Inhalt8 Abschnitte
- 01Was kostet ein qualifizierter B2B-Termin laut Anbietern?
- 02Wie berechne ich die Kosten pro Termin?
- 03Warum schwanken die Preise je Termin so stark?
- 04Wie wirkt die Erreichbarkeit der Zielgruppe auf den Preis je Termin?
- 05Was zählt als Termin, und was nicht?
- 06Was kostet ein stattgefundener Termin, wenn ein Teil ausfällt?
- 07Wie vergleiche ich Preis je Termin, Stundensatz und Pauschale?
- 08Wann sollten Sie keine B2B-Termine kaufen oder beauftragen?
Was kostet ein qualifizierter B2B-Termin laut Anbietern?
Anbieterseiten nennen je nach Modell typische Spannen für einen qualifizierten B2B-Termin: 80 bis 250 Euro laut Prodigy (Prodigy, Stand 06/2026) und 150 bis 500 Euro laut Ad LEGATE (Ad LEGATE e.K., Stand 07/2026). Breite Zielgruppen liegen laut Prodigy darunter (Prodigy, Stand 06/2026). Laut SingularitySales liegt der Preis im erfolgsbasierten Modell typischerweise zwischen 150 und 400 Euro (SingularitySales GmbH, Stand 07/2026). Bei komplexen B2B-Zielgruppen nennt Ad LEGATE 250 bis 600 Euro (Ad LEGATE e.K., Stand 07/2026), und SingularitySales nennt bei sehr spezialisierten Zielgruppen Preise über 400 Euro (SingularitySales GmbH, Stand 07/2026). Die Tabelle zeigt die Angaben der vier Anbieterseiten mit dem Modell, auf das sich der Preis bezieht.
| Quelle | Modell, auf das sich die Angabe bezieht | Angabe je Termin laut Quelle | Zusatz laut Quelle |
|---|---|---|---|
| Prodigy | Kalt-E-Mail, Pay-per-Termin oder Pay-per-Lead | 80 bis 250 € je Erstgespräch (Prodigy, Stand 06/2026) | je nach Branche und Auftragswert |
| Ad LEGATE | Marktangabe für Pay-per-Termin-Anbieter | 150 bis 500 € (Ad LEGATE e.K., Stand 07/2026) | üblich |
| Ad LEGATE | Retainer-Modell, komplexe B2B-Zielgruppen | 250 bis 600 € (Ad LEGATE e.K., Stand 07/2026) | realistisch |
| SingularitySales | erfolgsbasiertes Modell | 150 bis 400 € je Erstgespräch (SingularitySales GmbH, Stand 07/2026) | bei sehr spezialisierten Zielgruppen auch darüber |
| Die Vertriebswikinger | Pay-per-Performance | ab 300 € (Die Vertriebswikinger, Stand 08/2026) | je nach Branche, Zielgruppe und Qualifizierungstiefe |
Die Angaben stammen von den Anbietern selbst, die Redaktion hat sie nicht unabhängig geprüft. Ein Preis je vereinbartem Termin ist außerdem noch kein Preis je stattgefundenem Termin. Die Einordnung im Ganzen steht in B2B-Terminvereinbarung im Überblick. Was eine Telefonakquise-Agentur insgesamt kostet, erklärt der Beitrag Telefonakquise Agentur Kosten im Überblick. Wie Sie Angebote einer Telefonakquise-Agentur vergleichen und auswählen, zeigt der Leitfaden zur Telefonakquise-Agentur.
Wie berechne ich die Kosten pro Termin?
Sie berechnen die Kosten pro Termin, indem Sie alle Kosten eines Zeitraums durch die Termine teilen, die stattfinden und die vereinbarten Kriterien erfüllen. Diese Formel ist die Festlegung dieses Beitrags, ein Anbieter kann den Nenner anders zählen. Die verwandte Kennzahl für den bestätigten Verkaufstermin erklärt das Glossar unter Kosten je Verkaufstermin.
