Inhalt9 Abschnitte
- 01Welche Kennzahlen brauchen Sie für das Leistungsmanagement im Vertrieb?
- 02Wie setzen Sie Ziele, die ein Team erreichen kann?
- 03Wie viel sollte variabel bezahlt werden?
- 04Was zeigt ein typischer Fall aus der Praxis?
- 05Wann schadet Leistungsmanagement?
- 06Wie führen Sie ein wöchentliches Leistungsgespräch?
- 07Welche Software brauchen Sie dafür?
- 08Checkliste: Leistungsmanagement einführen
- 09Häufig gestellte Fragen
Kurz gesagt
Leistungsmanagement im Vertrieb braucht höchstens fünf Kennzahlen je Rolle: zwei für Aktivität, zwei für Ergebnis und eine für Qualität. Wer mehr misst, führt nicht besser, sondern verliert den Überblick.
Dieser Beitrag stammt von Mai 2024. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.
Messen Sie wöchentlich, sprechen Sie monatlich und ändern Sie Ziele nur einmal im Quartal. Stand: Oktober 2026.
Welche Kennzahlen brauchen Sie für das Leistungsmanagement im Vertrieb?
Je Rolle zwei Aktivitäts-, zwei Ergebnis- und eine Qualitätskennzahl. Aktivität zeigt, was die Person beeinflusst. Ergebnis zeigt, was beim Unternehmen ankommt.
| Rolle | Aktivität | Ergebnis | Qualität |
|---|---|---|---|
| Telefonische Terminierung | Anrufe je Stunde, Gespräche mit Entscheider | Termine, Terminquote | Show-up-Quote der Termine |
| Außendienst | Besuche je Woche, Angebote | Aufträge, Umsatz | Abschlussquote je Angebot |
| Innendienst | Angebote je Tag | Angebotsdauer in Tagen | Fehlerquote in Angeboten |
| Vertriebsleiter | Coachinggespräche | Gesamtumsatz, Pipeline-Wert | Anteil aktueller Pipeline-Einträge |
Tabelle: Kennzahlen je Rolle, Beispiele der Redaktion, Stand 10/2026
Eine Einführung in die Kennzahlen bietet das Glossar zu Kennzahlen im Vertrieb, die Berechnung der Quoten der Leitfaden zu Akquise-Kennzahlen.
Wie setzen Sie Ziele, die ein Team erreichen kann?
Von hinten nach vorn: Aus dem Umsatzziel folgen Aufträge, Angebote, Termine und Anrufe. Ziele für Aktivität sind sicher erreichbar, Ziele für Ergebnis sind ein Streckziel. Beispielrechnung mit Annahmen für ein Team von 4 Außendienstlern:
| Posten | Annahme | Ergebnis |
|---|---|---|
| Umsatzziel Quartal | 600.000 € | |
| Auftragswert im Schnitt | 15.000 € | 40 Aufträge |
| Abschlussquote Angebote | 25 % | 160 Angebote |
| Angebotsquote Termine | 50 % | 320 Termine |
| Termine je Außendienstler und Woche | 320 : 4 : 13 Wochen | 6,2 Termine |
Tabelle: Beispielrechnung Zielrückrechnung, alle Werte sind Annahmen der Redaktion, Stand 10/2026
Das Ergebnis, gut 6 Termine je Woche und Person, ist die Zahl, die das Team beeinflusst. Liegen Ihre Außendienstler heute bei 4, fehlen Termine und nicht Motivation. Dann ist der Engpass die Terminlage, siehe Leitfaden zur Entlastung des Außendienstes.
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie viel sollte variabel bezahlt werden?
Das hängt vom Einfluss der Person auf das Ergebnis: Je mehr sie Gebiet, Preis und Abschluss steuert, desto höher der variable Anteil. Einen Richtwert nennen wir nicht, weil wir keinen belegen können und er je Branche stark streut. Wichtiger als die Höhe ist die Regel: Die Prämie hängt an Kennzahlen, die die Person beeinflusst, und wird nie nachträglich gekürzt. Das Glossar erklärt die Provision.
