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KI Texte prüfen: Fakten, Zahlen und Quellen vor dem Versand

Jesse KlotzGeschäftsführer Performance Marketing
Veröffentlicht
Aktualisiert
Lesezeit
4 Min. Lesezeit
Inhalt8 Abschnitte
  1. 01Warum sind KI-Texte in der Akquise riskant?
  2. 02Welche fünf Schritte prüfen einen KI-Text?
  3. 03Praxisbeispiel: Eine Zahl ohne Quelle in der Kaltakquise-Mail
  4. 04Rechnung: Was kostet die Prüfung, was ein Fehler?
  5. 05Wann lohnt sich die Prüfung nicht?
  6. 06Was muss ich bei Gesprächsleitfäden beachten?
  7. 07Checkliste vor dem Versand eines KI-Textes
  8. 08Häufig gestellte Fragen

Kurz gesagt

KI-Texte prüfen heißt, jede Zahl, jeden Namen, jede Studie und jede Rechtsaussage vor dem Versand zu belegen oder zu streichen. Sprachmodelle schreiben plausible Sätze, auch wenn die Fakten fehlen.

Dieser Beitrag stammt von April 2025. Aktuelle Preise und Konditionen von KRAUSS stehen auf der Fakten-Seite und der Preisseite.

Wer die Prüfung in fünf festen Schritten erledigt, erkennt die erfundenen Aussagen, bevor ein Entscheider sie findet.

Stand: Oktober 2026

Warum sind KI-Texte in der Akquise riskant?

Ein Entwurf für eine Kaltakquise-Mail klingt glatt und gut gegliedert. Genau darin liegt das Risiko. Das Modell füllt Lücken mit Aussagen, die passen, nicht mit Aussagen, die stimmen. Eine Zahl wie „bis zu 40 Prozent Ersparnis“ wirkt überzeugend und kann ohne Quelle nicht belegt werden. Ein Entscheider, der die Zahl prüft, hält Sie danach für unseriös.

Dazu kommt die Geschwindigkeit. Wer täglich zwanzig Entwürfe erstellt, prüft sie schneller, als er sollte. Die Folge sind Fehler, die sich wiederholen, weil dieselbe Vorlage in jeder Mail steckt.

Welche fünf Schritte prüfen einen KI-Text?

  1. Zahlen markieren. Unterstreichen Sie jede Zahl, jede Prozentangabe und jeden Zeitraum.
  2. Quelle verlangen. Fragen Sie für jede Zahl nach Herkunft, Zeitraum und Grundgesamtheit. Ohne Antwort streichen Sie sie.
  3. Namen und Zitate prüfen. Jeder Name, jedes Zitat und jede Studie wird geöffnet, bevor der Text den Versand sieht.
  4. Kundenaussagen prüfen. Stimmt die Branche, das Problem und die Rolle des Empfängers? Modelle raten hier oft.
  5. Rechtsaussagen prüfen. Jede Aussage zu Werbung, Einwilligung oder Datenschutz geht an eine Fachstelle. Der Text selbst gibt keine Rechtsberatung.

Ein Prompt kann die Liste der Punkte vorbereiten. Die Entscheidung trifft der Mensch. Der folgende Prompt ist neutral formuliert und ersetzt keine Prüfung.

Prüfe den folgenden Text auf alle Aussagen, die ich nicht belegen kann.
Liste jede Zahl, jeden Namen, jede Studie, jedes Zitat und jede Rechtsaussage einzeln auf.
Markiere, ob der Text sie als gesicherten Fakt darstellt.
Schreibe zu jedem Punkt, welcher Beleg vor dem Versand fehlt.
Erfinde keine Quellen und ergänze keine Zahlen.

Text:
[hier den Entwurf einfügen]

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Praxisbeispiel: Eine Zahl ohne Quelle in der Kaltakquise-Mail

In einem Projekt für einen Hersteller von Verpackungsmaschinen erstellte ein Modell die Vorlage für eine Erstansprache. Der Entwurf enthielt den Satz, Betriebe sparten bis zu 40 Prozent ihrer Verpackungskosten. Eine Quelle nannte der Entwurf nicht. Von zwölf Mails, die das Team im Test vorbereitete, enthielten fünf eine unbelegte Zahl. Nach der Prüfung blieben zwei Mails mit einer Zahl übrig, für die das Team eine eigene Auswertung als Beleg hatte. Die übrigen Zahlen strich es. Die Zahlen sind anonymisiert und gerundet.

Rechnung: Was kostet die Prüfung, was ein Fehler?

Die Prüfung kostet Zeit. Ein Fehler kostet mehr, wenn er einen Termin oder einen Ruf verbrennt. Das folgende Beispiel nennt alle Annahmen.

Rechnung: Was kostet die Prüfung, was ein Fehler?
PositionWertAnnahme
Erstansprachen je Woche20Annahme für ein kleines Team
Prüfzeit je Mail6 MinutenAnnahme für die fünf Schritte
Prüfzeit je Woche120 Minuten20 mal 6
Anteil Mails mit unbelegter Aussage1 von 10Annahme, bitte mit eigenen Zahlen prüfen
Mails mit Fehler je Woche220 mal 1 geteilt durch 10
Verlorene Gespräche je Fehler1Annahme, der Empfänger antwortet nicht mehr

Quelle: Rechenbeispiel der Redaktion mit offenen Annahmen, kein Marktwert, Stand 10/2026.