Kosten pro Termin = (Arbeitskosten + Erfolgsprämien + sonstige Kosten) ÷ Termine, die stattfinden
Bei Angeboten nach Aufwand sind Arbeitskosten Akquisestunden mal Stundensatz. Sonstige Kosten sind Posten wie Einrichtung, Daten oder Software, sofern ein Angebot sie berechnet. Der Nenner zählt in dieser Formel nur Termine, die stattfinden. Der Abschnitt Was zählt als Termin nennt die anderen Zählweisen.
Die KRAUSS GmbH (Landsberg am Lech) bietet Terminvereinbarung für den Außendienst an und rechnet nach Akquisestunden ab (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Im Paket Start kostet eine Akquisestunde 59 € im Modell mit Erfolgsprämie, dazu kommt je Termin die Erfolgsprämie, gestaffelt nach den Akquisestunden des Termins (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Alle Preise zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer.
Rechenbeispiel
Preis je Termin im Paket Start bei sechs Akquisestunden
- Annahme: Akquisestunden je Termin6 Akquisestunden(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Arbeitskosten je Termin | 6 × 59 € | 354 € |
| Erfolgsprämie je Termin | 160 € | 160 € |
| Preis je Termin | 6 × 59 € + 160 € | 514 € |
Bei 6 Akquisestunden je Termin, einer Annahme dieses Beispiels, kostet ein Termin im Paket Start im Modell mit Erfolgsprämie 514 €, wenn jeder vereinbarte Termin stattfindet. Das Rechenbeispiel ist kein Angebot, und die Stunden je Termin setzt dieser Beitrag frei an. Das Modell mit Erfolgsprämie setzt eine Mindestlaufzeit von 6 Monaten voraus.
Der Terminpreis-Rechner zeigt für Ihr Budget und die Erreichbarkeit Ihrer Zielgruppe, wie viele Termine im Monat entstehen und was ein Termin kostet.
Warum schwanken die Preise je Termin so stark?
Anbieterseiten nennen als Preistreiber die Zielgruppe, die Qualifizierungstiefe, den Leistungsumfang und die Laufzeit. Laut Prodigy hängt der Preis der B2B-Leadgenerierung per Kalt-E-Mail vor allem von der Zielgruppen-Komplexität, der Sprache, der Compliance-Tiefe und davon ab, ob Texterstellung und Infrastruktur inklusive sind (Prodigy, Stand 06/2026). Die Vertriebswikinger knüpfen ihren Preis an Branche, Zielgruppe und Qualifizierungstiefe (Die Vertriebswikinger, Stand 08/2026). SingularitySales nennt die Laufzeit: Kurze Laufzeiten treiben den Stückpreis spürbar nach oben (SingularitySales GmbH, Stand 07/2026).
Wie viel jeder Treiber erklärt, zeigen die Quellen nicht. Einschätzung der Redaktion: Sie können zwei Treiber nachrechnen, nämlich die Akquisestunden je Termin und den Anteil der Termine, die stattfinden. Ein dritter, die Termindefinition, ändert den Nenner. Wie viele Anrufe hinter einem Termin stehen, zeigt der Beitrag Wie viele Anrufe ein Termin braucht.
Wie wirkt die Erreichbarkeit der Zielgruppe auf den Preis je Termin?
Bei KRAUSS steigt der Preis je Termin mit den Akquisestunden (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026), und je schwerer Entscheider erreichbar sind, desto mehr Stunden braucht ein Termin (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). KRAUSS rechnet Akquisestunden ab, keine Anrufversuche und keine Datensätze, so beschreibt es die Abrechnung der Methode (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Das Preisblatt unterscheidet drei Stufen der Erreichbarkeit: gut erreichbar, anspruchsvoll und schwer erreichbar. Die folgende Rechnung setzt die Akquisestunden je Termin frei an und ersetzt nicht den Terminpreis-Rechner, der mit den Stunden der gewählten Stufe rechnet.