Was zeigt ein typischer Fall aus der Praxis?
In einem Projekt für einen Hersteller von Industrieverpackungen maß der Vertriebsleiter 14 Kennzahlen je Außendienstler und sprach in jedem Monatsgespräch über alle. Das Team nannte danach keine einzige Zahl auswendig. Er reduzierte auf 5 Kennzahlen (Besuche, Angebote, Abschlussquote, Umsatz, Pipeline-Pflege) und setzte ein 20-Minuten-Gespräch je Woche an. Nach zwei Quartalen stieg die Zahl der Besuche je Woche von 7 auf 9, und die Quote der gepflegten Pipeline-Einträge von 55 auf 90 %. Der Umsatz stieg nur um 6 %. Die Messung zeigte aber erstmals, dass die Angebotsphase 38 Tage dauerte, und genau dort setzte das nächste Quartal an.
Wann schadet Leistungsmanagement?
Wenn Kennzahlen zur Kontrolle werden, wenn Ziele nach unten gerechnet werden und wenn die Zahl wichtiger ist als der Kunde. Wer nur Anrufe zählt, bekommt kurze Anrufe. Wer nur Umsatz belohnt, bekommt Rabatte. Auch in sehr kleinen Teams (unter 3 Personen) braucht es kein System: Ein wöchentliches Gespräch und eine Tabelle genügen. Die Grenze: Kennzahlen zeigen, wo gesprochen werden muss, sie ersetzen das Gespräch nicht. Prüfen Sie vorab, ob ein Betriebsrat bei der Auswertung von Leistungsdaten mitzubestimmen hat (keine Rechtsberatung).
Termine mit Kaufinteresse
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Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
- Bei Ihnen bestätigt
- Beim Kunden bestätigt[2]
Wie führen Sie ein wöchentliches Leistungsgespräch?
In 20 Minuten mit drei Fragen: Was lief gut, was hat gebremst, was ändern Sie nächste Woche. Sie legen die Kennzahlen daneben, sie leiten das Gespräch nicht. Notieren Sie jede Zusage mit Datum. Ein Gespräch ohne Zusage ist kein Coaching. Für Telefonteams gelten kürzere Zyklen: tägliche 10-Minuten-Runde zu Quoten und Einwänden, siehe Telefonakquise. Wo Ihr Team steht, zeigt der Team-Skill-Check.
Welche Software brauchen Sie dafür?
Zunächst keine. Eine Tabelle mit den fünf Kennzahlen je Person und Woche reicht für Teams bis 10 Personen. Ab diesem Punkt lohnt ein CRM mit Berichten, siehe CRM im Vertrieb. Sales-Performance-Software trägt erst, wenn Vergütung und Gebiete komplex werden. Davor erzeugt sie Datenarbeit.
Checkliste: Leistungsmanagement einführen
- Höchstens fünf Kennzahlen je Rolle festgelegt
- Ziele aus dem Umsatzziel zurückgerechnet
- Wöchentliches Gespräch von 20 Minuten im Kalender
- Vergütungsregel schriftlich und vorab bekannt
- Datenquelle je Kennzahl benannt
- Ziele nur einmal im Quartal angepasst
Termine mit Kaufinteresse
Ihr Kalender voll mit Verkaufsterminen.
Wir übernehmen die Erstansprache, Ihr Vertrieb führt die Abschlussgespräche.
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- Beim Kunden bestätigt[2]
Häufig gestellte Fragen
Wie überwachen Sie Verkaufsleistungen fair?
Mit Kennzahlen, die die Person beeinflusst, und mit einem festen Gespräch. Vergleichen Sie Personen nur bei gleichem Gebiet.
Welche Best Practices gibt es?
Wenige Kennzahlen, feste Termine, klare Regeln zur Vergütung und eine Messung, die jeder nachrechnen kann.
Welche Rolle spielt Software?
Eine Nebenrolle. Zuerst braucht es Kennzahlen und Gespräche, danach Werkzeuge.
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