten sammelt, erhöht den Prüfaufwand, ohne die Ergebnisse zu verbessern.
Prüfen Sie vorab die Rechtsgrundlage für jede Datenkategorie. Die Vorgaben stehen in der DSGVO, Wortlaut auf eur-lex.europa.eu. Dies ist keine Rechtsberatung.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wann sich eine KI-Strategie nicht lohnt
Bei sehr kleinen Teams mit wenigen Vorgängen am Tag ist die Zeit für Entscheidungen größer als die Zeit, die KI spart. Dort reicht ein Test mit einem Prozess ohne Dokument.
Eine Strategie trägt auch nicht, wenn niemand verantwortlich ist. Dann entsteht ein Dokument, das niemand liest, und ein Werkzeug, das niemand nutzt.
Checkliste für die vier Entscheidungen
- Prozesse mit Häufigkeit und Zeit je Vorgang erfasst
- Ein Prozess für den Test gewählt
- Nur die Daten festgelegt, die der Prozess braucht, mit geklärter Rechtsgrundlage
- Eine verantwortliche Person im Vertrieb benannt
- Ausgangswert für Zeit und Fallzahl vor dem Start gemessen
- Nach zwei Monaten Vergleich mit dem Ausgangswert festgelegt
Den Ablauf der Gesprächsvorbereitung zeigt der Leitfaden zu KI-Selling. Wie KI in der Ansprache genutzt wird, beschreibt der Leitfaden zur KI-Personalisierung. Eine Übersicht über die Themen steht im Wissensbereich unter KI im Vertrieb.
Wie geht es nach der Entscheidung weiter?
Wenn die vier Fragen beantwortet sind, folgt der Test. KRAUSS bietet Training für Vertriebsteams an, das an echten Gesprächen arbeitet, und die Telefonebene, wenn Sie Termine auslagern wollen. Software, IT-Einführung und Datenprojekte gehören nicht zum Angebot. Die Übersicht der Trainings finden Sie auf der Seite Training. Den Umfang rechnen Sie im Angebots-Konfigurator durch.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Häufig gestellte Fragen
Was gehört zu einer KI-Strategie für ein mittelständisches Unternehmen?
Eine Liste der Prozesse, in denen Zeit verloren geht, eine Entscheidung je Prozess über Nutzen und Risiko, eine verantwortliche Person und eine Messgröße. Eine Strategie ist kein Dokument mit Visionen, sondern eine Reihe von Entscheidungen mit Zahlen.
Wo fängt man bei KI im Vertrieb an?
Bei einem Prozess mit klarer Wiederholung und messbarem Ergebnis, etwa der Nachfassung nach einem Angebot. Ein Prozess mit wenigen Fällen eignet sich schlecht, weil die Wirkung kaum zu messen ist.
Welche Daten braucht man für KI im Vertrieb?
Die Daten, die der gewählte Prozess braucht, und nicht mehr. Für eine Nachfassung reichen Datum des Angebots, Anlass und Ansprechpartner. Prüfen Sie vorab, ob die Daten rechtmäßig genutzt werden dürfen, etwa nach der DSGVO.
Wer ist für die KI-Strategie verantwortlich?
Eine Person aus dem Vertrieb, die den Prozess kennt, und eine Person, die über Daten und Datenschutz entscheidet. Die Geschäftsführung entscheidet über das Budget. Ohne klare Verantwortung bleibt jede Einführung ein Test ohne Ende.
Wie misst man den Erfolg einer KI-Einführung?
Vor der Einführung messen Sie die Zeit je Vorgang und die Zahl der Fälle im Monat. Nach zwei Monaten vergleichen Sie beides. Ohne Ausgangswert gibt es keinen Vergleich.
Muss man ein eigenes KI-Werkzeug kaufen?
Nicht zwingend. Viele Prozesse lassen sich zuerst mit vorhandenen Werkzeugen und klaren Prompts testen. Die Entscheidung für ein Werkzeug folgt, wenn der Prozess und seine Zahlen feststehen.
Welche Schulung hilft Vertriebsteams bei KI?
Eine Schulung, die an echten Gesprächen arbeitet und nicht an Werkzeugen. KRAUSS bietet Training für Vertriebsteams an. Die Einführung von Software und IT gehört nicht zum Angebot.
Wann lohnt sich eine KI-Strategie nicht?
Bei sehr kleinen Teams mit wenigen Vorgängen am Tag. Dort ist die Zeit für Entscheidungen größer als die Zeit, die die KI spart. Testen Sie einen Prozess und lassen Sie das Dokument weg.
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