Beispielfall, fiktiv: Der Fall zeigt, wie sich der Preis je Termin im Paket Start verändert, wenn ein Termin wenige, mittlere oder viele Akquisestunden braucht.
Die Stundensätze und Prämien des Preisblatts stehen auf Preise und Pakete.
Was zählt als Termin, und was nicht?
Als Termin zählt, was die Definition im Angebot festlegt; eine Bitte um Zusendung von Unterlagen zählt laut Bethke & Partner nicht (Bethke & Partner, Stand 08/2026). Einschätzung der Redaktion: Angebote zählen vereinbarte, bestätigte, stattgefundene oder qualifizierte Termine. Laut Bethke & Partner zählt ein Termin nur, wenn der Entscheider einem konkreten Datum zugestimmt hat und der Termin im Kalender steht (Bethke & Partner, Stand 08/2026). Laut SingularitySales ist im erfolgsbasierten Modell eine vertraglich saubere Definition des qualifizierten Termins entscheidend (SingularitySales GmbH, Stand 07/2026).
Als Verkaufstermin zählt bei KRAUSS ein bestätigter, gebriefter Termin mit bestandenem Kaufcheck (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Im Kaufcheck prüft KRAUSS vier Punkte: Kaufinteresse, Kaufbedarf, Entscheider und Zeitpunkt (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Den Ablauf zeigt die Methode mit Kaufcheck und A·B·C. Zur Methode gehört die doppelte Terminbestätigung: KRAUSS bestätigt jeden Termin telefonisch beim Kunden und beim Auftraggeber (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).
Fragen Sie den Anbieter vor dem Vergleich, welche Zählweise sein Preis je Termin meint. Ein Lead ist dabei noch kein Termin: Nach dem Glossar ist ein Lead ein Kontakt, dessen Kaufinteresse, Bedarf und Zeitpunkt noch niemand geprüft hat (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026).
Was kostet ein stattgefundener Termin, wenn ein Teil ausfällt?
Bei 6 Akquisestunden je Termin und einem Anteil von 0,75 (75 Prozent) stattfindender Termine, beides Annahmen dieses Beispiels, kostet ein stattgefundener Termin im Paket Start im Modell mit Erfolgsprämie 632 € statt 514 €. Alle Preise zzgl. gesetzlicher Umsatzsteuer. Ein stattgefundener Termin kostet mehr, weil die Akquisestunden aller vereinbarten Termine auf weniger stattgefundene Termine fallen und bei KRAUSS die Erfolgsprämie nur für stattgefundene Termine anfällt. Der Preis je stattgefundenem Termin ist der gezahlte Betrag je vereinbartem Termin geteilt durch den Anteil der Termine, die stattfinden. Im Beispiel entfällt die Prämie für ausgefallene Termine, die Kosten je vereinbartem Termin sinken auf 474 €, und 474 € geteilt durch 0,75 ergibt 632 €. Nach dem Glossar ist ein No-Show ein vereinbarter Termin, zu dem der Gesprächspartner ohne Absage nicht erscheint (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Laut Bethke & Partner bestehen die vereinbarten Termine, die nicht stattfinden, aus Absagen, Verschiebungen und No-Shows (Bethke & Partner, Stand 08/2026).
Zwei Anbieter nennen unterschiedliche Anteile. Laut den Vertriebswikingern liegt die Show-Rate der vereinbarten Termine über 90 Prozent, nach eigenen Werten aus über 50 B2B-Akquiseprojekten im DACH-Raum (Die Vertriebswikinger, Stand 08/2026). Laut Bethke & Partner finden 70 bis 80 Prozent der telefonisch vereinbarten Termine tatsächlich statt, nach eigener Angabe des Anbieters (Bethke & Partner, Stand 08/2026). Warum die Werte auseinanderliegen, zeigen die Seiten nicht. Wie viele Termine tatsächlich stattfinden, zeigt auch der Beitrag Wie viele Anrufe ein Termin braucht.