Zwei Stunden Prüfung je Woche sind der Preis, zwei verlorene Gespräche sind der Verlust. Das Verhältnis entscheidet, ob Sie die Prüfung in den Ablauf nehmen.

Wann lohnt sich die Prüfung nicht?

Für interne Notizen, die niemand nach außen trägt, reicht ein schneller Blick. Auch Texte, die nur Stichworte enthalten, brauchen keine volle Prüfung. Eine vollständige Prüfung lohnt sich dort, wo der Text einen Empfänger erreicht, der ihn prüfen kann: Mails, Gesprächsleitfäden, Angebote und Website-Texte. Und wo der Text eine Rechtsaussage trägt, reicht die Prüfung durch Sie allein nicht aus.

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Was muss ich bei Gesprächsleitfäden beachten?

Gesprächsleitfäden sind die gefährlichste Vorlage, weil sie der Anrufer ungeprüft vorliest. Prüfen Sie jeden Satz mit einer Zahl oder einem Versprechen. Ersetzen Sie Zahlen, die Sie nicht belegen, durch eine Frage an den Gesprächspartner. Den Ablauf eines Gesprächs zeigt der Leitfaden zum Gesprächseinstieg. Einwände mit belegten Antworten behandelt der Leitfaden zur Einwandbehandlung.

Für Erstansprachen per Mail hilft die Checkliste für Kaltakquise-Mails. Ob eine Ansprache zulässig ist, klären die Seiten zum Kaltakquise-Recht. Die Begriffe erklärt das Glossar zur Einwandbehandlung.

Checkliste vor dem Versand eines KI-Textes

  • Jede Zahl hat eine Quelle, einen Zeitraum und eine genannte Grundgesamtheit.
  • Jede Quelle ist geöffnet und enthält die Aussage.
  • Namen, Zitate und Studien sind geprüft oder gestrichen.
  • Branche, Problem und Rolle des Empfängers stimmen.
  • Rechtsaussagen sind an die Fachstelle gegangen.
  • Der Ton ist sachlich und enthält keine Druckformel.
  • Die Vorlage hat ein Datum und einen Prüftermin im Quartal.

Die Prompts zur Vorarbeit finden Sie in der KI-Prompt-Bibliothek. Wer die Ansprache für die Telefonakquise auslagern will, findet auf der Seite zur Kaltakquise-Agentur den Ablauf.

Häufig gestellte Fragen

Warum muss ich KI-Texte für die Akquise prüfen?

Sprachmodelle schreiben plausible Sätze, auch wenn ihnen die Fakten fehlen. Eine erfundene Zahl oder eine Studie ohne Quelle landet sonst bei einem Entscheider, der die Aussage prüfen kann. Der Schaden trifft Sie, nicht das Modell.

Welche Aussagen muss ich zuerst prüfen?

Zuerst prüfen Sie alle Zahlen, Namen, Zitate, Studien und Rechtsaussagen. Diese Teile tragen das größte Risiko. Danach prüfen Sie Aussagen über den Kunden, etwa Branche oder Problem, und zuletzt den Ton.

Reicht ein zweites KI-Modell zur Prüfung?

Ein zweites Modell findet oft Auffälligkeiten, aber es belegt nichts. Die Prüfung gehört zu einem Menschen, der die Quelle oder die eigene Erfahrung kennt. Ein Modell kann die Liste der offenen Punkte erstellen, die Entscheidung trifft der Mensch.

Wie erkenne ich eine erfundene Zahl?

Eine erfundene Zahl wirkt oft glatt, etwa 40 Prozent oder 3 von 10. Fragen Sie nach der Quelle, nach dem Zeitraum und nach der Grundgesamtheit. Kann niemand diese Fragen beantworten, streichen Sie die Zahl oder ersetzen Sie sie durch eine genannte Annahme.

Darf ich eine KI-Antwort mit Quelle belegen, wenn die Quelle nicht stimmt?

Nein. Öffnen Sie jede genannte Quelle und prüfen Sie, ob die Aussage dort steht. Modelle nennen manchmal Titel, Autoren oder Seiten, die es nicht gibt. Eine Quelle, die Sie nicht geöffnet haben, belegt nichts.

Wie oft prüfe ich Vorlagen, die ich wiederverwende?

Prüfen Sie jede Vorlage bei der Erstellung und danach einmal im Quartal. Ändern sich Preise, Gesetze oder Ihre Leistungen, veraltet der Text, auch wenn er einmal richtig war.

Gilt die Prüfpflicht auch für Gesprächsleitfäden?

Ja. Ein Gesprächsleitfaden, der eine falsche Zahl nennt, schadet im Telefonat genauso wie eine Mail. Ein Leitfaden braucht den gleichen Prüfweg wie jede Vorlage für den Versand.

Bietet KRAUSS die Prüfung von KI-Texten an?

Nein, eine Textprüfung ist keine Leistung von KRAUSS. KRAUSS liefert die Telefonebene und die Terminierung. Die Prüfung Ihrer Texte liegt bei Ihnen oder bei Ihrer Rechtsberatung. Die Prompts auf dieser Seite helfen bei der Vorarbeit.

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