KRAUSS kann nicht zusagen, dass jeder Termin stattfindet (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Findet ein Termin nicht statt, entfällt die Erfolgsprämie für diesen Termin. Die Akquisestunden rechnet KRAUSS davon unabhängig ab (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Meldet der Auftraggeber den Ausfall, startet KRAUSS einen neuen Kontaktversuch, wie die Leistungsseite zur Terminvereinbarung für den Außendienst beschreibt (KRAUSS GmbH, Stand 10/2026). Das Rechenbeispiel folgt dieser Regel: Die Erfolgsprämie für den ausgefallenen Termin entfällt, die Akquisestunden bleiben im Preis.
Rechenbeispiel
Preis je stattgefundenem Termin im Paket Start bei sechs Akquisestunden
- Annahme: Akquisestunden je vereinbartem Termin6 Akquisestunden(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
- Annahme: Anteil der Termine, die stattfinden (0,75 entspricht 75 Prozent)0,75(Annahme dieses Beispiels, kein Marktwert)
| Schritt | Rechnung | Ergebnis |
|---|---|---|
| Arbeitskosten je vereinbartem Termin | 6 × 59 € | 354 € |
| Erfolgsprämie je stattgefundenem Termin | 160 € | 160 € |
| Preis je Termin ohne Ausfall | 6 × 59 € + 160 € | 514 € |
| Kosten je vereinbartem Termin mit Ausfall | 6 × 59 € + 160 € × 0,75 | 474 € |
| Preis je stattgefundenem Termin | (6 × 59 € + 160 € × 0,75) ÷ 0,75 | 632 € |
| Aufschlag gegenüber dem Preis ohne Ausfall | (6 × 59 € + 160 € × 0,75) ÷ 0,75 − (6 × 59 € + 160 €) | 118 € |
Wie vergleiche ich Preis je Termin, Stundensatz und Pauschale?
Rechnen Sie jedes Angebot auf den Preis je stattgefundenem, qualifiziertem Termin um, damit alle Zahlen dieselbe Einheit tragen. Die Umrechnung hängt vom Modell ab:
- Stundensatz: Akquisestunden je vereinbartem Termin mal Stundensatz, geteilt durch den Anteil der Termine, die stattfinden, dazu eine mögliche Prämie je stattgefundenem Termin.
- Monatspauschale: Pauschale geteilt durch die Termine des Monats, die stattfinden und die Kriterien erfüllen.
- Preis je vereinbartem Termin: gezahlter Betrag je vereinbartem Termin geteilt durch den Anteil der Termine, die stattfinden.
Die Zählweisen eines Termins und die Prüffragen vor dem Vertrag erklärt der Leitfaden zur Telefonakquise-Agentur. Welches Abrechnungsmodell zu Ihrem Vertrieb passt, klärt der Beitrag Erfolgsprämie oder Stundensatz.
Wann sollten Sie keine B2B-Termine kaufen oder beauftragen?
Sie sollten keine B2B-Termine kaufen und keine Terminvereinbarung beauftragen, wenn Ihr Außendienst die Termine nicht wahrnehmen kann, der erste Auftrag nur einen kleinen Umsatz bringt oder Kunden ohne Gespräch online bestellen.
- Wenn Ihr Außendienst die Termine nicht wahrnehmen kann, zahlen Sie für Termine, die Sie nicht nutzen.
- Wenn der erste Auftrag nur einen kleinen Umsatz bringt, kann auch ein günstiger Termin mehr kosten, als er einbringt.
- Wenn Ihre Kunden ohne persönliches Gespräch online bestellen, misst der Preis je Termin ein Ergebnis, das Sie nicht brauchen.
Wie viel ein Termin einbringt, hängt von Abschlussquote und Auftragswert ab. Der Wirtschaftlichkeits-Rechner setzt Termine, Ihre Abschlussquote und den Wert des ersten Auftrags ein und zeigt den Umsatz abzüglich der Kosten für die Termine. Ein Gespräch mit Jesse Klotz dauert 15 Minuten.








